Beiträge von Humblebee

    Das kann ich nachvollziehen @samu ! Bei uns in der Nähe gibt es seit ca. 15 Jahren eine Privatschule, von der ich bis dato auch viel Negatives - sowohl von Lehrer- als auch von Schülerseite - gehört habe: neben hohen Schulgebühren Lehrkräfte, die über Mobbing u. ä. hinwegsehen (müssen?), Kompetenzgerangel, ständig wechselnde (und schlecht bezahlte) Lehrer*innen und Schulleitung etc. Auch eine ehemalige Referendarin von uns war dort 1,5 Jahre beschäftigt, hat aber dann die Nase voll gehabt.

    Muss aber ja nicht überall so sein...

    Nein, noch nicht. Das werde ich erst kurz vor Schuljahresbeginn (bei uns fängt das neue Schuljahr ja erst am 27.08. an) machen, wenn ich meinen endgültigen Stundenplan habe; bisher gab's nur einen "vorläufigen". Zuallererst muss ich - zusammen mit einigen anderen Klassenlehrkräften - die beiden "Orientierungstage" zum Schuljahresbeginn überarbeiten (in Niedersachsen startet das neue Schuljahr ja meist auf einen Donnerstag und an diesem sowie dem Freitag findet bei uns Unterricht im Klassenverband bei der Klassenlehrkraft statt). Einige der sonst üblichen Dinge wie Schul- und Stadtrallye werden wohl dieses Jahr Corona-bedingt ausfallen.

    DUUM ist noch im "Ferienmodus".

    Nachtrag zum Thema: Nachdem ich vor rund 2 Wo einen Kurs "geerbt" habe, weil die wertet Kollegin Knall auf Fall den Job 4 Wo vor der Prüfung d. Kurses hingeschmissen hat, empfehle ich auch, bei Teamteaching durchaus mal ab und an die Klassenbucheinträge mit dem Wissensstand der TN abzugleichen. Das bewahrt alle Beteiligten vor bösen Überraschungen.

    Teamteaching bedeutet für mich, dass ich gleichzeitig mit einer Kollegin / einem Kollegen im Klassenraum bin, d. h. wir machen auch die Klassenbucheinträge gemeinsam, denn wir müssen auch beide durch unser Kürzel im Klassenbuch den Stundeninhalt etc. bestätigen. Von daher weiß ich ja immer, wie der Wissenstand der SuS ist.

    Läuft das bei euch anders? Wenn du einen Kurs von einer (Ex-)Kollegin übernommen hast, ist das für mich kein "Team"-Teaching mehr, sondern du leitest nun diesen Kurs alleine, oder?

    s3g4 : Diese Schülerin hat sich ja auch auf "Ansprache" durch die Lehrkraft oftmals nur sehr kurze, z. T. falsche oder gar keine Antworten gegeben; also war wohl davon auszugehen, dass sie nicht immer alles verstanden hat. Sie hat zwar ihre Arbeitsaufträge im Unterricht selbstständig erledigt (aber kaum mit anderen zusammengearbeitet) und konnte auch ihre Hausaufgaben immer vorlegen, aber dass sie immer alles "korrekt" erledigt hat, glaube ich nicht (eine Überprüfung jeder einzelnen Aufgabe jedes einzelnen Schülers ist ja nicht möglich bei einer Klassenstärke von 20, zu Schuljahresbeginn noch 26 SuS).

    Für solch eine Mitarbeit gibst du wirklich ein "Befriedigend"? Wie muss sich denn dann jemand verhalten, der bei dir eine 4 oder 5 in der Mitarbeit bekommt?

    Und welche Kompetenzen könnte man dieser Schülerin nun bescheinigen? Meines Erachtens wären das u. a.: Durchhaltevermögen, Zuverlässigkeit, Sorgfalt und durchaus Lern- und Leistungsbereitschaft. Andere wichtige Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit habe ich bei ihr leider nicht entdecken können.

    Im Schriftlichen lag die Schülerin übrigens meistens zwischen 3 und 4, des öfteren aber auch bei einer 5. Im Endeffekt hatte sie einen Notendurchschnitt von 3,8 im Zeugnis.

    EDIT: Hinzufügen möchte ich noch, dass diese Schülerin keineswegs nur bei uns in der BFS so schlechte mündliche Noten bekommen hat. Wie sie selbst und ihre Eltern auf dem Elternsprechtag Ende November sagten, als ich sie auf die mangelnde mündliche Beteiligung im Unterricht ansprach, habe die Schülerin auch an ihrer vorherigen Schule (Hauptschule) immer mündlich eine 4- bis 5 in allen Fächern gehabt und sie sei auch zuhause sehr "mundfaul".

    Das verstehe ich jetzt gerade nicht wirklich! Wie genau kannst du denn den "individuellen Lernfortschritt" in einer Note abbilden bzw. warum ist das deines Erachtens nicht möglich, wenn ich die mündliche Mitarbeit in einer Note und das Arbeitsverhalten in einer anderen Note bzw. einer Beurteilung bewerte?

    Wenn jemand z. B. (da habe ich gerade einen Schüler aus einer Berufsfachschulklasse Eletrotechnik vor Augen, den ich im abgelaufenen Schuljahr in Englisch hatte) am Anfang des Schuljahres noch sehr zurückhaltend in der mündlichen Beteilgung ist, bekommt er von mir eine nicht so tolle Note (bis zu den Herbstferien stand er auf einer 4). Nach den Herbstferien kam dieser Schüler aber mehr aus sich heraus, meldet sich häufiger mit inhaltlich guten Beiträgen und hat sich damit bis zum Halbjahresende auf eine 2- "hochgearbeitet". Darin zeigt sich dann meiner Meinung nach auch der Lernfortschritt bei diesem Schüler. Ach so: im Arbeitsverhalten hat dieser Schüler ebenfalls ein "Entspricht den Erwartungen" bekommen, denn er hat zwar seine Arbeitsaufträge während des Unterrichts gut und zügig bearbeitet, aber häufig keine Hausaufgaben gemacht.

    Maylin85 : Wenn es bei uns mit SuS, innerhalb einer Klassengemeinschaft oder zwischen SuS und KuK Probleme gibt, geben an meiner Schule gerade die Klassenlehrer*innen die "Fälle" häufig an die Schulsozialarbeiter*innen ab; dafür sind diese ja u. a. auch da. Nichtsdestotrotz haben wir Lehrkräfte aber neben unserem Bildungs- auch einen Erziehungsauftag!

    Vielleicht etwas OT: vielleicht liegt am anderen Bundesland, aber bei uns gibt es keine einzelne Bewertung des Arbeitsverhaltens. Das kenne ich nur aus der Grundschule bzw. Sek 1.

    Wir bilden unsere Noten aus den schriftlichen Leistungen und der Mitarbeit. Mitarbeit ist aber kein Synonym für der jenige meldet sich häufig. Vor dem Hintergrund gebe ich niemandem, der sich nicht meldet ein Mangelhaft. Vor allem nicht, wenn die Person ansonsten sich so verhält wie von dir beschrieben.

    Hier in Niedersachsen gibt es auch an den BBS "Kopfnoten", also Bewertungen des Arbeits- und Sozialverhaltens; Ausnahmen bilden bei uns z. B. die Fachoberschulklassen.

    Wir bilden unsere Noten (=Zensuren für die Fächer und Lernfelder) auch aus den schrittlichen und mündlichen Leistungen. Zur mündlichen Leistung zählt für mich - und das sehen ja meine KuK genauso, sonst kämen wir wohl nicht zu einem übereinstimmenden Meinungsbild - bei unseren älteren SuS vor allem, dass sich die SuS selbtständig beteiligen. Bei der genannten Schülerin war es ja so, dass sie sich niemals aus eigenem Antrieb gemeldet hat und wenn man sie mal drangenommen hat, auch nicht immer eine Antwort von sich gab. Wenn es um Partner- oder Gruppenarbeiten ging, hat sie "ihren Teil" der Aufgaben erledigt, aber kaum mit ihrern Mitschüler*innen gesprochen. Auch hat sie nie etwas von sich aus gefragt etc. Dafür kann man ihr doch keine "ausreichende" mündliche Mitarbeit bescheinigen, denn sie hat ja so gut wie überhaupt nicht mitgearbeitet i. S. v. sich selbstständig mündlich am Unterricht beteiligt.

    Meine Klasse ist eine Berufsfachschule Wirtschaft mit dem Schwerpunkt Handel/Einzelhandel; ich glaube nicht, dass diese ehemalige Schülerin mit diesem Verhalten eine Ausbildung im Einzelhandel erfolgreich absolvieren kann, denn dafür müsste sie mal den Mund aufmachen und mit Kund*innen sprechen. Sie macht nun übrigens eine Ausbildung als Fachlageristin.

    Dürft Ihr denn nur die mündliche Mitarbeit bewerten? Wenn man alle Bereiche der sonstigen Mitarbeit (also alles außer den Klausuren) betrachtet, hat sie doch auch gute Leistungen gezeigt...

    Die "sonstige Mitarbeit" fließt in die Bewertung des Arbeitsverhaltens ein (und z. T. auch in die des Sozialverhaltens, z. B. das Verhalten und Engagement bei Gruppenarbeiten).

    Die Schüler müssen mir ihre Leistung aber irgendwie zur Kenntnis bringen, sei es durch mündliche Beiträge, Abgabe von Aufgaben, whatever. Wer einfach nur brav da sitzt und immer seine Aufgaben macht, den werde ich irgendwann quälen, weil ich da kein Defizit übers Herz bringe, aber irgendwas brauche ich. ;)

    Quälen werde ich niemanden, denn ich finde, meine SuS sind alt genug, um selbst zu wissen, dass sie sich für eine gute mündliche Note auch von sich aus melden müssen. Das "stille Mäuschen", das brav seine Aufgaben macht und auch immer im Unterricht ist, sich aber nie mündlich beteiligt, bekommt von mir definitv keine gute Mitarbeitsnote; dafür dann aber eine recht gute Beurteilung des Arbeitsverhaltens. So einen Fall hatte ich gerade in "ganz krass" im abgelaufenen Schuljahr: eine Schülerin aus meiner Klasse hatte 0 Fehltage, hatte immer ihre Hausaufgaben dabei, hat auch gut und recht zügig im Unterricht ihre Arbeitsaufträge bearbeitet, während des Homeschooling alle Aufgaben erledigt (und rechtzeitig eingereicht) usw., sich aber wirklich nicht ein einziges Mal selbstständig am Unterricht beteiligt (nebenbei gesagt: ich unterrichte in meiner Klasse drei verschiedene Lernfelder plus Englisch). Wenn ich sie mal drangenommen habe, konnte sie meist die Fragen richtig beantworten. Trotzdem fand ich (und auch die KuK, die in meiner Klasse unterrichtet haben), dass dies nur eine mangelhafte mündliche Note sein kann. Im Arbeitsverhalten haben wir ihr aber ein "Entspricht den Erwartungen" gegeben.

    Ich habe mir tatsächlich angewöhnt, mindestens nach jeder zweiten oder dritten (Doppel-)Stunde mündliche Noten aufzuschreiben. Daraus mache ich dann alle Vierteljahr eine mündliche Zwischennote, die ich den SuS mitteile/mit ihnen bespreche. Dabei lasse ich die SuS sich auch selbst einschätzen. Ein Kollege von mir macht das sogar am Ende jeder Stunde (das fände ich aber zu "zeitfressend", muss ich sagen).

    Für Präsentationen - auch in Englisch -, Rollenspiele u. ä. handhabe ich es wie CDL, d. h. ich habe Bewertungsbögen mit verschiedenen Kriterien, die ich mit den SuS vor Beginn der ersten Präsentationen an der Dokumentenkamera durchspreche, damit sie wissen, auf was ich so alles achte. Während der Präsentationen mache ich dann Kreuzchen, aus denen sich anschließend die Note ergibt, und im Anschluss an jedes Rollenspiel etc. gibt es eine kurze Feedbackrunde.

    Zu Beginn des Referendariats fiel es mir auch schwer mündliche Noten zu geben, aber zum Glück haben meine Mentor*innen mich da beratend unterstützt. Und heutzutage finde ich es auch hilfreich, dass ich zwei Doppelstunden pro Woche mit einer Kollegin im Doppeleinsatz bin und wir gemeinsam mündliche Noten machen (da merken wir immer wieder, dass sich unsere Einschätzungen weitgehend decken).

    Palim : stimmt, danke, das war mir gar nicht aufgefallen, dass in dem Hygieneplan im Gegensatz zum Leitfaden von 16 SuS pro Raum die Rede ist. Grrrr...

    Was die Planungen für das neue Schuljahr angeht, stimme ich dir vollends zu! Ich werde erstmal gar nichts planen bzw. mich nur auf das Szenario "eingeschränkter Regelbetrieb" vorbereiten.

    Was sollen nur Leute im Krankenhaus sagen, wie zwei Schichten am Stück full monty arbeiten, wenn sie von Leuten hören die psychosomatisch vor sich hinstöhnen "aBeR icH beKOmM dArUNteR dOCh keINe LuFt" 8|

    Kannst du tatsächlich mit/unter einem MSN genauso gut atmen wie ohne und fängst darunter bei Außentemperaturen über 25 Grad nicht zu schwitzen an? Faszinierend! Mir und vielen anderen, mit denen ich darüber gesprochen habe, geht es leider nicht so und deswegen finde ich das Masketragen einfach unangenehm.

    Die neuerliche Maskenpflicht gilt erst seit ein paar Tagen und wurde eingeführt, nachdem die Fallzahlen anstiegen. Wenn man die Inkubationszeit einrechnet, dürften die Ansteckungen vorher geschehen sein. Außerdem lief die Virusverbreitung wohl mal wieder über Partys und Bars.

    Ja, das kam gestern in der "Tagesschau": diesen "Ausbruch" in St. Wolfgang in Oberösterreich haben wohl Praktikant*innen verschiedener Hotels und Restaurants ausgelöst, die zusammen gefeiert haben und z. T. auch zu mehreren Personen zusammenwohnen (u. a. Bericht in der FR: https://www.fr.de/panorama/coron…h-90013351.html).

    Ansonsten sind die Fallzahlen in Oberösterreich aber wohl schon seit Anfang Juli wieder gestiegen, weshalb am 09.07. wieder eine Maskenpflicht eingeführt wurde - siehe Artikel des ORF: https://ooe.orf.at/stories/3057086/

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