Beiträge von Humblebee

    Was genau meinst du mit "digitalem" Unterricht?

    Ich finde, das ist ein recht weit zu fassender Begriff. Beispielsweise habe ich mir für das Englischbuch, das wir in der Fachoberschule benutzen, die "Handreichungen für den Unterricht" gekauft und diese beinhalten u. a. auch einen "Unterrichtsmanager" auf DVD-ROM; auch die gehört m. E. zum "digitalen Unterricht(en)".


    Oder meinst du damit den Online-Unterricht, den die meisten Lehrkräfte während der corona-bedingten Schulschließungen durchgeführt haben?

    Ich glaube, für Niedersachsen gibt es auch für's Abi nur die Vorgabe, dass die Erst- und die Zweikorrektur mit unterschiedlichen Farben vorgenommen werden sollen. Dass es aber Vorgaben gibt, welche Farben es sein müssen und wer nun an welchem Rand korrigiert, wüsste ich nicht. Bin aber schon seit einigen Jahren nicht mehr am beruflichen Gymnasium im Abi involviert. Für die Abschlussprüfungen in anderen Schulformen - wie die Fachoberschule und die Berufsfachschule - gibt es zumindest bei uns keine derartigen Vorgaben.

    Ich hoffe, es kann dir jemand deine Frage beantworten!

    Eine Frage habe ich noch: richtet sich diese Umfrage nur an SuS von Berufskollegs - also nur an SuS in NRW - oder wäre es auch ok, wenn SuS berufsbildender Schulen aus anderen Bundesländern an der Umfrage teilnehmen?

    Schade ist natürlich, dass mittlerweile schon so einige SuS, z. B. die 13. Klassen des beruflichen Gymnasiums oder Fachoberschüler*innen, die ihre Abschlussprüfungen hinter sich haben, gar nicht mehr in der Schule sind und deshalb wohl nicht an der Umfrage teilnehmen können.

    Ob Schüler*innen ein Attest einreichen müssten für den Fall, dass sie im Homeoffice verbleiben, weil ein Familienmitglied zur Risikogruppe gehört, kann ich nicht sagen. Ich meine aber, dass mein Abteilungsleiter neulich anmerkte, dass ein Attest in solch einem Fall ja "schwierig einzufordern" sei. Allerdings haben wir einen solchen Fall - zumindest in meiner Abteilung - nicht, sondern diejenigen (wenigen) SuS, die im Homeoffice geblieben sind, gehören selbst zur Risikogruppe und m. E. haben dies alle schon vor Wiederöffnung der Schule mit einer ärztlichen Bescheinigung belegt.

    Ist das tatsächlich ein Erlass in Niedersachsen? Und wenn ja, würde mich interessieren, ob Ähnliches auch für BBSn gilt.

    An mehreren mir bekannten BBSn im Umkreis wurde nämlich zwar die Ansage gemacht, die Lehrkräfte könnten die Anzahl der Klassenarbeiten zwar verringern oder darauf verzichten, aber die SuS sollten dann sozusagen "Ersatzleistungen" (z. B. mündliche Abfragen, Projektarbeiten oder schrifliche Tests) erbringen.

    Mein letzter Beitrag in diesem Thread: es ist natürlich nichts schriftlich formuliert worden! Wozu auch, wenn es freiwillig ist? Damit würde man ja die Lehrkräfte wirklich unter Druck setzen.

    Dieses Vorgehen wurde lediglich in den einzelnen Teams kurz beschnackt, für gut befunden und fertig war die Laube. Wenn jemand halt nichts schicken möchte oder kann, ist es für mich auch ok (und ich denke auch für die meisten meiner Team- und Abteilungskolleg*innen; beschwören kann ich das natürlich nicht, weil ich - s. o. - niemandem in den Kopf schauen kann). Dann finden sich schon Aufgaben, die man der betreffenden Klasse stellen kann. Kommt auch immer wieder vor.

    Wenn mir der Vertretungsplaner morgens mitteilt, dass die und die Klasse gleich keine/n Lehrer/in hat, weil derjenige heute nicht kommt, sagt er ja dazu, ob diese/r Kolleg/in Arbeitsaufträge mitgeschickt hat. Wenn nicht, frage ich doch nicht lange nach, sondern suche mir selber was für diese Klasse 'raus (es werden möglichst von den Vertretungsplanern zur Aufsicht oder Vertretung eh nur KuK eingesetzt, die diese Klasse kennen).

    Wenn es also nicht schriftlich Formuliertes gibt, kann dieses Vorgehen doch nicht rechtswidrig sein? Oder wenn doch, bitte ich um einen Nachweis deinerseits per PN.

    Das war's jetzt aber endgültig von mir zu diesem Thema!

    Das ist zum einen naiv (s.o.) und zum anderen unkollegial. Man muss ich nicht um alles und jeden kümmern. Aber sein Ohr am Puls zu haben, jemanden etwas raten zu können, wäre schon ein netter Zug. Zu zufrieden sollte man mit dem eigenen Wohlergehen nicht sein, dass einem die Sensibilität verlreon geht.

    Was hat es damit zu tun, dass ich deiner Meinung nach unkollegial und unsensibel bin, wenn ich meinen Kolleg*innen nicht in die Köpfe schauen kann?!? Nur wer den Mund aufmacht und sich äußert, dem kann geholfen werden. Wenn jemand seine Unzufriedenheit nicht preisgibt, kann ich ihm keine Rat geben o.ä.

    Und überhaupt, wenn es doch nur darum geht, dass die, die freiwillig Aufgaben schicken wollen, freiwillig Aufgaben schicken, wozu bedarf es dann einer Regelung? Und was wurde da besprochen? Wurde da gebetsmühlenartig wiederholt, dass das alles freiwillig ist und alle fanden das freiwillig gut? Dir fällt nichts auf? Wenn Leute Aufgaben schicken, tun sie das. Soweit. Aber in jedem Team davon zu sprechen, dass sie es tun, damit auch alle wissen, was man "freiwillig" darf, schön erzählen, dass man da seit Jahren so macht und damit kein Problem hat usw. - wie auch immer das ausgeschmückt wird - genau so baut man sozialen Druck auf.

    Passt dir der Ausdruck "Vereinbarung" vielleicht besser als "Regelung"? Irgendwer aus unserer Abteilung hatte damals den Vorschlag gemacht, ob die kranken/abgemeldeten KuK nicht evtl FREIWILLIG morgens Aufgaben schicken könnten, wenn sie sich dazu in der Lage fühlen. Spricht ja auch wirklich nichts dagegen, wenn ich mich nicht sterbenselend fühle oder nicht ich selbst sondern mein Kind krank ist. Dieser Vorschlag wurde genau einmal - wie viele andere - in den einzelnen (insgesamt fünf) Bildungsgangsteams meiner Abteilung besprochen. Nichts mit "gebetsmühlenartig wiederholen". Alle damals in meinem Bildungsgangteam Anwesenden haben den Vorschlag befürwortet und von den wenigen KuK, die in den letzten Jahren neu hinzugekommen sind (da müsste es sich, wenn ich mich nicht verzähle, um vier Personen handeln), habe ich bisher nichts anderes gehört. Die meisten kannten es übrigens von ihren vorherigen Schule ganz genauso, u. a. auch ich von der Schule, wo ich Referendariat gemacht habe.

    Ich weiß nicht was bei euch wirklich läuft, aber bei deinen Erzählungen sehe ich Rauch unter der Tür durchkriechen.

    So so... Und ich sehe hier Leute, die immer alles besser wissen und anders machen würden... Ganz ehrlich, werde ich mir in Zukunft überlegen, ob ich hier überhaupt noch großartig etwas schreibe, weil ja doch immer jemand etwas zu kritisieren hat oder meint, es besser zu wissen oder zu können.

    Lasst mich und meine KuK doch einfach weiterhin dumm und naiv sein, wenn ihr meint, dass seien wir! Und ich habe nun auch wirklich keine Lust mehr, mich hier rechtfertigen zu müssen, wie verschiedene Dinge an meiner Schule gehandhabt werden. Once again: not your cup of tea!!!

    Och bitte, ist gut jetzt! Muss ich mich auch noch blöde von der Seite anmaulen lassen, dass ich im Studium scheinbar nicht aufgepasst hätte und einen Personalrat gewählt habe, der von juristischen Dingen keine Ahnung hat? Ein letztes Mal sage ich es noch: unsere Regelung wurde in allen unseren Teams vor Jahren besprochen und gutgeheißen. Meine KuK sind m. E. alt und "stark" genug den Mund aufzumachen, wenn ihnen etwas nicht passt. Das passiert - du magst es kaum glauben! - tatsächlich häufiger mal und dann setzt sich unser GUTER Personalrat natürlich auch für diese Kolleg*innen ein.

    Unser Personalrat hat übrigens rein gar nicht mit dem Führen einer Lehrerkasse oder dem Kaufen von Geschenken zu tun; das übernimmt - freiwillig! - eine andere Lehrkraft (dazu hat sich tatsächlich in jeder Abteilung jemand gefunden).

    Ich bin hier jetzt hier 'raus, denn ich glaube nicht, dass ich mich ausgerechnet hier für etwas rechtfertigen muss, was schon seit Jahren bei uns gut läuft. Not your cup of tea, right?!?

    Macht, was ihr wollt. Einzig rate ich dazu, sich genau umzusehen und die Wahrnehmung der Freiwlligkeit nicht naiv und oberflächlich zu betrachten. Oftmals haben Leute mit etwas kein Problem, weil sie gar nicht merken, was das Problem ist. Neulich hat hier mal jemand berichtet, er hätte kein Problem, privat Kosten zu übernehmen, das bekäme man dann von Steuer wieder. Dem lag wohl ein Missverständnis beim Steuerrecht zu Grunde. Aber jahrelang vorher hatte man kein Problem.

    Uns auch wenn man wirklich kein Problem mit etwas hat, sollte man nicht davon ausgehen, dass es deshalb keines gibt. Nur weil der eigene Regenschirm so toll ist, werden die anderen trotzdem nass, wenn man sie im Regen stehen lässt.

    Wie du meinst! Lass' gut sein! Ich kann nur sagen, mir geht es mit dieser Regelung gut und ich habe wirklich keine Lust ein Problem aus etwas zu machen, in dem ich kein Problem sehe. Man muss doch nicht alles zu einem Problem machen!

    Und ob nun meine KuK "eigentlich" ein Problem mit dieser Regelung haben, ist deren Sache. Falls ja, können sie es ja gerne ansprechen. Solange sie es nicht tun, gehe ich davon aus, dass alle damit zufrieden sind.

    Im Übrigen ging es in diesem Thread mal um das Abrufen dienstlicher E-Mails...

    Richtig, CDL, einer meiner Kollegen, der eine Krebserkrankung hinter sich hat und dadurch ein schwaches Immunsystem, darf nach Rücksprache mit seinem Arzt auch nicht in den Präsenzunterricht, sondern verbleibt im Homeoffice.

    Gute Regelung! Diese wäre aber bei uns schon aufgrund der Doppelstunden nicht möglich und aufgrund der Tatsache, dass viele KuK noch kleinere Kinder haben, die im Krankheitsfall nicht alleine zuhause bleiben könnten; da ist es stundenplantechnisch kaum möglich so zu planen, dass die betreffenden KuK immer erst zur 3. Stunde Unterricht haben. Es sind ja nicht nur Teilzeit- sondern auch Vollzeitkolleg*innen, die das betrifft (z. B. ist die Ehefrau einer meiner Englischkollegen bei der Polizei, wo sie auch im Schichtdienst eingesetzt ist; daher bleibt auch er ab und an zuhause, wenn eines der Kinder mal krank ist).

    Ihr braucht dringend einen vernünftigen Lehrer-/Personalrat. Ich kenne solche Kollegien von meinem Dienstherrn auch, zum großen Teil motiviert mehr zu tun als arbeitsrechtlich vorgesehen ist, dadurch wird massiv Druck aufs restliche Kollegium aufgebaut (indirekt, so wie von Bolzbold formuliert), führt auf Dauer nach meinen Beobachtungen zu hohem Krankenstand und/oder hoher Fluktuation im Kollegium.

    Danke für den Tipp, aber wir haben einen sehr vernünftigen Personalrat!!! Es übt niemand Druck auf die KuK aus! Es gibt auch weder einen sonderlich hohen Krankenstand noch eine hohe Fluktuation in meinem Kollegium. Also scheinen wohl alle mit dieser Regelung und anderen Regelungen zufrieden zu sein (darüber hat sich meines Wissens in den über 16 Jahren, die ich an dieser Schule bin, auch noch niemand beschwert), auch, wenn ihr es nicht glauben könnt oder wollt.

    Also, bitte lass' uns doch so weitermachen wie bisher, wenn sich keiner daran stört. ;)

    Dass sich KuK erst morgens abmelden, kommt bei uns schon recht häufig vor, oftmals durch spontane Krankheit ihrer Kinder, aber auch durch eigene Krankheiten, die sich im Laufe der Nacht verschlimmert haben.

    Dass allerdings dann kurz vor dem Klingeln zur 1. Stunde eine Lehrkraft, die halt das Pech hat in Schulnähe zu wohnen, angerufen wird, damit sie früher zur Schule kommt, habe ich nur selten erlebt. Kann aber auch daran liegen, dass nur etwa 20% aller KuK meiner Schule überhaupt am Schulort wohnen ;)

    Valerianus

    Das war an meiner Schule so üblich - es wurde beim Krankmelden immer direkt gefragt, ob auch Material geschickt wird. Das führte dann immer dazu, dass man mit dem Anruf oder unmittelbar danach trotz Krankheit noch den Stress hatte, schnell noch Material zuzuschicken. Die meisten KuK haben das aber anstandslos gemacht mit dem Ergebnis, dass man alle KuK, die das nicht gemacht haben, schief angeschaut hat. Die leuchtenden Kinderaugen und die vom SL gerne angeführte pädagogische Verantwortung machen es möglich...
    ... wird bei mir in dieser Form in Zukunft ganz sicher nicht mehr funktionieren.

    Wenn jemand nichts schickt, wird er/sie bei uns aber auch nicht schief angeschaut! Wie gesagt: das beruht auf Freiwilligkeit und ich habe es noch nie erlebt, dass ich - wenn ich mal keine Arbeitsaufträge - geschickt habe, dazu von der Schulleitung aufgefordert wurde.

    Humblebee: Die Aufforderung im Krankheitsfall Arbeitsmaterialien zuzusenden ist unzulässig. Wenn eine Lehrkraft arbeitsunfähig ist, dann arbeitet sie auch nicht von zuhause aus. Freiwillig kann das natürlich gemacht werden, aber das empfinde ich als viel schlimmere Zumutung als Bereitschaftsstunden, wenn ein Schulleiter das verlangt, würde ich ihm den Verband und die Schulaufsicht auf den Hals jagen...

    Dazu gibt es keine "Aufforderung" von der Schulleitung, das machen wir freiwillig - natürlich nur, sofern uns das möglich ist! Wenn ich wirklich so krank bin, dass ich nicht mehr geradeaus gucken kann, schicke ich selbstverständlich nichts, sondern bleibe im Bett. Normalerweise ist aber für mich kein Ding, schnell die Arbeitsmaterialien oder Aufgaben, die ich für die Stunden vorgesehen hatte, per Mail an meine Krankmeldung anzuhängen. Das empfinde weder ich noch meine KuK als Zumutung.

    Wie gesagt: diese "Bereitschaftsstunden" gibt es bei uns nicht. Sollte sich erst morgens ein/e Kollege/Kollegin abmelden wg. Krankheit, Krankheit des Kindes o. ä., schickt er/sie i. d. R. Arbeitsaufträge für die Klassen, die er/sie an dem Tag gehabt hätte, per Mail mit. Falls es sich um Arbeitsblätter handelt, werden diese von den Vertretungsplanern kopiert und von einer anderen Lehrkraft in der Klasse verteilt (diese schaut dann auch im Laufe der Stunde mehrmals nach der jeweiligen Klasse). Das ist natürlich nur bei uns an einer BBS durchführbar, wo die SuS älter sind und sich normalerweise auch anständig benehmen und nicht über Tische und Bänke gehen, wenn gerade keine Lehrkraft anwesend ist.

    Ggf. können natürlich auch Stunden innerhalb des Schultages oder von anderen Tagen verlegt werden oder es fallen Randstunden aus (die Berufsschüler*innen müssen dann in ihre Betrieb gehen).

    Volker_D : Wie meinst du das, dass Vollzeitlehrkräfte keine Randstunden hätten? Unter "Randstunden" verstehe ich beispielsweise die 1. oder die 6. Stunde (oder bei uns eben auch die 8. oder 10. Stunde, wobei wir eh nur Doppelstunden haben. Werden die bei euch tatsächlich fast nur von Teilzeitkräften unterrichtet? Wenn ja: wieso wird das so gemacht? Das erschließt sich mir nicht wirklich.

    Und noch eine weitere Frage: gibt es bei euch denn so viele Teamteaching-Stunden? Bei uns gibt es die nur in einigen Vollzeitschulformen und dort auch nur ca. vier Stunden, also zwei Doppelstunden, pro Woche, z. B. im Fachpraxis-Unterricht (im gewerblich-technischen z. T. allerdings mehr).

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