Beiträge von Fallen Angel

    Ich denke es sollte wie bei der Krankenversicherung sein. Man zahlt eine Bildungsversicherung und die bezahlt dann die Dienstleistungen. Klar ist die Vereinbarkeit mit der Notenunabhängigkeit in so einem Modell schwierig. Aber dann sollte der Dienstherr einfach genug zahlen, dass man eben nicht darauf angewiesen ist.

    Lehrer sind nicht darauf angewiesen, nebenbei viele dann kostenpflichtige Elterngespräche zu führen, zumindest keine A13-Lehrer. Das ist ein gutes Gehalt, das auch gerechtfertigt, aber ganz sicher nicht zu niedrig ist um zu überleben.

    Oha, also das Lehramt ist schon eine richtige Einbahnstraße. Er mag mich nicht als Geisel nehmen, aber er macht mich abhängig.

    "Arbeite für mich oder gehe in der freien Wirtschaft unter, weil 1. Deine Ausbildung dort nicht gefragt ist 2. Du schon zu alt bist, weil ich dich so lange mit Referendariat und (für die Wirtschaft unnützem) Studium (1. Staatsexamen = inhaltlich gut, Ansehen aber shit 3. keiner Lehrer mag und schon gar keinen ehemaligen einstellen möchte)"

    Sag mal zu einer Frau in einer toxischen Beziehung "Du kannst doch einfach gehen". Wenn das alles so einfach wäre und man ja "einfach gehen kann", dann würde es nicht länger Frauen geben, die sich schlagen lassen, Lehrer, die sich ausbeuten lassen und so weiter.

    Es geht leider viel tiefer als "ich geh dann einfach mal". Man ist abhängig. Man ist fast alternativlos.
    So einfach ist es nicht rauszukommen, das glaub mir. Einmal in der Falle Lehramtsstudium und schon ist man in einer toxischen Beziehung.

    Natürlich kannst du gehen, du würdest vielleicht nicht so viel verdienen wie jetzt, aber irgendwo kommt fast jeder unter. Was kann der Staat dafür, dass in der Wirtschaft niemand deine Kompetenzen und Qualifikationen wertschätzt?

    Was hat es denn mit Betrügen zutun, wenn erschwerte Untersuchungsbedingungen mehr abgerechnet werden?
    Ich sag es auch ganz ehrlich, es gibt Klassen, für die müsste ich Schmerzensgeld oder eine sonstige Sonderzahlung bekommen. Das hat nichts mit betrügen zutun.

    Und wenn ein Patient eben beständig am Würgen ist bei einer Magenspiegelung etc., dann ist es eben schwieriger.

    Sonderwünsche kosten beim Handwerker auch mehr. Lasse ich mir ein Kleid nähen anstatt eines von der Stange zu kaufen, dann kostet der Mehraufwand auch.

    Nur im Lehrerberuf, da kostet die Eltern oder Schüler eine Extrawurst gar nichts. Den Mehraufwand zahlt die Lehrkraft aus eigener Tasche.

    Ich meinte das Beispiel, dass eine Art "lebensverändernde Diagnose", die es nicht gab, abgerechnet wurde. Das fällt für mich als juristischen Laien unter Betrug.

    Ausführliche Lehrergespräche bald nur noch für Eltern mit genug Geld? Möchtest du das wirklich?

    Natürlich dürfen auch Männer sich ihre potenziellen Partnerinnen nach dem Aussehen aussuchen. Nach welchen Kriterien jemand datet, ist einzig seine Sache. Problematisch wird es nur, wenn man oder frau zu hohe Ansprüche hat. Nicht jeder kann mit einem Model zusammensein.

    Ich würde übrigens sogar so weit gehen, dass ein Großteil der Lehrerschaft Anzeichen einer Neurose zeigt. Das ist fast wie das Stockholm-Syndrom, man sympathisiert mit dem Täter (in diesem Fall dem Dienstherrn oder vielen Schulleitungen).

    Lehrer werden aber nicht vom Dienstherren oder der SL als Geisel genommen. Du kannst jederzeit kündigen, wenn du möchtest. Einfach gehen kann eine Geisel nicht.

    Ich formuliere es nochmal. Es ist vollkommen richtig und gut, dass Ärzte das tun. Es kann nicht sein, dass man ein Hochschulstudium absolviert und nachher nicht ordentlich verdient.

    Es liegt nur an unserer Perspektive, wir sind es so gewohnt ausgebeutet zu werden, dass uns fast schon sauer aufstößt, wenn andere sich ihre Arbeit ordentlich bezahlen lassen.

    Der Skandal ist nicht, dass Ärzt so viel abrechnen, sondern, dass wir es nicht tun bzw. nicht annähernd ausreichend alimentiert sind.

    Allein das geklaute Weihnachtsgeld beträgt bei mir über 20 000 Euro! Wenn man nochmal einrechnen würde, wieviel unbezahlte Mehrarbeit man leistet.... unglaublich!

    Ärzte sollen also betrügen (dürfen?), weil sie sonst "zu wenig" verdienen? Dürfen dann Richter auch korrupt sein, damit sie sich ein schöneres Haus leisten können? Ärzte würden sich auch ohne diese Spielchen/Betrügereien mehr als genug verdienen, auch wenn man ihre lange Ausbildungszeit berücksichtigt.

    Zum letzten Satz: schön, wenn das überhaupt möglich ist. In dem Unternehmen, für das mein Partner tätig ist, werden große Teile der Büroflächen abgebaut. Die MA sollen zukünftig keinen festen Arbeitsplatz mehr haben, sondern sich nach Voranmeldung Arbeitsplätze mit anderen teilen (montags Person A, dienstags Person B…) ohne Anspruch auf einen bestimmten Arbeitsplatz. Dadurch wird Arbeiten im Büro unattraktiv. Der AG wünscht sich explizit einen Präsenzanteil von max. 50% in den meisten Abteilungen.

    Könnte ganz gut für sinkende Preise bei Büroflächen sein, vielleicht werden einige Büroflächen auch in Wohnungen umgewandelt, was dann der Wohnungsmarkt entspannen könnte.

    Brauchen wir nicht, nein. Darum kümmert sich die Liegenschaftsverwaltung, die haben mit bestimmten Firmen feste Verträge. Die Art und Weise, wie in der Schweiz vermietet wird, trägt auch dazu bei, dass viele Menschen lieber mieten als kaufen oder selber bauen. Basel hat überhaupt kein Bauland, kaufen könnte ich nur eine Wohnung und dann müsste ich mich um jeden Scheiss ja selber kümmern. Warum sollte ich das wollen, wenn die Wincasa das doch für mich macht?

    Okay, das wusste ich nicht, danke für die Info. Gibt es in D manchmal auch, dass Vermieter feste Verträge mit Handwerkern haben, aber gibt natürlich auch (kleine) private Vermieter, die nur wenige Wohnungen vermieten und vielleicht keine festen Verträge haben.

    Antimon


    Tatsächlich, die Wohneigentumsquote der Schweiz liegt im europäischen Vergleich sogar noch unter der Deutschlands. Beide Staaten bilden in den Statistiken die Schlusslichter. Ein Zustand, der sich unter den derzeitigen Umständen wohl nicht dramatisch ändern wird.

    Auch wenn man ein Haus/eine Wohnung mietet, braucht man mal einen Handwerker. Oder meinst du, dass weniger Häuser gebaut werden? Neugebaute Häuser können doch auch vermietet werden.

    Zu Regelschule: Ja, da habe ich mich verschrieben. Da ich gerade kurz zuvor aber Resteschule schrieb und sich CDL auch auf Resteschule bezog, wobei Regelschule zuvor überhaupt nicht gefallen ist, wäre es wahrscheinlich auch nicht zu viel verlangt, wenn man einfach mal mitdenken würde, statt daraus den Vorwurf der Verwirrung zu konstruieren, so wie Fallen Angel es mir gegenüber tat. Das ist einfach nur Korinthenkackerei mit dem Versuch der Diffamierung.

    Kann ja sein, dass du etwas anderes gemeint hast. Ich kann leider keine Gedanken lesen. Vielleicht liest du einfach deine Beiträge Korrektur?

    Hätte ich diesen Teil explizit auf dich beziehen wollen hätte ich anstelle von "man" "du" geschrieben. Es sollte aufgrund des Kontextes (Nachbarschaft etc.) deutlich sein, worauf dieser Teil sich bezogen hat. Wenn du dir den Schuh dennoch anziehen möchtest ist das dein Privatvergnügen. ;-)

    Naja, du hast mich halt zitiert, dadurch habe ich mich angesprochen gefühlt. Und der Schuh passt mir ja nicht, deshalb habe ich das ja auch geschrieben, dass es auf mich nicht zutrifft.

    Die hier angeführten „Vergleiche“ bleiben — wie so oft — anekdotisch. Ich habe kürzlich jemanden getroffen, die „auf Montage“ gearbeitet hatte. Damals bekam sie Hotels nicht unter vier Sternen und 75 Euro pro Abendessen. Nach einem Jahr hatte sie genug. Sie geht auch privat nicht mehr gerne in Hotels. Ihren damaligen Netto-Verdienst kenne ich nicht.


    Hilft mir diese Geschichte bei der Bewältigung meines Jobs mit seinen spezifischen Anforderungen und Belastungen?

    Die Person war doch sicher mehr als meinetwegen eine Woche im Jahr (wie maximal die meisten Lehrer) auf Montage. Dann hat man davon sicher schnell genug, wenn es nicht zu einem passt. Ich kenne übrigens eine Person, die seit Jahren auf Montage arbeitet und damit zufrieden ist.

    Oh Mann, du bist wirklich schwer von Begriff.


    Nur weil man etwas nicht kann, heißt das nicht, dass man es nicht trotzdem probiert. Du hast den Ansatz nach wie vor nicht verstanden, sonst würdest du nicht immer wieder mit dem selben Argument ankommen.


    Man versucht damit, dass man bestimmte Worte aus dem Sprachgebrauch komplett entfernt, dass diese auch aus dem Denken verschwinden. Das dies nicht zu überwachen ist - außer wir wären bei Minority Report - liegt doch auf der Hand, und tut absolut nichts zur Sache. Man kann auch denken, was man will, während man gerade zum Schafott geführt wird - bringt einem dann aber auch nichts mehr.

    Etwas unmögliches (hier: das Denken von X zu verbieten) zu unterbinden wird scheitern. Sollen sie doch versuchen.

    Oh Mann, du bist wirklich schwer von Begriff.

    Das gebe ich gerne zurück. :)

    Insofern scheint die Generation, die sich global betrachtet des Klimawandels bewusster sein dürfte als vorhergehende Generationen tatsächlich noch einen besonders hohen Nachholbedarf zu haben, wenn es um persönliche Konsequenzen der eigenen Forderungen und Haltungen geht. Insofern bin ich ein großer Fan davon, erstmal bei sich selbst anzusetzen, zu schauen, was man tatsächlich bei sich nachhaltiger gestalten kann, wo man umstellen kann, ehe man Forderungen an Mitmenschen stellt (die dann aber unter Einbeziehung von deren tatsächlichen finanziellen oder auch gesundheitlichen Möglichkeiten erfolgen sollten).

    Ich habe überhaupt keine Forderungen an irgendjemanden hier gestellt, mir geht es eher darum zu betonen, dass sicher mehr Menschen mit dem ÖPNV fahren könnten, weil das Auto hier teilweise als alternativlos dargestellt wird. Das ist es nur für einige, aber nicht für die breite Masse. Ich persönlich lebe sehr umweltbewusst.

    Ich finde es jetzt nicht so selbstverständlich. Auf den einschlägigen Internetseiten finde ich in meiner Region regelmäßig Einfamilienhäuser, die zum Verkauf stehen, aber kaum Eigentumswohnungen. Ich weiß es natürlich nicht, aber meine Vermutung dazu ist folgende: Wohnungen bleiben eher im Familienbesitz (Würde auch das stützen, was state_of_Trance bzgl. der Familie seines ehemaligen Vermieters schreibt.), während das Haus der Oma im Zweifelsfall eher verkauft wird. Da konkurrieren sicher einige Gedanken in einer solchen Situation: Einerseits die Erinnerung an Heimat und Familie, außerdem ein Haus für quasi kein Geld, andererseits hat man sich durch Job oder Liebe vlt. in eine ganz andere Region orientiert - und dann den Schritt wieder zurück wagen?

    Ich glaube, dass karuna eher darauf hinweist, dass man sich seine Eltern nicht aussuchen kann. Weil du ja geschrieben hast, dass du nicht verstehen kannst, warum nicht mehr Menschen ein Haus erben. karuna kann sich vielleicht einen reichen alten Mann oder eine reiche alte Frau suchen, die keine Erben haben.

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