Beiträge von Fallen Angel

    Da zeigt sich mal wieder, dass die "autogerechte" Stadt autoabhängig macht.


    Wenn eine Stadt gesund gewachsen wäre, dann müsste man in einer 40.000 Einwohner-Stadt nicht seine Kinder zum Verein fahren, die typischen Ärzte wären im fußläufigen Radius und von Einkaufen fange ich gar nicht erst an.

    Meine Beobachtung darüberhinaus ist, dass man mit Auto wählerisch wird. Der fußläufig erreichbare Verein ist nicht schick genug, dann setzt man sich halt ins Auto.
    Der Effekt ist dann, dass das Auto nicht Wegzeiten verkürzt bei gleicher Weglänge, sonder bei vergleichbarer Wegzeit die Weglänge vergrößert.

    Genauso sehe ich das auch. Kleinstädte haben ja meist nicht nur wenige Einwohner, sondern auch wenig Fläche. Also sollte alles, je nachdem ob man eher in der Mitte oder am Rand wohnt, relativ gut mit Fahrrädern erreichbar sein. Kinder können ab einem gewissen Alter auch Rad fahren.

    Und dass "man" mit einem E-Bike alles erreichen kann, setzt ja voraus, dass "man" fit genug ist, überhaupt mit dem Rad zu fahren.

    Was auf 90% der Besucher zutreffen dürfte. Aber natürlich gibt es immer Ausnahmen.

    Ich werde die Karte auf jeden Fall für alle 3 Monate kaufen, um kleinere Ausflüge in die Nähe zu unternehmen. Evtl. wird es in den Pfingstferien oder in den Sommerferien sogar etwas weiter gehen. Aber ich liebe es auch ins Blaue zu fahren und dafür ist diese Karte ideal.

    Ich fahre auch gerne mal umher und gucke, wo es schön ist. Bisher halt "nur" in NRW und nun 3 Monate lang auch mal in anderen Ecken Deutschlands.

    Kris24

    Wie definierst Du „Kleinstadt“?


    Ich wohne hier in einer 40.000 Einwohner-Ortschaft und hätte ohne Auto keine Chance.

    In einer so kleinen Stadt sollte man auch mit dem E-Bike alles erreichen können. Gegen Wind und Wetter hilft entsprechende Kleidung, ggf. braucht man das Auto dann nur für den längeren Weg zur Arbeit.

    Wie gesagt, daß 9€-Ticket ist mal wieder nur etwas für die Großstädter, deren ÖPNV auch nachts fährt. :daumenrunter:

    Das finde ich nicht, ich nutze sehr selten nachts den ÖPNV und komme auch so überall hin. Auch in Nicht-Großstädten und auch am WE.

    Ich besitze schon seit Jahren kein eigenes Auto mehr; freue mich demzufolge über die finanzielle Ersparnis. Sicherlich brauche ich mit den Öffentlichen insgesamt ein wenig länger, als ich mit dem Auto brauchen würde. Dafür habe ich keinen Ärger mit Reperaturen, suche nicht nach Parkplätzen, kann während der Fahrzeit Zeitung lesen und der Spritpreis juckt mich auch nicht. Mir ist bewusst, dass dies nur klappt, da ich in einer Großstadt lebe. Den Vorteil "erkaufe" ich mir aber auch durch eine teure Miete für eine verhältnismäßig kleine Wohnung. Nichts desto trotz würde ich natürlich auch der Landbevölkerung ein besseres ÖPNV-Angebot gönnen. Letztlich profitieren wir alle davon, wenn es attraktiv ist, das Auto stehenzulassen.

    Genauso sehe ich das auch. Es hat Vorteile in der Großstadt zu leben, kann aber auch Nachteile haben. Aber natürlich sollten auch auf dem Land mehr Busse/Bahnen fahren, damit auch dort Arme/Minderjährige/Kranke/Alte unterwegs sein können.

    Für die lokal zu erwartenden überfüllten Züge, Busse etc. scheint es (noch) keine wirkliche Lösung zu geben. Wenn man dann mit Kinderwagen unterwegs ist und der 3. Bus an einem vorbeifährt, da schon voll - keine schöne Vorstellung. Ähnlich wenn man sein Rad in der Regional- oder S-Bahn mitnehmen möchte. Die Einführung wurde ziemlich übers Knie gebrochen und woher sollten auch die voraussichtlich zusätzlich benötigten Fahrzeuge und Fahrer:innen so plötzlich kommen? Zu Stoßzeiten sind manche Fahrzeuge im ÖPNV eh schon übervoll.

    Eigentlich eine schöne Idee. Ich befürworte auf jeden Fall die Subventionierung und den Ausbau des ÖPNV - natürlich auch auf dem Land.

    Die Monate Juni, Juli und August sind Urlaubsmonate für viele Arbeitnehmer, die Sommerferien für Schüler und Studis finden auch in diesen Monaten statt. Insgesamt hat man also eine deutlich geringere Auslastung als in anderen Monaten, wodurch es kein Problem sein sollte, wenn jetzt viele umsteigen. Regional kann das natürlich anders aussehen, aber außerhalb der Stoßzeiten kenne ich komplett volle Busse/Bahnen (iSv: Niemand passt mehr rein) nicht und selbst zu Stoßzeiten sind sie die Ausnahme, in meiner Wahrnehmung.

    Es werden keine zusätzlichen Fahrer benötigt, weil keine zusätzlichen Fahrzeuge eingesetzt werden. Im Gegensatz, die Einsatzwagen für Schüler z.B. entfallen in vielen Wochen.

    Na doppelt so viel geht ja noch. Da sind von Tür zu Tür bei vielen Relationen ganz andere Faktoren im Spiel.

    Das stimmt. Da ich kein Auto habe, weiß ich häufig gar nicht so genau, wie schnell man mit dem Auto von A nach B kommen würde. Meist steht man aber auch zu den Stoßzeiten im Stau, sodass der ÖPNV gar nicht so schlecht abschneidet (in Großstädten, bei wenig Umstiegen und wenig Umwegen).

    Prinzipiell finde ich die Idee mit einem 365 € Ticket, oder einem einfachem Preissystem (z.B. 1 Stunde ÖPNV kostet 1 € egal wo, egal welche Richtung) absolut wichtig und richtig für die Zukunft. Und klar, in Städten ist das erstmal einfacher, aber irgendwo muss man ja mal anfangen.

    Finde ich auch. 9 Euro pro Monat für ganz D ist sehr günstig (auf Dauer zu günstig), aber 365 Euro für ein Jahr (vielleicht dann auch nur pro BL mit der Option, für wenig Geld weitere BL hinzuzubuchen) fände ich gut.

    Ich werde es tatsächlich versuchen. Es gibt eine ziemlich gute Verbindung von mir zu Hause zu meiner Schule, allerdings über 9 Tarifzonen, so dass eine Einzelfahrt über 10 € kostet und ein Monatsticket mehrere hundert Euro. Das rentiert sich tatsächlich bisher nicht, da ich das Auto schon habe. Aber be nur 9 € wird das extrem interessant.

    Krass, dass ein Monatsticket so teuer ist, das sollte es nicht sein.

    Mit dem Ticket ans Meer oder nach Berlin zu fahren klingt verlockend, wenn ich aber gucke wie lange das dauert, weil ja IC und ICE nicht inbegriffen sind, fällt es eh raus (zumindest mit kleinen Kindern).

    Ich weiß ja nicht, wo du in NRW wohnst, aber je nachdem kommt man auch mit dem Regionalverkehr ganz gut Richtung Nordsee. Z.B. ab Münster brauche ich noch 3 Std. (2 nach Emden und dann eine halbe Stunde nach Norddeich nach einer längeren Wartezeit). Wenn man in z.B. 1,5 Std. in Münster ist, dann geht das, finde ich. Ich reise aber auch ohne Kinder.

    Hätte ich gern gelesen, ist aber nur für Abonnenten. Verlinkt doch bitte nach Möglichkeit frei zugängliche Pressemeldungen.

    Entschuldigung, als ich den Artikel das erste Mal gelesen habe, war er noch frei zugänglich.

    Ganz ehrlich? Ich finde das 9€-Ticket nicht gut, weil damit wieder nur die Stadtmenschen, die mit ÖPNV eh zugeschüttet werden, subventioniert werden, wohingegen die Landbevölkerung, die aufgrund längerer Wege und des fehlenden ÖPNV weitaus intensiver von der sprunghafen Benzinpreissteigerung betroffen ist, mal wieder in die Röhre guckt.


    Also wenn sie etwas machen wollen, müßten sie in meiner Gegend erst einmal die ganzen stillgelegten Bahnhöfe und -strecken wieder in Betrieb nehmen und mit "in Betrieb nehmen" meine ich nicht einen Zug pro Tag sondern zumindest Stundentakt, auch in der Nacht von Samstag auf Sonntag.

    Die Stadtbevölkerung ist eine große Bevölkerungsgruppe und die Landbevölkerung könnte ja mit dem Rad/Auto in die nächste Stadt fahren und dann von dort aus den ÖPNV nutzen. Außerdem profitiert man auf dem Land von günstigen Mieten/Kaufpreisen, weniger Lärm und weniger Luftverschmutzung. :)

    Aber natürlich sollten auch (je nach Möglichkeit) ländliche Gegenden mehr ÖPNV bekommen, genauso wie es auch in Städten noch mehr Ausbau braucht.

    Ich werde das Ticket auf keinen Fall kaufen, denn ich fahre nicht aus Preisgründen nicht mit dem ÖPNV, sondern wegen den schlechten Verbindungen / der schlechten Taktung.

    Das geht wohl leider vielen so. Kann ich auch verstehen, würde ich auch nicht machen, wenn ich nicht einen guten Anschluss hätte.

    Oder du ziehst um :teufel: Keine Sorge, ist nicht so ernst gemeint. Viele sind ja an ihren Wohnort gebunden. In meinem Durchgang gab es dennoch ein paar Leute, die mitm ÖPNV unterwegs waren und deswegen umgezogen.

    Meine Wohnung ist echt sehr günstig und alles passt (super netter Vermieter, gute Nachbarn usw.). Umziehen würde ich nur im Notfall, so ein Goldstück findet man nicht oft (vor allem nicht für den Preis). ^^

    3. Ich bin ohnehin mit dem ÖPNV unterwegs, von daher ändert sich für mich in der Zeitspanne nichts. Langfristig werde ich aber dennoch aufs Auto umsteigen wg. diverser Gründe.

    Das kann ich gut verstehen. Wenn ich mal im Ref bin und meine Schule nicht gut mit dem ÖPNV erreichbar ist, dann werde ich mir auch ein Auto zulegen müssen. Nützt ja nichts, wenn man mit dem ÖPNV doppelt so viel Zeit braucht oder zig mal umsteigen muss.

    Zu den Kurzurlauben: Ab der Landesgrenze musst du dann aber bezahlen und das geht in Hessen häufig recht schnell. ;-) Fernziele wie Hamburg, Berlin und Co steuert man dann eh meistens mit IC/ICE an, so dass man nur für die Anreise zum Bahnhof etwas davon hat.

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    Stimmt, wenn ich die Zeit habe, dann fahre ich gerne auch im Regionalverkehr längere Zeit. Letztes Jahr gab es ja die Aktion, dass man 2 Wochen mit einem Ticket in ganz D fahren konnte, da bin ich auch an die Nordsee gefahren und war schwimmen. Wenn man sehr früh losfährt und den ganzen Tag Zeit hat, dann geht das, finde ich. Die Zeit im Zug kann man zum quatschen oder arbeiten nutzen.

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