So, das Verfahren ist so gut wie abgeschlossen. Die Gutachten der Ärzte gingen wieder zu einem Gutachter des Versorgungsamtes, der hat wieder alles verdreht und Blödsinn geschrieben, kommt aber immerhin zu einem GdB von 50. Und ich habe keine Kraft mehr, daher werde ich das anerkennen, es ist eine Schwerbehinderung, und die sollte es auch werden.
Leider hat sich mein Gesundheitszustand nicht verbessert, ich nehme mittlerweile 2 Antidepressiva, falle aber trotzdem immer wieder in sehr tiefe Löcher.
Ich bin mir im Moment unsicher, wie es für mich beruflich weitergeht. Ich bin krankgeschrieben, gehe aber zur Arbeit, weil sie mich irgendwie ja auch erfüllt, auch wenn ich dauerhaft gestresst bin. Nach den Gutachten verstehe ich nun endlich, warum ich nicht so belastbar bin. Ich habe vor ein paar Wochen die mittlerweile 4. Verhaltenstherapie begonnen und denke, dass mir die Ergebnisse helfen werden, noch gezielter mit der Therapeutin zu arbeiten. Frustrierend ist aber, dass die Depression immer wieder kommt, es hilft echt nichts
Ich werde eine Kur beantragen, und da meine Kids beide ebenfalls ADHS haben, wird das kostenmäßig zumindest kein Problem werden.
Es gäbe die Möglichkeit der Alimentation, das bedeutet, dass ich zu einem Amtsarzt gehen und der einschätzen muss, ob ich dienstfähig bin oder nicht. Falls nicht, wäre ich raus aus der Schule und würde 33% eines vollen Gehaltes bekommen. Das ist nicht von Dauer, es muss immer neu entschieden werden, wie es weitergeht. Aber die Gefahr ist, dass der Amtsarzt nein sagt, oder das Gegenteil, dass er mich für Jahre oder gar nicht mehr zurück in den Beruf lässt, und das möchte ich auch nicht.
Am liebsten würde ich nur 8 Stunden machen, aber da müssen wir echt rechnen, vor allem in Zeiten, in denen alles teurer wird.
Ich hatte schon ein Gespräch mit der SL, und habe meine Wünsche vorgetragen, dass ich mal mit der Klassenleitung aussetze, und dass ich nicht immer zu kurzfristig angesetzten Konferenzen kommen kann wegen fester Arzttermine. Ich bin gespannt, was davon umgesetzt wird.
Da es mir nicht gut geht und in dem letzten Gutachten wieder viel Blödsinn steht, werde ich im nächsten Jahr einen Antrag auf Erhöhung des GdB stellen - einerseits geht es mir nicht gut, andererseits habe ich Angst, dass ich ganz schnell wieder bei 40 bin und dann wäre die Schwerbehinderung weg. Eine Überprüfung meines GdB steht nämlich in 3 Jahren an.
Puuuuh, was für ein Kampf, das hat mich echt gefordert. Ich hoffe, dass sich für mich nun ein paar Dinge verbessern werden.