Beiträge von Miss Miller

    Ich habe heute todesmutig Gruppenarbeit gemacht. Ich habe jeweils vier Einzeltische zusammenstellen lassen, mit Abstand zwischen den Tischen. Das hat wunderbar funktioniert und an den Tischen hatte jeder den normalen Abstand von 1,5 m und in der Klassenmitte war noch ganz viel Platz. Das hat mich sehr erstaunt, weil der Raum echt klein ist für die Anzahl der SuS. Als alle noch einzeln saßen, war es total voll.

    Ich habe in meiner Klasse alle Tische einzeln mit Blick nach vorne gestellt, damit bin ich bei Textarbeit und Frontalunterricht. Irgendwie stimmt mich das traurig.... Ich bin mir sicher, dass sich so keine oder kaum berufliche Handlungskompetenz entwickelt....

    ich werde die Phasen genießen, in denen ich mit den SuS rausgehe und sie draußen mit Abstand essen und trinken lasse. Das dürfen wir jetzt auch nicht mehr im Klassenraum.

    Pruuuuust ... wir waren mal in der Lokalzeit, weil die Schüler die Zustände als nicht mehr hinnehmbar empfinden haben. Passiert ist nichts. Wir haben im Moment eine Petition laufen, dass wir nach a-und b-Wochen unterrichten, weil sich unser Container sehr schnell aufheizt, nur wenige Waschbecken hat und die Klassen winzig sind. Übrigens: Mein am häufigsten benutzes Medium: Die kaputte Tafel, Platz 2: Der OHP, den ich aber immer erst suchen muss, weil nicht jede Klasse einen hat.

    Mal ne andere Frage: Wie setzt ihr (Sek 1 und 2) die gebauerschen Vorgaben um?

    Wir haben im Kollegium folgendes ausgemacht: Einzeltische, keine Partner- oder Gruppenarbeit, strenge Einhaltung der Maskenpflicht (auch wir Lehrer). Dazu regelmäßiges Händewaschen/Desinfizieren. Wir haben viele ältere KuK mit Vorerkrankungen, die wirklich Schiss haben.

    Leider unterrichten wir in einem Container, der sich wahnsinnig schnell aufheizt und die meisten Klassen haben kein Waschbecken. Die nächsten Wochen werden also echt doof.

    Ich schule kommende Woche eine Erzieherklasse ein. Hat jemand einen Tipp, wie ich die Studierenden dazu bringen kann, sich gegenseitig kennen zu lernen? Ich dachte an etwas schriftliches, muss aber noch in Erfahrung bringen, ob ich mit der Klasse rausgehen kann und sie sich ohne Maske mit Abstand von 1,5 m in kleinen Gruppen unterhalten dürfen.

    Generell befürchte ich, dass vieles im Unterricht schriftlich ablaufen wird. Ich dachte an Texte, Plakate zum beschreiben an den Wänden, Tafelarbeit. Wenn ein oder zwei Schüler etwas an der Tafel vortragen, und dabei den Abstand zur Klasse haBen, dürften/ dürfte dieser/ diese beiden Schüler doch eigentlich die Maske(n) ausziehen, oder?

    Ah, ok, dann wird wahrscheinlich wieder anhand der Zahlen entschieden, ob, wann und wie diese Maßnahme gelockert wird. Wahrscheinlich laufen jetzt im August auch etliche Studien in NRW zu Ansteckung etc.

    In Sachsen gibt es keine Maskenpflicht für Schüler, die haben eine sehr niedrige Inzidenz. Hatten wir in NRW auch mal, leider hat sich das geändert. So langsam verspüre ich eine ganz schöne Wut auf die Leute, die unbedingt feiern mussten!

    Ich bekomme eine neue Klasse und mache zu Beginn des Schuljahres immer Fotos von den Schülern, damit die Kollegen die Namen lernen können. Ich denke, ich werde von jedem Schüler zwei Fotos machen. Eins mit Maske, eins ohne.

    Puh, was die Unterrichtsgestaltung angeht, da muss ich echt mal überlegen. Ich bilde Erzieher aus und gerade Kommunikation und Diskussion ist Hauptbestandteil des Unterrichts, ebenso wie längere Gruppenarbeiten und Projekte.

    Was gibt es denn eigentlich für Konzepte?

    Ich hatte ja gehofft, dass wir nach den Sommerferien bis zum Winter erst mal Ruhe haben und in den Regelbetrieb gehen können. Die Zahlen waren vor den Sommerferien ja wirklich schön niedrig. Nun sieht das ja leider aber anders aus… An meiner Schule gibt es noch keine Verlautbarung (NRW, Berufskolleg). Es wurde mal überlegt, A- und B-Wochen einzurichten, d.h. die (großen) Klassen werden geteilt und im 14-tägig im Wechsel in der Schule beschult, die jeweils andere Woche gibt es dann Aufgaben für zuhause. Digital sind wir leider noch nicht weit, so dass ich vermute, Zoom-Konferenzen oder Ähnliches wird es bei uns nach wie vor nicht geben. Zumal ich ja nicht zusätzlich zu meinem Unterricht, den ich dann ja trotzdem jede Woche hätte, noch Zoom-Meetings mit dem anderen Teil der Klasse zu machen.

    Dann gibt es auch die Überlegung, die Klassen normal zu beschulen, gegebenenfalls mit Maske (finde ich grauenhaft und würde auf die andere Alternative zurückgreifen), dazu die Anweisung, dass Klassen sich nicht mischen dürfen und es unterschiedliche Pausenzeiten gibt. Wir sind leider eine relativ große Schule, so dass ich mir das alles wirklich schwierig vorstelle. Zumal wir auch Schüler haben, denen alles egal ist und die sich nicht an die Regeln halten werden.

    Was gibt es noch für mögliche Konzepte?

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