Ach sorry, ich hätte weiter ausholen müssen, das ist aber wirklich kompliziert am BK.
Wir unterrichten nach Lernfeldern, Fächer gibt es nur noch im den allgemeinbildenden Bereich (Deutsch, Englisch, ...).
In der Erzieherausbildung heißen die Lernfelder z.B. "Arbeitsfeldspezifische Konzepte und Methoden erschließen und anwenden" oder "Entwicklungsprozesse verstehen und unterstützen". Themen in dem Lernfeld "Grundlagen sozialpädagogischen Arbeitens erarbeiten" sind z.B. Konstruktivismus, Ressourcenorientierung, Bindungstheorie, humanistische Psychologie, ..
Insgesamt gibt es 6 Lernfelder und jeder Kollege unterrichtet so und so viele Stunden in einem Lernfeld, das heißt, es gibt bis zu 4 KuK, die in einem LF unterrichten. Die Note für das LF setzt sich dann prozentual zusammen, je nachdem, wie viele Stunden der/ die KuK unterrichtet. (Ab nächstem Schj. wird jedem LF nur noch ein KuK zugeordnet, bis auf ein LF, bei dem das nicht geht)
In den Prüfungsklausuren kommen immer mehrere LF vor (mindestens 3), und auch allgemeinbildende Inhalte (literacy aus dem Fach Deutsch z.B.), das ist Sinn und Zweck des LF-Konzeptes. Es gibt 3 Klausuren, einmal Kita, einmal OGTS und einmal Heim. D.h., dass quasi jeder/ jede KuK irgendwas unterrichtet hat, das in der Prüfung vorkommt.
Noch komplizierter: Wir haben 3 Klassen, die diese Klausuren schreiben.
Wir haben eine Kollegin, die totale Expertin im Bereich "Heim" ist und das immer 2-stündig in jeder Klasse unterrichtet. Die sagt nun aber, sie will keine Prüfung erstellen, weil ihr nur 4 Stunden ausfallen, und außerdem würde sie das jedes Jahr machen ...
Mir fallen z.B. 6 Stunden aus, und ich habe die Kita-Klausur entworfen. Ich unterrichte nur in einer der 3 Klassen, die andere Kollegin hat insgesamt 6 Stunden in den anderen beiden Klassen. Ich habe dann gesagt, dass wir fity-fifty machen, ich also quasi die Hälfte einer ihrer Klassen korrigiere. Ich finde, "das gehört sich so".
So war das früher bei den meisten KuK, dass man kollegial war, und die Arbeit war immer gut verteilt. Damals hatte man die Ausfallstunden auch "frei", die SL hat aber letztes Jahr angeordnet, dass wir die Stunden kompensieren und anwesend sein müssen, für Vertretung parat stehen, und da kann man keine Examensklausuren korrigieren.
Es ist also extrem schwierig, und da die Heim-Kollegin sich schon seit Jahren immer wieder mal 1 oder 2 Jahre rauszieht, bleibt die Arbeit an anderen kleben. Dann gibt es eine Kollegin, die immer die "Rand-LF" unterrichtet, also z.B. Teamarbeit, während andere immer die "zentralen LF" unterrichten, und dann möchte diese Kollegin keinen umfassenden Prüfungsvorschlag erstellen (obwohl sie das von ihrer fakultas absolut könnte).
Dann gibt es KuK, die sich wegducken und die anderen machen lassen. Leider hofft die Abteilungsleitung jedes Jahr aufs Neue auf Kollegialität, die halt noch von einigem gelebt wird, aber das Eis wird dünn.
Daher meine Frage nach einer sinnvollen Verteilung.