Beiträge von Miss Miller

    Ich wüsste wirklich gerne wie ...

    Der/Die SL kann nur 2 Dinge:
    1. Schlechte dienstl. Beurteilung schreiben (die einem nur interessiert, sofern man noch Karriere machen möchte)
    2. Unliebsame Klassen zuweisen


    Wenn einem 1 und 2 egal sind, sind auch schon alle Mittel der SL ausgeschöpft. Umgekehrt kann man einer SL aber ziemlich viel Zusatzarbeit machen wenn man es darauf ankommen lässt. Man muss sich nur unfähig genug drannstellen, damit sich nonstop Eltern und co. bei der SL beschweren und diese alles managen darf *böse grins*. [...].

    Sich auf ein Kräftemessen ohne Aussicht auf die Möglichkeit der Versetzung einzulassen, wäre Wahnsinn. Das macht niemand. Vielleicht magst du ja zu uns kommen und es uns allen mal vormachen? Vielleicht schaffst du es ja, dass wir früher erlöst werden.

    Was soll denn schon passieren? So wie die KuK keine Macht haben einen unliebsamen SL an den Karren zu fahren sowenig hat der SL irgendeine Macht gegenüber dem Kollegen. Außer ein paar ungeliebte/unbeliebtere Klassen zuweisen kann der böse SL einem auch nichts.

    Sie kann einem den Job versauen. Das ist das schlimmste. Auf Konfrontation mit ihr ohne Möglichkeit auf Versetzung möchte niemand. Auch nicht mit krankschreiben. Letztendlich wollen wir in der Schule doch alle nur unsere Arbeit machen.

    Eine SL "auflaufen" zulassen, ist kaum möglich. Ich habe das mit einem Kollegium auch schon erlebt, und hier im Forum geschildert. Trotz vieler Beschwerden, eingeschaltetem Personalrat, gut informierter Schulaufsicht und professioneller Supervision war es nicht möglich, diese SL loszuwerden. Konsequenzen im Kollegium: Krankheiten, Frühpensionierungen und Versetzungen (auch meine). Zudem ist die Schule geschrumpft, da die Eltern die Unfähigkeit der SL sahen und ihre Kinder nicht mehr anmeldeten

    Exakt so ist es bei uns, ich erkenne uns in deinen Worten zu 100% wieder 👍

    Danke für eure Worte - "heilige Scheiße" war schön :)

    Ich glaube, es haben alle resigniert. Die Bezirksregierung findet die SL toll, weil sie alles durchdrückt, was gefordert ist. Zumindest versucht sie es. Und da es nur noch 4,5 Jahre sind, macht da keiner mehr was. Es lohnt sich nicht ... Es sei denn, es passiert was, diese sexuellen Andeutungen sind ein Beispiel dafür. Aber da gab es ja schon einen anonymen Brief.

    Ich frage mich, was ihr alles mit euch machen lasst. Solange ich krankgeschrieben bin, gibt es gar keinen Termin. Und wenn es bei euch schon bekannt ist, wie der SL so tickt, würde ich mich nicht ohne Unterstützung auf so ein Gespräch einlassen. Da sollte man sich als Kollegium zusammentun und deutlich Stellung beziehen. Und wenn das Kollegium so was nicht mitmacht, ist ein Versetzungsantrag sicherlich eine gute Idee.

    Leider ist die Situation so, dass schon ganz viele weg sind, die umliegenden Schulen sind voll. Es gibt jedes Jahr etliche Versetzungsanträge, aber im Moment kommt man nirgendwo hin. Was auch auffällt, ist, dass wir große Probleme haben, Stellen zu besetzen, selbst Vertretungsleute bekommen wir nicht, kein Referendar bleibt, der Krankenstand ist wahnsinnig hoch. Die Schule hat einen exorbitant beschissenen Ruf, so dass sich mittlerweile auch potentielle SuS an anderen Schulen bewerben.

    Es kocht aktuell wieder hoch, auf der Weihnachtsfeier, die früher immer das Event des Jahres war (einige KuK haben in Schlafsäcken in der Schule übernachtet, um am nächsten Tag dann ihren Unterricht zu machen), waren dieses Jahr nur 1/5 des Kollegiums. Die Hälfte der erweiterten SL fehlte wie auch der stellvertretende SL. Das sagt doch schon alles. Aussage der SL am nächsten Tag: Die Schule ist tot. Der Lehrerrat hat schon mehrere Versuche unternommen, ihr das alles aufzuzählen und sie zu fragen, woran sie glaubt dass es liegt, aber sie rafft es nicht (oder will es nicht raffen)

    Zum Thema Gespräch: Mittlerweile geht niemand mehr in ein Gespräch mit ihr, ohne jemanden mitzunehmen.

    Es gibt mehrere Anzeigen und Dienstaufsichtsbeschwerden gegen sie.

    In 4,5 Jahren ist sie weg. Sie hatte mal erwogen, früher zu gehen, da waren wir alle happy, hat sich dann aber umentschieden, da ihr die finanziellen Einbußen zu hoch sind. Als sie das zuerst der Chefsekretärin verkündete, rannte die erst mal aufs Klo und bekam einen Nervenzusammenbruch.

    So warten wir alle, um dann aus den Trümmern, die sie hinterlassen wird, wie Phönix aus der Asche aufzuerstehen....

    Unsere SL regelt sowas immer kurz und schmerzlos. Sie sagt der Sekretärin, dass sie einen Termin vereinbaren soll, dann wird der Kollege gebeten, drei Termine anzubieten, zu denen er kann, aus denen sie dann einen auswählt.

    Im Gespräch wird er dann zusammengefaltet und gefragt, was er denkt, was die SL denn so den ganzen Tag tut, mit Beispielen. (Im Sommer: Am See sitzen, im Winter: Auf der Couch sitzen).

    Resultat: Dauerkranker Kollege oder Versetzungsantrag. :D

    Kein Witz.

    Wir haben etliche KuK, die mehrere Wochen da sind und immer wieder zwei Wochen fehlen, weil sie krank sind, psychisch am Ende sind, das Pensum nicht schaffen etc. Das fällt dann nicht so sehr auf und man hat kein Gespräch mit der SL.

    Und ob dann alle Schülerinnen eine ausreichende Internet-Anbindung haben, möchte ich auch nicht beeiden.

    Nette Anekdote: Während des Corona-lockdowns hatten wir eine Schülerin, die so am AdW (Oberbergisches) wohnte, dass der nächste Ort mit Internet die 1 km entfernte (immer noch im Nirgendwo liegende) Bushaltestelle war. Sie hat dann die gesamte homeschooling-Phase an dieser Bushaltestelle gesessen und die online-Zeit aus eigener Tasche bezahlt.

    Also vorab - ich spreche nicht für alle SuS meiner Schule, aber meine Kurse sind bemüht, zum Unterricht zu kommen - Erzieher und Heilerziehungspfleger, die haben sich den A... aufgerissen um zu kommen, vorletzte Stunde vor der Klausur.

    2 waren eingeschneit, in Kürten, auf einem Berg am AdW, da fährt bei so hohem Schnee nichts mehr, kein Bus, kein Taxi, die kamen den ganzen Tag nicht. Mehrere kamen zu spät, weil der ÖPNV nicht zuverlässig fuhr.

    Ich würde bei solchen Witterungsverhältnissen auf den ÖPNV umsteigen.

    Auf einer der Landstraßen Richtung Schule hatte sich um 6.50 ein Auto quergestellt, ein anderes beim Ausweichen um einen Baum gewickelt. In der Vollsperrung standen auch Busse des ÖPNV.

    Wir haben übrigens SuS, die 40 km entfernt wohnen. Das ist für Berufskollegs nicht untypisch.

    Wir haben bei uns am BK auch Klassen, die für jedes Ereignis dankbar sind, das als Entschuldigung gelten könnte, nicht zum Unterricht zu kommen.

    Ich habe mittlerweile mit Abteilungs- und stellvertretendem Schulleiter gesprochen und konnte zwischen den Zeilen lesen, dass es die Anweisung gibt, die SuS auf Teufel komm raus vor Ort zu beschulen, egal, ob sich ein Tsunami nähert, die Russen kommen oder uns tatsächlich dann doch noch der Himmel auf den Kopf fällt, wie es einst ein alter Gallier vorhergesagt hat.

    Wenn demnächst die Bahn wieder bestreikt wird, ist die ganz klare Ansage: Wer davon betroffen ist, nimmt sich ein Taxi, fährt mit dem Rad, fährt mit einer Fahrgemeinschaft oder übernachtet bei Freunden, die in der Nähe der Schule wohnen.

    Generell kann ich das auch verstehen, denn selten sind Ereignisse so drastisch, dass quasi niemand zu Schule kommen kann, zumindest hier in NRW. Ich erinnere mich an Blitzeis vor ein paar Jahren, da haben sogar einige Bezirksregierungen die Anweisung gegeben, homeschooling zu machen.

    Der Tag mit dem Schnee verlief bei mir besser als gedacht, da ich von anfangs 9 SuS nach 20 Minuten bei 16 SuS und nach 40 Minuten bei 22 von 26 SuS war. Aber es hätte auch anders kommen können und dann wäre ich mit online-Unterricht von Anfang an auf der sicheren Seite gewesen und hätte vernünftig arbeiten können.

    Ich sehe aber auch die Problematik - entweder man entscheidet sich von Anfang an für homeschooling oder man lässt es. Hybridunterricht ist bei uns aus technischen Gründen nicht möglich, das w-lan ist eine Katastrophe.

    Wir haben einige Klassen, die einen festen Tag pro Woche online unterrichtet werden - zur Verbesserung der digitalen Kompetenzen (eigentlich aus Raumnot), aber die Entscheidung muss dann ja frühzeitig getroffen werden und das macht ja niemand gerne, daher werden wir uns wohl weiter damit zufriedengeben müssen, dass es schwammig bleibt und wir ab und zu vor leeren Klassen sitzen und keinen effektiven Unterricht machen können. Bei mir kommt es leider auf jede Stunde an, weil der Lehrplan bzw. die DJP sehr knapp gestrickt ist und man eigentlich noch nicht mal krank sein oder mit der Klasse einen Ausflug machen darf. Im letzten Ausbildungsjahr spitzt sich das zu, so dass ich weiß, dass die 4, die am Montag nicht da waren, trotz Nacharbeit in der nächsten Stunde nicht so gut mitkommen werden. Und Zeit für ausführliche Wiederholungen habe ich nicht.

    Hier im Oberbergischen schneit es und ich weiß, dass ich morgen mindestens 60 Minuten zur Schule brauche, um dann vor Klassen zu stehen, in denen 75% fehlen. In den Gegenden fahren keine Busse bei dem Schnee und die SuS bleiben zuhause. Online-Unterricht ist nicht gestattet und ich frage mich wirklich, warum. In der Schule funktioniert das w-lan nicht oder nur sehr rudimentär, so dass die, die zuhause sind, nur AA machen können. Ich habe morgen wichtige Stunden und würde die gerne online machen, 90 Minuten effektiver Unterricht.

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