Beiträge von Kris24

    Ach bitte, es gibt schon Gründe, warum NRW die Ausbildung umgestellt hat und Mathe verpflichtend macht.
    Das tut man nicht, weil die Mathedidaktiker arbeitslos wären.
    Es ist KEINE Allgemeinkritik an alle Grundschullehrkräfte, auch nicht an die ohne Mathestudium, aber selbst unter den motiviertesten schaffen es nicht alle, sich komplett einzuarbeiten, wie es wünschenswert wäre.

    Danke, du hast es besser ausgedrückt, was ich gemeint habe.

    Bei GrundschulkollegINNen, die guten Matheuntrrricht erteilt haben, habe ich meistens nicht nachgefragt, sprich, ich weiß nicht, ob sie Mathe studiert haben oder gute Fortbildungen besucht haben oder vielleicht selbst das ausführliche Gespräch mit Kolleginnen gesucht haben und es sich selbst beigebracht haben. Natürlich kann man sich viel beibringen. Ich weiß aber auch, dass mein Physikanfängerunterricht vor vielen Jahren oder NwT in fachfremden Themen fachlich ausbaufähig war bzw. ist (ich suche auch das Gespräch und besuche Fortbildungen, ist nicht perfekt, sondern Notlösung). Aber auch um das zu beurteilen, benötigt es Wissen, dass ich anfangs auch nicht hatte. Und je mehr Wissen ich habe, umso mehr vermeide ich den fachfremden Unterricht.

    Das habe ich im Gespräch mit mancher Kollegin (es waren immer Frauen) vermisst. (Ich habe übrigens nie Kritik geäußert, das bringt ja nichts, sie müssen ja fachfremd unterrichten, ich habe nachgefragt und mir die Vorgehensweise erklären lassen, auch um die Denkweise meiner Schüler zu verstehen. Ich denke auch, dass das Klassenlehrerprinzip große Vorteile hat, aber leider auch Nachteile. Ich habe Moebius zugestimmt, ursprünglich wollte ich mich aus der Diskussion heraushalten. )

    Und aufgrund deiner konkreten Beispiele verallgemeinerst du diese Aussage dann?

    Genau wie du auch. ;) Es waren leider keine Einzelfälle. Da hätte ich dem Schüler "die Schuld gegeben", hätte gedacht, er hat es falsch verstanden.

    (Ich hatte ursprünglich mehr geschrieben, aber ich habe seit Corona keine ausführlichen Gespräche mehr mit meinen GrundschulkollegINNen geführt, mein Wissen ist vielleicht nicht mehr aktuell, die Studiumdauer hat sich in Baden-Württemberg ja vor einigen Jahren verlängert. Aber bei manchen meiner aktuellen Fünftklässler ertappe ich mich bei dem Gedanken, ob die Kollegin Mathe studiert hat, ob sie verstanden hat, was und warum sie es unterrichtet. Früher hatten wir jährlich Gespräche in lockerer Form und ich konnte unauffällig fragen.)

    ...sonst ändert sich nix. Einer der Slogans, die auf ewig ins Gedächtnis gebrannt bleiben.

    Ich denke auch jedesmal an diesen Spruch, wenn ich Twix/Raider sehe.

    (Die Webespots liefen ja täglich dutzende Male im Webefernsehen und damals sah ich noch Werbung. ^^ Ich war daher auch sehr überrascht, dass Seph es nicht mehr kannte. Ist also auch eine Altersunterscheidung wie das persönliche Erleben der Mondlandung, Fußball-WM 1974 (mein 1. bewusstes Erleben :)), Dallas, Mauerfall usw.)

    Bzgl. Mathe: Ich glaube sogar, dass es hilfreich ist, wenn man als Mathelehrer selber nicht der beste (Oberstufen-)Schüler in Mathe war. Denn dann verfällt man nicht so leicht ins "Mathe ist ja ein Kinderspiel'-Denken.

    Für die Oberstufe magst du (in Einzelfällen) Recht haben, ich kann dies aber nicht bestätigen, aber Grundschulmathematik inkl. Klasse 5 glaubt jeder zu können.

    (Meine MathekollegInnen mit dem größten Erfolg auch bei schwachen Schülern hatten selbst immer sehr gute Noten. Um gut erklären zu können, muss man es selbst verstehen und die didaktische Reduktion gelernt haben. Ich glaube eher, dass eine gewisse Unlust und "nicht so wichtig- Einstellung" weiter gegeben wird.)

    Ich stimme Moebius in diesem Punkt zu. Wenn der Aufbau des Zahlenraums nicht gelingt, wenn Grundrechenarten irgendwie beigebracht wird, dann haben diese Schüler später extreme Probleme (und Schwächere werden es vielleicht nie mehr aufholen. Auch ich merke es, wenn vorher fachfremd unterrichtet wurde.)

    Kaskadenabordnung:

    So nennt sich das halt, wenn jemand von Schule x an Schule y abgeordnet wird, damit jemand von Schuleny an Schule z abgeordnet werden kann. Notwendig, um größere Entfernungen zwischen gut besser besetzen Schulen und schlecht besetzten Schulen zi überwinden.

    Ich habe das Wort sofort verstanden, obwohl zum 1. Mal gelesen. Es beschreibt das Problem gut. (Aber schmunzeln musste ich trotzdem.)

    Hm, ich frage mich ja doch, was an sachlichen, neutralen Auflistungen witzig ist. ;)

    Von mir stammt zwar nicht der Smiley, aber über das Wort Kaskadenabordnung musste ich gerade auch schmunzeln.

    (Ich bin froh, dass wir in den letzten Jahren nicht abordnen mussten, obwohl wir mit über 100 % starteten. Inzwischen sind ca. 10 % langzeiterkrankt und wir müssen alle Vertretungen selbst stemmen. Ich komme wie einige Kollegen daher seit Monaten auf offiziell 29 Deputatstunden am Gymnasium. Ein Ende ist noch nicht in Sicht.)

    Wobei das Beispiel vom Golf von Amerika kein gutes Beispiel ist. Selbst amerikanische Zeitungen weigern sich z. T. Durchgesetzt hat es sich auf jeden Fall noch nicht.

    (Namensänderungen schaffen auf jeden Fall Verwirrung und sollten gut überlegt sein. Mir persönlich gefiel der Name Twix nie, hat vielleicht mit dazu beigetragen, dass ich es als "Kindersüßkram" beiseite schob.)

    Das ist eine Menge Blabla, um davon abzulenken, dass du mal wieder denselben Käse von Religion als angebliches Hauptfach in BW - nicht etwa nur der WRS, für die das ebenfalls nicht stimmt- verzapft hast, obwohl ich bereits beim letzten Mal die Versetzungsordnung zitiert habe, als du darauf beharrt hattest, dass das so wäre. „Kernfach“ ist ein Ausdruck der genau so im Schulgesetz steht (seit Jahren), auch klar definiert ist in der Bedeutung und insofern sehr wohl rechtliche Relevanz hat. Steht wohl noch nicht auf deiner Webseite, ist also natürlich eine verständliche Wissenslücke eines pensionierten Kollegen.

    In der WRS Baden-Württemberg gibt es keine "Hauptfächer" und der Begriff "Kernfach" hat rechtlich keine Relevanz.. Die Fächer zählen in der Versetzungsordnung und Wertigkeit (fast) gleich.
    Im Gegensatz zu Religion wird von Sport-Musik-Kunst nur die beste Note gewertet. Dieses "Privileg" der Religionsnote besteht ausschließlich deshalb, damit sie als Disziplinierungsmittel eingesetzt werden kann.

    Ich habe jetzt auch mal gegoogelt, ich habe für Werkrealschulen tatsächlich nur eine Liste maßgeblicher Fächer gefunden und das Wort Kernfach nicht.

    "(1) Als maßgebende Fächer für die Versetzung in die nächsthöhere Klasse gelten, sofern sie in der schuleigenen Stundentafel für die jeweilige Klasse ausgewiesen sind, Religionslehre oder Ethik, Deutsch, Geschichte, Geographie, Biologie, Chemie, Physik, Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung, Gemeinschaftskunde, Pflichtfremdsprache, Mathematik, Sport, Musik und Bildende Kunst, das gewählte Wahlpflichtfach, sowie Informatik und Medienbildung. Wäre eine Versetzung wegen der Versetzungserheblichkeit der Fächer Sport, Musik und Bildende Kunst nicht möglich, ist von diesen Fächern nur das mit der besten Note für die Versetzung maßgebend; dies gilt nicht für das Wahlpflichtfach Sport."

    https://www.landesrecht-bw.de/bsbw/document/…lAPrVBW2019V4P3

    Und

    "(2) Die Voraussetzungen nach Absatz 1 liegen vor, wenn im Jahreszeugnis die Leistungen neben

    1.

    der Note »ungenügend« in einem oder

    2.

    der Note »mangelhaft« in zwei der für die Versetzung maßgebenden Fächern oder Fächerverbünden

    in keinen weiteren für die Versetzung maßgebenden Fächern oder Fächerverbünden geringer als mit der Note »ausreichend« bewertet sind oder für diese weiteren Fächer oder Fächerverbünde ein sinnvoller Ausgleich gegeben ist. Ausgeglichen werden können:

    1.

    die Note »ungenügend« durch die Note »sehr gut« in einem anderen maßgebenden Fach oder Fächerverbund oder durch die Note »gut« in zwei anderen maßgebenden Fächern oder Fächerverbünden,

    2.

    die Note »mangelhaft« durch mindestens die Note »gut« in einem anderen maßgebenden Fach oder Fächerverbund."

    https://www.landesrecht-bw.de/bsbw/document/…ulAPrVBW2019pP4

    Vielleicht habe ich etwas übersehen (ich habe auf 4 Seiten nachgelesen), aber mich regt die Aggressivität auf beiden Seiten auf.

    Die Umbenennung war 1991.

    In den USA hieß es ja bereits früher Twix (1985/86 Schüleraustausch). Und alle 5 Jahre (zuletzt 2023) gibt es ein Revival.

    Ich habe auf jeden Fall mehr Raider gekauft. 🫠

    "Raider heißt jetzt Twix, sondern ändert sich nichts." Ich habe mir gerade alte Werbung angesehen, den Spruch kannte ich nach über 30 Jahren noch. 😂

    Ergänzung

    Nach 5 Jahren würde das Recht am Namen verfallen, deshalb die kurzfristige Umbenennung und Dänemark u.a. haben erst 2000 den Namen zu Twix geändert (ich erinnere mich an einen Urlaub ca. 1993, in dem ich Raider eingekauft habe).


    So eine Umbenennung ist auf jeden Fall langwierig.

    Raider konnte man schließlich auch in Twix umbenennen (ok, da war es einfacher, weil es nur eine Firma war)

    Und für mich war es noch jahrelang Raider. ;)

    (Es war sehr viel Werbung notwendig und noch heute fällt mir diese ein "Raider heißt jetzt Twix", wenn ich Raider Twix sehe.)

    Ähm, nein, das ist ein Missverständnis.

    Einmal die Note 5, der Rest 4 => versetzt ohne weitere Diskussion.

    Der gesamte beschriebene "Prozess" startet erst dann, wenn SuS 2x Note 5 haben (und einen eventuell möglichen Ausgleich).

    Danke, dann habe ich es falsch verstanden. Das ist bei uns tatsächlich nicht möglich. Bei uns würde er sitzen bleiben, die SL würde nur evtl. nachfragen, ob die 5 eindeutig sei, falls Widerspruch eingelegt würde.

    Diskutiert wird bei uns normalerweise nicht. Es gibt festgelegte Ausgleichsregelungen.

    Ein Schulabschluss scheitert niemals an einer 5 in Religion.

    theoretisch in Baden-Württemberg schon, wenn jemand nur Vieren hat und in Religion eine 5 (aber eine 3 in irgendeinem Nebenfach würde als Ausgleich reichen).

    Eher kann ich mir vorstellen, Mathe (oder Sprache 5) und in Religion. Dann wären bei uns 2 Zweien in gleichwertigen Fächern notwendig und eine 2 im Hauptfach fehlt dann meistens. (Ohne Religion 5 würde bei nur einer 5 im Hauptfach eine 3 reichen.)

    Aber 5 in Religion kenne ich nicht.

    Danke, aber ich finde das nicht humaner als in NRW zum Gegenteil. Es sind zweimal in gleichwertigen Fächern Note 3 notwendig. (Nur mit Vieren und einmal 5 ist es bei euch auch eine Versetzung nicht einfach möglich.)

    In Baden-Württemberg kann eine 5 mit einer gleichwertigen 3 ausgeglichen werden, bei 2 Fünfen sind 2 in gleichwertigen Fächern Zweien notwendig (bei Nebenfach reichen auch 2 Dreier statt einer Zwei für eine Fünf.) Eine 6 im Nebenfach lässt sich noch ausgleichen, im Hauptfach nicht mehr.

    Mich interessiert immer noch welche Bundesländer "humaner" als NRW sind? Das Wort Korrekturfach kenne ich auch nur aus NRW. Ich weiß nur von NRW, dass sie nicht in allen Klassen/ Kurse Arbeiten schreiben lassen. (Wir haben hier oft die Kombi Deutsch/Englisch und niemand bemitleidet sie, sie selbst auch nicht. Nebenfachlehrer schreiben genauso viele Arbeiten (oft sogar mehr, weil sie mehr Klassen unterrichten).) Sport wird bei uns auch nur in Basis- und Leistungskursen geschrieben.

    Bei uns sind es also tatsächlich nur Catering, Deko und GEMA (von mir geschätzt für 2, 3 Lieder).

    Ist halt noch ein Extratermin. Da muss man sich fragen, ob sich Aufwand und Nutzen lohnen oder ob man sich einfach mal wieder darauf einigt, authentische Noten zu setzen.

    Die Diskussion läuft bei uns auch über Edupage. Der Klassenlehrer/Tutor schreibt die Kollegen an, jeder nennt seine "Problemfälle".

    Z.B. ist ein SuS in einem Fach bei der Klassenlehrkraft eine "Vollkatastrophe" - und so in der Kommunikation immer dargestellt. In vielen anderen Fächern aber unterrichtstragend und vorbildlich. (Das ist kein theoretisches Beispiel, sondern genau so erlebt).

    Das gibt es bei uns nicht. Zumindest die Hauptfachlehrer schreiben regelmäßig im Chat, tauschen sich also aus.

    Das ist eine geschlossene, schulinterne Veranstaltung. Viele Schulträger haben einen kostengünstigen Rahmenvertrag für ihre Schulen bei der GEMA abgeschlossen. Hier einmal prüfen, ob dort überhaupt / zusätzlich etwas gezahlt werden muss. Und ansonsten in Zukunft nur noch gemein- und GEMA-freie Musik verwenden.

    Statt Caterer wird der 12. (G9) bzw. 11. (G8) Jahrgang verpflichtet, den Sekt und Orangensaft zu "sponsorn" und zu organisieren. Das erhalten sie dann im nächsten Jahr zurück vom wiederum einen Jahr jüngeren Jahrgang. Da sparen alle Eltern / Schüler viel Geld (im Vergleich zu den 30 Euro, die du benennst). Essen wird "ersatzlos" gestrichen. Vielleicht stellt der caternde Jahrgang noch Salzstangen bereit.
    Die Schule schafft 1x aus ihrem Budget 200 billige Sektgläser an, diese werden entweder per Hand (SuS) oder in der Spülmaschine gereinigt und dann in den Kartons (vom Kauf) bis zum nächsten Jahr in irgendeiner Ecke sicher gestapelt aufbewahrt.

    Wer wirklich als Familie essen möchte, reserviert sich für "danach" einen Tisch im Restaurant. Für 30 Euro pro Person kann man da sicherlich besser essen als es ein Caterer bereitstellt.

    Mir würde auch einiges einfallen, wie der Betrag gesenkt werden kann (alleine bei der Deko, ich mag keine Schnittblumen, nenne sie Leichen in Vasen), wobei die Sektgläser tatsächlich bereits der Schule gehören und der Sekt von Elftklässler eingeschenkt wird (es fallen also nur die Kosten für die Flaschen an).

    Aber unsere Schüler wünschen sich einen festlichen Rahmen, sie hätten lieber wie früher ein 3-Gänge-Menu.

    Mir hat die Diskussion heute gut getan, ich habe befürchtet, dass ich alleine mit meiner Meinung stehe. Mal schauen, wie ich dieses Jahr entscheide.

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