Beiträge von Kris24

    Wer will schon an eine deutsche Privatschule, wenn er Landesbeamter werden kann.

    Es kommt auf die Schule an, es gibt dort auch durchaus attraktive Angebote und je nach Träger kann man verbeamtet werden bei gleichzeitiger Beurlaubung in den Privatschuldienst.

    Och, ich kenne mehrere. Freiburg ist hier so beliebt, dass Privatschule in Freiburg bei vielen beliebter ist als z. B. Landesbeamter im Schwarzwald, Stuttgart usw. Selbst die Bodenseeregion kann nicht mithalten.

    Referendare zogen auf jeden Fall die Privatschule vor (und wurden beneidet) und sogar ohne Verbeamtung mit Beurlaubung.

    Du beziehst dich auf diesen Thread, in dem die von dir genannten Abkürzungen vorkamen, oder? Aufsteigen als Sonderpädagoge im GL? - Inklusion - lehrerforen.de - Das Forum für Lehrkräfte

    Ich muss sagen, bislang konnte ich mir sehr häufig Abkürzungen hier im Forum aus dem Zusammenhang erschließen. Im o. g. Fall würde ich meinen, dass "GL" für "gemeinsames (also inklusives) Lernen" steht und "DL" für "didaktische Leitung/Leiter*in". "LAG" kenne ich als Abkürzung für das "Lehramt Gymnasium".

    Ehrlich gesagt, habe ich oft selbst keine Zeit und/oder auch Lust Abkürzungen, die mir gängig erscheinen, auszuschreiben - shame on me... Wenn ich hier im Forum irgendetwas nicht verstehe - seien es Abkürzungen oder auch Begriffe, die ich nicht kenne -, frage ich einfach nach. Bislang kam es noch nie vor, dass meine Nachfrage nicht beantwortet wurde.

    Wie gesagt: Wenn man etwas nicht versteht, kann man doch nachfragen!? Stattdessen Beiträge mit unbekannten Abkürzungen zu ignorieren, finde ich - gelinde gesagt - etwas merkwürdig.

    Ja, man kann nachfragen oder denkt, ich bin nicht betroffen, eben weil mir die Abkürzungen nichts sagen. Bei LAG wäre ich nie auf Gymnasium gekommen. Ich schreibe also nichts dazu, muss nicht immer meinen Senf dazu geben.

    Ich bin nicht täglich hier, wenn jemand mir auf meine Frage die Abkürzungen erklärt, lese ich es erst wenn alles diskutiert ist.

    Ich habe mir angewöhnt (bzw. übe noch), mich nicht für alles verantwortlich zu fühlen (erspart mir viel Zeit und Stress). Wer mit nicht bekannten Abkürzungen um sich wirft, soll es tun, ich opfere keine Zeit für Rätselraten. (Und wenn ich nach Klärung nach Tagen antworte, hat der Schreiber auch nichts davon.)

    Ich habe übrigens alle 3 Abkürzungen anders gedeutet. (Erinnert mich gerade an KV im anderen Thread, den auch viele anders gedeutet haben. Abkürzungen sind absolut nicht eindeutig.)

    Mich beschäftigt Folgendes: Ich bin als Nordlicht hier ja eine etwas unterrepräsentierte Spezies. Mich interessiert dennoch auch immer, wie es in anderen Bundesländern abläuft. Ich habe aber häufig das Problem, dass ich an für andere scheinbar gängigen Abkürzungen scheitere und dann leider passen muss. Dann frage ich mich: was sind GL? Oder DL? Oder LAG? Ich kann euch dann nicht folgen. Eine Bitte wäre daher von mir: wäre es möglich, sich die Zeit zu nehmen, um Wörter auch auszuschreiben, damit bundesweit klar ist, was jeweils gemeint ist? Oder kann nur ich mit den Abkürzungen häufig nichts anfangen? :traenen:

    Ich komme ganz aus dem Süden und mir geht es genauso. Gefühlt kommt fast alles aus NRW und ich beachte Beiträge mit unbekannten Abkürzungen nicht mehr. Austausch findet dann halt nicht statt. (Aber schade ist es trotzdem.)

    DAs ist verwirrend, weil ich das weder aus Brandenburg noch aus Berlin kenne. Da ist ein Zeitraum vorgeschrieben (und in einem Vertrag festgelegt) und wenn man krank ist, dann ist es genauso wie während eines Arbeitsvertrages, dann ist man eben einfach nicht da) die Zeit wird dann aber natürlich nicht noch irgendwo angehängt, die hat man einfach weniger und Pech gehabt.

    Es ist bei uns Teil der Ausbildung und damit ist eine Mindesstundenzahl in einem Zeitraum notwendig.

    Ich habe einmal eine sehr umfangreiche Fortbildung in Chemie gemacht. Um erfolgreich zu sein, durfte ich weniger als in 10 % der Stunden fehlen (konkret waren es 20 Tage zu je 8 Stunden, ich war einmal krank und schleppte mich die Woche darauf hin). Ich hätte sonst den Schein nicht erhalten und ob ich noch einmal mehrere Stunden Deputatserlass erhalten hätte? Ich glaube nicht.

    Es gibt keinen Ärger, wenn man entschuldigt fehlt, aber auch keinen Schein.

    Wir warten auch noch auf das neue Moodle bzw. das "Zwischen-Moodle" (das dann migriert werden soll ins neue Moodle).


    Heißt das Du hast Dich noch nicht bei Schule@BW angemeldet? (Da wäre ja die Frage, ob Du Dein Privat- oder Dienstgerät nimmst.)

    Ich weiß noch nichts von einer Anmeldung. Wir haben eine sehr gute und gut vernetzte IT- Verwaltung, ich vertraue auf sie.

    Da Moodle bei uns "zu groß" ist, wird nicht migriert, sondern neu gestartet. Darüber gab es eine Diskussion und Entscheidung.

    Ich habe eine Kollegin aus dem Burgenlandkreis. Sie ist bereits vor Jahren wegen Rechtsradikalismus weggezogen und unterrichtet sehr erfolgreich hier.

    "Buchheim fordert Ministerin Feußner auf, das Lohnniveau von Grundschullehrern an das angrenzender Bundesländer anzupassen, um Weggänge zu reduzieren." (Aus Artikel oben)

    Mag korrekt sein. Allerdings habe ich jahrelang direkt an der Grenze zum besser zahlenden Bayern mit Regelbeförderung unterrichtet und niemand wollte von uns wechseln. Geld ist nicht alles, wichtiger für mich ist die Einstellung der Menschen. Die Aussage des Bürgermeisters würde mich abhalten.

    Er hat noch eine Woche Zeit 452 Millionen Dollar Kaution zusammen zu kriegen (er gab beim selben Gericht an, er hätte 400 Millionen bar). Leider findet er keine Geldgeber (und seltsamerweise hat er viel mehr Geld gefordert, es scheinen also nicht nur gut 50 Millionen zu fehlen). 30 Kautiongeldverleiher haben abgelehnt. Nun wollen seine Anwälte Fristverlängerung. Und es gibt ja noch mehr Verfahren.

    Man kann aber aussteigen und die Tiere von der Fahrbahn bringen anstatt über diese zu fahren.

    Es sind tausende. Bei uns gibt es Zäune, Tunnel und gesperrte Straßen. (Hinüber tragen tut man an Zäunen eimerweise. Habe mir auch schon Nächte um die Ohren geschlagen (teilweise sogar zusammen mit Schülern). Aber aussteigen reicht nicht bis ich wieder eingestiegen bin, sind längst die nächsten da.)

    Hatte das Glück, heute noch mit einem Russlanddeutschen zu sprechen, der 25 Jahre in Deutschland lebt und Rentner ist. Er steht voll hinter Putin und Russland und meint, jetzt nach der Wahl kann er es der Ukraine richtig zeigen. Bisher war es eher ein vorsichtiges Agieren auf russischer Seite.

    Obwohl er unsere und russische Nachrichten liest, ist er von der Richtigkeit des russischen Vorgehens überzeugt.

    Ja, ich kenne einige Russlanddeutsche, die genauso denken. Es gab Umfragen (vor ca. 5 Jahren), dass prozentual mehr Russlanddeutsche Putin mögen als Türkeideutsche Erdogan. (Und leider sind sie, also die ich kenne, alle AFD zugeneigt.)

    Also im besten Fall jeden Tag 8 Unterrichtsstunden reservieren, in doppelter Belegung für spontane Alternativen, damit man mit Ach und Krach auf die Mindestzahl kommt, falls mal was ausfällt?

    Hat dann auch nichts mit Eigeninitiative mehr zu tun, sondern Unplanbarkeit für eigene Unterrichtsplanungen und Fachleiterbesuche.

    Ich bedanke mich für die konstruktiven Beiträge und Erfahrungsberichte, die zeigen, dass es durchaus normal scheint. Der Rest zeigt sehr gut, was den Schuldienst so unattraktiv für viele macht - Stichwort Empathie. Ich werde hier nicht mehr reinschauen.

    Tja, ungeplantes bestimmt den Lehreralltag. Wenn du das nicht willst, strebst du den falschen Beruf an. Meine Lehrprobe wurde z. B. durch extremen Schneefall und Ausfall des ÖPNV durcheinander gebracht. Wir mussten alle über 30 Minuten warten bis wenigstens 11 Schüler anwesend waren (von 30), damals Mindestanzahl für eine Lehrprobe in der Oberstufe. Zum Glück waren alle flexibel. Gelassenheit, großzügige Planung und Flexibilität sind wichtige Anforderungen. Dinge nehmen wie sie sind und das beste daraus machen. Damals reichte in Chemie eine 1,0 in beiden Staatsexamina nicht, in Mathe war bei 1,4 und örtlicher Flexibilität Schluss (sonst auch 1,0). Lehrproben waren also extrem wichtig.

    Und natürlich werden Klausuren geschrieben, sind langfristig zentral festgelegt und lassen sich kaum verschieben (selbst wenn ich krank bin, führt ein Kollege Aufsicht, ich habe also frühzeitig die Klausur fertig). Wenn also ein Praktikant für diese Stunden anfragt, werde ich auch die Klausur erwähnen, lade ihn aber immer ein, mit mir Aufsicht zu führen. Nur wollte bei mir noch keiner.

    Du scheinst auf jeden Fall keine Empathie zu besitzen, denn du kannst dich nicht einfühlen. Du erwartest den roten Teppich. (Wir haben jedes Jahr mindestens 10 Praktikanten (oft das Doppelte), später nur 5 Referendare und selten Neueinstellungen. Es ist (für uns) nicht lohnende Arbeit. Trotzdem habe ich in 30 Jahren erst einmal nein gesagt (und gleichzeitig mehrere Angebote für andere Klassen gegeben), weil ich helfen will und auch bei meinen Kollegen erlebe ich es so. Aber wenn jemand verlangt, dass Klausuren verschoben werden, dann schüttele ich über soviel Naivität (Arroganz? Egozentriertheit) nur den Kopf.

    Bei uns - und auch aus meinem eigenen Studium kenne ich es nicht anders - sind die Praktikantinnen immer fest einer Klasse zugeordnet, egal wer da gerade unterrichtet (vom gelegentlichen Hineinschnuppern in andere Klassenstufen und Handlungsfelder abgesehen).

    Wäre am Gymnasium ungeschickt, weil alle Stufen abgedeckt werden sollen. (Zwischen einer 5., einer 8. oder einer 12. Klasse gibt es nicht viel gemeinsames.)

    • "Haben Sie einen Durchsuchungsbefehl? Sonst muss ich Sie gar nicht reinlassen."
    • "Oh, das ist heute schlecht. Ich zeige nur einen Film."
    • "Oh, das ist heute schlecht. Ich gebe nur die KA zurück und verbessere sie."
    • "Oh, das ist heute schlecht. Und morgen auch. Und den Rest der Woche. Eigentlich passt es nie, weil mich solche Besuche an mein eigenes Ref erinnern und mich total triggern."

    Zum Glück sind wir nicht so, vielleicht weil wir uns ans Referendariat erinnern? ;)

    (Ich habe aber ein sehr hilfsbereites Kollegium, jemand bittet um etwas im Lehrerchat und hat innerhalb weniger Minuten mehrere Angebote. Ich staune jedes Mal wie schnell reagiert wird (und bin fast immer zu langsam). Aber dadurch wird die Last geteilt.)

    Weißt du zufällig, wie es mit Stundenausfall von Fachlehrkräften aussieht?

    Rechnerisch komme ich gefühlt schon jetzt nie auf meine 15-20 Zeitstunden/Woche, obgleich ich schon deutlich mehr Unterrichtsstunden belege als an anderen Schulen.

    Wenn bspw. die Lehrkraft, die ich 4 Std. an einem Tag begleite, entfällt - und mein selbst gesuchter Ersatzunterricht dann auch nicht stattfindet - stehe ich am Ende des Tages trotzdem ohne Nachweis da.

    Bei uns sucht der Praktikant spontan einen anderen Kollegen. Irgendjemand wird doch noch unterrichten? Und bei uns sind alle selbst gesucht (Ausnahme erste Woche).

    Schon vor 30 Jahren in meinem Referendariat musste ich hospitierte und "fliegende Unterrichtsaufträge" unterschreiben lassen und jeweils eine Mindestzahl (je 120 Stunden?) erreichen. Wenn etwas ausfiel, wurde halt notfalls etwas anderes besucht, aber das kam selten vor, weil wir (fast) alle deutlich mehr hospitiert und unterrichtet haben. Ich erinnere mich nur an einen Fall, in der eine Referendarin wegen Geburt eine Zeitlang ausfiel, da wurde es knapp. Sie hat es noch geschafft, hätte sonst verlängern müssen. Schulpraktikas gab es damals noch nicht.

    Aber seitdem habe ich an 3 Schulen in 2 Bundesländern viele Referendare und Pflichtpraktikanten gehabt und musste immer unterschreiben. Nur dauerhafter Unterricht über ein ganzes Schuljahr wird direkt von der SL vergeben und erfasst.

    Kommt drauf an, wen Du fragst. Die

    200000 ukrainischen Mânner die sich derzeit in Deutschland aufhalten, haben sie da wohl anders positioniert. Genauso wie diejenigen, die sich seit Monaten nicht mehr aus dem Haus trauen, vor lauter Angst von irgendwelchen Rekrutierungskommandos dienstverpflichtet zu werden. Wer aufgrund von Geschlecht oder Alter nicht in der Situation ist, möglicherweise rekrutiert zu werden, positioniert sich da vielleicht anders. Die Zahl derer, die sich freiwillig einem solchen Todeskommando stellen, hat aber wohl deutlich abgenommen.

    Und wie viele von den 200 000 sind mehrfache Väter und durften mit ihrer Familie ausreisen? Wie viele sind älter als 60 Jahre? Und wie viele wurden erst in den beiden letzten Jahren 18 und lebten (und studierten) bereits hier?

    Und wollen die, die bereits hier sind, unter russische Besatzung leben, kehren also in die Ukraine nach Waffenstillstand zurück?

    Man vermutet ja, dass insgesamt 30 Millionen (von 43 Millionen) fliehen werden. Schaffen wir das? (Die Hälfte wird vermutlich zu uns kommen).

    chemikus, natürlich will kaum jemand in den Krieg. Aber das bedeutet nicht, dass man unter Besatzung leben möchte. Und Putin wird sicher weiter kämpfen. Moldawien und baltische Länder sind sicher die nächsten. Nehmen wir diese dann auch auf oder schießen selbst auf sie, wenn sie über die Grenze flüchten?

    Irgendwie weicht ihr diese Frage aus. Ich gehe übrigens spätestens dann von einem Sieg der AfD, BSW usw. aus.

    "Wir schaffen das." ..wird mir zumindest seit 2015 immer wieder gesagt.

    Sorry, aber was was rauchst du so?

    So? Welche denn?

    2015 waren es aber nicht 15 Millionen Flüchtlinge zusätzlich zu den bereits vorhandenen, sondern insgesamt 890 000 (also noch nicht einmal eine Millionen, jetzt sind alleine bereits 1,5 Millionen Ukrainer da). Du hast es also nicht so mit Zahlen? Ich helfe, was bei knapp 1 Millionen klappt, klappt bei insgesamt 18 Millionen (es kommen ja noch andere) nicht unbedingt. Oder 89 cm hoch Wasser auf meinem Grundstück blöd, aber 18 Meter hoch ist definitiv nicht dasselbe.

    Und 1938 konnten sich viele auch noch nicht vorstellen, was 1939 geschah (manche schon und die wurden auch so plump angemacht, ernsthaftes Argument war das von dir nicht). Aber Putin und die Seinen (er ist nicht allein wie viele behaupten) wollen den Wahrschauer Pakt wieder errichten und vor allem westliche Demokratien zerstören (und auch wenn sie letztendlich wie Hitler scheitern sollten vorher viel Leid bringen). Noch im Februar 2022 hörte man "was hast du geraucht" bzw. "die westlichen Geheimdienste spinnen", wenn man einen Überfall auf die Ukraine in Erwägung zog. Putin freut sich über so viel Naivität.

    Und es gab einige Vertragsbrüche Russlands z. B. Unversehrtheit Ukraine aber auch Erdgaslieferung nach Deutschland. Und Russland erlaubte 1997 der Nato sich nach Osten auszudehnen, jedes Land dürfte selbst entscheiden unter Verzicht von Atomwaffen. Ja, Genscher hat sich im Februar 1990 anders geäußert, aber er sprach nicht für die Nato (und das wussten auch die Russen).

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