Richtig, mit denen muss ich aber nicht täglich stundenlang interagieren.
Schlimmer ist es, wenn jemand von niemandem gemocht wird. Zum Beispiel Mobbingopfer ohne Freunde in der Klasse.
An anderen Schulen ist die grundsätzliche Situation ja nicht anders.
Es hat einen Grund, dass viele Menschen froh sind, die unnatürliche Schulsituation endlich hinter sich lassen zu können und dann in Studium oder Ausbildung aufblühen. So eine Zwangssituation wie in der Schule gibt es ansonsten einfach nicht.
Bei uns gibt es regelmäßig Schulwechsel aus diesem Grund (ich habe dieses Schuljahr 2 Kinder, bei denen ich es wusste, und beide fühlen sich bei uns wohl, sind integriert). Auch meine Nichte hat vor einigen Jahren erfolgreich gewechselt.
Und dank Profilwahl sind selbst unsere Kleinen nicht in allen Fächern zusammen, die Mittelstufe hat zum Teil noch nicht einmal mehr ein festes Klassenzimmer, weil sie nur noch in wenigen Fächern zusammen sind. Feste Gruppen über längere Zeit wie in meiner Schulzeit gibt es nicht mehr. Deshalb kommt es eher zum Schulwechsel auf ein anderes Gymnasium als zu einem Klassenwechsel bei dem in allen Profilfächern die Gemeinschaft gleich bleibt.
Und selbst bei problematischen Schülern erlebe ich immer wieder, dass Mitschüler bewusst ihn für ihre Gruppe auswählen, damit er nicht übrig bleibt. Ich freue mich immer, wenn ich es sehe.