Beiträge von Kris24

    Ich frage mich: Wie schaffen die das denn in einer beaufsichtigten Klausur? Wie schnell muss man tippen und abschreiben, um das mal eben unter dem Tisch oder während eines kurzen Toilettenganges hinzubekommen?

    Darüber habe ich mich auch gewundert. Ich hatte das Problem bei einer Chemiearbeit (Kollegin führte Aufsicht). Zum Glück betraf es nur zwei Aufgaben, die ich nach Rücksprache aus der Wertung nahm.

    Es sind (anscheinend?) gegenüber früheren Zeiten so viele neue Aufgaben hinzugekommen, dass die Pflichtstundenzahl nicht (mehr) passend ist.

    Die Deputatsstundenzahl wurde erhöht. Ich fing noch mit 23 an, jetzt sind es 25.

    1878 lag sie übrigens bei 24 Stunden (alles Gymnasium).

    Die Arbeitszeit der übrigen Bevölkerung sank derweil von 60 Stunden auf 40 und weniger.

    (Ergänzung, 1878 lag die Deputatsstundenzahl in Grundschulen bei 30 Stunden, also auch nicht viel mehr als heute.)

    Es ist 30 Jahre her, ich bin noch ein Stück älter als du.

    Wir waren durchschnittlich 2 Lehramtler pro Jahr (also weniger als 4 %). Da gab es keine extra Lehramtveranstaltungen. Mir wurde z. B. Biochemie I erlassen, ich musste aber Biochemie II bestehen (und damit auch Biochemie I können) und auch Mathe für Chemiker blieb mir erspart (meinem Kollegen mit Bio und Chemie nicht). In Mathe benötigte ich kein Nebenfach, ich hätte aber Chemie anrechnen lassen dürfen. Meine Staatsexamensarbeit schrieb ich in Chemie, mochte ich immer lieber als Mathe, ich hätte sie als Diplomarbeit anerkennen lassen dürfen. Sie war gut genug, so dass mir ein Laborplatz zum promovieren angeboten wurde (und sogar das Angebot erhielt, falls es nach dem Referendariat nichts mit der Lehrerstelle wird, zurück zu dürfen. Damals gab es noch keinen Lehrermangel). Dieses Angebot gab mir Sicherheit (und natürlich war ich stolz).

    Das Studium war daher extrem stressig, das Referendariat zeitlich eine Erholung (stressig nur durch Notendruck, in Chemie gab es am Ende keine Stelle, noch nicht einmal mit 1,0, in Mathe gab es wenige Stellen im Nirgendwo bis 1,4). Ich war zum Glück räumlich flexibel.

    Exklusiv für Firelilly:

    https://de.statista.com/statistik/date…20Mitte%20liegt.

    Dies entspricht bei einer Einzelperson ohne Kinder, ohne Kirchensteuer in Steuerklasse 1, incl. gesetzlicher Versicherung monatlich 3073,81€.

    Dies ist der Durchschnitt. Wer drüber liegt, macht sicher keinen Dienst nach Vorschrift. Die schlechte Rente, auf die man sich freuen darf, ist hier nicht berücksichtigt.

    Link funktioniert (bei mir) ohne Bezahlung nicht.

    Ich kenne allerdings Statistiken, die Gehalt aller Angestellten (inkl. Minijobber) mit Beamten vergleichen (keine Minijobber, aber prozentual deutlich mehr mit abgeschlossenem Studium). Genauso ist es bei Pension (da werden ebenfalls Minijobber, Menschen ohne Ausbildung usw. miteinbezogen, dafür Betriebsrenten etc. weggelassen). Da ich deine Statistik nicht lesen kann, weiß ich nicht, was hier verglichen wird.

    Ich weiß auf jeden Fall, dass meine Mitstudenten, zu denen ich Kontakt habe, weitaus mehr verdienen. (Ich habe zwei fast komplette Diplomstudiengänge, fehlendes hätte ich teilweise direkt anerkennen lassen können oder in einem Semester nachholen können. Ich wollte aber Lehrer werden und natürlich ist längst keine Änderung mehr möglich. Lehramtstudiengänge gab es an meiner Uni nicht, wir waren viel zu wenige.)

    Nur, weil keine Pflicht besteht, muss man sinnvolle Versicherungen nicht sein lassen.

    In Baden-Württemberg hat noch (fast) jeder eine (weil es lange Pflicht war). Allerdings habe ich inzwischen oft gelesen, das manche keine Versicherung finden, weil ihr Risiko zu hoch ist.

    Mein Kommentar bezog sich auf das Problem Schwarzarbeit und ich sage dazu einfach "selbst schuld". Wer glaubt, ein paar Euro sparen zu müssen, ist im Notfall evtl. pleite. Muss kein rutschendes Haus sein, reicht evtl. die von einer Leiter stürzende Putzfee.

    Naja, die Gebäudeversicherung deiner Eltern hätte schon gezahlt (und anschließend beim Nachbarn Regress genommen).

    Ich meinte Versicherung des Nachbars.

    (Und Gebäudeversicherung ist in Baden-Württemberg schon lange nicht mehr Pflicht, war es in vielen Bundesländern nie)

    Mittlerweile bin ich zu alt für Nachhilfe.. keine Sorge … ich werde nicht erpresst .

    Und noch eine gute Nachricht … ich werde dich nie besuchen möchte aber meinen Hintern drauf verwetten, dass auch in deinem Bekanntenkreis der ein oder andere „Dieb“ dabei ist… muss man ja nicht bei dir melden …

    Achja, ich bin übrigens gegen die Erhöhung des Bürgergelds.

    Passt.

    Also sorry, aber für die UnerrichtsINHALTE, die ich vermittle, gibt es jede Menge Evidenz. Ich hoffe doch, das ist in jedem Fach so. Ob es dafür, WIE ich es mache, irgendeine Art von "Evidenz" gibt, über die irgendein Schlaumeier mal was geschrieben hat, ist mir ehrlich ziemlich wurscht. Es funktioniert offensichtlich sehr gut, ich entlasse von allen Lehrpersonen in beiden meinen Fachschaften die meisten Maturandinnen und Maturanden, die irgendwas im Bereich MINT studieren. Unterdessen kann ich auch behaupten, dass die Mehrheit sehr erfolgreich studiert.

    Geht mir genauso. Ich habe schon mehrfach (zweistellig) Jahre später Danke gehört (MINT, Medizin und mindestens 3 ehemalige Schüler sind wegen mir inzwischen Mathe- und Chemielehrer).

    Was du gut oder schlecht findest musst du mir dir selbst ausmachen.

    Mein moralischer Kompass ist da durchaus flexibel.

    Ich würde es immer von der jeweiligen Situation abhängig machen wollen.

    Ich hab durchaus auch Verständnis für jemanden der etwas klaut, weil er Hunger hat.

    Wie immer im Leben ist mir schwarz/ weiß zu einfach.

    Wenn er Hunger hat ja, aber du musst hungern?

    Seltsam, das wohlhabende die Armen vorschieben, wenn sie sich selbst rechtfertigen wollen. Und nein, so jemand "mit moralisch flexiblen Kompass" lass ich sicher nicht in meine Wohnung. Vielleicht beklaut er mich, weil er etwas gerne hätte? (Oder lügt, betrügt, wo sind Grenzen?)

    Ich helfe lieber Armen (bin z. B. nicht gegen die Erhöhung des Bürgergeldes wie die CDU) statt Klauen (bei mir oder nur bei anderen? ) gut zu heißen.

    Das kann nicht der Bär sein, vermutlich meinst du den Bärdenser ;)
    Aber der kann sowieso keine SCHWÄBISCH-Alemannische Fasnet. Dafür ist er zu kurfürstlich-großherzoggläubig und besitzt keine Anarchie.
    BTW: Vor ziemlich genau 500 Jahren haben wir Schwaben den Hoheiten im Bauernkrieg eingeheizt - und mit den 12 Artikeln die Grundlagen für unser Grundgesetz gelegt.

    Wo leben denn die Alemannen? Und wenn in Villingen, Überlingen und Elzach nicht Badener leben ...

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Viererbund

    Strenger als in diesem Viererbund ist Fastnacht nicht möglich.

    Tja und zu Hoheiten einheizen, schlage mal 1848 und Friedrich Hecker nach.

    Das Kurfürstentum Baden gab es genau 3 Jahre (1803 -1806).

    (Für alle Nicht-Baden-Württemberger, ich kann solch schwäbisches Geschwätz nicht unwidersprochen lassen. :D Es gibt hier den Spruch "über Baden lacht die Sonne, über Schwaben die Welt". ;))

    Da musst du aber eine Menge Leute ablehnen.

    Wenn das Geld bei vielen Leuten nicht mehr so locker in der Tasche sitzt muss jeder schauen wo er bleibt.

    Dafür habe ich durchaus Verständnis.

    Ja, für mich ist es schlichtwegs Diebstahl, heiße ich auch nicht gut. Kriminelle sind kriminell und das soll ich gut finden?

    Und du hast so wenig Geld, dass du kriminell werden musst und deinen Kindern das vorlebst?

    Was hat Schwarzarbeit eigentlich mit den Tarifverhandlungen zu tun?

    Eine Menge.

    Dank Schwarzarbeit erhält der Staat weniger Geld und kann uns dann weniger Gehalt zahlen oder so.

    (Oder wir lassen schwarz arbeiten, um das geringe Gehalt auszugleichen? :ka:)

    Ich habe übrigens noch nie schwarz gearbeitet oder schwarz arbeiten lassen. Ich lehne Menschen, die das tun, ab, vertraue ihnen nicht. Für mich ist es einfach kriminell (je nach Schaden mindestens so wie Diebstahl).

    Ein Nachbar meiner Eltern hat sein Hanggrundstück durch Schwarzarbeit gestützt. Als nach über 10 Jahren der Hang samt seinem Haus bei einem heftigen Regen ins Rutschen kam (und auf mein Elternhaus zu stürzen drohte), kam dies heraus (es ging vor Gericht). Es war absoluter Pfusch, da wo man es nicht sofort sah, keine Versicherung übernahm irgendetwas, die notwendigen Kosten überstiegen den Wert seines Hauses. Zum Glück (für uns) waren sie relativ wohlhabend und konnten die Sicherung des Bodens soweit zahlen, sie mussten aber anschließend das Haus verkaufen.

    Wir hatten vor ein paar Jahren einen ähnlichen Fall an einem Gymnasium in der Stadt. Die Schüler*innen standen ums Demo-Experiment herum und trugen keine Schutzbrille, einer erlitt Verbrennungen im Gesicht. Das gab eine Strafanzeige gegen die Lehrperson.

    Bei einer Chemistudentengrillabend wurde der Grill "natürlich" mit Brennspiritus "unterstützt". Ich werde nie den Feuerbogen über ca. 2 Meter vergessen bis hin zur Spritzflasche. Der Mitstudent ließ noch rechtzeitig die Flasche fallen, alle anderen standen weit genug weg.

Werbung