Beiträge von Kris24

    Und die empfohlenen 80 Liter für 4 Personen /10 Tage? In unser Kellerabteil passen nicht mal 4 Räder.

    Was verwirrt dich, Susannea, ihr wohnt in einem Haus, wenn ich recht erinnere.

    Problematisch ist ein längerer Stromausfall. Dann funktionieren weder Geldautomaten, Supermarktkassen noch Leitungswasser.

    Jetzt stellt sich die Frage, wie lange das schlimmstenfalls dauern kann? 5 Tage? 10 Tage? In meiner Kindheit gab es doch diesen überraschend starken Schneefall, der in Norddeutschland viele einschloss.

    Auf jeden Fall sollte man nur lagern, was man auch wirklich isst. Wenn ich keine Linsen esse, lagere ich sie, obwohl sie auf der Notfallliste stehen, nicht. (Fiel mir bei deinen Ravioli ein, ich habe tatsächlich eine (!) Dose in meinem kleinen Keller für Krankheit, wenn ich nicht kochen mag.)

    Ich habe seit Frühjahr 20 tatsächlich für 2 Wochen Lebensmittelvorräte gelagert (wurde damals mehrfach empfohlen). Ich habe mir überlegt, was ich verbrauchen kann und mag und tausche regelmäßig aus. Sprich ich esse/trinke und fülle wieder nach. Ich denke aber auch, dass 5 Tage reichen sollten. Dann wird hoffentlich Katastrophenschutz etc. eingesetzt.

    Konserven sind doch beispielsweise Ewigkeiten haltbar. Dazu noch der Gefrierschrank und das, was man sowieso noch im Haus hat. Am Ende braucht man gar nicht so viel.

    Bei Gefrierschrank und längerer Stromausfall muss man schnell viel aufbrauchen. ;)

    Ich bin ja auch auf die "Fett macht fett"-Kampagne hereingefallen. Erst später habe ich erfahren, dass die "Zucker-Industrie" Milliarden investiert hat und Wissenschaftler bestochen hat. Die wenigen, die dagegen sprachen, wurden mundtot gemacht, der eine starb völlig verbittert, andere sahen dies und schwiegen.

    Das passiert leider immer wieder. Große Erdöllieferanten kaufen "Klimaexperten", die Tabakindustrie vor vielen Jahren Ärzte ("auch Ärzte rauchen").

    Ich versuche mich, unabhängig zu informieren. Ertappe mich, wenn ich von einem falschen Detail erfahre, das ganze komplett abzulehnen. Wenn ich keine Ahnung habe, suche ich Expertenmeinungen. Aber wenn auch die Falsches behaupten, warum auch immer, was soll ich als Einzelperson tun?

    Definiere "richtig krank".

    Wenn ich nicht in die Schule gehe, muss ich auch nicht einkaufen.

    Und auch mir wurde bereits vor Corona bei Krankheit angeboten, für mich einkaufen zu gehen. Aber weil ich Single bin, hatte ich schon immer mindestens für eine Woche Vorräte. Und natürlich biete auch ich Hilfe an. Die allermeisten sind aber vorbereitet und benötigen nichts. Unsere Apotheken haben (kostenlosen) Lieferdienst.

    Bin gespannt, ob an der Weihnachtsbeleuchtung aufgrund der aktuellen Situation gespart wird. War neulich nachts in Tübingen und hatte den Eindruck, dass es allgemein doch dunkler war als sonst. Kann man Straßenlampen auf Sparflamme drehen? Ansonsten finde ich Kerzen im Fenster oder vor der Haustür schöner als die elektrische Weihnachtsbeleuchtung. Ist aber gefährlicher.

    Zu Tübingen (ist tatsächlich geplant, es fehlen aber noch Bauteile)

    https://www.zeit.de/news/2022-11/1…w.google.com%2F

    Meine Stadt hat schon vor ein paar Jahren besonders energiesparende Lampen angeschafft. Angeblich waren die Kosten in wenigen Jahren heraus (und das bei den damaligen Preisen).

    Ja wahrscheinlich, aber grundsätzlich ist es ja jedes Mal so, dass diese Engpassregionen zuerst ausschreiben dürfen. Trotzdem ist diese 1. Runde dieses Jahr so früh wie noch nie, daher dachte ich es hat vielleicht noch andere Gründe.

    Ich spekuliere ...

    andere Bundesländer sind noch früher am Start und Baden-Württemberg kann sich seine Bummelei nicht mehr leisten.

    Ein Immunsystem kann man nicht trainieren. Das wurde von fast allen Experten immer wieder gesagt. Es wurde in diesem Thread und anderswo bereits oft geschrieben, daher fasse ich hier nur zusammen. Aber du behauptest es immer wieder, wir hatten schon einmal die Diskussion.

    Eine Infektion schadet sogar dem Immunsystem. Jeder beobachtet an sich immer wieder, dass man nach einem Infekt oft gleich den nächsten einfängt (aktuell haben viele nach einer Corona-Infektion die Influenza, mein Kollege hat beides innerhalb von 4 Wochen geschafft und liegt jetzt mit über 40 Grad richtig flach). Stärken können wir unser Immunsystem mit guter Ernährung etc., aber sicher nicht mit einem Infekt.

    Warum erkranken kleine Kinder aktuell so häufig an RSV?

    Es erkranken aktuell fast 3 Jahrgänge gleichzeitig, weil es in den letzten beiden Saison weitergehend ausgefallen ist (es wird also nur nachgeholt, die Zahlen sind dann sogar geringer, wenn man die Jahre addiert, und viele Ärzte meinen, dass ein zweijähriger es im Durchschnitt besser wegstecken kann als ein 6-Monate-Kind. Die meisten Kinderärzte finden es also eher gut, dass viele erst jetzt erkranken.

    Es gibt auch ein paar, die meinen, dass eine voraus gegangene Corona-Infektion die Kleinen geschwächt hat und sie jetzt eher erkranken und ganz wenige behaupten tatsächlich, Masken seien Schuld (nur welches Kind unter 5 Jahren trug dauerhaft Maske).

    Auch Schnupfen kommt immer wieder. Jetzt hatten alle eine zeitlang keinen und erkranken jetzt gleichzeitig statt verteilt. Zudem fällt es mehr auf, man ist es nicht mehr gewöhnt. Wie viele Nächte hat mich ein blöder Schnupfen wachgehalten? Viele haben es vergessen und denken, es sei so schlimm wie nie. Ich bin froh, dass ich mindestens einen Durchgang mir erspart habe.

    Zu deinen vorherigen Beispielen. Sie gelten nur für den erstmaligen Kontakt mit einem Virus. Das war problematisch bei Sars-CoV2-Viren, unser Immunsystem kannte es nicht. Das war problematisch bei irgendwelchen Völkern anderer Kontinente (z. B. Masern bei den Indianern). Aber wenn unser Immunsystem es kennengelernt hat, muss es nicht trainieren. Trainieren könnten höchstens kleine Kinder (besser Kontakt).

    Ach so, ich bin für falsche Verbesserungen und labere Stammtischgeschwätz.

    Beleidigungen sind natürlich sehr viel niveauvoller.

    Du schreibst, dass das Geld für die Maßnahmen die Krankenhäuser (ich ergänze dauerhaft) verbessert hätten. (Ich kenne Shutdowns nur aus dem 1. Jahr und glaube nicht, dass im April oder Mai 20 der Alltag ohne Maßnahmen normal weiter gegangen wäre, ich war damals überrascht, wie heftig andere reagierten. Du hättest also niemanden unterstützt, wenn die meisten zuhause bleiben, statt ins Restaurant oder Theater zu gehen?)

    Das Gegenteil von richtig ist nicht immer falsch, manchmal auch oberflächlich und kurzfristig (richtig Verbesserungen sind dauerhaft).

    Du schreibst 10 oder 15 % und meinst, dass sei viel. (Das reichte noch nicht einmal für die Zusatzausgaben durch Corona. Bei mir hieß es daher Coronabonus und nicht Verbesserung medizinischer Maßnahmen. )

    Und 2,5 Jahre ist nichts für Ausbildung (bei meiner Schwester waren es insgesamt 5 Jahre) und man muss die richtigen Leute erst einmal haben.

    Was wollt ihr als Systemveränderung? Ich selbst könnte mir tatsächlich eine Bürgerversicherung vorstellen, in die jeder einen bestimmten Prozentsatz aller Einnahmen (also auch Zinsen, Mieten etc.) einzahlt. Darüber hinaus könnten Privatversicherungen Zusatzleistungen anbieten, aber ist das umsetzbar?

    Ich höre dann immer viel Ablehnung (nachdem ich vorher genau das von dir Sissimaus geschriebene gehört habe). Deshalb schrieb ich Stammtischgeschwätz, weil es leicht von Verbesserungen schreiben lässt, aber nur wenig kosten darf. Das habe ich in den letzten 2 Jahren gelernt. Nicht alles ist umsetzbar, auch wenn es einige für wünschenswert halten.

    Ich muss weiter arbeiten.

    Danke! Das wollte ich grad Scheiben.

    Klar, hat man in 3 Jahren keine fertig ausgebildeten Fachkräfte jeglicher Art. Aber wenn man nicht mal irgendwann anfängt, dann bleibt es doch ewig so wie es ist. Und 10% mehr KK zahle ich schon seit 2020. Es gab direkt im ersten Jahr mehr drauf. ich meine, es waren sogar 15%.

    15 % reichen nicht. (So hoch ist fast die aktuelle Inflation.) Es gleicht nicht das zunehmende Alter aus, nicht die zunehmenden besseren medizinischen Möglichkeiten

    Krankenhäuser erhalten das meiste Geld, deshalb gab es vor Corona Versuche, sie zu reduzieren.

    Es geht um viel mehr Geld.

    Übrigens gab es im Oktober wieder 9 % Übersterblichkeit in Deutschland. Aktuell rätselt man noch. Ein möglicher Grund sei Überlastung der Krankenhäuser. Genannt wurden noch Corona (es sterben ja immer noch viele) und die Hitze im Sommer. Genaues weiß man erst im nächsten Jahr. Es reicht aktuell nicht.

    Kris24 , sind das jetzt Argumente gegen die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Kliniken? Denn diese 3 hat Sissymaus benannt, Geld, Ausbildung, Bedingungen.

    Dass das Gesundheitsministerium keinerlei strukturelle Veränderungen vorgenommen hat, ist und bleibt Mist. Verstehe nicht, warum du das gegeneinander aufrechnen willst. Manchmal habe ich den Eindruck, dass du die Menschen in Gruppen einteilst und einfach davon ausgeht, alle darin verhielten sich gleich. Nicht jeder, der für Reformideen in der Pflege ist, ist ein Coronaleugner.

    Außerdem ist Pflege nicht gleich Pflege, Fachpflegekräfte mit Zusatzausbildung verdienen gut, Altenpfleger*innen nicht.

    Nein, ich bin für echte Verbesserung, aber nicht für "billiges Stammtischgeschwätz".

    Um dauerhaft Verbesserungen zu erzielen, reicht nicht höheres Gehalt. Ärzte und Intensivpfleger verdienen nicht so schlecht. Sie kündigen trotzdem. Sind wir bereit, wirklich viel Geld in das System zu stecken, um z. B. doppelt so viele Pfleger und Ärzte anzustellen? Die Krankenhäuser erhalten schon den größten Batzen, wo so das Geld herkommen?

    Ich kenne aus meinem persönlichen Umfeld einige, die das Krankenhaus verlassen haben. Meine Schulfreundin (viele Jahre Ärztin am Krankenhaus) hat sich mit 50 Jahren selbstständig gemacht. Es lag an der Arbeitszeit, sie glaubte nicht, es noch 15 Jahre zu schaffen. Wir benötigten viel mehr Leute (und damit tatsächlich viel mehr Geld dauerhaft) oder weniger "Kranke" (also z. B. Beteiligung an jeder Rechnung, aber will das die Gesellschaft, es geht nicht um mich).

    Ich schreibe Stammtischgeschwätz, weil die Tiefe fehlt. Wo kommt das Geld für das zusätzliche Personal her? Dauerhaft und nicht einmalig.

    Und vor 3 Jahren gab es lt. China noch gar kein Corona. So schnell ist niemand ausgebildet. (Mich regen Aussagen wie obige von Sissimaus auf und deshalb meine Reaktion. Die Hälfte meiner Familie und meiner ehemaligen Schulfreunde ist im medizinischen Bereich tätig, ich führe seit Jahren regelmäßig Gespräche über Probleme.)

    Das ist doch eine ganz andere Baustelle. Ich bin schon lange der Meinungen, dass wir uns vieles hätten sparen können, wenn wir früh alles Geld in den Ausbau und die Verbesserung des Gesundheitssystems gepackt hätten. Wir haben nun knapp 3 Jahre Corona. Da hätte man ordentlich ausbilden können, indem man die Ausbildungsplätze signifikant erhöht, den Leuten richtig gutes Geld bezahlt und die Arbeitsbedingungen erheblich verbessert. Das, was der Lockdown und diese Wahlgeschenke wie Corona-Boni gekostet haben, wäre da besser aufgehoben.

    In 3 Jahren sind weder Ärzte noch Intensivpfleger ausgebildet (es reicht gerade für eine normale Krankenpflegeausbildung) und ohne Shutdown (Lockdown gab es nur regional und meistens auf wenige Stunden beschränkt mit vielen Ausnahmen) wäre es anfangs vermutlich ganz anders gekommen. (Wir haben schon lange keinen Shutdown mehr. Krankenhäuser konnten anfangs kaum helfen, dass hat viele Intensivpfleger sehr beschäftigt, die jetzt kündigen.)

    Und aktuell ist es eher so, dass viel zu wenige Krankenpfleger werden wollen, es liegt nicht an zu wenigen Ausbildungsplätzen. Meine Schwester verzichtet z. B. lieber auf gut 1000 Euro pro Monat als auf einer Intensivstation zu arbeiten (sie hat die zusätzliche Ausbildung absolviert und einige Jahre lang vor Corona dort gearbeitet und verzichtet seitdem bewusst wie viele andere ehemalige Kollegen. Geld ist nicht alles).

    Aber natürlich können wir alle doppelt so viel dauerhaft in die Krankenkasse zahlen oder jeder zahlt pauschal 10% der Rechnung (egal wie hoch) wie mein Stiefvater (Schweizer Krankenkasse), es ist nicht mit ein paar Euro einmalig getan (Shutdownmaßnahmen etc. fallen ja nicht dauerhaft an).

    Aber interessant, früher hieß es, jeder ist für sich selbst verantwortlich. Trage doch Maske, wenn du dich schützen willst. Jetzt ist unser Anblick eine Zumutung für einige von euch. Ihr wollt Normalität, indem ihr mich nicht mehr mit Maske sehen wollt, so deute ich deine Aussage. Ich finde das sehr übergriffig. Lass mich doch in Ruhe und wenn ich mich gegen Grippe, Corona etc schützen will, um nicht später an Demenz zu erkranken, frage ich euch nicht um Erlaubnis.

    (Ich kenne übrigens nur hier im Forum so extreme Maskenfeindschaft, in meinem realen Leben gibt es nur einen und der wird tatsächlich (wegen anderer Dinge) schon lange nicht mehr ernst genommen.)

    Komischer Vergleich. Gurt im Auto ist vorgeschrieben. Maske in der Schule schon lange nicht mehr.

    Sind Bauchschmerzen typische Corona-Symptome?

    Bauchschmerzen bei Kindern ja, auch Durchfall (daher leicht mit Magen-Darm zu verwechseln). Sie haben teilweise andere Symptome, wissen leider viele nicht. Daher wird weniger getestet.

    Und ich kenne die Diskussionen bei Einführung der Gurtpflicht.

    Sagen wir mal so, heute würde sie vermutlich nicht mehr umgesetzt werden können. Freiheit und Entscheidung jedes einzelnen, jeder kann sich ja selbst schützen, es ist unnatürlich, haben wir noch nie gemacht und so.

    (Das wurde damals auch alles gesagt. Aber es gab noch keine Querdenker, kein Zusammenschluss im Internet, man demonstrierte gegen AKWs und Folgen des Kalten Krieges.)

    Ich bin seit 28 Jahren im Schuldienst und habe noch nie so viele Krankmeldungen bereits im Oktober oder jetzt im November erlebt. Das kam sonst erst nach Weihnachten (und wir haben im Lehrerzimmer schon spekuliert, wie es dann sein wird). Diese Woche hat eine 5. Klasse freiwillig zur Maske gegriffen, weil ihr die vielen Klassenkameraden, die an diesem Tag vorzeitig mit Bauchweh nach Hause mussten, Sorge bereitet haben. Mein Kollege, der sonst auch keine Maske mehr trägt, besorgte für sich und die Klasse welche, daher weiß ich es.

    Ich selbst bleibe gelassen, schütze mich mit Maske (in solchen Klassen auch mal mit FFP3, normalerweise trage ich FFP2, ich genieße es, seit fast 3 Jahren nicht mehr krank geworden zu sein), ich kann nichts ändern. Schulschließung gibt es sicher nicht mehr, bzgl. Corona lässt sich kaum noch jemand testen, Maske tragen ein paar. Augen zu und durch (und Maske auf).

    Häh? Leute, die nicht in den Schuldienst wollen studieren auf Verdacht auf Lehramt und machen ein Referendariat? Was haben die dann bis Mitte 40 gemacht?

    Damals waren es noch die selben Kurse, die Diplomarbeit konnte als Staatsexamensarbeit (und teilweise auch umgekehrt) angerechnet werden. Manche mussten noch ein paar Kurse im 2. Fach ablegen. Aber Physiker saßen bei uns im Mathegrundstudium, Mathematiker benötigten ein Nebenfach und wählten z. B. Physik. Auch in Chemie und Physik gab es Überschneidungen. Ich habe im gesamten Studium nur einen Kurs speziell für Lehramtler belegt (Physikalische Chemie, etwas einfacher als für die Diplomanden), alles andere war gemeinsam mit Diplomanden.

    Mein promovierter Mathekollege blieb viele Jahre an der Uni. Zum Professor hat es anscheinend nicht gereicht, Mittelbau wollte er irgendwann nicht mehr und kam zu uns, um das Referendariat zu machen. Ein weiterer hat in Physik promoviert, sonst genauso (Referendariat allerdings nicht bei uns, er kam erst danach) . Eine Kollegin war erfolgreich ca. 15 Jahre in einem chemischen Betrieb, bevor sie einige Kurse nachstudierte und bei uns das Referendariat ablegte und blieb. Einer war eine zeitlang im Ausland, bevor er hier sesshaft werden wollte. Alle haben erst spät das Referendariat abgelegt und blieben dann im Schuldienst.

    Da fällt mir einer ein, der das Referendariat abbrach und zurück zur Uni ging, um zu habilitieren (muss mal nachfragen, ob er es geschafft hat).

    Bei den anderen weiß ich es nicht genau, was sie in der Zwischenzeit gemacht haben.

    Offensichtlich ist das so. Sonst hätte ja nicht die Hälfte meiner Kolleginnen und Kollegen eben keinen Doktortitel. Bei 60000 CHF Jahresbrutto an der Uni gegen 980000 CHF Jahresbrutto Einstiegsgehalt im Baselland ist's jetzt auch nicht so wahnsinnig schwer zu verstehen, warum sich jemand dagegen entscheidet, wenn er eh weiss, wer will an die Schule. Immerhin sind mir 3 Erfahrungsstufen angerechnet worden, aber das kompensiert den Gehaltsunterschuld auch längst nicht.

    Wozu auch. Mathematiker bekommen immer nen Job mit fettem Gehalt, Chemiker und Biologen ohne Doktortitel stossen sehr schnell an die gläserne Decke. Dann macht man's halt, für alle Eventualitäten.

    Eben. Seiteneinsteiger. Bin ich ja nicht. Von der Sorte haben wir in beiden meinen Fachschaften genau einen.

    Bei uns haben alle ein reguläres Referendariat mit 2 Fächern gemacht. Seiteneinsteiger gibt es bei uns nicht. Dem Rest stimme ich zu. Meine Mathestudienfreundin schrieb genau 2 Bewerbungen, erhielt 2 Zusagen, konnte ihre Wünsche komplett umsetzen, erhielt sofort ein doppelt so hohes Gehalt und das Mitte der 90er Jahre, als es die große Lehrerschwemme gab.

    Ich war vom Angebot damals geschmeichelt, mir bereitete die Arbeit in diesem Labor auch Freude, ich habe ernsthaft nachgedacht. Aber schließlich siegte die Vernunft und ich habe es nicht bereut.

    (Nur einmal kurz vor 3 Jahren als eine Mutter einer Schülerin mich in ein sehr bedeutendes Labor in der Nähe einlud. Aber ob ich da je gelandet wäre? Sehr unwahrscheinlich.)

    Eben. Gelegentlich. Es ist nicht der "Standard-Weg". Im Masterstudium Chemie hängt aber die ganz grosse Mehrheit die Promotion an. Meine nicht-promovierten Chemie-Kollegen an der Schule sind einfach die schnell Entschlossenen. Wer im Studium schon weiss, dass er an die Schule will, geht allein schon aus finanziellen Gründen direkt nach dem Master.

    So war es bei mir. Ich habe ein Angebot meines Professors, bei dem ich meine 1. Staatsexamensarbeit geschrieben habe, abgelehnt, weil ich Lehrer werden und 3 - 5 Jahre zusätzlich nicht investieren wollte. Ich wollte (und musste auch) endlich richtig Geld verdienen (damals gab es ca. 1500 DM als Doktorand, 2000 als Referendar und ca. 3000 direkt danach). Meine Kommilitonen in Chemie haben alle promoviert, in Mathe nur sehr wenige.

    Bei uns an der Schule haben aber einige Kollegen promoviert. Fast alle von ihnen wollten ursprünglich nicht Lehrer werden, kamen oft erst mit Mitte 40 in den Schuldienst.

    2 Kolleginnen haben während ihrer Lehrtätigkeit promoviert (sie haben dazu vorübergehend ihr Deputat reduziert).

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