Beiträge von Kris24

    Du tust ja so als hätte Corona eine ganze Generation bereits ausgerottet. Keine Sorge, es sind noch jede Menge 80- und 90-jähriger übrig. Signifikante Übersterblichkeit gibt es auch immer noch nur bei denen. Meine Prognose: Die zu erwartende Sterblichkeit wird demnächst einfach den neuen Gegebenheiten angepasst.

    Das habe ich nicht geschrieben. Aber bei uns war in diesem Jahr die Übersterblichkeit höher als 2018-2021 und nicht niedriger wie du schriebst.

    (Aber ich möchte nicht über unsere verschiedenen Meinungen dazu diskutieren, ich habe noch frühere zu stark in Erinnerung. Ich ziehe mich also zurück. )

    Unsere Wagen stehen im Vorbereitungsraum, zu dem nur wie Chemiekollegen Zutritt haben (und teilweise SL, Hausmeister, eine eingewiesene Reinigungskraft, die allerdings meistens den Raum wg. Überschreiten der Arbeitszeit meidet :( (ich fordere sich manchmal ausdrücklich an, wenn der Mülleimer 2 Wochen nicht geleert wurde). Schüler nie (und darauf achten inzwischen alle).

    Sonst würde ich auch nicht am Vortag vorbereiten (erlaubt sind 24 Stunden früher, Bereitstellung).

    Wie kommst du denn darauf? Unsere Gesellschaft ist derart überaltert, dass in der Gruppe noch längstens genug übrig zum Sterben sind. Und die Sterblichkeit ist erheblich kleiner als letztes Jahr um die gleiche Zeit.

    Im Oktober war bei uns die Übersterblichkeit in Deutschland lt. Presse so hoch wie lange nicht (ich habe nicht nachgeprüft). Neuere Daten habe ich nicht.

    Die Behauptung mit (nur kurzfristiger) Übersterblichkeit stammt nicht von mir, sondern wurde im Frühjahr 20 von bestimmter Seite verkündet.

    Fachfremde Kollegen in einer Chemiesammlung sind aber immer eine Gefahr. ;)

    (Aus Erfahrung, Deutschkollegen z. B. vergessen die Tür hinter sich zuziehen, sodass jeder jederzeit hinein kommt. Sie schalten den Strom und damit das Notaus ein und mindestens einmal wurde statt dem Tafellichtschalter der daneben liegende Gasschalter zusätzlich eingeschaltet, wenn dann noch ein Schüler gelangweilt an seinem Ventil dreht...

    Auch steht nicht immer alles in Schränken, am Vortag bereite ich meinen Unterricht vor. Dann steht auch die konzentrierte Schwefelsäure auf meinem Wagen (nur Chemikalien aus dem Giftschrank hole ich erst am Anfang der Unterrichts heraus).

    Manche Schüler werden magisch von Chemikalien wie Magnesium, aber auch Schwefelsäure angezogen, um die Versuche (und andere aus dem Netz) nachzumachen. Wenn etwas passiert, wer ist schuld?

    Und leider "leihen" auch Kollegen Gegenstände wie Kerzen, Wasserkocher, Herdplatten, Bechergläser (da kommen z. B. die Kerzen hinein, und werden mit Wachs verschmiert zurück gebracht), Putzzeug, Werkzeug (wir haben einen gut bestückten Werkzeugkasten), Aceton, Brennspiritus usw. aus. Man staunt, wie viel für Entfernung einer Schmieerei benötigt wird (Farbe des Stuhls etc. wird gleich mitentfernt). Auch unsere alten Tafeln mochten es nicht. Es war aber niemand (manche Kollegen sind manchmal wie manche Schüler).

    Nach diesen Vorfällen ist bei uns strikte Trennung der Schlüssel und Zugang nur für Fachkundige (so steht es im Gesetz) (und ich bin froh, dass ich nicht ständig mehr kontrollieren muss).

    Jetzt stellt sich mir die Frage, was bringt mehr Sicherheit? Ein Brand, bei dem genau diese Tür benötigt wird und der Raum nicht durch Chemieunterricht belegt ist (kommt bei uns sehr selten vor) oder häufig offen stehende Tür mit allen oben genannten Problemen. Übrigens hat unser alter Chemieraum zwar zwei Türen, die aber direkt nebeneinander liegen (also kein 2. Fluchtweg aus dem Raum). Aber auch das ist in Ordnung, es gibt Bestandschutz (ich hatte eine 2. Tür am anderen Ende vorgeschlagen).

    Unsere Feuerlöscher hängen auf jeden Fall höher, ich schätze Unterkante mindestens 130 cm, Griff/Befestigung deutlich über meinem Kopf (und so winzig bin ich nicht). Griffhöhe 80 - 120 cm wäre perfekt.

    Mir wurde allerdings gesagt, dass dies für Schulen nicht vorgeschrieben sei. Ich bekam auch irgendeinen Paragraphen gezeigt, weiß nicht mehr welcher. Bei uns hängen überall Feuerlöscher, aber wenn ich erst einen 2 m großen Schüler suchen muss, ist der Brand zu groß (wozu hängen sie dann).

    Leider werden Feuerlöscher bei uns immer wieder missbraucht, manchmal sind es eigene Schüler (oft auf Mottoparties), manchmal Schulfremde (Innenstadtlage). Die Höhe, um dies zu verhindern, reicht also dafür nicht.

    Man schaue nach China und sei einfach dankbar dafür, dass sich der Mut zur "moderaten Durchseuchung" durchgesetzt hat!

    Und es nun Weihnachten, Sylvester und Skiurlaub wieder ohne Maske gibt!

    Das Problem in China ist der fehlende wirksame Impfstoff. Es wurde nur der einheimische (ineffiziente) verwendet und vor allem junge mobile geimpft. Die Alten sind kaum geimpft (und Omikron ist für alte Ungeimpfte auch problematisch). Dank Zensur werden die Folgen kaum bekannt. (Journalisten werden aktuell z. B. daran gehindert, die Schlangen an Leichenwagen vor den Krematorien oder die wartenden vor den Krankenhäusern zu filmen.) Allerdings hatte China jetzt kaum eine Wahl, die Zahlen sind dank besonders ansteckender Omikron-Variante vor Ort bereits vor Aufhebung der Maßnahmen explodiert (angeblich 2 - 3mal so ansteckend wie unsere). Es ließ sich nicht länger verheimlichen. Jetzt kann die Partei die Schuld den Demonstranten in die Schuhe schieben (für geschätzte 1 (Staat) bis 10 (andere) Millionen Tote im kommenden Monat) und die Demokratiebewegung für Jahre schwächen (wenn die eigenen Eltern jämmerlich vorzeitig sterben, braucht es für viele einen Schuldigen).

    Weltweit besteht das Problem, dass bei so vielen Infizierten neue Varianten entstehen werden (und natürlich können sie auch gefährlicher sein).

    Übrigens auch jetzt haben wir immer noch Übersterblichkeit. Wenn nur die alten, die sowieso in den nächsten Monaten sterben würden (wie oft behauptet), müsste jetzt doch lange Untersterblichkeit (gibt es das?) sein.

    Dafür (Impfstoff, Pressefreiheit) bin ich dankbar und das unser Nationalstolz nicht wirksame Impfstoffe ablehnte (mal von ein paar, die den von Moderna nur deswegen ablehnten).

    Ich bin sicher Antimon , dass in der Chemie weder Hitze- noch Rauchmelder sind. Woanders? Ich habe nichts gesehen, aber auch nicht darauf geachtet. Dass die Feuerlöscher in der Chemie erreichbar hängen, habe ich durchgesetzt.

    Feuerlöscher, an die niemand dran kommt, finde ich völlig daneben. (Und zumindest einige Kollegen, darunter alle Chemiekollegen, können damit umgehen. Und in der halbjährlichen Sicherheitsbelehrung lernen es auch unsere Schüler (bzw. wiederholen es, wir haben dazu extra "Übungsfeuerlöscher").)

    Es gibt echt Schulen ohne Rauchmelder?!

    Ich habe sicherheitshalber gerade bei "sichere Schule" nachgesehen. Anscheinend besteht die Pflicht erst bei Versammlungsräumen ab 1000 qm (Aula etc.).

    Ich werde dem nach den Ferien bei uns nachgehen, habe aber, wenn keine Pflicht besteht, wenig Hoffnung. (Bei uns hängen die Feuerlöscher so hoch, dass ich nicht dran komme. Auf meine Bitte dies zu ändern, wurde mir von der Verantwortlichen der Stadt mitgeteilt (und schriftlich gezeigt), dass dies in Schulen zulässig sei, damit die Schüler nicht dran kommen. Sehr sinnvoll ...:traenen: )

    Also auch in Hamburg nicht untersagt.

    Versteh mich nicht falsch: natürlich ist Brandschutz wichtig. Es lässt sich aber mit wenig Aufwand ein vernünftiges Sicherheitsniveau herstellen und untersagt sind Schulübernachtungen auch nicht.

    Bei unserer örtlichen Grundschule wird bei solchen Events bspw. in der Turnhalle übernachtet. Die ist ebenerdig und hat über die gesamte Gebäudebreite leicht zu öffnende Türen. Vorher werden die Schüler (und die zur Aufsicht anwesenden Eltern) von der örtlichen freiwilligen Feuerwehr zum Verhalten im Brandfall geschult (finden die Kinder zudem super, dass die Feuerwehr in "voller Montur" in die Schule kommt). Die Übernachtung wird noch an die Feuerwehr gemeldet damit die im Notfall weiß, dass nicht nur zu löschen ist, sondern unter Umständen auch Menschen zu retten sind.

    Es gibt Anwesenheitslisten, Rauchen, Alkohol und offenes Feuer sind in den Schulgebäuden so oder so untersagt (darauf wird in der Schulung aber natürlich nochmal hingewiesen).

    Vom Brandschutzaspekt her hat sich hier noch niemand über solche Aktionen beschwert. Weder die Feuerwehr, noch Eltern, die selbst in der frewilligen Feuerwehr sind noch andere Eltern.

    Dann tut ihr einiges im Vorfeld. Ich gehe davon aus, die meisten nicht (zumindest wenn ich an meine Schule denken). Wir sagen höchstens der Polizei Bescheid, nachdem sie mehrfach wegen gemeldeten Einbruch anrückte.

    Allerdings wenn alle schlafen sollten, wird es im Fall der Fälle nicht reichen. Leider "schlafen" unsere Sinne außer dem Gehör auch weitgehend (deshalb sind Rauchmelder so wichtig). Hatte man vor 70 Jahren noch durchschnittlich 15 Minuten Zeit nach Ausbruch eines Brandes aus einer Wohnung zu fliehen (und der Nachbar Zeit zu warnen), sind es heute 2 Minuten (den vielen Kunststoffen sei dank).

    Ich bin Super112 auf jeden Fall dankbar, uns zu warnen. Ich selbst bin Zeuge eines kleinen Unfalls im Chemieunterricht eines Kollegen geworden, von deutschlandweiten Presseartikeln über Polizei und Staatsanwaltschaft war alles dabei (und das ohne Personenschaden), wir waren alle überrascht. Lasse einmal ein kleines Kind zündeln. Gerade kleine Kinder versuchen es erst zu vertuschen, weil sie ein schlechtes Gewissen haben (zuhause verstecken sie sich oft und werden von verzweifelten Eltern nicht gleich gefunden).

    Ich werde in Zukunft auf Rauchmelder (und wenn ich eigene mitbringen muss) bestehen oder wach bleiben. Unsere Turnhalle hätte übrigens nur einen Fluchtweg, wir übernachten allerdings in nebeneinander liegenden Klassenzimmern mit 2 Fluchtwegen.

    und dann nie wieder?
    Mensch habt ihr gute Schüler*innen, wenn sie es sofort kapieren.
    Dann freue ich mich auf die Rückkehr in die Schule, denn die aktuellen Studis können echt wenig (ich habe just vor 2 Wochen eine Anleitung geschrieben, wie man ein Dokument digital unterschreibt, ohne ein Foto vom Ausdruck, vom Bildschirm oder was auch immer zu machen... (und ich meinte KEINE digitale Verschlüsselung sondern eine Unterschrift mit Stift oder .png

    Es geht nur um Grundlagen (ich habe alle Pläne oben verlinkt).

    Dann müssen es alle Fächer übernehmen (z. B. muss jeder Schüler ab Klasse 7 jedes Jahr eine GFS (gleichwertige Feststellung von Schülerleustungen, meist Präsentation) halten). Dazu kommen je nach Fach Haus- und Facharbeiten

    Kris24

    Also MgO mit einer Elektronenpaarbindung zu "bestücken" wäre in NRW bei der Prüfung wohl ein KO Kriterium. Das irritiert mich jetzt schon🤷

    Mit Doppelbindung -

    bei uns auch. (Und leider bleibt es bei Schülern so gut hängen.)

    Deshalb schrieb ich fachlich grobe Fehler (und erkläre es mit der anderen Ausbildung).

    (Die Kollegin wollte die Formel erklären.)

    In Baden-Württemberg steht Informatik auch im Bildungsplan.

    https://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/LS/BP2016BW/ALLG/GYM/INF7

    In Klasse 5 gibt es etwas kennenlernen vom Computer (inkl. Gefahren).

    https://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/LS/BP2016BW/ALLG/SEK1/BMB

    Wir haben an einigen Schulen IMP (Informatik, Mathe und Physik) als Hauptfach statt 3. Fremdsprache und Basiskurse (heißen anderswo Grundkurse) in der Kursstufe.

    https://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/LS/BP2016BW/ALLG/GYM/IMP

    https://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/LS/BP2016BW/ALLG/GYM/INFWFO

    Wir haben 2 Kollegen mit Zusatzausbildung und andere, die es regelmäßig in Klasse 5 bzw. 7 unterrichten (ich auch).

    Ich habe lange überlegt, ob ich nochmals versuche, klar zu machen, um was es mir ging. Ich gehe nicht davon aus, dass es nur Einzelfälle bei fossi und mir waren.

    Mir ging es nicht um das schlechtmachen von Realschulkollegen, was mir Quittengelee vorwarf. Ich nannte nur Beispiele (es gab viele weitere Fehler z. B. eingezeichnete Elektronenpaarbindungen bei Salzen wie Natriumchlorid und Magnesiumoxid (sah ich an der Tafel von einer anderen Realschulkollegin). Anfang des Jahrtausend war Realschule in Baden-Württemberg auch noch keine Resteschule, deshalb chemikus stimmen deine Argumente für uns nicht (über 30 Schüler habe ich auch (damals gab es kurzfristig keinen Klassenteiler, Folge 34 Schüler in einer 6. Klasse Mathe Bruchrechnung und sogar 36 Schüler in einer 9. Klasse Chemie).)

    Ich nannte diese Beispiele, um zu begründen, dass die Lehrerausbildung in Baden-Württemberg sehr verschieden verlief (CDL schrieb hier einmal, dass dies sich inzwischen etwas geändert hat, es gibt Kooperation von Uni und PH, vor 20, 30 Jahren nicht).

    Während Gymnasiallehrerausbildung damals komplett an der Uni stattfand, alle Kurse zusammen mit Diplomanden besucht wurden und ich dieselben Klausuren schreiben musste (mir wurde wenig erlassen, z. B. Biochemie I, aber Fortsetzung Biochemie II musste mit Klausur bestanden werden, Mathe für Chemiker weil ich Mathe Vordiplom hatte, in Mathe das Nebenfach (ich hätte aber Chemie anrechnen lassen können) und natürlich eine Staatsexamensarbeit (ich schrieb sie nur in Chemie ebenfalls 6 Monate, hätte sie als Diplomarbeit anerkennen lassen können, in Mathe also nicht), fanden alle anderen Lehrerausbildungen an der Pädagogische Hochschule statt. Während ich inklusiv Prüfungen und Staatsexamensarbeit 12 Semester (8 + 4 Semester Prüfungen, ich erhielt bis zum Schluss Bafög) für 2 Fächer studieren musste, dauerte es an der PH im Regelfall 6 Semester für 3 Fächer.

    Während ich vor dem Referendariat nichts pädagogisches gehört habe, war dies an der PH natürlich anders (noch weniger Zeit für die Fächer).

    Die Ausbildung war also völlig verschieden. Bei uns ging es bis zum Schluss fast nur um das Fachliche, an der PH eben nicht. Und deshalb passieren eben auch grobe fachliche Fehler bei Realschulkollegen.

    (Vor einigen Jahren wurde einmal schulübergreifend eine Fortbildung in Chemie an einer Realschule angeboten, ich wurde ein paar Male gebeten, Chemiesammlungsleiter von Real- und Gemeinschaftsschule zu beraten, immer wieder sehe ich wie dürftig diese Räume ausgestattet sind (z. B. ein einziger Raum für alle Naturwissenschaften, kein Gasanschluss o.ä. nur Herdplatten). Chemie hat einen anderen Stellenwert, es geht nicht um Vorbereitungen für das Studium (Naturwissenschaften, Medizin) .)

    Ich möchte daher auf keinen Fall den Schultyp wechseln, ich bin schon nicht glücklich, wenn ein Jahr kein Chemie LK zustande kommt. Da blühe ich wirklich auf und meine Schüler wünschen sich mich, was mich richtig freut (und weshalb ich seit vielen Jahren immer darf). Ich bin aber auch nicht pädagogisch ausgebildet, die 2 Stunden Päpsy ein Jahr im Referendariat mit einer wenig zählenden mündlichen Prüfung am Schluss sind zu wenig im Vergleich zu Realschulkollegen.

    Gab es damals nicht noch die Regelbeförderung?

    (Die es teilweise immer noch gibt?)

    Ist das der hier: :tanz: ?

    :party:

    Regelbeförderung gibt es, soviel ich weiß, nur noch in Bayern. Auch wenn du es immer wieder schreibst... (und dich auf Baden-Württemberg beziehst)

    In Baden-Württemberg gibt es seit Jahren keine Stellen mehr im Treppchenmodell (vor 5 Jahren gab es für ganz Baden-Württemberg noch 90 Stellen (für RP Freiburg davon 12), in den letzten mindestens 2 Jahren 0, wurde gerade wieder für das nächste Jahr 0 angekündigt). Auch Ausschreibung (mit Aufgaben) gibt es immer weniger. Meine Schule durfte vor 4 Jahren zum letzten Mal eine Stelle ausschreiben. Bei den Schulen in der Nachbarschaft sieht es genauso aus.

    Und mit 35 Jahren gab es nie Regelbeförderung (zu meiner Zeit im Referendariat vor knapp 30 Jahren waren es noch bei Note 1 13 Jahre warten nach Beförderung zum Studienrat (also 16 - 20 Jahre nach Beginn, und mit 19 Jahren begann niemand mit dem Referendariat), bei Note 1,5 kamen noch einmal 5 Jahre dazu. Früher hieß es warten oder lebenslange zusätzliche Aufgabe, heute gibt es nur noch eine sehr selten gewordene Ausschreibung mit Aufgabe für 5 Jahre.


    Für die allermeisten Ü50 gibt es (auch in unserem Bundesland) am Gymnasium keine reelle Chance auf A14 (Ausnahme, ihre Schule liegt in einem Gebiet, in das keine Kollegen ziehen wollen, da gehen die letzten Stellen für Ausschreibung hin). Ich unterrichte in einem beliebten Gebiet.

    (Ich habe vor Jahren eine der letzten Stellen im Treppchenmodell erhalten (es reichte nicht, eine 1 zu haben. Zusätzlich notwendig waren fast alle Kreuze in D (B durchschnittlich ausgeprägt, A unterdurchschnittlich, C überdurchschnittlich, D herausragend) und auf keinen Fall A oder B).)

    1) nicht jede*r ist ein Überflieger, ich glaube, wir sind uns einig, dass du über bestimmte Fähigkeiten verfügst, die dir einiges ermöglichen, die die Allgemeinheit nicht hat ;)

    2) die besten Partys, aber vielleicht nicht unbedingt 3 Tage in der Woche in der Kneipe abends, nachdem der Nachmittag auf der Wiese war. Irgendwann müssen die Laborpraktika gemacht werden (während der Semesterferien, während der Germanist gefühlt um 11 aufsteht und ein bisschen an einer Arbeit rumkritzelt), die Mathezettel gerechnet werden (jede Woche, während die NIcht-NaWis alles bis Ende des Semesters schieben...)

    Es ist vermutlich verallgemeinernd, aber ich habe im Studium viel Hochschulpolitik gemacht und die sehr wenigen NaWis waren in dem aktivsten Jahr raus (aus dem Studium), weil man nicht unbedingt "nebenbei" zwischen Theo1 und Algebra 3 ein Finanzreferat schmeißt. Und da muss ich sagen, es ging bei mir problemlos, mich wellenartig einzustellen.

    Und die zweite Verallgemeinerung ist die Beobachtung eines Familienmitglieds, das 5 Jahre lang nur Chemie studieren wollte, im ersten Semester sich aber nicht genug auf dem Popo gesetzt hat, viel mit "das werde ich nie können" (aber vll gibt es ein Wunder) ausgeharrt hat, immer genervt war, dass Übungszettel gerechnet werden müssen, während andere aus dem Zweitfach (es ist bei Lehramt nunmal sehr bitter) einfach irgendwelche Spiele machten. Und wenn sie doch zu diesen Aktivitäten gegangen ist ("man will ja ein Studileben!"), dann nicht nachgeholt hat und Probleme bekommen hat.
    Aus der Startklique von ca. 8-10 Menschen studieren noch 2 Chemie. Der Rest hat zwischen dem 1. und 3. Semester aufgegeben. Wahlweise nach der ersten vermasselten Klausur, beim ersten Laborpraktikum oder zwischendurch.

    Aus der Beratung sehe ich viele "Fachwechsler*innen" und unglaublich viele Germanisten, Erziehungswissenschaftler oder Anglisten sind "ehemalige" Naturwissenschaftler nach 2 Semestern. Das wird wohl nicht bei Allen an "nur" einer Liebe für das neue Fach liegen.

    Wir konnten beides. Aber du hast recht, wir (Chemiker an meiner Uni, über andere kann ich nicht reden) feierten nicht durch. Wenn wir uns mehrfach in der Woche abends in der Kneipe trafen, feierte man nicht die Nacht durch. Allerdings waren um 9 Uhr Labor und Vorlesungen eindeutig voller als um 8 Uhr. 😉 (Aber es ging tatsächlich vor 10 Uhr los.)

    Bei uns mussten auch sehr viele aufhören, in Chemie lag es (vor allem) an den zunehmend weniger werdenden Laborplätzen (1. Semester 158 Plätze, viele doppelt belegt; im 3. Semester 48 Plätze, Doppelbelegung nicht mehr möglich, im 5. Semester waren es ca. 30). Mit verpflichtenden Tests wurde vom 1. Semester gesiebt.

    In Mathe hörten viele auf, weil sie falsche Vorstellungen vom Fach hatten.

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