Allein damit sollte dir klar sein, wie groß dieses Risiko wirklich ist. Also solange mein Gehirn nicht zerstört ist, kann ich als Lehrkraft arbeiten.
Klar es kann und wird im Laufe eines Lebens immer etwas passieren. 90€ pro Monat sind dann 32k€ über 30 Jahre, die man an die Versicherung verschwendet hat. Es ist halt die deutsche Mentalität, dass es eine solche Versicherungen überhaupt gibt und das ist ja auch in Ordnung. Es ist aber keine Pflichtversicherung und ich würde eine DU auch nicht als Essenziell bezeichnen, dafür ist das Risiko einfach viel zu gering.
Anfangs zahlte ich ca. 50 DM für knapp 2000 DM (so groß war damals meine Lücke). Und die meisten geben Geld auch mal sinnlos aus, das Geld tat mir als Gesunder nie weh. Ich wollte aber immer unabhängig bleiben, nie auf Sozialhilfe bzw. Hartz IV angewiesen sein. Ich zahle auch deshalb so wenig im Vergleich zu anderen, weil ich sehr jung und gesund angefangen habe. Erst in den letzten Jahren stiegen die Beiträge deutlich (liegt vor allem am Niedrigzins). Essenziell hat nichts mit Prozentsatz zu tun (dann wäre die oben genannte Handyversicherung oder eine Fahrradversicherung vielleicht wichtiger), es hat damit zu tun, dass ich beim Eintritt dieses Ereignisses den Schaden nicht beheben kann. Ein Handy ist mit genug Geld leicht ersetzt, im Notfall kann ich gut darauf verzichten. Von 4500 netto auf 1300 (oder vielleicht etwas mehr), auf Hilfe anderer angewiesen zu sein, spätestens dann würde ich depressiv.
Dein 2. Satz ist absolut falsch. Bei allen zwangspensionierten Kollegen funktionierte das Gehirn und das machte alles dramatischer. Aber sie dachten vorher wie du und hatten sich nicht entsprechend versichert.
Genau das. Und wenn ich so fertig mit der Welt bin, dass man mich nicht mehr mit dem Rollstuhl in die Klasse fahren kann, dann ist mir der Rest auch egal.
Daran merkt man, dass du sehr jung und gesund bist. Ich hatte Kollegen, die zwangspensioniert wurden und durch Verlust des Hauses zerbrochen sind. (Ein Kollege, den ich sehr mochte, habe ich eine Weile unterstützt, indem ich 2 seiner Stunden (eine Klasse) unbezahlt übernommen habe. Aber trotz Hilfe von mehreren Kollegen (teilweise wurden 12 Stunden schulintern übernommen) wurde auch er (nach Jahren, aber zu früh) zwangspensioniert.
Ich hatte wie geschrieben, Krebs (anfangs sah es übel aus, mir wurde 6 Monate gesagt). Nach 1. Schock (und fast einem Suizid) kämpfte ich um mein Leben. In so einem Moment möchte ich nicht noch mein Zuhause verlieren. Als Gesunder tun mir 90 Euro (seit Februar, davor waren es 87, vor 3 Jahren noch 80 Euro) nicht weh. Und eine solche Versicherung kann man bezahlbar nur mit Mitte 20 und gesund abschließen (denn ja, s3g4, auch die Versicherungen rechnen, sie verlangen aber auch nicht viel zu viel, sonst gehen alle zur Konkurrenz).
Mir persönlich ist z. B. die Hausratversicherung nicht so wichtig. Das lässt sich beheben. Eine Risikoversicherung benötige ich nicht. Das muss jeder selbst überlegen.