Beiträge von Kris24

    Da habe ich auch noch 'ne nette Anekdote: Ich hätte im Ref. an einem Tag, wo heftiger Eisregen war, einen Unterrichtsbesuch gehabt; der Unterricht fiel aus, wie ich aus dem Radio mitbekam. Ich habe mich trotzdem mühevoll (teilweise an Zäunen und Fensterbänken von Häusern, die direkt am Fußweg standen, festhaltend) zur nächsten Bushaltestelle gequält. Stand dort erstmal eine Zeitlang im Kalten, weil alle Busse massiv Verspätung hatten; der Busfahrer sagte mir dann, dass der ÖPNV innerhalb der nächsten Stunde eingestellt würde. Egal, ich wollte trotzdem "sicherheitshalber" zur Schule! Dort traf - mit einiger Verspätung - auch mein Fachleiter ein (der wohnte im selben Stadtteil, in dem die Schule lag); er hatte schon versucht, mich telefonisch zu kontaktieren, aber da war ich schon unterwegs, und meine Handynummer hatte er nicht. Ende vom Lied: Der Unterrichtsbesuch ist natürlich ausgefallen, denn SuS waren null anwesend (und von den KuK nur zwei weitere aus der erweiterten SL). Und mein Fachleiter hat mich - nachdem wir einen neuen Termin für den UB ausgemacht hatten - freundlicherweise nach Hause gefahren, weil ja keine Busse mehr fuhren ;) .

    Bei mir fand die Lehrprobe statt, allerdings erst ca. 30 Minuten später, weil erst dann 15 Schülerinnen und Schüler von ca. 30 da waren. 15 waren vorgeschrieben, daher weiß ich diese Zahl noch genau.

    Prüfer, Seminarleiter (beide mussten ca. 100 km im Schwarzwald fahren) und ich waren pünktlich.

    Ich wundere mich, bei mir ist tatsächlich noch nie Unterricht wegen Schnee oder Glatteis ausgefallen, weder im Schwarzwald noch auf der Schwäbischen Alb.

    Ich wette eine Pausenaufsicht, dass keiner von euch jemals im Schulort übernachten würde, um morgens als erster da zu sein.

    Habe ich wie geschrieben. Und ich kenne noch andere. Allerdings nicht, um erste zu sein. Pünktlich und ohne Unfall reicht.

    Und Zauberwald schrieb es auch. Unterstellst du uns Lügen?

    Ich habe übrigens bereits früher hier im Forum darüber geschrieben.

    Kann man, muss man aber nicht. Dass du in der Schule übernachtest, das kann keiner von dir verlangen.

    Dass du am nächsten Tag alles versuchen musst, in die Schule zu kommen, das schon.

    Ja, muss man nicht. Aber ich bin nicht so unverschämt zu verlangen, dass wohnortnahe für mich die Knochen brechen sollen.

    Ich wohnte damals 20 km entfernt auf einem Hügel mit kurvenreicher Straße mit bis zu 19 % iger Steigung rauf und runter. Selbstverständlich bin ich nicht zuhause geblieben, unsere Schülerinnen und Schüler übrigens auch nicht.

    Der Parkplatz an unsrer Schule war auch am 3. Tag noch nicht geräumt, ich durfte mehrere Kollegen morgens schon anschieben, die sich festgefahren hatten (ich komme mit Schnee zurecht, ich kam gut in die Parkbuchten morgens).

    Im Ref war ich mal an einem Schneetag auch bis ca. 10 Uhr die einzige in meiner Schule, weil alle andren weiter weg gewohnt haben. Kamen auch wenige Kinder damals ;)

    Bei uns waren 1994/5 im Schwarzwald und Anfang der 2000er auf der Schwäbischen Alb bei teilweise meterhohem Schnee alle da, man startete halt morgens um 5 Uhr.

    Ich hatte keine Garage und musste erst mein Auto ausgraben, einmal schaufelte ich vergebens, ich hatte vergessen, dass ich mein Auto auf der anderen Seite geparkt habe.

    Solche Schneemassen sind selten geworden.

    Noch einmal, ich bin bereit, meinen Dienst zu tun, aber sicher nicht häufiger als andere, die weiter weg wohnen und ganz sicher nicht, weil sie sich nicht trauen und auch nicht vor Ort übernachten wollen. Heute kommen Unwetterwarnungen früh genug. Mich hat eure Selbstverständlichkeit getriggert und abgestoßen.

    Bei uns werden nur die nahewohnenden Kollegen zur Notbetreuung herangezogen. Im Gegenzug machen die halt mal wann anders was andres.

    Schriebst du.

    Die wohnortnahen werden nicht gefragt, ob sie auch Bedenken haben, sich ernsthaft zu verletzen, während die anderen sich noch einmal im Bett umdrehen? Sie werden ja herangezogen, nicht gebeten oder gar neutral gefragt.

    Sollen doch die sich ihre Knochen brechen.

    Was leistet ihr im Tausch? Jede Woche eine zusätzliche Pausenvertretung? Ich würde auf diesen Tausch übrigens nicht eingehen, meine Gesundheit ist mir wichtiger. Also selbst wenn du mir anbieten würdest, du würdest bis zum Schuljahresende alle Pausenaufsichten für mich übernehmen, würde ich ablehnen, wenn ich bereits zu Hause wäre. Ich bin übrigens am nächsten Tag mit dem Auto gefahren, sicherer als zu Fuß. Die Straßen werden geräumt, die Gehwege selten, da Privatleute verantwortlich sind.

    Ich kenne halt dieses Geschwätz von der extra Aufgabe, normalerweise nicht der Rede wert, wenn überhaupt nach dem Glatteis daran gedacht wird.

    Und was mich interessieren würde, woher wussten die anderen, die zur 1. Stunde Unterricht gehabt hätten, dass 4 Kollegen für 3 Kinder da sind oder haben bei euch nur 4 Kollegen zur 1. Unterricht? Blieben die anderen einfach zuhause, weil die dummen vorortwohnenden es sowieso immer übernehmen?

    Ich habe mein Referendariat im Schwarzwald geleistet bei meterhohem Schnee, Ski zur Schule war ca. 1 Monat lang üblich von allen, die nahe genug wohnten, meine 2. Schule lag auf der Schwäbischen Alb, damals auch noch mit reichlich Schnee. Ich wohnte außerhalb mit kurvenreicher Straße mit 19 % iger Steigung, ich weiß wovon ich schreibe.

    Aber für die/den TE und dir ist es selbstverständlich, dass nur wohnortnahe kommen.

    Bei uns war dieses Schuljahr 2 Tage schneefrei, das war's. Letztes Jahr gar nicht. Es ist also extrem selten. Und es waren dann 4 Kollegen und 3 Schüler vor Ort. Gezwungen wurde keiner zu kommen. Aber wer konnte, sollte. Bis es dann hieß: Es sind nur 3 Kinder da. Muss keiner mehr kommen.

    Und das war vorher bekannt, dass 4 Kolleginnen kommen bei nur 3 Kindern? Wer weiter weg wohnt oder auch nur läuft wie ich, muss ja vorher wissen, ob er los muss. Oder haben die einen gehofft, dass die anderen vor Ort es schon richten werden? Und wenn ich nicht gehe, was dann, ich kann ja nicht zuhause warten, ob genug andere kommen. Ich fände dann Alter wichtiger als Wohnort, an dem kann ich nichts ändern und ein Bruch verheilt langsamer.

    Ich würde das genau einmal mit mir machen lassen und dann schleunigst versuchen etwas zu ändern. Falls die anderen nicht einsichtig sind, würde ich die Schule wechseln wollen bei einem so ichbezogenen Kollegium.

    Noch einmal, bei Unwetterwarnung kann man in der Schule übernachten. Ich fände ein Plan gerecht, bei dem alle nacheinander dran sind und nicht einige sich aus privaten Gründen verabschieden. Bei nur wenigen Tagen käme man nur alle paar Jahre dran.

    Ich bin übrigens vorher gependelt, habe einmal spontan in der Schule übernachtet, weil ich wusste, es wird am nächsten Morgen extrem.

    Und nein, wir hatten keine Betten, ich habe auf dem Boden im Chemieraum übernachtet.

    Ich meine mit meiner Frage eine Extremsituation: Also wenn der deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung herausgibt, die gewisse Risiken und Gefahren bei Autofahrten voraussagt.

    Kann eine Lehrkraft dann gewzungen werden, sich dem Risiko aussetzen zu müssen?

    Und diese Risiken gibt es beim Laufen zur Schule nicht? Ich wiederhole, 3 Stürze, ich bin nicht mehr die jüngste, die Straße war geräumt, der Gehweg nicht.

    Bei uns werden nur die nahewohnenden Kollegen zur Notbetreuung herangezogen. Im Gegenzug machen die halt mal wann anders was andres.

    Da würde ich mich wehren, ich bin vor kurzem auf einem Kilometer Schulweg dreimal gestürzt.

    Wenn alle vor Ort freiwillig damit einverstanden sind, in Ordnung, ich wäre es nicht. Da müsste die sonstige Entlastung schon extrem sein, deutlich mehr als nur Zeit.

    Bei uns gibt es Tauschgeschäfte, ich wäre bei Glatteis aber nicht bereit, habe mir schon einmal das Handgelenk bei Glatteis gebrochen. Wohnort ist Privatsache.

    (Bei uns wohnen die allermeisten entfernt, wir wenigen vor Ort wären immer dran. Genug Entlastung gäbe es nie.)

    Sie kann versuchen, mit einer Kollegin oder einem Kollegen zu tauschen oder sie zieht in die Nähe der Schule um oder nimmt ein Taxi oder reist am Vortag an und übernachtet in einem Hotel.

    Ich bin nicht dafür verantwortlich, wenn Kollegin oder Kollege nur die Rosinen haben möchte, bei uns in der schönen Stadt wohnen wollen und nicht am Schulort. Wohnort ist Privatsache, Extrawünsche dadurch nicht einforderbar.

    Und ich bin froh, dass es bei uns nur noch über Edupage geht, 3 Klicks, 2 davon für Anfang und Ende, evtl. noch ein Zweizeiler 24 Stunden täglich möglich. Früher Anruf über eigene Nummer, ab 7 Uhr persönlich, sonst Anrufbeantworter bedeutete oft mehrere Versuche, es gibt ja noch andere kranke KollegInnen. Die App ist auf dem Tablet von der Schule, es ginge auch über den PC.

    Ich kann über Edupage direkt meine Vertretung anschreiben, selbst wenn sie sich mehrfach ändert. Ich muss nicht.

    Auch unsere Schüler bzw. ihre Eltern können seit einem Jahr dies direkt über Edupage erledigen. Ich sehe die Entschuldigung, ein Klick auf annehmen oder ablehnen, erledigt. Warum sollte man Zeit verschwenden?

    In Baden-Württemberg gilt, ich zitiere

    "(3) An Unterricht sind mindestens zu erteilen

    1.

    vom Schulleiter: vier Wochenstunden,

    2.

    vom ständigen Vertreter: acht Wochenstunden,

    3.

    von anderen mit Schulleitungsaufgaben betrauten Lehrkräften: 14 Wochenstunden."

    Bei Teilzeit entsprechend weniger.


    Meine SL unterrichtet immer eine Deutschklasse in der Mittelstufe, hat bei großen Ausfall auch schon eine 2. zeitweise übernommen. Mein früherer SL hat mindestens 3 Chemieklassen mit je 2 Stunden übernommen, kleineres Gymnasium vermutlich nicht ganz so viele Ermäßigungsstunden. Auch die anderen drücken sich nicht, die anderen Termine werden entsprechend gelegt.

    Und es ist mir auch egal, wnn Leute nicht lustig finden, über was ich mich amüsiere.

    Und andere machen sich über Farbige oder Schnitzel lustig, erklären mir wortreich, dass sie sich Zigeunerschnitzel und Neger nicht verbieten lassen.

    Ich wende mich ab, hier auch. Und ja, mir ist es wichtig und merke gerade, wie alte jahrelange Verletzungen wieder aufbrechen. Tut weh, ist nicht lustig.

    Warum lässt du sowas mit dir machen?

    Sissymaus und ich sind ja unseren Weg gegangen, aber mich hat es geprägt.

    Was die Unterstellung eines Bedrohtseins soll, erschließt sich mir nicht. Das ist eine ganz typische, irrationale Unterstellung. Du darfst gerne soviel Gendern, wie du willst. Alle anderen auch. Es wäre nur hilfreich, die Emotionen rauszunehmen und Menschen, die nicht Gendern, nicht irgendeinen Quatsch vorzuwerfen.

    Das denke ich bei Männern, denen so wichtig ist, gendern zu verbieten. Der Verdacht, dass sie sich bei der geäußerten Heftigkeit, bedroht fühlen, liegt nahe.

    Ich gendere aus Gewohnheit leider auch nicht immer, ich bewunderte aber vor kurzem eine junge Vortragende, die es mit Leichtigkeit konnte. Und ja, sie war mir dadurch sympathisch. Ich habe mich ganz anders angesprochen gefühlt.

    Da ist er wieder, der moralische Zeigefinger, weil es über vernünftige Argumente nicht klappt. Klassiker

    Wir gut, dass du als Frauenversteher zur Seite stehst. Da haben die Damen ja nochmal Glück gehabt. ;)

    Und das ist die mönnliche Arroganz (?) vernünftige Argumente habe ich nicht gelesen.

    (Fehlt nur noch weibliche Hysterie, monatliche Befindlichkeiten usw.)

    Entweder hast du dich im Zitat vertan, oder das ist eine wirklich schräge Schlußfolgerung aus meinem Post. Den Gedankengang hinter dieser Schlussfolgerung würde ich echt gerne nachvollziehen können....

    Nein, ich habe mich nicht vertan. Nichtbetroffene meinen zu wissen, wie es gemeint ist. Sollen sich die anderen doch nicht so anstellen.

    Du behauptest einfach, dass das Maskulinum alle meint. Ich habe es anders erlebt. Schriftlich generisches Maskulinum, mündlich nur Maskulinum.

    Wie wird man denn als Frau sprachlich ausgegrenzt? Die Verwendung des generischen Maskulinum kann es ja nicht sein. Was daran problematisch sein soll, sprachliche Erscheinungen lustig zu finden, kann ich auch nicht nachvollziehen.

    Lustigerweise sind meine Frau und einige ihrer/unserer Freundinnen noch angefressner wegen der ganzen Genderei und dem ständigen Herausstellen von Geschlecht.

    Vermutlich hat deine Frau nicht vor knapp 40 Jahren Chemie studiert. Uns 3 Frauen bei 150 Studenten wurde ganz direkt mündlich in einer Prüfung erklärt, dass wir nur Chemie studieren, um eine gute Partie zu angeln. Wir sollen gefälligst den Männern unseren Praktikumplatz überlassen. Davor wurde angeblich das generische Maskulinum verwendet, schriftlich. Eine Professur wurde nicht vergeben, weil die beste Bewerbung von einer Frau stammte.

    Nein, generisches Maskulinum wird von zu vielen Männern nicht allgemein gemeint.

    In Mathe war es etwas besser.

    An meiner Schule vor knapp 30 Jahren war es nicht viel anders. In Mathe, Chemie und Physik war ich die einzige Frau und selbstverständlich trafen sich die Männer zu Männerrunden, zu denen ich nicht eingeladen wurde, ich würde mich ja nicht wohl fühlen. Nur dort wurden auch Anschaffung von Büchern beschlossen. Es hatte schon seinen Grund, warum wir 6 Frauen im Kollegium (davon 3 mit Fach Französisch und 2 davonmit Sport weiblich) uns zusammen schlossen.

    Ja, es gibt Frauen, die sich auf Tradition berufen, andere, die naiv sind. Ich fand in der Schule das Thema meiner Deutschlehrerin Männersprache -Frauensprache auch noch überflüssig. Ein Jahr später verstand ich sie (und das Thema).

    Manches ist negativ belastet, wie Zigeunerschnitzel oder generisches Maskulinum. Ich weiß, dass es selten wirklich Gleichberechtigung bedeutet, im besten Fall ist es Gleichgültigkeit.

    Und frage einmal Kinder, wer gemeint ist. Ein Fünfjähriger mit Vater als Hausmann und Mutter berufstätig war trotzdem der Meinung, dass der Vater arbeitet und die Mutter die Wäsche wäscht. Bilderbücher und Sprache prägen mehr.

    Ich gehöre auch zu den alten weißen Männern, finde die Genderei aber wirklich manchmal "lustig". Übertriebene Beispiele muss man nicht selbst erfinden. Es finden sich genug, wenn man täglich Zeitungen liest oder anderen Medien aufmerksam zuhört.

    Eben. Frauen, die Ausgrenzung durch Sprache erlebt haben, finden es nicht lustig. Dein 1. Satz empfinde ich als typisch Mann.

    Was ist denn jetzt übertriebenes Gendern? Wer bestimmt, wieviel Gendern moralisch richtig ist? Ich finde es eher lächerlich, das mir, wenigstens implizit, vorgeworfen wird, Menschen auszugrenzen und frauenfeindlich zu sein, weil ich selten bis gar nicht gendere.

    Fast wortwörtlich habe ich diese Argumentation bei der Verwendung der Begriffe Zigeunerschnitzel, Mohrenkopf und Neger gehört.

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