Hierauf bezogen ich mich.
Ich ging davon aus, dass gemeint war, dass es eine Empfehlung gab.
Meine Mutter wusste " damals " nicht, dass es eine Impfung gab, wie wahrscheinlich viele Eltern nicht, da gefühlt alle Windpocken bekamen.
Das hatte sich dann aber schon etwas später geklärt.
Bzgl. des Focus Threads.
Ich fand ihn einfach nicht mehr und suchte daher noch mal bei Google.
Da im Endeffekt das gleiche drin stand war mir egal woher der Link kam.
Aber das ist hier ja immer ziemlich wichtig.🥲
https://www.google.com/amp/s/amp.focu…d_85780929.html
Das war der ursprüngliche Text. Keine Ahnung wieso ich den nicht verlinken kann.
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Das meine ich mit genauem lesen. Du interpretierst immer wieder Dinge hinein, die so nicht geschrieben waren.
Ich schrieb deutlich, dass Impfempfehlungen Jahr(zehnt)e brauchten, und ich geimpft wurde, weil ich sonst kein "Bildungsvisum" für die USA erhalten hätte. Es war Bedingung für den Besuch einer amerikanischen Highschool (was beweist, dass die Amis wieder mal schneller waren).
Mir fällt als weiteres Beispiel die Polioimpfung ein. In den USA ab 1955 verimpft, in der DDR ab 1960, hatte die BRD die meisten Polioerkrankten Europas. https://www.br.de/nachrichten/wi…et-dran,SNIpFpQ
Daraus zitiert
"Die Probleme bei den Corona-Impfungen rufen Erinnerungen an die Polioepidemie vor 60 Jahren wach. Die Hindernisse damals in der Bundesrepublik: deutsche Gründlichkeit, Impfskepsis und Angst vor Spritzen. "
...
"Westdeutschland hatte im Jahr 1961 mit die höchste Polio-Rate in ganz Europa. Es gab - nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts - 4.600 Erkrankte, über 3.300 Gelähmte und 272 Tote zu beklagen. Aber die westdeutschen Gesundheitsbehörden handelten zögerlich. Sie hofften, dass bald ein in Deutschland entwickelter Impfstoff verimpft werden könnte, standen der Schluckimpfung mit Lebendviren kritisch gegenüber und wollten alle Unwägbarkeiten ausschließen.
Zitat
"Man fürchtete die Nachteile und die Gefahren, die aus einer Impfung auch entstehen können. Ich kann nachträglich sagen, dass bei den meisten dieser Länder sich die Durchführung der Impfung bewährt hat. Vielleicht sind wir wirklich zu vorsichtig gewesen. Rückwirkend kann man darüber besser urteilen." Elisabeth Schwarzhaupt (1901-1986), damalige Bundesgesundheitsministerin, Zitat aus dem Jahr 1962 in einer BR-Fernsehsendung."
Zitat
"Ab Februar 1962 gab es in Bayern flächendeckende, öffentliche Schluckimpfungen gegen Polio: Kinder bekamen den Wirkstoff mit einem Stück Würfelzucker verabreicht. Die Impfung war kostenlos und - anders als die Pockenimpfung - auf freiwilliger Basis. Um die Impfbereitschaft zu erhöhen, gab es große Werbekampagnen mit dem Slogan: "Kinderlähmung ist grausam, Schluckimpfung ist süß."
...
"Mit der Änderung des Bundesseuchengesetzes vom 23. Januar 1963 wurde auf Bundesebene geregelt, dass Schluckimpfungen mit Lebendimpfstoffen unter bestimmten Bedingungen zulässig sind, und wie bei Impfschäden Dritter zu verfahren ist. Seit 1965 ist die Zahl der Polio-Erkrankungen in Deutschland konstant unter 50 Fällen geblieben.
Zitat
"Wir haben bei uns Kinder von null bis vier Jahren, die nur zu etwa sieben Prozent geimpft sind - während es in Dänemark 98 Prozent, in Schweden etwa 75 Prozent und in England 77 Prozent sind." Gerhard Joppich (1903-1992), ehemals Professor für Kinderheilkunde, Zitat aus dem Jahr 1962 in einer BR-Fernsehsendung"
Kurz, auch die Schluckimpfung war anfangs freiwillig (nicht empfohlen), der Westdeutsche hat sie abgelehnt (der Ostdeutsche wurde nicht gefragt). Mich erinnert es an die aktuelle Diskussion. Auch damals erkrankten nur wenige Kinder schwer.