Beiträge von Kris24

    Genau aus den genannten Gründen gebe ich keinen Notenspiegel an (und bin froh, dass ich es im Klassenraum nicht muss).

    Ich habe mehrfach an meiner 1. Schule (da war es verlangt) erlebt, dass Mitschüler wie Geier auf den einen fast weinenden Schüler sich stürzten und forderten, gib endlich zu, du hast die 6. Einmal konnte derjenige gut lügen und dann wurde mir vorgeworfen, ich hätte die 6 erfunden. Natürlich wird auch ohne Klassenspiegel gefragt, aber weniger drängend. Ich sage daher in der Unterstufe vor jeder Rückgabe, dass natürlich jeder seine Note den anderen mitteilen darf, aber niemand den anderen danach fragt. Jeder darf schweigen. Das klappt ganz gut.

    Übrigens zu Vorteilen bei Arztbesuchen, ich erlebe beides.

    Beim Hautarzt bin ich als privat Krankenversicherte extrem bevorzugt (eigene Telefonnummer, kein Wartezimmer, Wartezeit höchstens 1 Monat).

    Beim Hausarzt (Vertrag mit AOK) dagegen benachteiligt. Ich muss selbst z. B. Grippeimpfstoff besorgen (vor 2 Jahren fast unmöglich, er hatte 50 für gesetzlich Versicherte im Kühlschrank, durfte mir aber keinen davon geben) und er hat extra Sprechstunden jede Woche für AOK-Versicherte. Ich selbst finde keinen auf Dauer (darf nur zur Impfung kommen). Beim Zahnarzt war es bisher egal.

    Es gibt weitaus mehr private Krankenkassen. Erkundige dich bei einem unabhängigen Berater, also nicht beim Vertreter der Debeka etc. Dann muss man zwar die Beratung bezahlen, aber wird unabhängig beraten. Es gibt z. B. Krankenkassen, die junge mit billigen Prämien ködern und nach ein paar Jahren die Gruppe schließen (es kommt also niemand mehr dazu, die Versicherten werden gemeinsam alt und teuer, die Prämien steigen deutlich). Für Neulinge wird ein neuer billiger Tarif geöffnet (und nach ein paar Jahren wieder geschlossen) . Bei mir kommen ständig junge hinzu, die Versicherung bleibt daher günstiger als bei meinen Kollegen.

    Ich kam auf diese Weise zu LKH und bin zufrieden. Ich habe aber noch das Glück als Pensionär 70 % Beihilfe zu erhalten (seit 2013 in Baden-Württemberg nicht mehr).

    Wir verwenden Edupage. Wir hatten nur kurz WebUntis zu Beginn. Wie es mit Backups funktioniert, weiß ich nicht. Bei uns hat beides sehr gut geklappt. Edupage ist allerdings für uns um einiges günstiger. Bei WebUntis zahlt man für alles extra.

    Zurück will auf jeden Fall niemand mehr.

    Eines weiß ich aber. Beide kann nan anschreiben und fragen. Unser Administrator stand mit WebUntis und jetzt mit Edupage gut im Kontakt. Er erhielt immer Antwort. Oft wurden Anregungen von ihm sogar umgesetzt. puntino , wende dich mit deinen Fragen doch einfach an WebUntis.

    Okay, ohne zentralen EWH und bei derart viel Interpretationsspielraum wie beschrieben, kann es sicher schon schwierig sein.

    Für mich als Außenstehenden klingt es unter diesen Voraussetzungen aber ehrlich gesagt absolut willkürlich und ich frage mich, wie man solche "Zustände" bei einer derart wichtigen Prüfung durchgehen lassen kann.

    Deshalb gibt es einen (erfahrenen) Drittkorrektor (in Chemie fast immer einer von einem Seminar). Er sieht Erst- und Zweitkorrekturen von mehreren Kursen und wird bei größeren Abweichungen aktiv. Er muss dann selber korrigieren. Bei geringen Abweichungen wird gemittelt und er korrigiert nur eine Klausur pro Kurs als Stichprobe.

    Ich selbst habe bei mindestens 10 LK bisher nur einmal eine Abweichung einer Klausur von 3 Punkten erlebt. (Nach Abschluss erhält man anonym die Bepunktung des Kollegen, es waren Formalien wie oben beschrieben, der eine zieht nichts oder 0,5 Punkte ab, der andere 1 Punkt. Der eine notiert Wiederholungsfehler, der andere zieht erneut ab. Bei den Fortbildungen waren besonders die jungen Kollegen streng. Mit zunehmender Kurstahl werden die meisten milder.)

    Kurz, am Ende stimmt es schon. Besser als die "Kuscheleien" an mancher Schule bei internen Korrekturen. Ich halte diese für viel problematischer.

    Ja, Zweitkorrekur findet an der Schule statt. Das hat sicher einen Einfluss. Ich schau mir allerdings die Bepunktung des Erstkorrektors nicht an, steht auch noch keine Note oder so drauf. Ich war immer wieder, wenn ich neu an eine Schule kam, überrascht, wie wenig Abweichungen es zwischen mir (dem "Neuen") und den alteingesessenen Lehrkräften gab.

    Wie geschrieben, wir hatten 20 und 21 dank Covid-19 schulintern auch keine Abweichungen. Bei über 300 Prüfungen zweimal 3 Punkte, sonst höchstens zwei (da wurde gemittelt und es gab keinen Austausch der beiden statt Drittkorrektur,) deshalb weiß ich nicht wie oft).

    Große Abweichungen gibt es nur, wenn Korrekturen nicht schulintern sind (meine Erfahrungen, aber auch Rückmeldungen durch das RP). Und ich kann nie Bepunktung, Kommentare etc. sehen. Die sieht erst der Drittkorrektor.

    Da gebe ich JOker recht.

    Wie kann ein solch großer Unterschied in der Bewertung vorkommen, wenn es einen ausführlichen Erwartungshorizont gibt und klare Kriterien für die Bewertung?

    In Geschichte habe ich das noch nie erlebt

    Es gibt bei uns keine ausführlichen zentralen Erwartungshorizonte, das haben German und ich hier geschrieben. Auch klare Kriterien gibt es nicht. Die genannten Fortbildungen finden weit vor dem Abitur statt und sind allgemein. (Z. B. für fehlende Einheiten in Rechnungen sollte man in Chemie weniger abziehen als z. B. in Physik.) (Ich rate manchmal das Zweitfach meines Erstkorrekors z. B. Bio oder Physik und wüsste zu gerne, ob ich richtig liege. )

    In Chemie ist es pro Aufgabe (Schüler schreiben dafür 90 Minuten) ca. 0,5 Seite und teilweise wird nur die Aufgabe wiederholt (z. B. das Wort Skizze statt einer beschrifteten Skizze). Und dann erwartet der eine mehr, der andere weniger bei der Zeichnung (ich denke inzwischen an alte Abiaufgaben, an Musterlösungen von stark). Ein neuer Kollege? Oder ist Halbstrukturformel eine Strukturformel? (Ich habe meinen eingebläut, genau zu antworten, weil es dazu sehr verschiedene Ansichten gibt. Dieses Jahr kam es zweimal vor, bei der einen Musterlösung stand dabei, dass auch Halbstrukturformel akzeptiert werden soll, bei der anderen nicht. Ich habe es dieses Jahr daher beide Male akzeptiert (wenn selbst die Musterlösung verschieden ist), mein Erstkorrekor (bei meiner Zweitkorrektur) nicht. Oder HCl wird an der Uni als Abkürzung für Salzsäure akzeptiert, im Abi nicht.

    Ich wiederhole mich. Ja, jeder mit dem Fach sollte es korrigieren können, aber ohne Vorbereitung, ohne Kenntnis anderer Abiaufgaben wird es zu verschiedenen Ergebnissen kommen und wenn dies vom Drittkorrektor nicht akzeptiert wird, ans RP gemeldet. Deshalb wollte ich mir mögliche Probleme nicht vorstellen und bin froh, wenn ich es meinen Kollegen nicht zumuten muss.

    In meine Fächern (Englisch und Geschichte) lag ich in über 20 Jahren bei Abiturprüfungen mit dem Erst- bzw. Zweitkorrektor maximal zwei Punkte (also das Notenpunkteschema 0-15) auseinander, meist keinen oder nur einen.

    Habt ihr in Bayern auch die Zweit- und Drittkorrektur an völlig fremden und unbekannten Schulen (ich sehe nur Schulnummern, die jedes Jahr wechseln)? German unterrichtet wie ich in Baden-Württemberg.

    Falls nicht, wundert mich dies nicht. 2020 und 2021 hatten wir dank Covid-19 die Zweitkorrektur auch schulintern und auch in Deutsch etc. kaum Abweichungen, obwohl der Zweitkorrektor auch die Note des Ersten nicht kannte und auch sonst keine Absprachen gab. Schulintern korrigieren wir wohl alle ähnlich.

    Das denke ich nicht. Bei uns verlangen sie für Neuverträge schon 27 Cent/kWh beim Gas. Mit der Energieumlage samt Steuern oben drauf kommen wir dann auf 33cent/kWh beim Gas. Da könnten elektrische Heizlüfter fast schon günstiger sein, zumal der Heizlüfter einen höheren Wirkungsgrad hat. Es gibt bei dem Gerät keine Abwärme, die durch den Schornstein verloren geht.

    Der Strompreis pro kWh ist bei Neuverträgen deutlich höher. (Lt. Zeit gestern 54,6 Cent, soeben nachgeschaut.)

    Die Rechnungen diverser Gruppen sprachen alle deutlich dieselbe Sprache (Heizlüfter kommen bei 5 Stunden pro Tag auf doppelten bis vierfachen Preis im Vergleich zu Gas.)

    Krass. Da kann man sich ja die Abkürzung schon nicht mehr merken.

    Und natürlich immer gleich auf die Schwimmbäder :explodier:

    Trotzdem. Vielleicht ist es auch diesmal so, dass einige Sachen bleiben. Warum müssen Schaufenster mitten in der Nacht beleuchtet bleiben? Denkt wirklich jemand, dass da nachts Partyheimkehrer Kaufentscheidungen treffen? Es gibt so unendlich viel Energieverschwendung und auch unabhängig von der Kriegssituation können wir uns das eigentlich schon lange nicht mehr leisten.

    Und die Leute hamstern Heizlüfter :hammer:Damit es dann wirklich zum Blackout kommt, wenn alle die gleichzeitig anstellen :schreck:

    Und der Blackout verlängert sich ins Unendliche, weil die meisten die Heizlüfter gleich anlassen (und nicht bei Blackout abschalten). Diese Sorge äußerten zumindest die Energiekonzerne.

    (Und wenn dies nicht passiert, staunen die Benutzer über ihre nächste Stromrechnung. Die Wärme durch Heizlüfter ist mindestens doppelt so teuer wie die durch Gas.)

    Also ich hatte auch in einem Jahr sehr große Korrekturunterschiede mit dem 2. UND 3.Korrektor.

    Ich hatte weder ein Gespräch mit dem RP noch einen Akteneintrag.

    Das klingt ja richtig bedrohlich. Und ich bin ja auch Abiturkorrektor in Baden-Württemberg wie du.

    Zudem bin ich regelmäßig Drittkorrektor und da gibt es oft große Unterschiede, weil verschiedene Maßstäbe angewandt werden.

    Bei Fortbildungen zur Abiturkorrektur habe ich auch schon viel gehört, was sich widersprochen hat. Und die "Musterlösung" ist bei meinen Fächern nur ein Lösungsvorschlag. Die überfliege ich meist nur kurz.

    Liegt vielleicht am Fach? Bei deinen Fächern erwartet man große Unterschiede, bei meinen nicht. Ich selbst hatte bisher immer geringe Abweichungen (dieses Jahr bei meinem LK im Durchschnitt unter 0,1 Punkten, bei der Zweitkorrektur war es 1 Punkt. Der Kurs des Kollegen war um einiges schlechter als meiner, die Abweichungen daher größer. )

    In Chemie sind Drittkorrektoren (fast) nur A15-Kollegen, fast immer vom Seminar. Und ja, ich habe es schon mehrfach mitbekommen, dass es Meldungen gab, weil sie mit Korrekturen nicht einverstanden waren. Die Noten(abweichungen) spielen angeblich dabei weniger eine Rolle, sondern die Korrektur an sich.

    In Mathe sind auch A13-Kollegen Drittkorrektoren, weil mehr benötigt werden. Da habe ich es bisher noch nicht gehört.

    Das ist dann eher ein Problem der unterrichtenden Kollegen. In NRW war (oder ist?) die Ansage (gewesen), Stoßlüften alle 20 Min für 5 Min. Aber da gab es dann auch Profis, die die ganze Zeit alle Fenster aufgerissen haben und sich dann über die Temperaturen beschwert haben.

    Beim kurzen lüften (im Winter reichen 3 Minuten) wurde es bei uns jedes Mal ca. 3 Grad kälter, die Heizung schaffte bis zum nächsten lüften gut 2 Grad. Es wurde also im Laufe des Vormittags pro Stunde je 0,5 - 1 Grad kälter. (Und kommenden Winter will meine Gemeinde nur 19 statt 22 Grad voreinstellen. Ich hatte im letzten Winter nur anfangs 20 Grad. Mein Raum war selbst am Morgen nie wärmer.)

    (Und ich habe nie dauergelüftet und gegen die Vorschrift auch selten in den Pausen. Ich habe also nur in jeder Schulstunde einmal zwischen 3 und 5 Minuten gelüftet. )

    Hätten sie es gemacht. Als wären studierte Fachlehrkräfte nicht in der Lage den LK zu korrigieren.

    Natürlich hätten sie es machen müssen (und Fehler (zu streng, zu mild) wären dank Zweit- und Drittkorrektur aufgefallen). Sie hätten dann einen Eintrag in der Akte und Gespräche mit dem RP gehabt. Es bleibt in Baden-Württemberg eben nicht an der Schule. Die Musterlösung in Chemie ist extrem unvollständig.

    Es gibt bei uns Fortbildungen, wie korrigiere ich Abiturklausuren. Ich habe im Laufe der Jahre zwei in Chemie besucht, in Mathe allerdings keine. (Und ich möchte nicht überraschend innerhalb von 2 Tagen den Mathe‐LK ohne jede Vorbereitung korrigieren müssen.)

    Noch einmal, natürlich gibt es Lösungen. Aber es gibt massiv (Zeit-) Probleme für die Kollegen. (Bei Parallelkursen korrigiert der andere dann halt zwei, deshalb besteht für mich das Problem in Mathe nicht.)

    Dann wäre es passiert und es hätte sich auch eine Lösung gefunden. So unersetzbar ist niemand.

    Mein Chemiekollege, der noch nie LK hatte, hätte korrigieren müssen. Und wenn er nicht gekonnt hätte, die 3. in der Fachschaft, die noch nie in der Chemie Sek. II unterrichtet hat. Und dann?

    Beim mündlichen Abitur musste dieses Jahr dank Corona das andere Gymnasium aushelfen. Wegen Anonymität wäre der kurze Weg beim schriftlichen nicht möglich gewesen, es wäre vermutlich über das RP irgendwo hin gegangen. Aber bisher wurde immer rechtzeitig weiter gegeben.

    Deshalb "ich mag es mir nicht vorstellen", natürlich gibt es immer eine Lösung.

    ..die es wiederum in den meisten BL nicht gibt.

    Auch in Thüringen ist vorgegeben, innerhalb welcher Frist die Prüfungsklausuren beim Zweitkorrektor liegen müssen. Geschichte ist immer als letzte Gruppe dran im schriftlichen Abi, und jedes Mal ist es ein Krampf, die Frist zu wahren.

    Wir helfen uns aus mit etappenweisem Korrigeren. der Erstkorrekor korrigiert einne Teil des Stapels, reicht den dann weiter an den Zweitkorrektor. Gehetzt ist es immer, es sei denn, es schreiben mal nur wenige SuS.

    Ich frage mich immer, was würde wohl passieren, wenn man die Korrekturzeit überschreitet? Dann würde es nach hinten hin vermutlich extrem eng.

    Bei normalen Feld-, Wald und Wiesenklausuren sehe ich persönlich alles viel entspannter.In Bayern jedoch wurden auch Abgabefristen vom Fachbetreuer bei der Respizienz überprüft

    Da bei uns die Korrektoren nicht an derselben Schule sind, geht es nicht etappenweise. Alle Erstkorrekturen müssen gleichzeitig zu einer bestimmten Uhrzeit an einer zentralen Schule sein (Umschlagplatz) und werden dann anonym (jede Schule hat einen Code, der jährlich wechselt) an eine andere Schule gegeben. Das gleiche gilt für die Zweitkorrekturen und auch die Drittkorrektoren müssen fertig werden, sonst muss das mündliche Abitur verschoben werden.

    Es darf nicht überzogen werden. Sehr problematisch, wenn jemand kurzfristig ausfällt. Dann wird verzweifelt ein Fachkollege gesucht, der notfalls bis zum Abgabetermin nicht mehr unterrichtet. Aber der Termin wird eingehalten.

    Ich hatte vor zwei Jahren einen schweren Migräneanfall und war froh, dass Pfingstferien kamen. Wäre es dieses Jahr passiert, ich mag es mir nicht vorstellen.

    Ergänzend

    Pfingstferien hat höchstens einer der Korrektoren (Erst‐; Zweit- oder Dritt-), je nachdem, wann Abiturtermine sind. Und eigentlich sollte dann nicht korrigiert werden.

    Da merkt man, dass der privilegierte Beamte spricht: Supermarktmitarbeiter werden völlig fertig gemacht, wenn sie "zu oft krank" sind. Da ist man ganz schnell weg, das ist nicht wie bei Lehrern wo man sich ein halbes Jahr zu vollen Bezügen mal eben krank schreiben lässt.

    Ich sollte einmal krank geschrieben werden, lehnte aber ab. Der Arzt fragte nur, "Lehrer? ", ich bestätigte überrascht und er lachte. Vor allem Lehrer lehnten Krankschreibung ab. Als ich dies im Kollegium erzählte, antworteten einige, dass ihr Arzt das auch schon gesagt habe.

    (Bei meinem letzten Arztbesuch sollte ich am Freitag auch gleich für die komplette kommende Woche krank geschrieben werden. Ich weiß, wie ich auf eitrige Angina und Antibiotika reagiere und lehnte ab. Wir einigten uns, dass ich notfalls am Montag wieder komme. Es war nicht nötig.)

    Bei Studenten als Aushilfe kann ich es mir vorstellen, dass man schneller entlassen wird, aber sicher nicht bei gelernten Festangestellten. Die werden hier auch auf Händen getragen (zumindest bei netto und DM, da kenne ich je eine).

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