ich musste in den letzten 3 Tagen korrigieren (und morgen auch wieder, daher nur kurz)
Danke für die Verlinkung. Leider wurden meine Fragen von der begeisterten Förderschullehrerin nicht beantwortet (es klang nur ein bißchen durch, dass Mathe und 2. FS ausgeschlossen ist, dass viele Gymnasiallehrer nicht begeistert sind, sie fanden bereits im 2. oder 3. Jahr nicht genug Freiwillige, im 1. Jahr waren es Kollegen, die selbst irgendwie privat betroffen waren).
Der Artikel ist von 2018, die ältesten Schüler waren in Klasse 7 (und es sei zunehmend schwierig), die Bedingungen waren ideal (sehr kleine Klassen mit zusätzlich 1 bis 3 zu integrierten Schülern). Ich bemühte also Google, um aktuelles auch von höheren Klassen zu erfahren. Unter https://www.inklusion-olpe.de/ las ich auf der Seite folgendes
"Offene Stellungnahme zum sonderpädagogischen Stellenabbau am Städtischen Gymnasium Olpe
Empörend! Es geht hier um Kinder, deren Recht auf Teilhabe und (Bildungs-)biografien!: Am SGO sollen im kommenden Schuljahr die sonderpädagogischen Stunden von derzeit knapp 60 auf dann knapp 17 reduziert werden. Wenn nun die hierfür verantwortliche Bezirksregierung auf Rückfrage regionaler Medien versichert, „dass das Gymnasium alles tun werde, was in seiner Kraft steht, und alles tue, was menschenmöglich sei, um den Kindern die bestmögliche Förderung zukommen zu lassen“ dann ist das – mit Verlaub – ein empörender Euphemismus. Eine Offene Stellungnahme unseres Vereins …"
Nach ein paar Anfangsjahren werden also Kinder und Kollegen alleine gelassen (und wer nicht weiter dran geblieben ist, wie vielleicht du auch, denkt, es klappt doch).
Ich habe übrigens 6 Jahre an einer integrativen Gesamtschule (und wir nahmen wirklich alle auf, hatten aufgrund eines Alleinstellungsmerkmal auch sehr viele sehr Leistungsstarke) unterrichtet. Und nach den ersten 3 Aufbaujahren (ich kam im 3. Jahr dazu) merkte einer nach dem anderen (bei mir hat es auch etwas gedauert), so funktioniert es nicht (trotz Doppelbesetzung in fast allen Stunden in den Hauptfächern). Unsere Leistungsstarken blieben auf der Strecke (darunter Kollegenkinder, die Kollegen wurden zuerst laut). Es wurden zusätzlich zu E-Kursen unter der Hand, da nicht erlaubt, E plus- Kurse eingerichtet (schaffte zusätzliche Probleme). Da nur in 5 Fächern (Chemie war auch dabei) offiziell differenziert werden durfte, wurde unter der Hand differenziert, indem ab Klasse 8 ein Hauptfach (wechselte) als "Klassenlehrerfach" erklärt wurde und die Schüler neu aufgeteilt wurden. (Wer z. B. in Klasse 8 in Mathe in Eplus war, war mit denselben Schülern auch in allen anderen Fächern zusammen. Nach außen wurde es mit besseren Stundenplänen, da weniger gekoppelt und auch Hauptfachlehrer können Klassenlehrer werden, erklärt, in Wirklichkeit war es die Sorge der Insider, dass begabte Kinder nicht genug gefördert werden. Wer aber nur in der normalen E-Klasse war, durfte zwar die Oberstufe besuchen, hatte aber massiv Lücken. )
Wer also nicht Kollege an der Schule war, musste denken, dass bei uns Integration hervorragend umgesetzt wird (unsere Homepage klang genauso). Ich kenne übrigens etwas eine der damals 10 Modellschulen in NRW für Inklusion (hatte ein Praktikum dort gemacht, um mich dort bewerben zu können). Auch das hatte mich nicht überzeugt (trotz idealer Bedingungen (immer 2 Kollegen, 20 plus 5 Schüler, 2 benachbarte Räume, bestens ausgestattete Schule im neuen Gebäude).
Kurz, wer Schwache fördert, fördert Leistungsstarke nicht optimal. Sie werden dann manchmal selbst emotional auffällig.
Ich weiß also, wovon ich spreche, wenn ich schreibe, ich möchte das nie wieder für mich. Ich habe nachmittags manchmal stundenlang gezittert, weil ich nicht abschalten konnte, weil ich mich schuldig fühlte, nicht allen gerecht worden zu sein. Damals habe ich über 10 kg zugenommen und meinen Kollegen ging es ähnlich (das war übrigens das Beste an der Schule, ein hervorragend zusammen arbeitendes Kollegium, was jeden auch Kollegen auffing).