Da gebe ich JOker recht.
Wie kann ein solch großer Unterschied in der Bewertung vorkommen, wenn es einen ausführlichen Erwartungshorizont gibt und klare Kriterien für die Bewertung?
In Geschichte habe ich das noch nie erlebt
Es gibt bei uns keine ausführlichen zentralen Erwartungshorizonte, das haben German und ich hier geschrieben. Auch klare Kriterien gibt es nicht. Die genannten Fortbildungen finden weit vor dem Abitur statt und sind allgemein. (Z. B. für fehlende Einheiten in Rechnungen sollte man in Chemie weniger abziehen als z. B. in Physik.) (Ich rate manchmal das Zweitfach meines Erstkorrekors z. B. Bio oder Physik und wüsste zu gerne, ob ich richtig liege. )
In Chemie ist es pro Aufgabe (Schüler schreiben dafür 90 Minuten) ca. 0,5 Seite und teilweise wird nur die Aufgabe wiederholt (z. B. das Wort Skizze statt einer beschrifteten Skizze). Und dann erwartet der eine mehr, der andere weniger bei der Zeichnung (ich denke inzwischen an alte Abiaufgaben, an Musterlösungen von stark). Ein neuer Kollege? Oder ist Halbstrukturformel eine Strukturformel? (Ich habe meinen eingebläut, genau zu antworten, weil es dazu sehr verschiedene Ansichten gibt. Dieses Jahr kam es zweimal vor, bei der einen Musterlösung stand dabei, dass auch Halbstrukturformel akzeptiert werden soll, bei der anderen nicht. Ich habe es dieses Jahr daher beide Male akzeptiert (wenn selbst die Musterlösung verschieden ist), mein Erstkorrekor (bei meiner Zweitkorrektur) nicht. Oder HCl wird an der Uni als Abkürzung für Salzsäure akzeptiert, im Abi nicht.
Ich wiederhole mich. Ja, jeder mit dem Fach sollte es korrigieren können, aber ohne Vorbereitung, ohne Kenntnis anderer Abiaufgaben wird es zu verschiedenen Ergebnissen kommen und wenn dies vom Drittkorrektor nicht akzeptiert wird, ans RP gemeldet. Deshalb wollte ich mir mögliche Probleme nicht vorstellen und bin froh, wenn ich es meinen Kollegen nicht zumuten muss.