Beiträge von Kris24

    Der Stuhl zusätzlich funktioniert nur bei wenigen Schülern. Wenn genug kommen, gibt es zusätzliche Klassen mit zusätzlichen Kollegen. Es gibt nämlich Klassenteiler und Deputatsstunden. Ja, ich habe auch immer wieder Bugstunden (dank Schweinegrippe waren es mal 5, aktuell 1).

    Und ja, es werden aktuell wieder pensionierte Lehrer gesucht, damit es reicht (und ich kenne mehrere, die das 2015 getan haben und auch jetzt bereit sind). Palim, deine Argumentation kann ich absolut nachvollziehen, ich stimme ihr zu, andere haben sich anders (für mich abstoßend) hier geäußert.

    Wir haben einen extrem hohen Ausländeranteil, meine Stadt muss ständig rumänische, bulgarische u.a. nicht-deutschsprechende Kinder integrieren. Es hat bisher immer gut geklappt, ich hoffe, dass dies auch dieses Mal sein wird

    Kommt auf den Netzwerkdrucker und seine Ausstattung an. Wenn der entsprechend viele Ausgabefächer hat, bleibt das schon übersichtlich.

    Beispiel: https://www.stoffel.de/product/101140…ach-C4785A.html

    Das würde bei uns nicht reichen.

    Ich wünsche mir, dass bei uns wenigstens beide Drucker funktionieren würden. Meistens funktioniert nur einer, obwohl der Servicetechniker jede Woche da ist.

    Als freiwillige Klausuren, oder wie?

    Meine Herren, ist das kompliziert! Da bin ich echt froh, dass ich "nur" am BG tätig bin. Dort schreibt jede/r Schüler/in in jedem Kurs jede Klausur mit und fertig 8). Nur im Abi schreiben natürlich in den GKs lediglich diejenigen die Klausur, die dieses Fach fürs Abi gewählt haben.

    In Baden-Württemberg schreiben alle Schüler in allen belegten Fächern im LK 2 Klausuren pro Halbjahr, im GK 1 (in 12.2 wird in allen Fächern je 1 geschrieben auch Sport usw.). Deshalb gibt es Zeitprobleme, weil nicht mehr als 3 Klausuren pro Woche geschrieben werden sollen. Geht dieses Jahr für Nachschreiber nicht. Deshalb werden bei uns die Termine zentral festgelegt.

    Deshalb schrieb ich vorher wieder NRW. Alleine das Wort Korrekturfach ist bei uns völlig unbekannt.

    wie kann man vergessen, eine Klausur, wahlweise Klassenarbeit anzusetzen?

    Die Klausur wurde geschrieben - ein Schüler hat aber nicht mitgeschrieben und dass er dies nicht getan, ist erst am Halbjahresende aufgefallen. In manchen Fächern schreiben ja nicht alle Kursteilnehmer.

    Auch das muss wieder NRW-spezifisch sein.

    Bei uns schreiben immer alle. Ich habe dank Covid-19 jetzt Probleme noch rechtzeitig eine Nachklausur von 2 Schülern vor dem schriftlichen Abitur unterzubringen. Ich bin bereits im Gespräch.

    Wenn ich die Empörung hier sehe, müsste ein nicht unerheblicher Teil meiner Kollegen mit dienstrechtlichen Konsequenzen rechnen.

    Es gibt Kollegen, die im ganzen Schuljahr vergessen haben, eine Klassenarbeit entgegen aller Bigabeschlüsse zu schreiben.

    Normalerweise kommt so etwas nie raus, wenn nicht zufällig Schülern so etwas rausrutscht. Da haben Schüler den Eindruck, dass Noten gewürfelt werden, da die betroffenen Kollegen dann noch nicht einmal alle Namen kennen.

    Ich schaffte es einige Male auch nicht, die vorgeschriebene Klausurzahl zu schreiben, weil Corona oder unerwartet lange Projektphasen dazwischen kamen.

    Kann bei uns nicht passieren, 1. würde immer mindestens ein Schüler protestieren, 2. achten bei uns Klassenlehrer und SL auf gleichmäßige Verteilung, wenn ein Fach fehlt, fällt es auf.

    In der Kursstufe werden bei uns die Termine zentral festgelegt, da fällt es extrem auf, wenn einer (einmal) nicht schreibt.

    Und es wird gequatscht, wenn eine Arbeit zu leicht ausfällt, vor allem, wenn es öfter vorkommt. Es gibt sogenannte "Wanderpokale" (die Kollegen werden (an der neuen Schule) sehr engmaschig überwacht), müssen ihre Arbeit unter Kontrolle anderer durchführen, werden als erstes weitergegeben. Wenn das Vertrauen fehlt, wird es schwer, es wieder zu gewinnen.

    Die vorgeschriebene Anzahl wurde immer bei uns geschrieben.

    Ich halte es daher für Gequatsche. Es mag einmal gutgehen, aber sicher nicht einige Male.

    Ich bin einfach davon ausgegangen. Ich stelle es mir nämlich schwierig vor mit Stützen und Gipsbein Sport zu unterrichten.

    Am Anfang hospitiert man. Und später ist selbstverständlich keine Hilfestellung möglich. Teilweise unterrichten unsere aber schon.

    Wie das bei Referendaren aussieht, weiß ich nicht. Aber ein seltener Anblick ist es nicht. Vielleicht steigst du anfangs vermehrt mit deinem 2. Fach ein, 6 Wochen sind nicht lange.

    Zumal die Flüchtlinge nicht unebdingt geimpft sind-- Masernimpfung fraglich, Corona ebenso? Mit Sputnik?

    Meine Schüler auch nicht (Frist Masern wurde mehrfach dank Corona verschoben, meine jüngeren Schülern sind selten gegen Covid-19 geimpft).

    Ukraine hat übrigens großteils BioNTech verimpft, allerdings sind nur 35 % überhaupt geimpft. Es wird aber aktuell bewusst in den Ersraufnahmeeinrichtungen angeboten.

    Bei uns gibt es türkisch, italienisch, zeitweise gab es auch portugiesisch und russisch zusätzlich zum normalen Unterricht an der Schule. Es kommt z. B. an einem Nachmittag ein türkischer Lehrer an die Schule und unterrichtet seine Sprache für türkische Kinder (es müssen sich nur genug melden). Als Klassenlehrer trage ich die zusätzliche Note (muttersprachlicher Unterricht) ein.

    Das gab es auch 2015 mit syrischen Lehrern. Wenn sie mehr unterrichten wollten, mussten sie einen einjährigen Kurs erfolgreich absolvieren. Ich las einen Bericht von 30 in Syrien ausgebildeten Kollegen, die den 1. Kurs besuchten, um ganz normal an Schulen zu unterrichten.

    Warum sollte dies jetzt nicht möglich sein?

    Ergänzung lt. baden-württembergischen KuMi werden aktuell 14 Sprachen als muttersprachlicher Unterricht angeboten.

    Mag an der Region liegen. Hier ist auch Geschichte mit sonstwas Lehramt GY weg vom Markt. Und wenn einem schon zwei Schulen zu viel sind, dann stellt man sich bestimmt nicht in eine improvisierte Klasse von Kriegsflüchtlingen.

    Wieso? Es ist nur ein Standort. Man muss nicht pendeln, benötigt kein Auto. Keine doppelten Konferenzen. Bei uns waren Willkommensklassen in einer Schule, es unterrichteten alle Kollegen der Schule nicht nur die neuen. Es gab zusätzliche Stunden, zusätzliche Kollegen, zusätzliche Anschaffungen dank zusätzlicher Gelder (jeder Schüler bringt eine bestimmte Menge Geld).

    Wir wurden damals gefragt (Meinungsbild) und die Mehrheit war dafür. Aber dann reichte das andere Gymnasium.

    Zauberwald, das ist doch genau das, was ich meine. Zwar keine Planstelle, aber definitiv nicht arbeitssuchend. Kennt ihr wirklich ausgebildete Lehrkräfte, die beschäftigungslos ohne Arbeit zu Hause sitzen und sich deswegen zeitnah bereit erklären könnten, in einer Willkommenklasse arbeiten können? Also hier hätten die spätestens morgen um 7.30 Uhr den Job...

    Ja. Es ist die Kombination mit einer Sprache Deutsch oder Englisch mit Geschichte oder Gemeinschaftskunde. Aber selbst mit Naturwissenschaften benötigt man eine 2.

    Und einige würden gerne aufstocken, müssten dann aber an zwei Schulen unterrichten, was sie nicht wollen.

    Es liegt sicher auch an der Region.

    Ich finde es für mich persönlich sehr angenehm, wenn ich in meiner Freizeit nicht ständig Schülern über den Weg laufe. Schüler müssen auch nicht wissen, was ich im nächstgelegenen Supermarkt in meinen Einkaufswagen lege. (...)

    Ich habe derzeit ca. 20 Minuten Fahrzeit und finde das genau richtig. Lang genug, damit der Motor warm wird, ansonsten schalte ich auf "Autopilot", das Denken wird abgeschaltet :zahnluecke: Sehr entspannend.

    Ich gehe öfter in die Schule als in den Supermarkt und ersteres muss ich zu bestimmten Zeiten. Wenn ich wirklich niemanden sehen möchte, kann ich immer noch wegfahren.

    (Und dann bin ich samstags ca. 200 km entfernt im Ikea und höre durch die Hallen schreiend, Guten Morgen Frau Kris.)

    Auch bei uns hat es immer geklappt. 2015 hat meine Kleinstadt freiwillig sogar mehr aufgenommen. Es wurden zusätzliche Willkommensklassen eingerichtet (wir haben immer welche für neu hinzugezogene Kinder von EU-Arbeitskräften) und weil es genug Kinder und Jugendliche waren, eben nicht nur stundenweise sondern komplette Klassen. Am benachbarten (größeren) Gymnasium waren es alleine 6 Klassen, weitere Klassen hätten zu uns kommen sollen, waren dann aber nicht nötig, Kinder lernen schnell Deutsch (nach einem Jahr waren sie bei uns am Gymnasium in nornalen Klassen und gehören teilweise zu den Besten, vor Corona bekam ich es nur dann mit dass sie nicht hier gebürtig waren, wenn sie nicht in die Schweiz durften).

    Auch an zwei Realschulen, Werkrealschulen und mehreren Grundschulen gab es einige Klassen. Meine Stadt war stolz, dass innerhalb kürzester Zeit alle U18 untergebracht waren. Inzwischen sind (fast) alle im Berufsleben angekommen, soweit sie alt genug sind. Die lokale Zeitung hat regelmäßig berichtet, der dafür gegründete Verein (über 400 Mitglieder mit Kontakten in die Wirtschaft) war extrem erfolgreich. Der Malerbetrieb ist in afghanischer Hand, die Bäckerei hat mehrere Somalier in der Backstube, wir haben syrische Busfahrer, alle mit kompletter Lehre/Ausbildung, zahlen Steuern, aber wenn man nicht nachfragt, erfährt man es nicht. Die Leute sind angekommen, die Meister waren froh über Ausbildungswillige, die Wohnungsnot existiert immer noch.

    Meine Nachbarn flüchteten in den 90er vor dem Krieg in Kroatien. Die Eltern arbeiten im Verkauf bzw. im Lager, die Kinder studieren.

    Es gibt Klassenteiler, Deputatsstunden usw. Es gibt genug arbeitslose Lehrkräfte, ich weiß auch von einem pensionierten Kollegen, der sich sehr engagiert hat. Wenn genug kommen, werden neue Klassen eingerichtet. Mich stößt gerade ab, was ich hier lese. Vielleicht sind bei euch zu wenige Flüchtlinge/Ausländer?

    Ich wäre auf jeden Fall froh, wenn ich aufgenommen würde, wenn ich fliehen müsste. Diskussionen über Geld stoßen mich daher gerade ab. Es gibt genug Geld für alles mögliche.

    Mal etwas anderes: Heute habe ich gelesen, dass das ukrainische Personal in Tschernobyl- 200 Personen - seit der Besetzung des Kraftwerks durch die russischen Truppen ununterbrochen im Einsatz war. Normalerweise gehören wohl 2000 Mitarbeiter dem Schichtsystem an. Nicht nur, um Ruhezeiten zu gewährleisten, sondern natürlich auch im Hinblick auf die Strahlenbelastung. Ein Personalwechsel fand bislang aber nicht statt.

    Ich finde das in vieler Hinsicht besorgniserregend, auch wenn- trotz des Stromausfalls, von dem heute zu lesen war - bislang keine erhöhte Strahlenbelastung aus Tschernobyl gemeldet wurde. Ich denke auch nicht, dass Putin dafür eine Lösung vorgesehen hat. Bei einer schnellen und reibungslosen Eroberung der Ukraine wären die anderen Techniker ja freudig zum Schichtwechsel erschienen und hätten nicht befürchten müssen, vom russischen Militär ebenfalls in Geiselhaft genommen zu werden.

    Wie seht ihr die Situation und was erwartet ihr, wie das weitergehen wird?

    Ich habe es auch gehört, und sie schlafen auf dem Boden, weil keine Betten existieren (übernachten war ja nie eingeplant).

    Ausländische Experten sehen es kritisch, weil auch manche Messergebnisse nicht mehr weiter geleitet werden können. Was konkret vor Ort passiert, ist also nicht bekannt.

    zu jeder am Gymnasium in Baden-Württemberg erhält A14 (behauptet Plattenspieler ja immer wieder)

    Konventionelles Modell (mit aktueller Note 1 und Zusatzpunkte (möglichst viel D, was herausragend bedeutet) und Wartezeit von über 15 Jahren (?) - Fragezeichen, weil es dieses Jahr wieder keine Stelle gibt)

    https://www.phv-bw.de/pressemitteilu…ns-im-mai-2022/ daraus zitiert

    "Als zweite Hiobsbotschaft erreichte die Gymnasien und Gemeinschaftsschulen gestern die Mitteilung, dass das konventionelle A14-Beförderungsverfahren im Mai „dieses Jahr mangels Stellen entfallen“ werde – die Kolleginnen und Kollegen, die sich diese Beförderung verdient hätten und „an der Reihe gewesen“ wären, gehen allesamt leer aus. Gleichzeitig wurden die Schulleitungen aufgefordert, die rein theoretisch für dieses Beförderungsverfahren in Frage kommenden Lehrkräfte zu beurteilen.

    „Durch die fehlenden Aufstiegsmöglichkeiten werden Lehrkräfte zielsicher demotiviert, und den Schulleitungen werden mit den dienstlichen Beurteilungen im Hinblick auf überhaupt nicht vorhandene Beförderungsstellen unnötige Aufgaben aufgebürdet“, moniert der PhV-Landesvorsitzende."

    2. Möglichkeit:

    Ausschreibung (Zusätzliche Aufgaben ohne Entlastungsstunden) https://lehrer-online-bw.de/Befoerderung daraus zitiert

    "Für Studienrätinnen und Studienräte an Gymnasien stehen zum 01.05.2022 214 Ausschreibungsstellen zur Verfügung. Für Studienrätinnen und Studienräte an beruflichen Schulen stehen zum 01.05.2022 138 Ausschreibungsstellen zur Verfügung."

    Da es viel mehr als 214 Gymnasien gibt, dürfen zuerst die Stellen ausschreiben, die relativ am wenigsten A14 haben. Die liegen in ungeliebten Regionen mit sehr vielen jungen Kollegen, die sich möglichst bald versetzen lassen wollen. An meinem Gymnasium (beliebte Region, älteres erfahrenes Kollegium) darf daher nur alle 4 Jahre eine Stelle ausgeschrieben werden (die letzte war für Stundenplanerstellung, 3 Kollegen mit A13 jeweils über 10 Jahre dabei, einer erhielt sie) . Für die vielen A13 bei uns besteht wenig Aussicht, eine Stelle vor Pension zu erhalten. (Es gehört neben Können Glück und Beziehung dazu. Motivation allein reicht auf jeden Fall nicht mehr. Vor ein paar Jahren ging es noch über den Umweg Gemeinschaftsschule, weil wenige erfahrene Studienräte dort unterrichten wollten. Und wie geschrieben, sehr unbeliebt Regionen mit sehr jungem Kollegium ohne A14, darf auch öfter ausschreiben. )

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