Häh? Leute, die nicht in den Schuldienst wollen studieren auf Verdacht auf Lehramt und machen ein Referendariat? Was haben die dann bis Mitte 40 gemacht?
Damals waren es noch die selben Kurse, die Diplomarbeit konnte als Staatsexamensarbeit (und teilweise auch umgekehrt) angerechnet werden. Manche mussten noch ein paar Kurse im 2. Fach ablegen. Aber Physiker saßen bei uns im Mathegrundstudium, Mathematiker benötigten ein Nebenfach und wählten z. B. Physik. Auch in Chemie und Physik gab es Überschneidungen. Ich habe im gesamten Studium nur einen Kurs speziell für Lehramtler belegt (Physikalische Chemie, etwas einfacher als für die Diplomanden), alles andere war gemeinsam mit Diplomanden.
Mein promovierter Mathekollege blieb viele Jahre an der Uni. Zum Professor hat es anscheinend nicht gereicht, Mittelbau wollte er irgendwann nicht mehr und kam zu uns, um das Referendariat zu machen. Ein weiterer hat in Physik promoviert, sonst genauso (Referendariat allerdings nicht bei uns, er kam erst danach) . Eine Kollegin war erfolgreich ca. 15 Jahre in einem chemischen Betrieb, bevor sie einige Kurse nachstudierte und bei uns das Referendariat ablegte und blieb. Einer war eine zeitlang im Ausland, bevor er hier sesshaft werden wollte. Alle haben erst spät das Referendariat abgelegt und blieben dann im Schuldienst.
Da fällt mir einer ein, der das Referendariat abbrach und zurück zur Uni ging, um zu habilitieren (muss mal nachfragen, ob er es geschafft hat).
Bei den anderen weiß ich es nicht genau, was sie in der Zwischenzeit gemacht haben.