Beiträge von Kris24

    Auch bei uns hat es immer geklappt. 2015 hat meine Kleinstadt freiwillig sogar mehr aufgenommen. Es wurden zusätzliche Willkommensklassen eingerichtet (wir haben immer welche für neu hinzugezogene Kinder von EU-Arbeitskräften) und weil es genug Kinder und Jugendliche waren, eben nicht nur stundenweise sondern komplette Klassen. Am benachbarten (größeren) Gymnasium waren es alleine 6 Klassen, weitere Klassen hätten zu uns kommen sollen, waren dann aber nicht nötig, Kinder lernen schnell Deutsch (nach einem Jahr waren sie bei uns am Gymnasium in nornalen Klassen und gehören teilweise zu den Besten, vor Corona bekam ich es nur dann mit dass sie nicht hier gebürtig waren, wenn sie nicht in die Schweiz durften).

    Auch an zwei Realschulen, Werkrealschulen und mehreren Grundschulen gab es einige Klassen. Meine Stadt war stolz, dass innerhalb kürzester Zeit alle U18 untergebracht waren. Inzwischen sind (fast) alle im Berufsleben angekommen, soweit sie alt genug sind. Die lokale Zeitung hat regelmäßig berichtet, der dafür gegründete Verein (über 400 Mitglieder mit Kontakten in die Wirtschaft) war extrem erfolgreich. Der Malerbetrieb ist in afghanischer Hand, die Bäckerei hat mehrere Somalier in der Backstube, wir haben syrische Busfahrer, alle mit kompletter Lehre/Ausbildung, zahlen Steuern, aber wenn man nicht nachfragt, erfährt man es nicht. Die Leute sind angekommen, die Meister waren froh über Ausbildungswillige, die Wohnungsnot existiert immer noch.

    Meine Nachbarn flüchteten in den 90er vor dem Krieg in Kroatien. Die Eltern arbeiten im Verkauf bzw. im Lager, die Kinder studieren.

    Es gibt Klassenteiler, Deputatsstunden usw. Es gibt genug arbeitslose Lehrkräfte, ich weiß auch von einem pensionierten Kollegen, der sich sehr engagiert hat. Wenn genug kommen, werden neue Klassen eingerichtet. Mich stößt gerade ab, was ich hier lese. Vielleicht sind bei euch zu wenige Flüchtlinge/Ausländer?

    Ich wäre auf jeden Fall froh, wenn ich aufgenommen würde, wenn ich fliehen müsste. Diskussionen über Geld stoßen mich daher gerade ab. Es gibt genug Geld für alles mögliche.

    Mal etwas anderes: Heute habe ich gelesen, dass das ukrainische Personal in Tschernobyl- 200 Personen - seit der Besetzung des Kraftwerks durch die russischen Truppen ununterbrochen im Einsatz war. Normalerweise gehören wohl 2000 Mitarbeiter dem Schichtsystem an. Nicht nur, um Ruhezeiten zu gewährleisten, sondern natürlich auch im Hinblick auf die Strahlenbelastung. Ein Personalwechsel fand bislang aber nicht statt.

    Ich finde das in vieler Hinsicht besorgniserregend, auch wenn- trotz des Stromausfalls, von dem heute zu lesen war - bislang keine erhöhte Strahlenbelastung aus Tschernobyl gemeldet wurde. Ich denke auch nicht, dass Putin dafür eine Lösung vorgesehen hat. Bei einer schnellen und reibungslosen Eroberung der Ukraine wären die anderen Techniker ja freudig zum Schichtwechsel erschienen und hätten nicht befürchten müssen, vom russischen Militär ebenfalls in Geiselhaft genommen zu werden.

    Wie seht ihr die Situation und was erwartet ihr, wie das weitergehen wird?

    Ich habe es auch gehört, und sie schlafen auf dem Boden, weil keine Betten existieren (übernachten war ja nie eingeplant).

    Ausländische Experten sehen es kritisch, weil auch manche Messergebnisse nicht mehr weiter geleitet werden können. Was konkret vor Ort passiert, ist also nicht bekannt.

    zu jeder am Gymnasium in Baden-Württemberg erhält A14 (behauptet Plattenspieler ja immer wieder)

    Konventionelles Modell (mit aktueller Note 1 und Zusatzpunkte (möglichst viel D, was herausragend bedeutet) und Wartezeit von über 15 Jahren (?) - Fragezeichen, weil es dieses Jahr wieder keine Stelle gibt)

    https://www.phv-bw.de/pressemitteilu…ns-im-mai-2022/ daraus zitiert

    "Als zweite Hiobsbotschaft erreichte die Gymnasien und Gemeinschaftsschulen gestern die Mitteilung, dass das konventionelle A14-Beförderungsverfahren im Mai „dieses Jahr mangels Stellen entfallen“ werde – die Kolleginnen und Kollegen, die sich diese Beförderung verdient hätten und „an der Reihe gewesen“ wären, gehen allesamt leer aus. Gleichzeitig wurden die Schulleitungen aufgefordert, die rein theoretisch für dieses Beförderungsverfahren in Frage kommenden Lehrkräfte zu beurteilen.

    „Durch die fehlenden Aufstiegsmöglichkeiten werden Lehrkräfte zielsicher demotiviert, und den Schulleitungen werden mit den dienstlichen Beurteilungen im Hinblick auf überhaupt nicht vorhandene Beförderungsstellen unnötige Aufgaben aufgebürdet“, moniert der PhV-Landesvorsitzende."

    2. Möglichkeit:

    Ausschreibung (Zusätzliche Aufgaben ohne Entlastungsstunden) https://lehrer-online-bw.de/Befoerderung daraus zitiert

    "Für Studienrätinnen und Studienräte an Gymnasien stehen zum 01.05.2022 214 Ausschreibungsstellen zur Verfügung. Für Studienrätinnen und Studienräte an beruflichen Schulen stehen zum 01.05.2022 138 Ausschreibungsstellen zur Verfügung."

    Da es viel mehr als 214 Gymnasien gibt, dürfen zuerst die Stellen ausschreiben, die relativ am wenigsten A14 haben. Die liegen in ungeliebten Regionen mit sehr vielen jungen Kollegen, die sich möglichst bald versetzen lassen wollen. An meinem Gymnasium (beliebte Region, älteres erfahrenes Kollegium) darf daher nur alle 4 Jahre eine Stelle ausgeschrieben werden (die letzte war für Stundenplanerstellung, 3 Kollegen mit A13 jeweils über 10 Jahre dabei, einer erhielt sie) . Für die vielen A13 bei uns besteht wenig Aussicht, eine Stelle vor Pension zu erhalten. (Es gehört neben Können Glück und Beziehung dazu. Motivation allein reicht auf jeden Fall nicht mehr. Vor ein paar Jahren ging es noch über den Umweg Gemeinschaftsschule, weil wenige erfahrene Studienräte dort unterrichten wollten. Und wie geschrieben, sehr unbeliebt Regionen mit sehr jungem Kollegium ohne A14, darf auch öfter ausschreiben. )

    Hoffen wir, dass du es durch hast. Ich habe lange überlegt, ob ich schreiben soll, bringt ja nichts - bei so viel Unwissen/Ablehnung von Wissen.

    Bei sehr leichten Verläufen hat man keinen Schutz vor weiteren Infektionen, vor allem, wenn man nicht geimpft ist. Und die 2. oder 3. Infektion ist manchmal nicht mehr so harmlos wie aktuell gerade eine Schülerin von mir feststellen muss.

    Longcovid entwickelt sich erst nach 4 oder mehr Wochen, leider auch bei asymtomatisch Infizierten. Nach 2 Wochen haben viele getönt, wie harmlos alles sei (sogar ein paar AFD-Abgeordnete, die es anschließend heftig erwischt hat. Mindestens einer ist gestorben.)

    Organschäden wurden oft erst später manchmal zufällig bemerkt (ich denke gerade an zwei Profi-Eishockeyspieler). Das Schrumpfen von grauer Gehirnmasse (von Tom vorher angesprochen) als Folge habe ich bereits auch öfter gelesen. Es gibt Untersuchungen von Studenten, dass sie nach Covid-19 weniger leistungsfähig waren. Sie selbst haben es teilweise gar nicht so bemerkt. Ein anderer Link dazu https://www.br.de/nachrichten/wi…-lassen,SzUPBcw

    Da du den BMI ansprichst. Sars-CoV2-Viren können sich vermutlich im Fett verstecken und ständig Mikroentzündungen erzeugen. Gut, da gibt es auch noch andere Quellen. Aber alle zusammen verursachen Schäden, wenn auch erst vielleicht in vielen Jahren.

    Aber hej - Nicht jeder Raucher erkrankt an Lungenkrebs und selbst wenn, dann könnte es auch andere Ursachen haben. Niemand wird genau wissen, ob sein Herzinfarkt, Schlaganfall, Demenz usw. die Folge einer COVID-19-Infektion ist. (Deshalb ist impfen so wichtig, das Virus hat weniger Chancen, sich im Körper auszubreiten. Und deshalb habe ich jetzt geschrieben, weil Verharmloser wie du viel Leid erzeugen können. Es lesen hier ja noch andere mit.)

    Ja, früher habe ich mit Grippesymptomen gearbeitet. Und das ohne Maske.

    Das war damals eigentlich normal.

    Ich habe einen (damals jungen kerngesunden sportlichen) Kollegen, der dies genauso tat und seitdem Herzprobleme hat. War damals nicht gut, ist es heute auch nicht.

    Früher gab es in Deutschland keine Promillegrenze, bei der Einführung gab es heftige Diskussionen (in der ARD-Mediathek kann man noch eine Sendung der 7. Sinn dazu sehen, "wie soll ich nach 3 Bier heimkommen)". Babys gab man einen Schnuller getränkt mit Alkohol, damit sie ruhig waren.

    Vieles hat man früher getan und war weder damals noch heute gut.

    Warum nicht? Warum darf ich mir nicht Normalität genau so wünschen wie ich mir die Smart Watch zum Geburtstag wünsche? Ob das realistisch ist (OK, das mit der Uhr muss ich hier Zuhause noch klären 🤭), das steht auf einem anderen Blatt, das entscheide ich nicht.

    Hat sich mit meinem Beitrag überschnitten.

    Es klang für mich (und anscheinend auch für andere) nicht nur nach Wunsch, sondern nach Forderung möglichst noch heute, egal wie die Situation aussieht.

    Nochmal Tom123 : Ich (!) möchte für mich (und für die, die das auch wollen) mein altes Vor-Corona-Leben wiederhaben. Deswegen bin ich trotzdem nicht naiv. Nenn es optimistisch, aber naiv ist doch sehr beleidigend.

    Ich möchte es auch (und noch viel mehr wie Tom schrieb Frieden, ich möchte in ferne Länder fliegen und mir keine Gedanken über Klimakrise machen, ich möchte so viel).

    Ich hatte beim durchlesen gerade kleine Kinder vor Augen, wenn sie die Augen schließen und glauben, dass man sie nicht sieht. Wir lassen heute die Masken weg und niemand erkrankt mehr ernsthaft. Das halte ich für sehr naiv bzw. rücksichtslos (je nach Wissenstand).

    (Ich hoffe auch auf Maskenpflichtende, aber nicht bei Inzidenzzahlen von 3000 (bei uns). Meine Schüler erkranken jetzt zum 2. oder 3. Mal und teilweise heftig. Langzeitschäden? Und bei soviel Infizierten ist die Wahrscheinlichkeit für Mutationen auch erhöht. Die Zahlen müssen herunter.

    Es gibt für die Coronazahlung 2 Anspruchsvoraussetzung:

    1. Anspruch auf Entgelt für mind. 1 Tag zwischen dem 1.01.2021 bis 29.11.2021.

    2. Bestehen des Arbeitsverhältsnisses am 29.11.2021

    Daher wer nach dem 1. Januar in Elternzeit gegangen ist hat Anspruch, wenn er noch Angestellt ist. Wer zum 28.November sein Arbeitsverhältnis beendet hat, hat Pech.

    Ich verlinke Beiträge der 1. Seite.

    Nein, Teilzeit bleibt Teilzeit. Das bekommst du immer nur anteilig. Die 1.300 bekommst du nur, wenn du auch volle Stundenzahl arbeitest.

    Sie hat vermutlich vor der EZ mehr als 2 Stunden gearbeitet (1/13 Deputat). (Darüber wurde hier im Thread viel diskutiert.) Und 1300 statt 100 ist schon extrem ärgerlich.

    Zum Glück dürfen wir es hier. Auch wenn es geschmacklos und schlecht gemacht ist, wir dürfen, in einem sehr weit gefassten Rahmen, ohne dafür verhaftet zu werden.

    Oliver Welke hatte das Problem auch, er sagte gleich zu Beginn der heute-Show, dass sie sich gefragt haben, ob sie die Sendung überhaupt machen wollen. Und dann haben sie sie gemacht, und ich finde, das ist gut gelungen.

    Es geht mir sehr oft so, dass mir bei dieser Art von Sendungen das Lachen im Hals stecken bleibt. Die "Anstalt" zum Beispiel ist ja eigentlich irgendwie lustig - aber eigentlich eben auch nicht. Die verhandelten Themen machen mich regelmäßig zornig. Aber Satire ist ja eben auch ein Mittel, um diesen Zorn zu kanalisieren.

    Ich hatte "dürfen" bewusst in Gänsefüßchen gesetzt und dachte, ich müsste es nicht erklären. Natürlich werden wir nicht verhaftet.

    Aber, wenn es mir extrem schlecht geht, wäre ich zusätzlich sehr verletzt, wenn "herum stehende Zuschauer" Satire üben würden, weil sie mein Leid sehen. Genau deshalb finde ich es völlig daneben, wenn wir bequem auf der Couch sitzend, Satire üben/Witze reißen usw. (Ich dachte auch an die DDR-Witze in meiner Kindheit).

    Anders ist es, wenn der Betroffene sie äußert. Sie "dürfen es", selbst wenn sie ins Gefängnis kommen.

    Was ich noch zum eigentlichen Thread-Thema anmerken wollte: Es scheint furchtbar einfach zu sein, eine Sonderzahlung auszuzahlen. Warum muss msn dann bei den Pflegekräften so rinen furchtbaren Aufwand machen? Anträge und Zeuch?

    Meine Schwester musste keinen Antrag stellen. Geht es um private Arbeitgeber, die das Geld vom Bund erstattet haben wollen (und nicht/teilweise selbst zahlen) ? Der Staat weiß nicht sofort für jeden kleinen mobilen Pflegebetrieb, wie viele Angestellte er hat und wieviel im vergangenen Jahr bereits bezahlt wurde. Das Land weiß aber über seine Beschäftigten Bescheid.

    Oder geht es um die Deckelung der Sonderzahlung? Wer letztes Jahr bereits eine Sonderzahlung erhielt, bekommt dieses Jahr evtl. nur noch den ""Rest" der steuerfreien Zahlung.

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