Beiträge von Kris24

    Ich habe dich so verstanden, dass die durchgemachten Windpocken zu Gürtelrose führen können und man deswegen impfen sollte. Oder ist es jetzt eh zu spät? Oder meintest du, die Gürtelroseimofung macht Sinn, wenn man Windpocken hatte?

    Ja, Gürtelrose kann man nur kriegen, wenn man Windpocken hatte. Dann ist die Impfung extrem sinnvoll.

    Ich habe gerade hier etwas verlinkt, was diese Zusammenhänge genau erklärt. (2 Beiträge weiter oben)

    Man hat sicher darauf gehofft, dass die Impfung eine längere Halbwertzeit hat. Es gibt aber wohl vorsichtige (bisher aber nicht belastbare) Anzeichen dafür, dass der Rückgang nach der 3. Impfung langsamer verläuft. Es wäre wahrscheinlich am sinnvollsten, die Boosterimpfung als Teil des regulären Impfschemas zu betrachten und von vornherein zu sagen, dass der vollständige Impfschutz mit Erstimpfung, Zweitimpfung nach vier Woche und Drittimpfung nach vier Monaten erreicht wird.

    Das wusste man im Frühjahr noch nicht. Aber zu viele wissen nicht, wie Naturwissenschaften "funktioniert", erleben jetzt zum 1. Mal, wie immer wieder neue Erkenntnisse gewonnen werden und altes "Wissen" als falsch oder verändert angesehen werden muss ( Bsp. Schmierinfektion). Für viele war vor Corona das einmal gelernte Schulwissen immer gültig. Jetzt reagiert mancher mit vollständiger Ablehnung.

    Ich hatte Windpocken, da war ich noch ganz sicher keine vier Jahre alt (weil meine Schwester noch nicht auf der Welt war), ich dachte, dass ich dadurch lebenslange Immunität hätte, ist das nicht so?

    Das Problem ist, dass jemand mit Windpocken später, wenn das Immunsystem nachlässt, an schmerzhafter Gürtelrose erkranken kann, das Virus schlummert im Körper. Deshalb wird eine Impfung empfohlen.

    Damit bist du dann wie ich eine Kandidatin, die sich irgendwann gegen Gürtelrose impfen lassen sollte. Habe das zuletzt schon für mich nachgeschaut, bin aber noch zu jung. Ab 50 dürfte ich als chronisch Kranke mit geschwächtem Immunsystem wohl zum Zug kommen.

    EDIT: Gerade nochmal beim RKI nachgelesen. Empfohlen wird die Impfung inzwischen unabhängig von einer Windpockeninfektion, die mutmaßlich alle als Kind durchlaufen haben ab 50 bzw. 60 Jahren mit nur wenigen, gesundheitlich bedingten Einschränkungen. Insofern sollten wir alle die früher oder später bekommen.

    Zu zu jung

    Eine junge Kollegin ist im vergangenen Jahr schwer an Gürtelrose erkrankt. Es wird zwar erst ab 60 Jahren empfohlen, weil dann beim Durchschnittmenschen das Immunsystem schwächer wird. Aber mit geschwächten Immunsystem wäre ich vorsichtig.

    Ich persönlich habe es auch schon überlegt, hatte aber nie bewusst Windpocken. Evtl. hatte ich eine einzige (!) im Alter von 6 Monaten. Ich hatte eine Narbe, die längst verschwunden ist und der damalige Kinderarzt meinte auf die Frage meiner Mutter, es könnte eine gewesen sein.

    Dürfen bei euch die Tests nicht zu Hause durchgeführt werden? Das würde doch die geringe Anzahl an positiven Tests erklären.

    Nein, nur an manchen Grundschulen erlaubt. In meiner Stadt nirgends.

    Ich vermute tatsächlich die unterschiedlichen Tests, wir hatten schon alles. Und beim letzten Test sah das Ergebnis jedes Mal anders aus, ein Schüler hatte z. B. 2 Striche als Kreuz, nicht parallel (ich habe, wenn nicht eindeutig , noch einmal testen lassen, Kollegen haben noch nicht einmal die Anleitung gelesen (da gab es große Unterschiede)). In der 3. Woche gab es immer viel weniger ungültige Tests, aber dann kamen wieder neue. Damit werden die Zahlen in Hessen erklärt.

    Ich habe mal im Auftrag meiner Mutter über verschiedene Gürtelrosenimpfstoffe gegoogelt (und viel gelesen), auch sa gab es verschiedene Varianten (eine hat sich durchgesetzt, war aber vor Jahren noch nicht so klar) . Auch zu FMSE hatte ich mich informiert, weil mein damaliger Arzt mich nicht impfen wollte und es später nach Arztwechsel getan.

    Wir hatten halt ein Jahr Zeit. Normalerweise impfen viele sofort, wenn es der Arzt sagt.

    Manche sagen, alles mischen wäre gut, aber natürlich gibt es dazu noch keine Studien. Eine neue Studie aus Schweden hat festgestellt, dass zweimal Moderna am längsten vor Infektion schützt, dicht gefolgt von AstraZeneca/BioNTech, deutlich vor zweimal BioNTech. Von zweimal AstraZeneca war nach wenigen Monaten wenig Schutz übrig. Janzen gab es nicht in der Studie.

    Aber was Schottland/ UK sagt, weiß ich nicht. Bei uns blieb man bis jetzt bei einem m-RNA-Impfstoff. Ich musste also Biontech nehmen.

    Ergänzung

    https://www.mdr.de/brisant/corona…amkeit-100.html

    Ich habe mich heute von einem mobilen Impfteam impfen lassen, habe mir aber den Arsch abgefroren. Hat 3,5 Stunden gedauert, bis ich draußen war und es waren auch einige ziemlich alte Leute dabei, die genauso lange standen. Aber die Hausärzte haben Wartezeiten bis März und ich wollte mich nicht irgendwo vordrängen.

    Ja, es dauert (in Baden-Württemberg) immer länger. Kollegen haben jetzt über 4 Stunden gewartet (Nachbarkreis), bei uns wird in diesem Monat nur noch "geschlossene Gruppen" geimpft. Ich bin froh, dass ich durch bin (ich hatte ja Sorgen, dass ich nach 2 Stunden warten mit knapp 6 Monaten weggeschickt werde).

    Herzlichen Glückwunsch. Die Studien sind ja gut.

    Ich war gestern auch etwas irritiert, denn laut der RKI-Übersicht liegt der Anteil der Corona-Patient*innen auf den Intensivstationen in der Stadt, in der ich wohne, bei ca. 11%. In der regionalen Zeitung sagte aber ein Sprecher der örtlichen Krankenhäuser, dass zwei Drittel der Intensivbetten von Corona-Patient*innen belegt seien. Ja, wem glaube ich denn nun? Oder hängt die Darstellung des RKI doch zeitlich so weit hinterher?

    Sie hängt lt. NDR 2 - 3 Wochen hinterher (Bericht Ende September). Der MDR hat es vor Kurzem für Sachsen ausgerechnet, statt noch nicht einmal Warnstufe, war es längst Überlastungsstufe (oder wie die Begriffe in Sachsen heißen).

    Ja, melden der Hospitalisierungsrate dauert ca. 3 Wochen. Die heutigen Zahlen sind über 50 % zu gering.

    Du hattest doch mich mal geblockt?!

    Nur tageweise. Ich schrieb es einmal im anderen Thread. An manchen Tagen vertrage ich nicht so viel (Stress, Kopfschmerzen usw.). Dann blockiere ich einzelne durch die ich mich in dem Moment provoziert fühle. Normalerweise entblocke ich schnell, blockieren ist für mich kindisch. Dich hatte ich mal übersehen und versehentlich länger geblockt, ich hatte in dem Zeitraum auch nichts von dir gelesen und es gar nicht bemerkt. Dauerhaft habe ich nur Julia geblockt, bei ihr gehe ich nicht von einem ernsthaften Austausch aus. Wer weiß, ob sie überhaupt weiblich und Lehrerin ist?

    Ich bin an gutem Austausch interessiert. Manchmal hatte ich nur das Gefühl, wir schreiben immer wieder dasselbe.

    So, und damit verordne ich mir erst einmal ein paar Tage Pause in den Coronathreads. Das setzt mir gerade zu sehr zu, das zu lesen, gerade weil ich weiß, dass du - leider- recht hast. Ich muss mich jetzt erst einmal auf das Fahren auf Sicht konzentrieren und den Rest ein wenig ausklammern, sonst halte ich das mental gerade nicht aus. Mein Blutdruck explodiert gerade, das Kopfkino rast und ich fühle mich ziemlich verzweifelt, weil ich kein Licht sehe am Ende des Tunnels, nur noch mehr Tunnel. Also schaue ich mir den nächsten Meter Gleise an und wenn der geschafft ist den folgenden Meter und so weiter, bis es hoffentlich irgendwann wieder heller wird. Haltet die Ohren steif. Ich melde mich wieder, wenn ich wieder hoffnungsvoller sein kann in mir, was hoffentlich schon in ein paar Tagen wieder der Fall sein wird (ich bin schließlich ein erprobtes Stehaufweibchen).

    Versuche nur an die beiden kommenden Wochen zu denken, alles andere wissen wir nicht. Genau das sage ich zu mir selbst auch immer wieder. Ich versuche mein bestes zu geben, vorbereiten, was ich kann, mehr geht nicht. Punkt.

    Ich habe beschlossen, wenn es zu kalt wird, Alarm zu schlagen, ich habe einige Kontakte auch wg. anderer Dinge aufgebaut. Du schreibst, du hast eine gute SL, ich auch, es gibt viele Menschen innerhalb und außerhalb der Schule, die das schlimmste verhindern werden. Passe gut auf dich, auf deine Lieben auf.

    Ich habe aktuell einen "Schatten" und es bereitet mir große Freude. Er ist interessiert, unterrichtet einzelne Stunden in verschiedenen Klassen, kann gut mit Schülern, setzt Tipps gut um, wir führen viele gute Gespräche. Ich kann ihn mir gut als Lehrer vorstellen und auch ihm macht es Freude. Ich hatte schon andere, bei denen es mehr "Arbeit" als "Freude" war.

    Wenn ich sowas lese spüre ich direkt, wie ich Puls bekomme und schwerer zu atmen beginne. Es :uebel: mich an, dass wir an diesem Punkt sind- schon wieder.

    Wenn es nur um die halbe Woche gehen würde.

    Aber ich kann mir echt nicht vorstellen, wie es im Januar oder Februar klappt, wenn es für das regelmäßige Lüften zu kalt wird, wenn es durch die Fenster herein schneit (wir konnten schon 2 Tage wegen Dauerregen nicht lüften, unsere Fenster öffnen zur Wetterseite, es schneit/ regnet ca. 2 m herein).

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