Beiträge von Kris24

    Nein, leider nicht. War etwas, was ich am Handy gelesen habe, deshalb finde ich es auch im Verlauf nicht mehr. Ich meine, es war beim BR oder SWR (im Rahmen eines Artikels über RLP), finde es aber gerade selbst nicht wieder. Ich suche gerade schon. Wenn ich es wiederfinden sollte verlinke ich es. Tut mir leid, ich lese einfach zu viele Nachrichten im Tagesverlauf (morgens vor dem Frühstück, zum Frühstück die Tagesschau, in den Pausen, mittags ein schneller Überblick, am Abend nochmal die "große" Runde) und merke mir vieles nur auszugsartig und nur selten mit direkter Quelle.

    Vielleicht beim SWR? https://www.swr.de/swraktuell/rhe…08a11ab691.html

    Daraus zitiert

    Bewohner von Altenheimen und Lehrer sollen dritte Impfung bekommen +++

    17:30 Uhr

    Die rheinland-pfälzische Landesregierung will allen Menschen in Altenheimen bald eine dritte Corona-Schutzimpfung anbieten. Das kündigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag in Mainz an. Dies gelte auch für die Beschäftigten dieser Einrichtungen und auch die Krankenhäuser würden berücksichtigt. Viele Lehrer wünschten sich - obwohl es keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) dafür gebe - ebenfalls eine sogenannte Booster-Impfung nach sechs Monaten. Dafür sollen Impfbusse an den Schulen eingesetzt werden. Die Einzelheiten stehen noch nicht fest. Der Hausärzteverband Rheinland-Pfalz sieht sich wegen der Drittimpfungen nicht überlastet, wie Präsidentin Barbara Römer dem SWR sagte.

    (Zitatende)

    Für Baden-Württemberg oder NRW, um zum Threadthema zurückzukehren, habe ich leider nichts dergleichen gelesen. Ich habe ja noch knapp 4 Wochen Zeit.

    Ergänzung (gerade gefunden)

    https://www.zeit.de/gesundheit/202…ueche-impftempo

    Das ist nicht dein Ernst, für sie Erstkorrektur gibt es einen Korrekturtag, für die Zweitkorrektur mindestens zwei, das gibt die Verordnung bei uns vor. Ich sehe gerade dein Bundesland nicht, aber da ist der Personalrat gefragt. Bei dem, was ich hier lese, ist der in manchen Schulen sehr schwach.

    Stimmt so nicht. Ich bin auch in Baden-Württemberg. Jede Schule bekommt eine bestimmte Anzahl und verteilt sie. Ich habe oft kleine Chemie-Leistungskurse und bekomme dann nur 0 - 1 Korrekturtag. 2 Korrekturtage gibt es bei uns ab 21 Arbeiten (andere Schulen verteilen vielleicht anders).

    Und ja, die gibt es nur in Baden-Württemberg, alle anderen Bundesländer korrigieren nicht dreimal (davon zweimal völlig unabhängig, der Zweitkorrektor kennt weder Namen, noch Schule, noch Note des Erstkorrektors). Erst der dritte sieht beide und versucht gibt die endgültige Note.

    Ja, er hatte (nur eine AstraZeneca-Impfung (nach genesen). Wer nur Vektorimpfstoffe erhalten hat, soll lt. Stiko-Empfehlung boostern (einige meiner Kollegen mit zwei AstraZeneca-Impfungen haben auch bereits Termine im November).)

    Für uns andere gibt es zwar keine Stiko-Empfehlung, aber die muss nicht sein. Auch so sind Impfungen für alle 6 Monate nach Zweitimpfung erlaubt und werden bezahlt (heute morgen gelesen). Man muss nur einen Arzt finden und das ist das schwierige. Ich habe immer noch keinen Hausarzt gefunden und es gibt hier weder mobile Impfteams noch Impfzentren.

    Auch wir haben zentrale Abiturprüfungen. Da ist alles für jedes Fach in ganz Baden-Württemberg einheitlich festgelegt (inkl. Korrekturzeiten). Ganz schwierig wird es, wenn ein korrigierender Kollege ausfällt, dann muss ein anderer kurzfristig übernehmen (Korrektur aufteilen ist nicht erlaubt).

    Das klappt bei uns auf freiwilliger Basis (ein Beweis für das gute Klima zwischen uns Kollegen, es gibt nur wenige, die sich regelmäßig drücken). Letztens musste 23 Englischklausuren innerhalb von vier Tagen korrigiert werden, weil die Kollegin einen Unfall hatte und dann doch länger ausfiel. (Die Kollegin des Parallelkurses übernahm freiwillig, weil sie die Aufgaben bereits kannte. Sie hatte dann in knapp 2 Wochen über 45 Arbeiten. )

    Während der schriftlichen Maturaprüfung findet für alle anderen Klassen regulärer Unterricht statt. Ich habe genau dann Aufsicht, wenn ich meine 4. Klasse im Unterricht hätte. Während der mündlichen Prüfungen ist Sonderwoche, da geht der Rest auf Exkursion etc Aber was glaubt ihr, wer sich bei uns alles aufregt, wie viel Unterricht doch ausfällt. Was effektiv nur während 2 Wochen pro Schuljahr der Fall ist, wenn man findet, Exkursionen sind kein Unterricht.Wir haben dafür gar nicht genug Räume

    Pro Raum pro Stunde zwei Kollegen, natürlich sind auch bei uns zuerst die dran, deren Unterricht ausfällt.

    Zusätzliche (zahlreiche) Vertretung fällt für die Korrekturtage an (da waren meine 6 Stunden in einer Woche.) Jede Abiturarbeit wird in Baden-Württemberg dreimal unabhängig voneinander korrigiert (in sehr kurzer Zeit, ohne Korrekturtage nicht zu schaffen).

    Hmm, nee, ist bei uns alles kein Grund für Unterrichtsausfall.

    Bei Abiturkorrektur gibt es bei uns Korrekturtage, da fällt bei 3 Korrekturen pro Schüler pro Fach sehr viel aus (je nach Anzahl der Korrekturen können pro Kollege zwischen 0 und 6 Korrekturtage anfallen).

    Kommunikationsprüfungen (Teil vom Abitur) hat jeder Schüler zu halten, dauern 3 Tage (10 Kollegen, 6 Englisch, je 2 Französisch und Spanisch) und wir haben Ganztagsschule. Am Sonntag ist keine Prüfung (natürlich fällt da Unterricht aus).

    Unsere 5. Klassen haben nur zwei Klassenfindungstage, aber natürlich sind Klassenlehrer und ein weiterer Kollege dabei. (Dann vertreten vor allem die Kollegen, deren Unterricht in Klasse 5 ausfällt, nur geht das natürlich nicht auf.)

    Dafür haben wir zwei Sonderwochen pro Schuljahr, die allermeisten Exkursionen finden während dieser Zeit statt.

    Das habe ich auch mal vorgeschlagen, aber unsere Fremdsprachler und viele andere waren dagegen. Bei Austausch muss auch die Planung der anderen Länder (Frankreich, Großbritannien, Spanien und drei weitere, die ich jetzt nicht nenne, weil damit Eltern mich identifizieren könnten) berüchtigt werden, Klassenfindungstage (zweimal werden bei uns Klassen neu nach Kurswahl neu zusammengesetzt, um noch mehr Schienen zu verhindern) müssen am Anfang des Schuljahres stattfinden, Kunst- u.a. Ausstellungen finden zu bestimmten Zeiten statt.

    Bei uns gibt es gar keine Vertretungsstunden, auch nicht in der Mittelstufe. Nach Absprache werden Stunden vorgezogen um die Lücke zu schließen. Ansonsten fällt die Stunde aus. Wir haben aber keine Unterstufe.

    Vorziehen geht bei uns selten (wird aber immer versucht), weil wir ab Klasse 5 Wahlkurse haben. Wenn bilingual oder Musikprofil ausfällt, hat der Rest der Klasse immer noch regulären Unterricht. Vertretung ist dann biligual, zusammengesetzt aus mehreren Klassen.)

    Und Klasse 8 und 9 (13 - 15 jährige Schüler) sind bei euch unbeaufsichtigt? Bei uns muss in der Mittelstufe auch vertreten werden. Nur in der Oberstufe nicht.

    (Vor Einführung des digitalen Klassenbuches verschwand in Vertretungsstunden manchmal das Papierklassenbuch, einige Schüler seilten sich ab und wurden prompt von der Polizei aufgegriffen. 13jährige Achtklässler (Mittelstufe) sind Kinder, wenn etwas passiert, wer haftet bei euch?)

    Ich hatte seit den Sommerferien 3 Vertretungsstunden (ein Kollege war auf Fortbildung, eine bei einer Exkursion mit einer Klasse, einer mit einem SMV-Wochenende unterwegs). Krank war bisher niemand.

    Wir haben 2000 Schüler und keine Präsenzstunde, wie schon geschrieben konnte dies auch nicht gegen den Personalrat durchgesetzt werden.

    Wir früher auch nicht, sie wurden eingeführt, weil wir Lehrer sie wollten!!! (Auch wenn manche hier das nicht verstehen wollen.)

    Es ist eine Riesenerleichterung.

    Früher konnte ich in jeder meiner Hohlstunden Vertretung haben, jetzt nur höchstens in 3. Früher konnte jeder, der im Lehrerzimmer saß oder wie ich in der Chemiesammlung (das weiß jeder an meiner Schule) angesprochen werden und musste plötzlich vertreten. Jetzt bin ich in fast all meinen Hohlstunden safe. Ich kann sie verplanen (z. B. Versuch für die nachfolgende Stunde aufbauen, früher musste ich es am Vortag, es konnte ja plötzlich eine Vertretung kommen und ich hätte dann keine Zeit. Meistens saß ich dann herum, weil ich keine sinnvolle Aufgabe mehr hatte (ich hatte ja alles am Vortag erledigen müssen).

    Früher hatten nur wenige viele Vertretungsstunden (die mit vielen Hohlstunden oder die wie ich in der Sammlung greifbar waren, mein Rekord ist bei 6 (!) Vertretungsstunden in einer Woche bei vollem Deputat), jetzt hatte ich in den letzten 6 Wochen insgesamt 3 (und das war seit Einführung also auch vor Corona ungefähr so), weil jetzt die Vertretungsstunden auf alle gleichmäßig verteilt werden.

    Früher habe ich manchmal (wie viele anderen Kollegen) die "Flucht ergriffen", weil ich keine Vertretung halten wollte. Dann saß ich im Cafe, aber konnte auch nicht sinnvoll arbeiten. (Es gibt einfach Situationen, dass plötzlich eine Klasse alleine dasteht, weil Kollege, Kind des Kollegen plötzlich krank wird, Unfall hat, weil zu Hause Wasserrohrbruch gibt (hatte ich einmal und dann musste jemand anderes einspringen) usw., es gibt ja die Vertretungen, die Frage ist immer, wie verteilt man sie.)

    Ich habe auch deshalb so viele, weil bei uns dank Teilzeitkonzept dies eine Maßnahme ist, Teilzeitkräfte zu entlasten. Teilzeitkräfte werden bei uns genauso zu Klassenlehrgeschäfte usw. herangezogen, bei Bereitschaft sind aber vor allem die mit vollem Deputat dran (bis 2/3 Stelle ist es z. B. nur eine Bereitschaftsstunde, danach zwei und erst bei vollem Deputat 3).

    Noch einmal, es ist eine Riesenerleichterung für mich (und das sieht die größte Mehrheit des Kollegiums genauso). Die meisten Bereitschaftsstunden laufen genauso wie früher ab, ich kann evtl. eine Vertretung erhalten (das war auch früher so), aber jetzt bin ich mir sicher, dass ich den Rest der Woche in Ruhe gelassen werde.

    Ich habe eine gute Freundin in Bielefeld, die ich regelmäßig besuche. Jedes, wirklich jedes Mal, wenn ich davon im Bekannten- oder Kollegenkreis erzähle, antwortet irgendjemand: "Aber, aber... Bielefeld gibt es doch gar nicht... *pruuust*." Immer. Seit Jahren. Es nervt wirklich. Ich reagiere inzwischen einfach nicht mehr drauf - kann aber nicht umhin, manchen dieser Menschen ein etwas schlichtes Gemüt zu unterstellen.

    Geht mir genauso. Wirklich jeder macht einen Kommentar. (Ich "verschweige" daher manchmal 6 Jahre meines Lebens. ) Es nervt.

    700 ist hier ganz normal und gilt nicht als klein, "kleine" Gymnasien haben 400. Bei der Schülerzahl frage ich mich aber erneut, warum ihr drei Präsenzstunden braucht. Wir kommen bei vergleichbarer Schülerzahl mit einer pro Woche hin.

    Teilzeitkräfte bis 16 Stunden haben nur eine Präsenzstunde, bis 21 Stunden 2 und erst darüber 3. Wir haben es auch deshalb, damit es gleichmäßiger verteilt werden kann. Früher hatten wir gar keine und dann gab es die Situation, dass ich bis zu 6 Vertretungsstunden in einer Woche hatte (weil ich eben einen sehr schlechten Stundenplan hatte) und andere Kollegen mit sehr kompakten Plan heimgingen.

    Bereitschaftsstunde heißt ja nicht gleich Vertretung, ich bin nur bereit (meistens in der Chemiesammlung, manchmal im Ruheraum), aber außerhalb der 3 Stunden habe ich nie Vertretung. Das finde ich sehr angenehm.

    Ich habe ja einige Jahre in Bielefeld unterrichtet, bevor es "verschwand" (ich habe erst nach meinem Wegzug davon erfahren). Inzwischen gibt es immer Kommentare, wenn die Rede darauf kommt.

    Ich mochte es, denke gerne zurück.

    Ich unterrichte lieber an einem kleinen Gymnasium mit sehr gutem Klima und Kollegen, netten Schülern, unterstützende Schulleitung als ...

    (Wir hatten vor kurzem ein Problem und es war für alle schön, wie wir gemeinsam es gelöst haben, jeder hat geholfen, mitgelitten, war einfach da. Und genau das bestärkt mich, das erzählen übrigens auch Eltern, warum sie ihre Kinder bei uns anmelden.)

    Das große Gymnasium hätte gar nicht Platz, es müsste dann auch erst gebaut werden.

    Auch Baden-Württemberg hatte "Evalutation". Einige Kollegen wurden ausgelost und durften 20 Minuten "Showunterricht" halten (ich hatte zum Glück Glück). Danach gab es auch nichtssagende Kommentare (allzu schlecht waren unsere nicht, aber sinnvoll auch nicht). Viel Vorbereitung (es musste ein mehrere hunderte Seiten langer Bericht vorher erstellt werden), viel Aufregung in der Woche selbst, viel Bericht danach, keine Folgen, weil zu nichtssagend.

    Inzwischen gibt es sie auch nicht mehr, weil niemand Sinn darin sah.

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