Beiträge von Kris24

    Gut mein "will" bei veröffentlichen war falsch, es ist ein "muss". Und nein, ich verdamme niemanden und weiß, dass mein Professor damals genau deshalb zu den Verlierern gezählt hat im Gegensatz zu einem anderen, der natürlich meine Uni nur als Sprungbrett zu größerem nutzte (bei uns war es zu provinzial).

    Aber wer soll es verhindern? Du hast geschrieben es sei "Aufgabe der Wissenschaft" und genau die gibt es nicht. Natürlich drängt jeder nach vorne und wer von hinten kommt, muss eben mehr riskieren (und mancher muss auch in die Bildzeitung oder in eine Talkshow, um wahrgenommen zu werden).

    Ich verurteile da überhaupt nichts, ich beobachte nur, ich könnte es auch nicht, ich wäre (im besten Falle) nur soweit wie mein Professor gekommen, der noch nicht mal an unserer Uni beachtet wurde.

    Ein Kollege hat eine akuten Neurodermitis-Schub und wird derzeit systemisch mit Cortison behandelt. Der Arzt sagt, er soll mit der Impfung warten, bis es abgeklungen ist. Eine weitere Person leidet an einer rheumatoiden Arthritis, der Arzt meint, es gäbe Berichte dass die mRNA-Impfung einen akuten Schub auslöst. Ich las auch schon von einem konkreten Fall einer Frau, die mit ähnlichem Krankheitsbild eine Rückenmarksentzündung nach der 1. Impfung hatte. Auf die zweite hat man dann verzichtet. Es wird empfohlen auf einen proteinbasierten Impfstoff zu warten. Wobei hier gar nicht sicher ist, dass das das Problem löst. Die dritte mir bekannte Person hat Brustkrebs und hat vor Kurzem die Chemo begonnen. Die wird jetzt eben auch nicht geimpft.

    Ja, rheumatoide Arthritis wurde genannt (fällt mir gerade wieder ein), ich glaube auch MS.

    Bei Chemo wird es bei uns schon empfohlen, es bringt aber wohl nicht so viel (es wird inzwischen empfohlen, dass eine 3. Impfung 4 Wochen nach der 2. erfolgen soll, dann gäbe es etwas Wirkung).

    Eben, Drosten würde ich als führend bezeichnen, er muss nicht alles sofort veröffentlichen. Er wird seinen Ruf nicht ruinieren wollen für 5 Minuten Öffentlichkeit.

    Aber deinen letzten Satz verstehe ich nicht. Wer hat die Aufgabe es zu verhindern, wenn ein anderer unbedingt veröffentlichen will? Genau das hat mich getriggert. Es gibt nicht "die Wissenschaft" oder "die Aufgabe der Wissenschaftler". Manche aus den hinteren Reihen können nicht warten, müssen sofort irgendetwas veröffentlichen, auch wenn es kein Mehrgewinn, keine neue Erkenntnis ist. Und natürlich greifen Medien das auf. Es ist so und lässt sich nicht ändern (auch wenn ich es nicht gut heiße). Und Außenstehende blicken natürlich nicht durch, überlegen und lesen auch oft nicht nach, wer wohl recht hat.

    Das mache ich auch gar nicht, ich als Laie glaube aber auch erst einmal den Profis, die sagen, dass es so gut wie keine Kontraindikation für eine Covid-19-Impfung gibt.

    ich habe gelesen, dass es Krankheiten gibt (ich habe vergessen, welche), bei denen eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff ein Schub auslösen könnte. Da wäre ich evtl. auch vorsichtig und würde auf einen anderen Impfstoff warten (und ich bin absoluter Impfbefürworter). Es seien etwa 1 % der Bundesbürger davon betroffen. Behaupten tun es auf jeden Fall mehr.

    Wir haben auch eine digitale Version, bei der sich einstellen lässt, wer was sehen kann (die Moderatoren sind Kolleg:innen).

    In unserem Fall können die Eltern Einträge ihre Kinder betreffend sehen, z.B. XY hat die HA nicht gemacht, XY hat sie nachgezeigt. Auch Fehlzeiten und Entschuldigungen derselben sind einsichtig, Inhalte und Kommentare zur Stunde nicht. Obwohl dies beim Elternpflegschaftsabend wohl mehrfach gewünscht wurde (+ natürlich abgelehnt wurde).

    Derzeit ist ein neues Problem aufgetaucht: wir können die HA eintragen, die über die APP sowohl Eltern als auch Schülern angezeigt werden = alle werden faul, schreiben sich die HA also nicht mehr auf und es gab die ersten Emails á la "Wie konnten Sie mein Kind mit "HA nicht gemacht" eintragen? Es stand nichts im Schulmanager und daher finde ich das mehr als ungerecht".....

    Ich persönlich finde, wenn ich HA ansage, sie an die Tafel schreibe und Zeit zum Abschreiben gebe, ist "Fritzchen" sehr wohl selbst verantwortlich, wenn diese besagte HA nicht gemacht wurde. Schulmanager hin oder her. So!

    bei uns ist klar geregelt, Hausaufgaben können, aber müssen nicht eingetragen werden. Klassenarbeitstermine können sich ändern. Es zählt der Unterricht. Aber natürlich lässt sich immer behaupten, es wurde nicht gesagt (das war aber früher genauso).

    Bei uns sind die digitalen Klassenbücher teilweise von Eltern und Schüler einsehbar (lässt sich einstellen was, wir haben in einer GLK abgestimmt). Eltern und Kindern können Unterrichtsinhalte und Hausaufgaben (auch wie gut sie erledigt wurden), Klassenarbeitstermine (jeweils nur für ihre Klasse) und Fehlzeiten (nur für eigenes Kind) sehen, mehr nicht. Kollegen können mehr sehen, aber ich kann auch zusätzlich Dinge eintragen (Unterrichtsnotizen, Noten usw.), die nur ich sehen kann (Datenschutz).

    Früher lagen sie auch bei uns offen herum, aber hin und wieder "verschwanden" sie, weil Schüler ihre Einträge nicht akzeptierten. Deshalb war am Schluss ein Schüler verantwortlich und holte bzw. brachte es über Nacht ins Sekretariat.

    Habe ich absichtlich in Anführungszeichen geschrieben.


    Du irrst. Ich habe in der Arbeitsgruppe eines auf seinem Gebiet wirklich sehr bekannten Professors promoviert. Ein direkter Abkömmling von Gerhard Ertl. Selbstverständlich haben auch wir "Blödsinn" publiziert nur damit es getan ist und die nächsten Fördergelder fliessen. Ich könnte Dir Artikel in Science und Nature nennen die in der Beschreibung der Methodik mindestens arg optimistisch sind, um mal diplomatisch zu bleiben. Es ist ernüchternd, wenn man das System selber von Innen kennt. Ich wurde z. B. für eine Publikation vom Gutachter genötigt bestimmte Quellen zu zitieren, andernfalls hätte man mir einen Daumen runter gegeben. Das (unter anderem) ist absolut gängige Praxis.

    natürlich weiß ich, dass es zu oft/fast immer nur um Gelder geht (ich hatte als Lehramtler bewusst eine unbedeutende Arbeitsgruppe an der Uni gesucht, mir war Betreuung und gute Arbeitsatmosphäre wichtiger, ich musste mir ja im Gegensatz zu den Diplomern keinen Namen machen). Aber du bist (entschuldige bitte, vielleicht schätze ich es falsch ein, kenne deinen korrekten Namen nicht), kein Wissenschaftler 1. Ranges. Wenn du "Mist" veröffentlichst, ist dein Name ruiniert, nicht unbedingt der von deinem Professor und sicher nicht G. Ertl. Und wer in Science veröffentlicht, muss nicht führend auf seinem Gebiet sein.

    Ein "Abkömmling von G. Ertl" muss evtl. um Gelder kämpfen und irgendetwas veröffentlichen. Und zwischen absoluten Blödsinn (bei dir "Hühnerkacke" ;)) und Übertreibung/nicht alles berücksichtigen gibt es viele Stufen. Aber um das geht es hier gar nicht. Der von dir zitierte "Normalo" nimmt Wissenschaft in Form von Talkshows etc. auf, er liest kaum Fachzeitungen. Und da gab es immer 2 gegenteilige Meinungen, die gleich wichtig gegenüber standen.

    Mir fiel es bei "Corona" schon extrem auf, wer hat wann was und wie veröffentlich, wer musste unbedingt auffallen, wer nicht. Corona war für viele die Chance endlich mal in der Öffentlichkeit wahr genommen zu werden.

    Das taten sie immer schon, das hat bis anhin nur niemanden interessiert. Und ich sehe es leider wie Kris, ich denke dass "die Wissenschaft" im Ansehen jetzt noch beschissener dasteht als vorher. Zum Teil aber durchaus auch selbstverschuldet. Man hat in den letzten Monaten schön gesehen, wie viel Hühnerkacke publiziert wird, nur damit publiziert ist. "Normale" Menschen können das nicht einordnen und entwickeln ein entsprechendes Unverständnis.

    Was ist 'die Wissenschaft "?

    Ich denke, Wissenschaftler der 1. Reihe achteten schon immer auf ihren Ruf, spüren auch nicht den Zwang unbedingt auffallen zu müssen, veröffentlichen keinen Blödsinn, auch die der 2. Reihe wollen nach vorne und überprüfen noch einmal, bevor sie an die Öffentlichkeit gehen.

    Problematisch sind die der "hinteren Reihen", sie drängten mit dem größten Blödsinn in Talkshows und Bildzeitung, veröffentlichen auf Teufel heraus irgendwo. Was soll ein seriöser Wissenschaftler tun? Schweigen, damit es keine Differenz gibt? Ich habe lange vor Corona mal von einem Fachmann gelesen "10 Gründe, warum ich die Einladungen in Talkshows nie annehmen werde". Es war sehr interessant und mir vorher nicht so deutlich bewusst. Z. B. werden in Talkshows grundsätzlich einer dafür und einer dagegen eingeladen, auch wenn in Wirklichkeit eher 99 dafür und einer dagegen ist und beide erhalten die gleiche Redezeit. Es ist eben Show und es geht nicht um ringen um die Wahrheit. Aber viele informieren sich eben in Talkshows etc., wissen nicht über den wissenschaftlichen Hintergrund Bescheid.

    Mir fällt noch etwas ein, von dem ich zumindest hoffe, dass es ein Stück weit bleibt: Wissenschaftler*innen weltweit haben in zuvor undenkbarer Art und Weise zusammengearbeitet, Wissen geteilt und so in Rekordtempo Impfstoffe entwickelt.

    Das fand ich schon beeindruckend und es wäre toll, wenn das zumindest teilweise so bliebe. Es gibt genug Themen, die einen weltweiten und koordinierten Einsatz erfordern: Klimawandel, Zivilisationskrankheiten, Hunger etc.

    Ob das klappt? Keine Ahnung, aber hoffen kann man es ja mal.

    Wenig Hoffnung habe ich hingegen, dass die Politik dauerhaft etwas gelernt hat. Ich befürchte, dass auch bei einer nächsten Pandemie die selben Fehler passieren (kein ausgearbeiteter Plan, keine Reserven an Schutzkleidung, zu langes Zögern, kein bundeseinheitliches Vorgehen…). Ein paar Jahre lang wird man das wahrscheinlich im Blick behalten, aber dann gerät es in Vergessenheit und anderes wird wichtiger. Hat man ja schon oft genug erlebt.

    Ich habe jetzt mehrfach gehört und gelesen, dass viele Wissenschaftler sich noch mehr als der Öffentlichkeit zurück ziehen, weil sie nicht wie Drosten u.a. angegriffen werden wollen. Ich fürchte, dass wir die "Gewalt der Querdenker" nicht wieder einfangen können. Und das macht mir bzgl. Klimakrise Sorgen.

    Viele glauben, dass Fakten nur Meinungen sind, vertrauen niemandem mehr, glauben, dass sie selbst nach bisschen YouTube oder servustv (österreichischer Privatsender, spielt bei uns bei Verharmlosern und Querdenker eine große Rolle) besser Bescheid wissen als Experten (das Wort gilt inzwischen oft als Schimpfwort, ich selbst verwende inzwischen meistens "Fachleute").

    Persönlich stimme ich (fast allen) euren Beiträgen zu. Karuna und Lehrerin2007 schrieben in den ersten beiden Beiträgen alles, was mich auch bewegt.

    Online-Fortbildungen (auch ganztägig) finde ich spitze, leider habe ich wieder die ersten Präsenzfortbildungen, muss (weit) fahren, Fernunterricht brauche ich auch nicht, ich sehe schon gerne meine Schüler, aber frieren dank geöffneter Fenster will ich auch nicht. Ich hoffe, im nächsten Frühjahr ist das schlimmste vorbei.

    Na ja, "angewiesen sein" ist ja so eine Sache ;) . Ich habe auch so einige KuK, die wochenlang nicht in den Klassenbüchern eintragen (wobei ich bei meiner Klasse immer sehr "hinterher" bin, dass die KuK möglichst in der nächsten Stunde nachtragen). Das überprüft bei uns aber auch niemand; die Klassenbücher werden zum Schuljahresende archiviert und das war's. Ist das bei euch anders? Werden eure Klassenbücher regelmäßig überprüft?

    Ja, aber jetzt bekomme ich es nicht mehr so mit, weil die SL nur die säumigen Kollegen anmailt. Als Klassenlehrer mit Papierklassenbüchern war ich beschäftigt, den Kollegen hinterher zu rennen. (Zu Papierformzeiten musste der Klassenlehrer jede Woche mit Unterschrift bestätigen, dass die Woche vollständig ist, die SL hat jeden Monat überprüft und ebenfalls unterschrieben. )

    Dann hätte ich ein Riesenproblem! Ich benutze nämlich immer nur einen speziellen Kuli in der Schule und das schon seit Jaaahren... 8)

    Ich habe es mal bei einem Kollegen mitbekommen, dem Eltern vorgeworfen haben, nicht immer das Curriculum zu unterrichten. Es ging vor Gericht und dann spielt Glaubwürdigkeit eine große Rolle.

    Klar sollten auch wir zeitnah ins Klassenbuch eintragen. Ich muss aber die weniger drängenden Aufgaben in die Ferien schieben, um während der Schulzeit auch mal 'ne Arbeitswoche unter 45 Stunden zu haben. Es ist auch so immer alles dokumentiert (Fehlzeiten, Unterrichtsinhalte, …), es geht nur um den Eintrag/Übertrag ins Klassenbuch.

    Alles wird direkt im Klassenbuch eingetragen. Es ist das wichtigste Beweismittel für deine Arbeit.

    Tja, auch das ist bei uns eine Sache, die nicht so toll klappt. Es gibt immer wieder KuK, die versehentlich Klassenbücher mit nach Hause nehmen, weil sie sie nach Unterrichtsende in ihre Schultasche gepackt haben, und andere KuK, die das Klassenbuch immer im Klassenraum liegenlassen (ich vermute, dass sie entweder keine Lust mehr haben, nach Unterrichtsende nochmal ins Lehrerzimmer zu gehen, oder das Klassenbuch schlicht und einfach vergessen oder aber meinen, dass die betreffende Klasse am nächsten Tag ja eh wieder in demselben Raum sei).

    Gab es bei uns auch schon, kommt heraus, wenn der Kollege z. B. krank wird. Und auch dann gibt es Ärger, weil bei uns nicht zulässig. Es ist Beweismittel für alle Kollegen, die in das Buch eintragen.

    Die Fehlzeiten erfasse ich digital. Am Ende des Halbjahres sehe ich auf einen Klick die Fehlstunden und kann sie ohne Nachzählen ins Zeugnis eintragen.

    Wir erstellen , wie auch an Susanneas Schule, Wochenpläne, die die Kinder jeweils montags bekommen. Darauf stehen natürlich eher Formulierungen wie "Flex&Flo S. 17 Nr. 3 und 4", die ich jetzt für den Eintrag ins Klassenbuch nochmal anpasse. Inhaltlich ist aber alles da.

    Zum Glück haben wir digitale Klassenbücher, doppelte Arbeit kann ich nicht gebrauchen. Ich kann jetzt am Sonntag zu Hause für meine Vertretung übernächste Woche (Fortbildung) eintragen, kann Dateien etc. hochladen.

    Ich bin völlig überrascht, dass du 6 Wochen nicht eingetragen hast. Ich war in 2 Bundesländern angewiesen, in jeder Stunde einzutragen (Thema, evtl. Unterteilung, Seitenzahl je nach Fach).

    In Zeiten Papierklassenbüchern musste am Ende der Woche der Klassenlehrer überprüfen, ob alle eingetragen haben und mit seiner Unterschrift bestätigen, einmal im Monat SL (ebenfalls mit Unterschrift). Jetzt haben wir zum Glück digitale Klassenbücher (entlastet Klassenlehrer extrem, war einer der Hauptgründe für Einführung), SL überprüft mit einem Klick und Programm versendet Mails. Bei 6 Wochen fehlender Eintragung hätte ich Riesenprobleme und ein Gespräch beim SL.

    Wie karuna schreibt, es ist ein Nachweis für deine Tätigkeit, in meiner Ausbildung fiel das Wort Urkunde, beim Probe-Feueralarm muss ich das Klassenbuch mitnehmen/retten. Es ist auch bei evtl. Elternklagen Beweismittel vor Gericht (und bei Verwendung des immer gleichen Stifts kommt evtl. der Verdacht auf, du hättest nach 6 Wochen alles auf einmal eingetragen (und es stimmt vielleicht nicht mit der Realität überein).)

    Ich habe an meiner 1. Schule tatsächlich mal eine unangekündigte Überprüfung aller Klassenbücher durch das RP erlebt (keine Ahnung warum, meines war in Ordnung), aber ich rate dir ab jetzt sofort einzutragen.

    Ergänzung

    Ich sehe gerade du bist aus NRW, meine 1. Schule war auch in NRW.

    Keine "Sorge", die 20% gehen fix. Bei uns IST die maskenpflicht seit dem Ampel-System schon großteils gefallen. Und da die Jungs nicht nur in der Schule, sondern teilweise auch auf der Baustelle praktisch ohne Schutzmaßnahmen zusammenhocken, gibt's ständig Quarantäneklassen.

    Ich hoffe inständig, dass sich durch die vermehrten schweren Verläufe im Umfeld ("die Einschläge rücken näher) dann wenigstens die Blockierer doch noch impfen lassen, in den meisten meiner Klassen sind wir gerade mal bei knapp über 50%

    Ich befürchte, dass die Schüler nacheinander sich infizieren (also 1 am Montag, 2 am Mittwoch usw. und der 6. erst am Montag drauf (muss ja alles noch durch PCR bestätigt werden (und das kann je nach Eltern sehr unterschiedlich lange dauern).

    Bei uns ist in Klasse 5 und 6 niemand geimpft, in Klasse 7 - 10 unter 20 % vollständig geimpft (die verspätete Stiko-Empfehlung wirkt noch nach, wir sind ja noch keine 6 Wochen in der Schule), erst in der Kursstufe sind die meisten geimpft.

    leider wusste ich wirklich nicht, dass es eine Operatorenliste gibt..Auch wenn es jemanden jetzt schockt...

    In Baden-Württemberg gibt es die auch erst seit ein paar Jahren als Liste (vorher nur inoffiziell unter Kollegen).

    Ich erhielt damals im Ref. nur ein paar kopierte Seiten aus dem Curriculum, weil es für Referendare zu teuer war, uns das komplette Buch zu geben (den letzten Bildungsplan gab es für ca. die Hälfte des Kollegiums auf Stick, da mein Nachname am Ende des Alphabets steht, habe ich bis heute keinen erhalten, jetzt gibt es natürlich Internet).

    Warum ich das schreibe? Lasse dich nicht verunsichern, du fragst, suchst Hilfe, beantwortest Nachfragen, das finde ich gut (auch wenn ich dir nicht helfen kann). An meiner Schule gibt es eine Vorlage, ich war lt. SL die erste, die es richtig ausgefüllt hat (ich war auch unsicher nach vielen Jahren im Schuldienst und habe mich an die Vorlage gehalten). Das Problem ist also verbreitet.

    Liebe andere Kollegen, die jetzt geschockt sind, freut euch über eure gute Ausbildung. Ich war auch völlig alleine und kann kuebra gut verstehen.

    Bei uns fällt die Maskenpflicht ab übermorgen außer in den Klassen x und y und in der Kursstufe dank positiver Fälle letzte Woche. Und wir hatten bis gestern Maskenpflicht. (Zusätzlich Fernunterricht für die positiv getesteten Schüler und Präsenzunterricht für den Rest gleichzeitig für die betroffenen Kollegen, große Mehrbelastung, die ohne Maske zunehmen wird. )

    Vor den Sommerferien hat es an meiner Schule 3 Tage keine Maskenpflicht am Platz gebraucht und die 1. Klasse war komplett in Quarantäne (Begründung durch das GA damals, sie trugen keine Maske, also alle in Quarantäne, mit Maske wären nur wenige betroffen gewesen).

    Jetzt soll tägliches testen die Quarantäne ersetzen. Erst wenn 20 % gleichzeitig positiv getestet sind, gibt es (evtl.) Quarantäne für alle. Ich erwarte also bis Frühjahr dauernde Mehrarbeit (Moodle und VK, zusätzliche Klassenarbeiten zusätzlich zum Präsenzunterricht).


    Natürlich wird Covid-19 bleiben, aber mit Impfung sind auch Kinder besser geschützt. Erst letzte Woche wurde eine amerikanische Studie bekannt, die überspitzt formuliert, dass 20 Tage Covid-19 (keine schwere Fälle) die positive Wirkung von 20 Jahren Jogging zunichte macht. Aber zu viele sagen nur, Kinder u.a. sterben nicht, also ist es harmlos. Aber erholen sich geschädigte Arterien und Organe wieder komplett? Langzeiterfahrungen fehlen.

    (Ich erinnere mich an die Anfänge von HIV, da galt diese Behauptung auch (kein Problem, man stirbt selten sofort) . Dann brach Hysterie aus und jetzt gibt es gut wirkende Medikamente. Auch Covid-19 wird man vermutlich irgendwann gut behandeln können, dann verliert es spätestens seinen Schreck.

    Den Gedanken hatte ich mir vorher gespart und jetzt ist er vielleicht hinfällig, weil es eine Mittagspausenstunde war und nicht die letzte Stunde des Tages, aber: hat man denn als Schüler*in / Elternteil denn kein Anrecht auf "verlässliche" Zeiten? Sprich: Vielleicht war in dieser Stunde etwas geplant (meinetwegen Arzttermin, aber auch Musikunterricht bei der örtlichen Musikschule, usw..), weil es sich um einen regelmäßigen freien Termin im Stundenplan handelt (so habe ich es verstanden?) und da darf die Schule hin und her schieben? Dürfte sie auch in die 7./8. Stunde schieben, wenn sie im Vormittagsbereich keine Vertretungen findet?

    (das sind ja nur theoretische Überlegungen, sowas kannte ich als Schülerin, wo jeder Entfall ein "juhu, länger schlafen / früher nach Hause" bedeuten konnte, aber als Lehrkraft habe ich immer nur in Schulen mit garantiertem Unterricht gearbeitet, da stellt sich nicht die Frage der Personaldecke. Dann findet man IMMER jemanden, der die Vertretung macht. Selbst wenn es in November/Dezember die 6. Vertretungsstunde des Monats bedeutet. Ist halt so.

    Nein, man hat keinen Anspruch (soviel ich weiß), aber man kann miteinander reden.

    Beim Arzttermin wird auch in regulären Stunden beurlaubt (Kind kommt x Minuten später, weil es eben nüchtern zum Arzt muss etc. Und wenn ein Kind fehlt, was soll es, der Rest ist da.

    Nachmittagssstunden gibt es bei uns aber überraschend nicht, man versucht sogar alles, die in (durch Ausfall entstandenen) Lücken am Vormittag zu verschieben.

    In diesem Fall hat anscheinend die Kollegin, die sowieso in der Klasse unterrichtet, anscheinend in der 2. Stunde keine Zeit (vermutlich hat sie Unterricht, denn die meisten unterrichten lieber in einer 2. Stunde statt 6). Bei uns freuen sich zum Glück die (meisten) Eltern, wenn nicht zu viel ausfällt, wenn die Schule versucht sinnvoll zu kompensieren (notfalls anderes Fach), aber anscheinend gibt es auch andere Eltern.

    (Und auch wir sind knapp bei Lehrerstunden. Und ich hatte auch schon den Extremfall wie meine Kollegen an meiner 1. Schule bei voller Stelle erlebt, regelmäßig 10 - 13 Überstunden, die ich abrechnen durfte pro Monat (bis zu 5 Stunden pro Woche) . Das war übrigens der Hauptgrund für meinen Wechsel damals, weil ich kurz vor totalem KO stand (ständig Kopfschmerzen, stundenlanges Zittern nach Unterricht usw.) Ich war damit nicht alleine, ich habe es aber von meinen Kollegen erst erfahren, nachdem ich gekündigt habe.)

    Ich möchte nie mehr an einer Schule arbeiten, die bewusst ihre Lehrer verschleißt, nur um verlässlichen Unterricht anbieten zu können.

    Bei uns gibt es auch begrenzt Mehrstunden, wenn Kollegen langfristig ausfallen. Aber es wird versucht, gleichmäßig auf das Kollegium zu verteilen und notfalls gibt es halt nur 3 statt 4 Deutschstunden usw.

    Bei uns werden Stunden auch oft verschoben und wenn z. B. eine Nachmittagsstunde nächster Woche auf eine ursprünglich freie 6. Stunde (dieser) Woche verschoben werden kann, sind alle glücklich.

    Ich war vor paar Jahren 2 Tage auf einer (freiwilligen) Fortbildung und musste alle Stunden verschieben (sonst hätte ich nicht gehen dürfen). Das gelang mir, alle Schüler und Eltern waren einverstanden.

    Zur Diskussion schwanger und Covid-19 fand ich gerade folgenden Artikel

    https://www.tagesspiegel.de/wissen/covid-1…e/27698544.html

    In England wird bereits seit April Impfung für Schwangere empfohlen (trotzdem die relativ hohen Zahlen) , in Deutschland erst jetzt. Vor der Stiko-Empfehlung haben sich viele Ärzte geweigert zu impfen. Ich kann Schwangere daher sehr gut verstehen, wenn sie aktuell nicht in der Schule unterrichten wollen, bei Inzidenzzahlen von um/über 200 (bei U14) und Verzicht auf Masken (in Baden-Württemberg ab kommender Woche an allen Schulen). (Viele verzichten auf jedes Medikament, Kaffee, Alkohol und waren vor der Stiko-Empfehlung vorsichtig bei der Impfung.)

    Ich stand heulend vor der SL, da ich gerade erfahren hatte, dass mein Bruder im Koma liegt und es schlecht aussieht, da meinte die SL: Gehen Sie mal 10 Minuten in den Auszeitraum und dann können Sie weiterunterrichten (verheult - hab ich Depp auch so gemacht).

    Wie bitte?

    Wenn ich eure Kommentare lese, bin ich gerade sehr froh über meine SL.

    Dir und deiner Familie wünsche ich viel Kraft. Alles Gute für deinen Bruder.

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