Den Gedanken hatte ich mir vorher gespart und jetzt ist er vielleicht hinfällig, weil es eine Mittagspausenstunde war und nicht die letzte Stunde des Tages, aber: hat man denn als Schüler*in / Elternteil denn kein Anrecht auf "verlässliche" Zeiten? Sprich: Vielleicht war in dieser Stunde etwas geplant (meinetwegen Arzttermin, aber auch Musikunterricht bei der örtlichen Musikschule, usw..), weil es sich um einen regelmäßigen freien Termin im Stundenplan handelt (so habe ich es verstanden?) und da darf die Schule hin und her schieben? Dürfte sie auch in die 7./8. Stunde schieben, wenn sie im Vormittagsbereich keine Vertretungen findet?
(das sind ja nur theoretische Überlegungen, sowas kannte ich als Schülerin, wo jeder Entfall ein "juhu, länger schlafen / früher nach Hause" bedeuten konnte, aber als Lehrkraft habe ich immer nur in Schulen mit garantiertem Unterricht gearbeitet, da stellt sich nicht die Frage der Personaldecke. Dann findet man IMMER jemanden, der die Vertretung macht. Selbst wenn es in November/Dezember die 6. Vertretungsstunde des Monats bedeutet. Ist halt so.
Nein, man hat keinen Anspruch (soviel ich weiß), aber man kann miteinander reden.
Beim Arzttermin wird auch in regulären Stunden beurlaubt (Kind kommt x Minuten später, weil es eben nüchtern zum Arzt muss etc. Und wenn ein Kind fehlt, was soll es, der Rest ist da.
Nachmittagssstunden gibt es bei uns aber überraschend nicht, man versucht sogar alles, die in (durch Ausfall entstandenen) Lücken am Vormittag zu verschieben.
In diesem Fall hat anscheinend die Kollegin, die sowieso in der Klasse unterrichtet, anscheinend in der 2. Stunde keine Zeit (vermutlich hat sie Unterricht, denn die meisten unterrichten lieber in einer 2. Stunde statt 6). Bei uns freuen sich zum Glück die (meisten) Eltern, wenn nicht zu viel ausfällt, wenn die Schule versucht sinnvoll zu kompensieren (notfalls anderes Fach), aber anscheinend gibt es auch andere Eltern.
(Und auch wir sind knapp bei Lehrerstunden. Und ich hatte auch schon den Extremfall wie meine Kollegen an meiner 1. Schule bei voller Stelle erlebt, regelmäßig 10 - 13 Überstunden, die ich abrechnen durfte pro Monat (bis zu 5 Stunden pro Woche) . Das war übrigens der Hauptgrund für meinen Wechsel damals, weil ich kurz vor totalem KO stand (ständig Kopfschmerzen, stundenlanges Zittern nach Unterricht usw.) Ich war damit nicht alleine, ich habe es aber von meinen Kollegen erst erfahren, nachdem ich gekündigt habe.)
Ich möchte nie mehr an einer Schule arbeiten, die bewusst ihre Lehrer verschleißt, nur um verlässlichen Unterricht anbieten zu können.
Bei uns gibt es auch begrenzt Mehrstunden, wenn Kollegen langfristig ausfallen. Aber es wird versucht, gleichmäßig auf das Kollegium zu verteilen und notfalls gibt es halt nur 3 statt 4 Deutschstunden usw.