Beiträge von Kris24

    Selbst zu streichen kann gewaltige Probleme nach sich ziehen. An unserer Schule hatte ein Elternvertreter danach gerichtlich durchgesetzt, dass der Raum nicht genutzt werden durfte, bis ein Gutachten erstellt war, das die Unbedenklichkeit der Farbe für die Raumluft und somit für die Schüler bestätigte.
    Das war nicht spaßig.

    Ich kenne nur die Variante, dass ein örtlicher Malermeister klagte, weil kein Malerbetrieb den Auftrag erhielt (es fiel der Begriff "Schwarzarbeit", ich hatte danach auch keine Lust mehr).

    Mir ist kein Fall bekannt, bei dem ein Kind einer geimpften Schwangeren Schaden genommen hätte oder bei dem eine Frühgeburt gezielt auf eine Infektion zurückgeführt werden konnte.

    Meine Schwester ist selbst gerade schwanger und hat viel und lange recherchiert. Wirklich überzeugende Risikoindikatoren, die für ein unbedingtes Beschäftigungsverbot sprechen, gibt es objektiv gesehen nicht. Möglicherweise hat man sich ja auch deswegen für die aktuelle Regelung entschieden und nimmt Schwangere nicht mehr direkt generell aus dem Unterricht.

    Das individuelle Bauchgefühl ist natürlich ein anderes Thema.

    Ich kenne niemanden, der ... hat (du kannst fast alles einsetzen). Also gibt es es nicht.

    (Du verwechselst gerade subjektiv mit objektiv, dein Bauchgefühl stimmt nicht mit wissenschaftlichen Berichten überein.)

    Was heißt "gern". Bei jemandem, der allerdings wirklich und aufrichtig Probleme damit hat, sehe ich die Notwendigkeit dafür gegeben. Bei jemandem, der privat mit FFP2 Maske problemlos durch Babymärkte schlendern kann, aber angeblich nicht unterrichten, nicht.

    Und wieso sollte deinem Kind was passieren, wenn du geimpft bist? Wer jetzt schwanger wird, kann das längst sein.

    Covid-19 ist bekannt dafür, dass die Betroffene oft gar keinen Sauerstoffmangel bemerkt (asymptonatisch), es aber gemessen werden kann (teilweise extrem, es gab von Anfang an Verwunderung bei Medizinern, warum Betroffene es nicht merken, gilt inzwischen als ein spezifisches Problem).

    Wenn dies einer Schwangeren passiert, ist das Kind in größter Gefahr. Es kam vermehrt zu Frühgeburten (messbar), wie viele Kinder geschädigt wurden, weiß natürlich niemand (vor allem, wenn die Mutter die Infektion noch nicht einmal bemerkt hat).

    Und Impfung schützt nicht vor Infektion, nur vor Intensivstation. Bei hohen Zahlen und keine Maskenpflicht wäre mir das persönliche Risiko zu groß. Auch bei der Schweinegrippe waren Schwangere vom Unterricht befreit (und die Zahlen waren zumindest bei uns viel kleiner) .

    Irgendwer hatte hier doch mal die Theorie aufgestellt, dass die niedrigeren Fallzahlen hier im Norden mit dem häufigeren und stärkeren Wind zusammenhängen könnten. Vielleicht ist da ja tatsächlich was dran! Wer weiß...

    Ich denke eher an Impfquoten und vor allem geringe Abstände. Bei uns nimmt Maßnahmen kaum noch jemand ernst. Die Feste werden jetzt alle nachgeholt.

    Kris24

    Nee, 6 Wochen muss man bis zur vollständigen Impfung nicht mehr rechen. Da ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, wird derzeit auch wieder im Abstand von 4 Wochen geimpft.

    Wer partout nicht mit der Maske zurecht kommt oder sonstige ""Komplikationen" hat, hat ja objektiv einen guten Grund sich ggf. krank schreiben zu lassen. Dagegen würde ich nie was sagen. Ich kenne - nicht im Kollegenkreis, aber im Freundeskreis - aber halt auch genug Leute, die ganz offen sagen, dass sie eigentlich gut zurecht kommen, aber trotzdem ins Beschäftigungsverbot gegangen sind.

    Letztlich muss das auch jeder selbst wissen und für sich entscheiden. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass ich gut finde, dass angesichts der Impfung eine Schwangerschaft keinen Automatismus in Sachen Beschäftigungsverbot mehr bedeutet. Das kann ja auf Dauer keiner ständig vertreten...

    Kannst du nicht rechnen bzw. genau lesen (ich schrieb Impfschutz nicht Impfung). Erst 14 Tage nach 2. Impfung ist der Schutz komplett (und es müssen mindestens 3 Wochen zwischen 1. und 2. liegen, also mindestens 5 Wochen nach 1. Impfung und dann muss man noch Termin ausmachen, der Arzt benötigt bei BioNTech 6 Impflinge - eine Woche? ). So komme ich auf 6 Wochen. Nach deiner Rechnung sind es auch bei Impfung am selben Tag (nur in Ausnahmefällen) auch mindestens 6 Wochen eher 7 Wochen.

    Übrigens

    Man vermutet, dass in Israel die Impfwirkung deshalb so schnell nachlässt, weil sie nur 3 Wochen Abstand zwischen den BioNTech Impfungen hatten. 4 - 6 Wochen dazwischen scheinen länger zu wirken. Ja, Impfdurchbrüche sind überproportional bei Janzen von Johnson&Johnson, möglichst schnell ist zwar beliebt, aber auf Dauer nicht gut.

    Ich habe auch den Eindruck, dass ein erheblicher Anteil der Schwangeren sich möglichst schnell ins Beschäftigungsverbot "begibt".

    Schwangere können sich (endlich auch mit Stiko Empfehlung) impfen. Ich sehe eigentlich keinen Grund, wieso hier noch länger Sonderregelungen gelten sollten.

    Seit wann gibt es die Stiko-Empfehlung? Ihr müsst mindestens 6 Wochen bis vollständigen Impfschutz dazu rechnen. Außerdem soll, soviel ich weiß, erst ab einem bestimmten Zeitpunkt geimpft werden (nicht gleich zu Beginn).

    Ich hätte zwar als Schwangere versucht, so früh wie möglich impfen zu lassen, aber die meisten Ärzte lehnten vor Stiko-Empfehlung ab.

    Und ja, Covid-19 ist sowohl für Schwangere als auch das Kind gefährlich, und selbst wenn die Schwangere nichts merkt, erhält das Kind häufig zu wenig Sauerstoff. Es gab vermehrt Frügeburten und alleine im August starben zwei Neugeborene in Baden-Württemberg direkt nach der Geburt an Covid-19. Sie hatten sich im Mutterleib infiziert. Ich wollte das Risiko nicht eingehen.

    Also bei uns gibt’s einen Unterschied zwischen Vertretungsbereitschaft- im Lehrerzimmer sitzen und brav Däumchen drehen, bis man eingesetzt wird- und Freistunden. In deinen Freistunden bist du natürlich frei in deiner Planung und kannst natürlich auch was einkaufen gehen. Aber wie die anderen schon schrieben: das ist von Schule zu Schule unterschiedlich und von euren Vertretungskonzept abhängig.

    Genauso ist es bei uns auch (das sind 1 - 3 Stunden pro Woche je nach Deputat). Ich muss also tatsächlich als Vollzeitlehrer 3 Stunden auf dem Schulgelände (nicht Lehrerzimmer) für kurzfristige Vertretungen erreichbar sein, bei meinen übrigen Hohlstunden nicht. Normalerweise korrigiere ich oder bereite etwas in der Sammlung vor.

    Ich hatte keine Prognose abgegeben, da es viel zu viele Unbekannte gibt. Ich habe nur Beobachtungen meinerseits und Gelesenes (von anderen) wiedergegeben und denke, dass es in diesem Thread aus anderen Gründen ruhig geworden ist. Nur deshalb habe ich geantwortet. Es ist alles geschrieben.

    Ich denke eher, alles ist gesagt. Die Impfquoten auch der Alten sind viel zu gering, die der jungen auch, auch im letzten September gingen die Zahlen erst zurück (nach dem Steigen durch die Urlauber), bevor sie Ende September erst leicht und ab Ende Oktober stark stiegen. Hier im Thread machten sich einige lustig, was schreibt ihr, wenn die 2. Welle ausbleibt und andere applaudierten. Mich hat es damals sehr getroffen, aber es ist halt so, viele wollen lieber Schönes hören. (Im Februar hat es sich für die 3. Welle wiederholt. )

    Ja, viele von uns sind geimpft (aber ca. 10 % der Autoimmunen, x% der Senioren bilden zuwenig Antikörper etc., sie sollen jetzt die 3. Impfung erhalten), aber wenn jetzt fast alle Maßnahmen fallen, werden die nicht (ausreichend) Geimpften schnell infiziert (der sicherste Weg dazu ist 3G ohne Maske etc, ein paar infizierte Geimpfte oder Genesene und fast alle nur Getestete werden infiziert). Letztes Jahr wurde Mitte Oktober in Baden-Württemberg die Maskenpflicht bei Inzidenzzahl 35 eingeführt, jetzt bei 80 abgeschafft. Hochrechnungen zeigen, dass bei Inzidenzzahl 500 - 1000 (je nach Impfquote im Winter die Krankenhäuser voll werden und ja das ist bei Abschaffung der Maßnahmen möglich (einige wollen ja auch Tests in Schulen abschaffen, dann fallen die fehlenden Masken nicht gleich auf).

    Meine Hoffnung ist, dass bei deutlich steigenden Zahlen sich viele noch impfen lassen, aber geschieht das noch rechtzeitig bei fehlenden Tests? (gerade gelesen, dass pdf-Ergebnisse der Schnelltests extrem leicht sich fälschen lassen, bei teuren Tests zu verlockend und man kaum erwischt werden kann). Auch die Hospitalisierungsrate ist viel zu gering (NDR hat ausgerechnet unter 50% der korrekten Zahl, weil die Datenübertragung bis zu 21 Tage dauert, wir kennen also heute die, die vor 21 Tage, aber die findet man nicht in der Presse, nicht im Newsletter des Bundeslandes). Das heißt, wenn wir merken, die Zahlen sind zu hoch, es müssen Maßnahmen ergriffen werden, werden sie noch mindestens 28 Tage steigen (Inkubationszeit, Krankenhaus ca. 2 Wochen nach Infektion, Übertragung der Daten).

    Aber es lässt sich nicht ändern, ich habe die Hoffnung im vergangenen Jahr aufgegeben. Ich hoffe, dass ich nicht wieder erkranke und 4 Wochen auf eine dringende OP warten muss.

    Schöner fänd ich eigentlich, wenn das, was ich bislang gemacht habe, mal von irgendwem sowas wie Wertschätzung erfährt. Prinzipiell mache ich meine Arbeit gerne. Ich mag aber nicht aller Jahre wieder für was Neues verpflichtet werden und ein anderer bekommt dann die dünn gesäten Lorbeeren.

    Stimme dir vollkommen zu, ich habe auch aus diesem Grund einmal die Schule gewechselt (wenn meine Arbeit nicht anerkannt wird und sie der Frau des Schulleiters, beide unterrichteten bei uns, zugeschlagen und hochgelobt wird und das wiederholt, dann kann ich zwar protestieren, aber irgendwann muss ich überlegen, ob es mir ein Schulwechsel wert ist oder nicht).

    Wenn ich das lese, bin ich froh, dass meine Schule keine Bushaltestelle in der Nähe hat, dass viele mit dem Zug (ca. 10 Minuten Fußweg) fahren. Auch der Busbahnhof ist dort. Auch die anderen weiterführenden Schulen leisten bei uns keine Aufsicht. Die Schüler laufen durch die Fußgängerzone alleine dorthin.

    Kris24 und @karuna : Das sagt mir überhaupt nichts :weissnicht:. Ist das irgendein Spiel?

    Ja, ein Kind (Kaiser) steht den anderen Kindern, die die Frage riefen, gegenüber im Abstand von ca. 20 Meter. Wenn der Kaiser z. B. die Farbe rot nannte, konnten alle, die rote Kleidung trugen, ohne Probleme die Seite wechseln. Der Kaiser musste einen der anderen fangen. Der wurde dann zum Kaiser.

    Ergänzung: es gab auch Varianten (bei mehr Kindern). Z. B. alle, die gefangen wurden, halfen dem Kaiser in der nächsten Runde. Wer zuletzt übrig war, hatte gewonnen. (Ich habe von diesem Spiel über 45 Jahre nichts mehr gehört, muss mal meine Nichten und Neffen fragen, ob sie es noch kennen.)

    Wir haben- nicht ganz so lustig- inzwischen übrigens auch wieder ganze Klassen in Quarantäne, nicht nur einzelne SuS plus Kohortenprinzip für den Unterricht samt täglicher Testung der Klasse (haben auch schon ein paar Klassen durch bei uns), weil es zu viele Fälle in einer Klasse gegeben hat. Ein Glück fällt aber die Maskenpflicht am 18.10 in BW, dann verlernt das Virus urplötzlich, wie man SuS ansteckt. :autsch:

    Frage an die Förderschullehrkräfte: Wieso hat denn bitte NIEMAND von euch mal dem doofen speziell begabten verhaltenskreativen Corona-Virus frühzeitig erklärt, wie das mit der Nichtansteckung funktioniert?

    Sehe es so, bei euch sind dann bald alle genesen (oder auch nicht dank Longcovid, aber das gibt es für Kinder auch nur im Ausland). (Nein, das ist nicht meine Meinung, ich denke, ihr kennt mich.)

    (Ich fürchte, dass denken unsere Politiker insgeheim, Klasse in Quarantäne gibt es ja in Baden-Württemberg erst ab mindestens 20% Infektionen gleichzeitig, 4x (paar sind schon oder dazwischen) und das Problem ist aus Politikersicht (und Kinderärzte) gelöst. Ich hoffe nur, dass es wirklich keine Langzeitschäden in 10 oder 20 Jahren gibt (Gefäßerkrankung, keine Atemwegserkrankung ist in meinem Hinterkopf) . Gürtelrose nach harmlosen Windpocken sind schmerzhaft, die Langzeitschäden nach Masern und Mumps waren auch lange unbekannt. Ende des Jahres könnte man vermutlich auch Kinder impfen, es tauchen jetzt die ersten wirklich vielversprechenden Medikamente auf, es gibt ja Hoffnung, wir müssen nur Zeit gewinnen. Aber noch einen Winter Maskenpflicht empfinden zu viele als Zumutung.)

    Den 2. Teil sehe ich wie WillG, aber ich kenne auch das Problem, das Tom beschreibt. Meine frühere Schule löst sich anscheinend gerade auf, sie ist nur noch halb so groß bzgl. Schülerzahl (und statt 15 Mathelehrer sind es aktuell 5), dadurch können weniger Kurse angeboten werden, also noch weniger Schüler und wer meldet sein Kind auf einer "nicht gefragten" Schule an?

    Meine jetzige muss kämpfen. Wir machen es mit besonderem Einsatz ("Workshops" für die 4. Klassen, Tag der offenen Tür) wett. Eltern bestätigen uns immer, wir hätten zwar das ältere Gebäude, weniger Angebote, aber das bessere Schulklima. Im letzten Jahr konnten wir es dank Corona nicht so nach außen zeigen, prompt kamen dieses Jahr nur Geschwisterkinder und deren Freunde (auf Dauer für Kursstufe zu wenig, mehrere Jahre so und es geht meiner jetzigen Schule wie meiner alten).

    Manche Schulen können mit ihrem modernen Gebäude punkten, andere müssen es mit anderen Dingen wettmachen. Und ja, die meisten von uns Kollegen wollen an meiner Schule bleiben und setzen sich deshalb auch (freiwillig) ein.

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