Beiträge von Kris24

    Während der schriftlichen Maturaprüfung findet für alle anderen Klassen regulärer Unterricht statt. Ich habe genau dann Aufsicht, wenn ich meine 4. Klasse im Unterricht hätte. Während der mündlichen Prüfungen ist Sonderwoche, da geht der Rest auf Exkursion etc Aber was glaubt ihr, wer sich bei uns alles aufregt, wie viel Unterricht doch ausfällt. Was effektiv nur während 2 Wochen pro Schuljahr der Fall ist, wenn man findet, Exkursionen sind kein Unterricht.Wir haben dafür gar nicht genug Räume

    Pro Raum pro Stunde zwei Kollegen, natürlich sind auch bei uns zuerst die dran, deren Unterricht ausfällt.

    Zusätzliche (zahlreiche) Vertretung fällt für die Korrekturtage an (da waren meine 6 Stunden in einer Woche.) Jede Abiturarbeit wird in Baden-Württemberg dreimal unabhängig voneinander korrigiert (in sehr kurzer Zeit, ohne Korrekturtage nicht zu schaffen).

    Hmm, nee, ist bei uns alles kein Grund für Unterrichtsausfall.

    Bei Abiturkorrektur gibt es bei uns Korrekturtage, da fällt bei 3 Korrekturen pro Schüler pro Fach sehr viel aus (je nach Anzahl der Korrekturen können pro Kollege zwischen 0 und 6 Korrekturtage anfallen).

    Kommunikationsprüfungen (Teil vom Abitur) hat jeder Schüler zu halten, dauern 3 Tage (10 Kollegen, 6 Englisch, je 2 Französisch und Spanisch) und wir haben Ganztagsschule. Am Sonntag ist keine Prüfung (natürlich fällt da Unterricht aus).

    Unsere 5. Klassen haben nur zwei Klassenfindungstage, aber natürlich sind Klassenlehrer und ein weiterer Kollege dabei. (Dann vertreten vor allem die Kollegen, deren Unterricht in Klasse 5 ausfällt, nur geht das natürlich nicht auf.)

    Dafür haben wir zwei Sonderwochen pro Schuljahr, die allermeisten Exkursionen finden während dieser Zeit statt.

    Das habe ich auch mal vorgeschlagen, aber unsere Fremdsprachler und viele andere waren dagegen. Bei Austausch muss auch die Planung der anderen Länder (Frankreich, Großbritannien, Spanien und drei weitere, die ich jetzt nicht nenne, weil damit Eltern mich identifizieren könnten) berüchtigt werden, Klassenfindungstage (zweimal werden bei uns Klassen neu nach Kurswahl neu zusammengesetzt, um noch mehr Schienen zu verhindern) müssen am Anfang des Schuljahres stattfinden, Kunst- u.a. Ausstellungen finden zu bestimmten Zeiten statt.

    Bei uns gibt es gar keine Vertretungsstunden, auch nicht in der Mittelstufe. Nach Absprache werden Stunden vorgezogen um die Lücke zu schließen. Ansonsten fällt die Stunde aus. Wir haben aber keine Unterstufe.

    Vorziehen geht bei uns selten (wird aber immer versucht), weil wir ab Klasse 5 Wahlkurse haben. Wenn bilingual oder Musikprofil ausfällt, hat der Rest der Klasse immer noch regulären Unterricht. Vertretung ist dann biligual, zusammengesetzt aus mehreren Klassen.)

    Und Klasse 8 und 9 (13 - 15 jährige Schüler) sind bei euch unbeaufsichtigt? Bei uns muss in der Mittelstufe auch vertreten werden. Nur in der Oberstufe nicht.

    (Vor Einführung des digitalen Klassenbuches verschwand in Vertretungsstunden manchmal das Papierklassenbuch, einige Schüler seilten sich ab und wurden prompt von der Polizei aufgegriffen. 13jährige Achtklässler (Mittelstufe) sind Kinder, wenn etwas passiert, wer haftet bei euch?)

    Ich hatte seit den Sommerferien 3 Vertretungsstunden (ein Kollege war auf Fortbildung, eine bei einer Exkursion mit einer Klasse, einer mit einem SMV-Wochenende unterwegs). Krank war bisher niemand.

    Wir haben 2000 Schüler und keine Präsenzstunde, wie schon geschrieben konnte dies auch nicht gegen den Personalrat durchgesetzt werden.

    Wir früher auch nicht, sie wurden eingeführt, weil wir Lehrer sie wollten!!! (Auch wenn manche hier das nicht verstehen wollen.)

    Es ist eine Riesenerleichterung.

    Früher konnte ich in jeder meiner Hohlstunden Vertretung haben, jetzt nur höchstens in 3. Früher konnte jeder, der im Lehrerzimmer saß oder wie ich in der Chemiesammlung (das weiß jeder an meiner Schule) angesprochen werden und musste plötzlich vertreten. Jetzt bin ich in fast all meinen Hohlstunden safe. Ich kann sie verplanen (z. B. Versuch für die nachfolgende Stunde aufbauen, früher musste ich es am Vortag, es konnte ja plötzlich eine Vertretung kommen und ich hätte dann keine Zeit. Meistens saß ich dann herum, weil ich keine sinnvolle Aufgabe mehr hatte (ich hatte ja alles am Vortag erledigen müssen).

    Früher hatten nur wenige viele Vertretungsstunden (die mit vielen Hohlstunden oder die wie ich in der Sammlung greifbar waren, mein Rekord ist bei 6 (!) Vertretungsstunden in einer Woche bei vollem Deputat), jetzt hatte ich in den letzten 6 Wochen insgesamt 3 (und das war seit Einführung also auch vor Corona ungefähr so), weil jetzt die Vertretungsstunden auf alle gleichmäßig verteilt werden.

    Früher habe ich manchmal (wie viele anderen Kollegen) die "Flucht ergriffen", weil ich keine Vertretung halten wollte. Dann saß ich im Cafe, aber konnte auch nicht sinnvoll arbeiten. (Es gibt einfach Situationen, dass plötzlich eine Klasse alleine dasteht, weil Kollege, Kind des Kollegen plötzlich krank wird, Unfall hat, weil zu Hause Wasserrohrbruch gibt (hatte ich einmal und dann musste jemand anderes einspringen) usw., es gibt ja die Vertretungen, die Frage ist immer, wie verteilt man sie.)

    Ich habe auch deshalb so viele, weil bei uns dank Teilzeitkonzept dies eine Maßnahme ist, Teilzeitkräfte zu entlasten. Teilzeitkräfte werden bei uns genauso zu Klassenlehrgeschäfte usw. herangezogen, bei Bereitschaft sind aber vor allem die mit vollem Deputat dran (bis 2/3 Stelle ist es z. B. nur eine Bereitschaftsstunde, danach zwei und erst bei vollem Deputat 3).

    Noch einmal, es ist eine Riesenerleichterung für mich (und das sieht die größte Mehrheit des Kollegiums genauso). Die meisten Bereitschaftsstunden laufen genauso wie früher ab, ich kann evtl. eine Vertretung erhalten (das war auch früher so), aber jetzt bin ich mir sicher, dass ich den Rest der Woche in Ruhe gelassen werde.

    Ich habe eine gute Freundin in Bielefeld, die ich regelmäßig besuche. Jedes, wirklich jedes Mal, wenn ich davon im Bekannten- oder Kollegenkreis erzähle, antwortet irgendjemand: "Aber, aber... Bielefeld gibt es doch gar nicht... *pruuust*." Immer. Seit Jahren. Es nervt wirklich. Ich reagiere inzwischen einfach nicht mehr drauf - kann aber nicht umhin, manchen dieser Menschen ein etwas schlichtes Gemüt zu unterstellen.

    Geht mir genauso. Wirklich jeder macht einen Kommentar. (Ich "verschweige" daher manchmal 6 Jahre meines Lebens. ) Es nervt.

    700 ist hier ganz normal und gilt nicht als klein, "kleine" Gymnasien haben 400. Bei der Schülerzahl frage ich mich aber erneut, warum ihr drei Präsenzstunden braucht. Wir kommen bei vergleichbarer Schülerzahl mit einer pro Woche hin.

    Teilzeitkräfte bis 16 Stunden haben nur eine Präsenzstunde, bis 21 Stunden 2 und erst darüber 3. Wir haben es auch deshalb, damit es gleichmäßiger verteilt werden kann. Früher hatten wir gar keine und dann gab es die Situation, dass ich bis zu 6 Vertretungsstunden in einer Woche hatte (weil ich eben einen sehr schlechten Stundenplan hatte) und andere Kollegen mit sehr kompakten Plan heimgingen.

    Bereitschaftsstunde heißt ja nicht gleich Vertretung, ich bin nur bereit (meistens in der Chemiesammlung, manchmal im Ruheraum), aber außerhalb der 3 Stunden habe ich nie Vertretung. Das finde ich sehr angenehm.

    Ich habe ja einige Jahre in Bielefeld unterrichtet, bevor es "verschwand" (ich habe erst nach meinem Wegzug davon erfahren). Inzwischen gibt es immer Kommentare, wenn die Rede darauf kommt.

    Ich mochte es, denke gerne zurück.

    Ich unterrichte lieber an einem kleinen Gymnasium mit sehr gutem Klima und Kollegen, netten Schülern, unterstützende Schulleitung als ...

    (Wir hatten vor kurzem ein Problem und es war für alle schön, wie wir gemeinsam es gelöst haben, jeder hat geholfen, mitgelitten, war einfach da. Und genau das bestärkt mich, das erzählen übrigens auch Eltern, warum sie ihre Kinder bei uns anmelden.)

    Das große Gymnasium hätte gar nicht Platz, es müsste dann auch erst gebaut werden.

    Auch Baden-Württemberg hatte "Evalutation". Einige Kollegen wurden ausgelost und durften 20 Minuten "Showunterricht" halten (ich hatte zum Glück Glück). Danach gab es auch nichtssagende Kommentare (allzu schlecht waren unsere nicht, aber sinnvoll auch nicht). Viel Vorbereitung (es musste ein mehrere hunderte Seiten langer Bericht vorher erstellt werden), viel Aufregung in der Woche selbst, viel Bericht danach, keine Folgen, weil zu nichtssagend.

    Inzwischen gibt es sie auch nicht mehr, weil niemand Sinn darin sah.

    Habt ihr gerade auch diese "Karten", die man zusammendrücken muss? Mit starkem Druck und etwas schräg halten "laufen" sie manchmal doch noch, auch wenn sich erst nichts tat. (Weiß nicht, ob das im Sinne des Erfinders ist.)

    Die haben wir auch (und wir haben auch alles versucht, aber bis zu 20 % funktionieren nicht). Manche hauen sogar extrem drauf (ich habe u.a. Siebtklässler), schräg gehalten haben wir auch bereits bzw. am Mäppchen abgestellt leider wie du auch schreibst nicht immer erfolgreich. Manchmal funktionieren sie nach 30 Minuten doch noch (wenn bereits ein 2. Test gestartet wurde), manchmal ist alles rot (einzelne Linien sind nicht erkennbar). Es sind mit Abstand die "blödesten" Tests, die wir je hatten (und wir hatten mind. 10 Varianten).

    Bei uns entstehen grundsätzlich alle möglichen Tiere (besser Phantasiewesen).

    Molymod haben wir auch ein paar Kästen, aber zu wenige, um größeres in Schülergruppen zu bauen. Genug haben wir von den Kästen von Cornelsen (z. B. Molekülbaukasten 1 | Gerätesätze / Arbeitsboxen | MBM Lehrmittel- & Verlagsgesellschaft mbH (mbm-lehrmittel.de)).

    Und Wasserstoff hat nur eine Bindung und rollt wirklich weit (das oben war von mir durchaus ernst gemeint, ich musste deine Frage karuna einfach beantworten). Und der Boden ist ja nicht leer, es stehen Taschen, hängen Jacken usw. herum. Viele Möglichkeiten für Wasserstoff-Atome, sich zu verstecken. (Kohlenstoff hat natürlich "4 Ärmchen", rollt also kaum, aber leicht bricht eines ab, was natürlich auch zu Witzen verleitet (nein, es gibt keinen dreiwertigen Kohlenstoff).)

    Da wir wenig Geld haben, möchte ich die Kästen vollständig zurück.

    Ich hatte schon 15 Hohlstunden in der Woche (ein Kollege, von dem ich es weiß, 18). Und unsere Stundenplaner sind auf Zack.

    Grund:

    relativ kleines Gymnasium in Konkurrenz mit einem großen um die Ecke, wir bieten unwahrscheinlich viele Varianten ab Kl. 5, alles ist mit allem gekoppelt, wir haben nur wenige Fächer, die in der Klasse unterrichtet werden, die meisten Fächer gehen über mehrere Klassen, manchmal über 2 Jahrgänge (vor allem Grund- und Leistungskurse). Als ich vor Jahren eine weitere Kopplung der NwT-Gruppen wollte, wurde genau aus diesem Grund abgelehnt (noch mehr Schienen)

    Natürlich könnten wir darauf verzichten, aber dann gäbe es uns vermutlich bald nicht mehr und (fast) alle von uns unterrichten gerne bei uns, wollen nicht wechseln. Es wird versucht, im darauffolgenden Jahr es auszugleichen (letztes Jahr hatte ich einen miesen Stundenplan, dieses Jahr einen ziemlich guten). Außerdem haben wir diverse Räume für Lehrer (3 Arbeitsräume mit Arbeitsmaterial aller Art, vielen PCs, Scanner, Drucker usw., einen Ruheraum, Besprechungsraum, Küche, 2 Lehrerzimmer, viele kleine Räume für verschiedene Kollegen, ich habe z. B. in Chemie auch die komplette Ausstattung, ich habe damals bis 17 Uhr gearbeitet und war grundsätzlich fertig, wenn ich heim ging.)

    Wie und aus was baut man die? (und damit es nicht aus Versehen OT wird: muss man dabei vom Platz aufstehen?:aufgepasst:)

    Mit Kugeln, Wattebausche, Styropor oder Pappe oder ganz professionell mit Molekülbaukästen.

    Aufstehen muss man (und auf dem Boden unter den Tischen herumkriechen), wenn die Atome (Wasserstoff kugelt aus Erfahrung am besten/weitesten und ist am kleinsten/am schwierigsten wiederzufinden) vom Tisch fliegen und durch den Raum rollen (dann sucht man/Schüler/Lehrer sie unter allen Tischen - ich spreche aus Erfahrung).

    (Ich kenne natürlich nicht Antimons Variante. Vielleicht ist ihr System bewegungsärmer? :))

    Hast natürlich Recht. Aber macht das wirklich den Unterschied von ich sag jetzt mal einer Inzidenz 100 zu einer Inzidenz 500 aus?

    Oder kommen da noch andere Dinge dazu, wie eben schlechtere Kontrollen?

    Oder vielleicht tut auch die aufgehobene Maskenpflicht im Unterricht etwas dazu? Seit wann die Inzidenzen dort so hoch sind, hab ich jetzt allerdings nicht im Kopf, aber wahrscheinlich schon viel länger, das Thema mit Südostbayern zieht sich ja seit Monaten.

    Nochmal zurück zu den Kontrollen: Wir gehen eigentlich kaum aus, haben wir schon vor Corona wenig getan. Neulich war ich einmal beim Essen, da wurde nichts überprüft (dieses Restaurant hat mich zum letzten Mal gesehen) und einmal im Kino, da wurden penibel QR Codes gescannt und Ausweise kontrolliert, bei jedem Besucher.

    Ja, kann bei exponentiellen Verlauf hinkommen.

    Eine Verdoppelung ist z. B. die Inzidenz von 1 auf 2 oder von 50 auf 100 oder von 250 auf 500. Das verstehen zu viele nicht (wir denken linear).

    OT: Sei froh, dass du kannst und nicht musst. Ich werde jedes Jahr mit Bussgeld bedroht weil ich keine Lust habe. :heul:

    naja, 2020 muss ich bis zum 2. Nov. abgeben (dank Lernbrücke), 2017 freiwillig bis Ende dieses Jahres. Da das Programm aber immer auf das Vorjahr zurückgreifen will (extreme Arbeitserleichterung), sind das dann doch alle der Reihe nach.

    (Gestern Abgabe 2017, heute um 19 Uhr 2018 (herrlich mit Elster-Zertifkat), jetzt bin ich an 2019 - nach Vorarbeit am Wochenende (ca. 30 cm hoch DinA4 Karton) sortiert auf 3 dicke Leitzordner, dauert die Eingabe ins Programm pro Jahr ca. 4 - 5 Stunden.) Ich hoffe, aber auf insges. 12 - 15 000 €, also ...)

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