Beiträge von Kris24

    Das taten sie immer schon, das hat bis anhin nur niemanden interessiert. Und ich sehe es leider wie Kris, ich denke dass "die Wissenschaft" im Ansehen jetzt noch beschissener dasteht als vorher. Zum Teil aber durchaus auch selbstverschuldet. Man hat in den letzten Monaten schön gesehen, wie viel Hühnerkacke publiziert wird, nur damit publiziert ist. "Normale" Menschen können das nicht einordnen und entwickeln ein entsprechendes Unverständnis.

    Was ist 'die Wissenschaft "?

    Ich denke, Wissenschaftler der 1. Reihe achteten schon immer auf ihren Ruf, spüren auch nicht den Zwang unbedingt auffallen zu müssen, veröffentlichen keinen Blödsinn, auch die der 2. Reihe wollen nach vorne und überprüfen noch einmal, bevor sie an die Öffentlichkeit gehen.

    Problematisch sind die der "hinteren Reihen", sie drängten mit dem größten Blödsinn in Talkshows und Bildzeitung, veröffentlichen auf Teufel heraus irgendwo. Was soll ein seriöser Wissenschaftler tun? Schweigen, damit es keine Differenz gibt? Ich habe lange vor Corona mal von einem Fachmann gelesen "10 Gründe, warum ich die Einladungen in Talkshows nie annehmen werde". Es war sehr interessant und mir vorher nicht so deutlich bewusst. Z. B. werden in Talkshows grundsätzlich einer dafür und einer dagegen eingeladen, auch wenn in Wirklichkeit eher 99 dafür und einer dagegen ist und beide erhalten die gleiche Redezeit. Es ist eben Show und es geht nicht um ringen um die Wahrheit. Aber viele informieren sich eben in Talkshows etc., wissen nicht über den wissenschaftlichen Hintergrund Bescheid.

    Mir fällt noch etwas ein, von dem ich zumindest hoffe, dass es ein Stück weit bleibt: Wissenschaftler*innen weltweit haben in zuvor undenkbarer Art und Weise zusammengearbeitet, Wissen geteilt und so in Rekordtempo Impfstoffe entwickelt.

    Das fand ich schon beeindruckend und es wäre toll, wenn das zumindest teilweise so bliebe. Es gibt genug Themen, die einen weltweiten und koordinierten Einsatz erfordern: Klimawandel, Zivilisationskrankheiten, Hunger etc.

    Ob das klappt? Keine Ahnung, aber hoffen kann man es ja mal.

    Wenig Hoffnung habe ich hingegen, dass die Politik dauerhaft etwas gelernt hat. Ich befürchte, dass auch bei einer nächsten Pandemie die selben Fehler passieren (kein ausgearbeiteter Plan, keine Reserven an Schutzkleidung, zu langes Zögern, kein bundeseinheitliches Vorgehen…). Ein paar Jahre lang wird man das wahrscheinlich im Blick behalten, aber dann gerät es in Vergessenheit und anderes wird wichtiger. Hat man ja schon oft genug erlebt.

    Ich habe jetzt mehrfach gehört und gelesen, dass viele Wissenschaftler sich noch mehr als der Öffentlichkeit zurück ziehen, weil sie nicht wie Drosten u.a. angegriffen werden wollen. Ich fürchte, dass wir die "Gewalt der Querdenker" nicht wieder einfangen können. Und das macht mir bzgl. Klimakrise Sorgen.

    Viele glauben, dass Fakten nur Meinungen sind, vertrauen niemandem mehr, glauben, dass sie selbst nach bisschen YouTube oder servustv (österreichischer Privatsender, spielt bei uns bei Verharmlosern und Querdenker eine große Rolle) besser Bescheid wissen als Experten (das Wort gilt inzwischen oft als Schimpfwort, ich selbst verwende inzwischen meistens "Fachleute").

    Persönlich stimme ich (fast allen) euren Beiträgen zu. Karuna und Lehrerin2007 schrieben in den ersten beiden Beiträgen alles, was mich auch bewegt.

    Online-Fortbildungen (auch ganztägig) finde ich spitze, leider habe ich wieder die ersten Präsenzfortbildungen, muss (weit) fahren, Fernunterricht brauche ich auch nicht, ich sehe schon gerne meine Schüler, aber frieren dank geöffneter Fenster will ich auch nicht. Ich hoffe, im nächsten Frühjahr ist das schlimmste vorbei.

    Na ja, "angewiesen sein" ist ja so eine Sache ;) . Ich habe auch so einige KuK, die wochenlang nicht in den Klassenbüchern eintragen (wobei ich bei meiner Klasse immer sehr "hinterher" bin, dass die KuK möglichst in der nächsten Stunde nachtragen). Das überprüft bei uns aber auch niemand; die Klassenbücher werden zum Schuljahresende archiviert und das war's. Ist das bei euch anders? Werden eure Klassenbücher regelmäßig überprüft?

    Ja, aber jetzt bekomme ich es nicht mehr so mit, weil die SL nur die säumigen Kollegen anmailt. Als Klassenlehrer mit Papierklassenbüchern war ich beschäftigt, den Kollegen hinterher zu rennen. (Zu Papierformzeiten musste der Klassenlehrer jede Woche mit Unterschrift bestätigen, dass die Woche vollständig ist, die SL hat jeden Monat überprüft und ebenfalls unterschrieben. )

    Dann hätte ich ein Riesenproblem! Ich benutze nämlich immer nur einen speziellen Kuli in der Schule und das schon seit Jaaahren... 8)

    Ich habe es mal bei einem Kollegen mitbekommen, dem Eltern vorgeworfen haben, nicht immer das Curriculum zu unterrichten. Es ging vor Gericht und dann spielt Glaubwürdigkeit eine große Rolle.

    Klar sollten auch wir zeitnah ins Klassenbuch eintragen. Ich muss aber die weniger drängenden Aufgaben in die Ferien schieben, um während der Schulzeit auch mal 'ne Arbeitswoche unter 45 Stunden zu haben. Es ist auch so immer alles dokumentiert (Fehlzeiten, Unterrichtsinhalte, …), es geht nur um den Eintrag/Übertrag ins Klassenbuch.

    Alles wird direkt im Klassenbuch eingetragen. Es ist das wichtigste Beweismittel für deine Arbeit.

    Tja, auch das ist bei uns eine Sache, die nicht so toll klappt. Es gibt immer wieder KuK, die versehentlich Klassenbücher mit nach Hause nehmen, weil sie sie nach Unterrichtsende in ihre Schultasche gepackt haben, und andere KuK, die das Klassenbuch immer im Klassenraum liegenlassen (ich vermute, dass sie entweder keine Lust mehr haben, nach Unterrichtsende nochmal ins Lehrerzimmer zu gehen, oder das Klassenbuch schlicht und einfach vergessen oder aber meinen, dass die betreffende Klasse am nächsten Tag ja eh wieder in demselben Raum sei).

    Gab es bei uns auch schon, kommt heraus, wenn der Kollege z. B. krank wird. Und auch dann gibt es Ärger, weil bei uns nicht zulässig. Es ist Beweismittel für alle Kollegen, die in das Buch eintragen.

    Die Fehlzeiten erfasse ich digital. Am Ende des Halbjahres sehe ich auf einen Klick die Fehlstunden und kann sie ohne Nachzählen ins Zeugnis eintragen.

    Wir erstellen , wie auch an Susanneas Schule, Wochenpläne, die die Kinder jeweils montags bekommen. Darauf stehen natürlich eher Formulierungen wie "Flex&Flo S. 17 Nr. 3 und 4", die ich jetzt für den Eintrag ins Klassenbuch nochmal anpasse. Inhaltlich ist aber alles da.

    Zum Glück haben wir digitale Klassenbücher, doppelte Arbeit kann ich nicht gebrauchen. Ich kann jetzt am Sonntag zu Hause für meine Vertretung übernächste Woche (Fortbildung) eintragen, kann Dateien etc. hochladen.

    Ich bin völlig überrascht, dass du 6 Wochen nicht eingetragen hast. Ich war in 2 Bundesländern angewiesen, in jeder Stunde einzutragen (Thema, evtl. Unterteilung, Seitenzahl je nach Fach).

    In Zeiten Papierklassenbüchern musste am Ende der Woche der Klassenlehrer überprüfen, ob alle eingetragen haben und mit seiner Unterschrift bestätigen, einmal im Monat SL (ebenfalls mit Unterschrift). Jetzt haben wir zum Glück digitale Klassenbücher (entlastet Klassenlehrer extrem, war einer der Hauptgründe für Einführung), SL überprüft mit einem Klick und Programm versendet Mails. Bei 6 Wochen fehlender Eintragung hätte ich Riesenprobleme und ein Gespräch beim SL.

    Wie karuna schreibt, es ist ein Nachweis für deine Tätigkeit, in meiner Ausbildung fiel das Wort Urkunde, beim Probe-Feueralarm muss ich das Klassenbuch mitnehmen/retten. Es ist auch bei evtl. Elternklagen Beweismittel vor Gericht (und bei Verwendung des immer gleichen Stifts kommt evtl. der Verdacht auf, du hättest nach 6 Wochen alles auf einmal eingetragen (und es stimmt vielleicht nicht mit der Realität überein).)

    Ich habe an meiner 1. Schule tatsächlich mal eine unangekündigte Überprüfung aller Klassenbücher durch das RP erlebt (keine Ahnung warum, meines war in Ordnung), aber ich rate dir ab jetzt sofort einzutragen.

    Ergänzung

    Ich sehe gerade du bist aus NRW, meine 1. Schule war auch in NRW.

    Keine "Sorge", die 20% gehen fix. Bei uns IST die maskenpflicht seit dem Ampel-System schon großteils gefallen. Und da die Jungs nicht nur in der Schule, sondern teilweise auch auf der Baustelle praktisch ohne Schutzmaßnahmen zusammenhocken, gibt's ständig Quarantäneklassen.

    Ich hoffe inständig, dass sich durch die vermehrten schweren Verläufe im Umfeld ("die Einschläge rücken näher) dann wenigstens die Blockierer doch noch impfen lassen, in den meisten meiner Klassen sind wir gerade mal bei knapp über 50%

    Ich befürchte, dass die Schüler nacheinander sich infizieren (also 1 am Montag, 2 am Mittwoch usw. und der 6. erst am Montag drauf (muss ja alles noch durch PCR bestätigt werden (und das kann je nach Eltern sehr unterschiedlich lange dauern).

    Bei uns ist in Klasse 5 und 6 niemand geimpft, in Klasse 7 - 10 unter 20 % vollständig geimpft (die verspätete Stiko-Empfehlung wirkt noch nach, wir sind ja noch keine 6 Wochen in der Schule), erst in der Kursstufe sind die meisten geimpft.

    leider wusste ich wirklich nicht, dass es eine Operatorenliste gibt..Auch wenn es jemanden jetzt schockt...

    In Baden-Württemberg gibt es die auch erst seit ein paar Jahren als Liste (vorher nur inoffiziell unter Kollegen).

    Ich erhielt damals im Ref. nur ein paar kopierte Seiten aus dem Curriculum, weil es für Referendare zu teuer war, uns das komplette Buch zu geben (den letzten Bildungsplan gab es für ca. die Hälfte des Kollegiums auf Stick, da mein Nachname am Ende des Alphabets steht, habe ich bis heute keinen erhalten, jetzt gibt es natürlich Internet).

    Warum ich das schreibe? Lasse dich nicht verunsichern, du fragst, suchst Hilfe, beantwortest Nachfragen, das finde ich gut (auch wenn ich dir nicht helfen kann). An meiner Schule gibt es eine Vorlage, ich war lt. SL die erste, die es richtig ausgefüllt hat (ich war auch unsicher nach vielen Jahren im Schuldienst und habe mich an die Vorlage gehalten). Das Problem ist also verbreitet.

    Liebe andere Kollegen, die jetzt geschockt sind, freut euch über eure gute Ausbildung. Ich war auch völlig alleine und kann kuebra gut verstehen.

    Bei uns fällt die Maskenpflicht ab übermorgen außer in den Klassen x und y und in der Kursstufe dank positiver Fälle letzte Woche. Und wir hatten bis gestern Maskenpflicht. (Zusätzlich Fernunterricht für die positiv getesteten Schüler und Präsenzunterricht für den Rest gleichzeitig für die betroffenen Kollegen, große Mehrbelastung, die ohne Maske zunehmen wird. )

    Vor den Sommerferien hat es an meiner Schule 3 Tage keine Maskenpflicht am Platz gebraucht und die 1. Klasse war komplett in Quarantäne (Begründung durch das GA damals, sie trugen keine Maske, also alle in Quarantäne, mit Maske wären nur wenige betroffen gewesen).

    Jetzt soll tägliches testen die Quarantäne ersetzen. Erst wenn 20 % gleichzeitig positiv getestet sind, gibt es (evtl.) Quarantäne für alle. Ich erwarte also bis Frühjahr dauernde Mehrarbeit (Moodle und VK, zusätzliche Klassenarbeiten zusätzlich zum Präsenzunterricht).


    Natürlich wird Covid-19 bleiben, aber mit Impfung sind auch Kinder besser geschützt. Erst letzte Woche wurde eine amerikanische Studie bekannt, die überspitzt formuliert, dass 20 Tage Covid-19 (keine schwere Fälle) die positive Wirkung von 20 Jahren Jogging zunichte macht. Aber zu viele sagen nur, Kinder u.a. sterben nicht, also ist es harmlos. Aber erholen sich geschädigte Arterien und Organe wieder komplett? Langzeiterfahrungen fehlen.

    (Ich erinnere mich an die Anfänge von HIV, da galt diese Behauptung auch (kein Problem, man stirbt selten sofort) . Dann brach Hysterie aus und jetzt gibt es gut wirkende Medikamente. Auch Covid-19 wird man vermutlich irgendwann gut behandeln können, dann verliert es spätestens seinen Schreck.

    Den Gedanken hatte ich mir vorher gespart und jetzt ist er vielleicht hinfällig, weil es eine Mittagspausenstunde war und nicht die letzte Stunde des Tages, aber: hat man denn als Schüler*in / Elternteil denn kein Anrecht auf "verlässliche" Zeiten? Sprich: Vielleicht war in dieser Stunde etwas geplant (meinetwegen Arzttermin, aber auch Musikunterricht bei der örtlichen Musikschule, usw..), weil es sich um einen regelmäßigen freien Termin im Stundenplan handelt (so habe ich es verstanden?) und da darf die Schule hin und her schieben? Dürfte sie auch in die 7./8. Stunde schieben, wenn sie im Vormittagsbereich keine Vertretungen findet?

    (das sind ja nur theoretische Überlegungen, sowas kannte ich als Schülerin, wo jeder Entfall ein "juhu, länger schlafen / früher nach Hause" bedeuten konnte, aber als Lehrkraft habe ich immer nur in Schulen mit garantiertem Unterricht gearbeitet, da stellt sich nicht die Frage der Personaldecke. Dann findet man IMMER jemanden, der die Vertretung macht. Selbst wenn es in November/Dezember die 6. Vertretungsstunde des Monats bedeutet. Ist halt so.

    Nein, man hat keinen Anspruch (soviel ich weiß), aber man kann miteinander reden.

    Beim Arzttermin wird auch in regulären Stunden beurlaubt (Kind kommt x Minuten später, weil es eben nüchtern zum Arzt muss etc. Und wenn ein Kind fehlt, was soll es, der Rest ist da.

    Nachmittagssstunden gibt es bei uns aber überraschend nicht, man versucht sogar alles, die in (durch Ausfall entstandenen) Lücken am Vormittag zu verschieben.

    In diesem Fall hat anscheinend die Kollegin, die sowieso in der Klasse unterrichtet, anscheinend in der 2. Stunde keine Zeit (vermutlich hat sie Unterricht, denn die meisten unterrichten lieber in einer 2. Stunde statt 6). Bei uns freuen sich zum Glück die (meisten) Eltern, wenn nicht zu viel ausfällt, wenn die Schule versucht sinnvoll zu kompensieren (notfalls anderes Fach), aber anscheinend gibt es auch andere Eltern.

    (Und auch wir sind knapp bei Lehrerstunden. Und ich hatte auch schon den Extremfall wie meine Kollegen an meiner 1. Schule bei voller Stelle erlebt, regelmäßig 10 - 13 Überstunden, die ich abrechnen durfte pro Monat (bis zu 5 Stunden pro Woche) . Das war übrigens der Hauptgrund für meinen Wechsel damals, weil ich kurz vor totalem KO stand (ständig Kopfschmerzen, stundenlanges Zittern nach Unterricht usw.) Ich war damit nicht alleine, ich habe es aber von meinen Kollegen erst erfahren, nachdem ich gekündigt habe.)

    Ich möchte nie mehr an einer Schule arbeiten, die bewusst ihre Lehrer verschleißt, nur um verlässlichen Unterricht anbieten zu können.

    Bei uns gibt es auch begrenzt Mehrstunden, wenn Kollegen langfristig ausfallen. Aber es wird versucht, gleichmäßig auf das Kollegium zu verteilen und notfalls gibt es halt nur 3 statt 4 Deutschstunden usw.

    Bei uns werden Stunden auch oft verschoben und wenn z. B. eine Nachmittagsstunde nächster Woche auf eine ursprünglich freie 6. Stunde (dieser) Woche verschoben werden kann, sind alle glücklich.

    Ich war vor paar Jahren 2 Tage auf einer (freiwilligen) Fortbildung und musste alle Stunden verschieben (sonst hätte ich nicht gehen dürfen). Das gelang mir, alle Schüler und Eltern waren einverstanden.

    Zur Diskussion schwanger und Covid-19 fand ich gerade folgenden Artikel

    https://www.tagesspiegel.de/wissen/covid-1…e/27698544.html

    In England wird bereits seit April Impfung für Schwangere empfohlen (trotzdem die relativ hohen Zahlen) , in Deutschland erst jetzt. Vor der Stiko-Empfehlung haben sich viele Ärzte geweigert zu impfen. Ich kann Schwangere daher sehr gut verstehen, wenn sie aktuell nicht in der Schule unterrichten wollen, bei Inzidenzzahlen von um/über 200 (bei U14) und Verzicht auf Masken (in Baden-Württemberg ab kommender Woche an allen Schulen). (Viele verzichten auf jedes Medikament, Kaffee, Alkohol und waren vor der Stiko-Empfehlung vorsichtig bei der Impfung.)

    Ich stand heulend vor der SL, da ich gerade erfahren hatte, dass mein Bruder im Koma liegt und es schlecht aussieht, da meinte die SL: Gehen Sie mal 10 Minuten in den Auszeitraum und dann können Sie weiterunterrichten (verheult - hab ich Depp auch so gemacht).

    Wie bitte?

    Wenn ich eure Kommentare lese, bin ich gerade sehr froh über meine SL.

    Dir und deiner Familie wünsche ich viel Kraft. Alles Gute für deinen Bruder.

    Selbst zu streichen kann gewaltige Probleme nach sich ziehen. An unserer Schule hatte ein Elternvertreter danach gerichtlich durchgesetzt, dass der Raum nicht genutzt werden durfte, bis ein Gutachten erstellt war, das die Unbedenklichkeit der Farbe für die Raumluft und somit für die Schüler bestätigte.
    Das war nicht spaßig.

    Ich kenne nur die Variante, dass ein örtlicher Malermeister klagte, weil kein Malerbetrieb den Auftrag erhielt (es fiel der Begriff "Schwarzarbeit", ich hatte danach auch keine Lust mehr).

    Mir ist kein Fall bekannt, bei dem ein Kind einer geimpften Schwangeren Schaden genommen hätte oder bei dem eine Frühgeburt gezielt auf eine Infektion zurückgeführt werden konnte.

    Meine Schwester ist selbst gerade schwanger und hat viel und lange recherchiert. Wirklich überzeugende Risikoindikatoren, die für ein unbedingtes Beschäftigungsverbot sprechen, gibt es objektiv gesehen nicht. Möglicherweise hat man sich ja auch deswegen für die aktuelle Regelung entschieden und nimmt Schwangere nicht mehr direkt generell aus dem Unterricht.

    Das individuelle Bauchgefühl ist natürlich ein anderes Thema.

    Ich kenne niemanden, der ... hat (du kannst fast alles einsetzen). Also gibt es es nicht.

    (Du verwechselst gerade subjektiv mit objektiv, dein Bauchgefühl stimmt nicht mit wissenschaftlichen Berichten überein.)

    Was heißt "gern". Bei jemandem, der allerdings wirklich und aufrichtig Probleme damit hat, sehe ich die Notwendigkeit dafür gegeben. Bei jemandem, der privat mit FFP2 Maske problemlos durch Babymärkte schlendern kann, aber angeblich nicht unterrichten, nicht.

    Und wieso sollte deinem Kind was passieren, wenn du geimpft bist? Wer jetzt schwanger wird, kann das längst sein.

    Covid-19 ist bekannt dafür, dass die Betroffene oft gar keinen Sauerstoffmangel bemerkt (asymptonatisch), es aber gemessen werden kann (teilweise extrem, es gab von Anfang an Verwunderung bei Medizinern, warum Betroffene es nicht merken, gilt inzwischen als ein spezifisches Problem).

    Wenn dies einer Schwangeren passiert, ist das Kind in größter Gefahr. Es kam vermehrt zu Frühgeburten (messbar), wie viele Kinder geschädigt wurden, weiß natürlich niemand (vor allem, wenn die Mutter die Infektion noch nicht einmal bemerkt hat).

    Und Impfung schützt nicht vor Infektion, nur vor Intensivstation. Bei hohen Zahlen und keine Maskenpflicht wäre mir das persönliche Risiko zu groß. Auch bei der Schweinegrippe waren Schwangere vom Unterricht befreit (und die Zahlen waren zumindest bei uns viel kleiner) .

    Irgendwer hatte hier doch mal die Theorie aufgestellt, dass die niedrigeren Fallzahlen hier im Norden mit dem häufigeren und stärkeren Wind zusammenhängen könnten. Vielleicht ist da ja tatsächlich was dran! Wer weiß...

    Ich denke eher an Impfquoten und vor allem geringe Abstände. Bei uns nimmt Maßnahmen kaum noch jemand ernst. Die Feste werden jetzt alle nachgeholt.

    Kris24

    Nee, 6 Wochen muss man bis zur vollständigen Impfung nicht mehr rechen. Da ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, wird derzeit auch wieder im Abstand von 4 Wochen geimpft.

    Wer partout nicht mit der Maske zurecht kommt oder sonstige ""Komplikationen" hat, hat ja objektiv einen guten Grund sich ggf. krank schreiben zu lassen. Dagegen würde ich nie was sagen. Ich kenne - nicht im Kollegenkreis, aber im Freundeskreis - aber halt auch genug Leute, die ganz offen sagen, dass sie eigentlich gut zurecht kommen, aber trotzdem ins Beschäftigungsverbot gegangen sind.

    Letztlich muss das auch jeder selbst wissen und für sich entscheiden. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass ich gut finde, dass angesichts der Impfung eine Schwangerschaft keinen Automatismus in Sachen Beschäftigungsverbot mehr bedeutet. Das kann ja auf Dauer keiner ständig vertreten...

    Kannst du nicht rechnen bzw. genau lesen (ich schrieb Impfschutz nicht Impfung). Erst 14 Tage nach 2. Impfung ist der Schutz komplett (und es müssen mindestens 3 Wochen zwischen 1. und 2. liegen, also mindestens 5 Wochen nach 1. Impfung und dann muss man noch Termin ausmachen, der Arzt benötigt bei BioNTech 6 Impflinge - eine Woche? ). So komme ich auf 6 Wochen. Nach deiner Rechnung sind es auch bei Impfung am selben Tag (nur in Ausnahmefällen) auch mindestens 6 Wochen eher 7 Wochen.

    Übrigens

    Man vermutet, dass in Israel die Impfwirkung deshalb so schnell nachlässt, weil sie nur 3 Wochen Abstand zwischen den BioNTech Impfungen hatten. 4 - 6 Wochen dazwischen scheinen länger zu wirken. Ja, Impfdurchbrüche sind überproportional bei Janzen von Johnson&Johnson, möglichst schnell ist zwar beliebt, aber auf Dauer nicht gut.

    Ich habe auch den Eindruck, dass ein erheblicher Anteil der Schwangeren sich möglichst schnell ins Beschäftigungsverbot "begibt".

    Schwangere können sich (endlich auch mit Stiko Empfehlung) impfen. Ich sehe eigentlich keinen Grund, wieso hier noch länger Sonderregelungen gelten sollten.

    Seit wann gibt es die Stiko-Empfehlung? Ihr müsst mindestens 6 Wochen bis vollständigen Impfschutz dazu rechnen. Außerdem soll, soviel ich weiß, erst ab einem bestimmten Zeitpunkt geimpft werden (nicht gleich zu Beginn).

    Ich hätte zwar als Schwangere versucht, so früh wie möglich impfen zu lassen, aber die meisten Ärzte lehnten vor Stiko-Empfehlung ab.

    Und ja, Covid-19 ist sowohl für Schwangere als auch das Kind gefährlich, und selbst wenn die Schwangere nichts merkt, erhält das Kind häufig zu wenig Sauerstoff. Es gab vermehrt Frügeburten und alleine im August starben zwei Neugeborene in Baden-Württemberg direkt nach der Geburt an Covid-19. Sie hatten sich im Mutterleib infiziert. Ich wollte das Risiko nicht eingehen.

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