Beiträge von Kris24

    Ich kann die Kritik der Schülerinnen und Schüler am Mathematik-Abitur durchaus nachvollziehen. Sie können die Missstände leider nur nicht konkret benennen und dann heißt es halt einfach, "Es war zu schwierig.".

    Das Einzige, das der Modus der schriftlichen Abiturprüfung in Mathematik mit dem Bildungsplan zu tun hat, ist, dass "zufällig" die gleichen Inhalte abgefragt werden. Im Bildungsplan steht, dass die sich die SuS im Mathematik-Unterricht mit mathematischen Problemstellungen, die sich aus dem Alltag heraus ergeben, handlungsorientiert auseinandersetzen. Wichtig dabei ist die Lösungsoffenheit und die Fähigkeit der SuS sich über diese Problemstellung und ihre selbst erarbeiteten Lösungsmöglichkeiten fachlich austauschen zu können.

    Und drei Jahre später sitzen sie dann eben in der Abiturprüfung in der ganz andere Sachen verlangt werden... Die Abiturprüfung ist schriftlich... Wo ist das denn bitte der fachliche Austausch geblieben?! Lösungsoffenheit... Fehlanzeige. Es gibt die eine richtige Lösung und das war's. Der Alltagsbezug fehlt vollständig. Von Handlungsorientierung brauchen wir gar nicht sprechen...

    Dass die "älteren" Kollegen teilweise vermeintlich "bessere" Ergebnisse erzielen, liegt meiner Beobachtung nach daran, dass sie von Tag 1 an ausschließlich "teaching for the test" machen. Die Inhalte werden den Schülern lehrerzentriert eingetrichtert und anschließend bis zum Umfallen gepaukt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Grundlagen. Komplexere Aufgabenstellungen werden oft außen vor gelassen. Nach dem Motto "Wer in den Einserbereich kommen will, muss sich das eben selbst erarbeiten." Trotzdem gibt es meist ein Zeitproblem. Viele dieser KuK werden oft just-in-time mit dem Stoff fertig. Die Möglichkeit, mit den SuS gezielt alte Prüfungsaufgaben zu üben, gibt es oftmals nicht mehr. Auffällig finde ich, dass diese Kolleginnen und Kollegen im Abitur trotzdem oft einen recht passablen Schnitt haben. Das Mittelfeld ist bei ihnen definitiv größer, allerdings sind selten mal Schüler dabei, die über 13 NP hinaus kommen.

    In BaWü gilt ab dem kommenden Schuljahr die neue Oberstufe. Das ist meiner Meinung nach ein Schritt in die richtige Richtung. Mathematik muss nicht mehr verpflichtend schriftliches Prüfungsfach sein. Die Schüler können stattdessen eine mündliche Prüfung ablegen. In bestimmten Fächerkombinationen muss in Mathematik sogar gar keine Prüfung mehr abgelegt werden. Ich bin gespannt, welche Vorgaben es für die mündliche Prüfung geben wird. Wenn es so ist, wie ich es mir erhoffe, werden die allermeisten meiner Schüler sich für eine mündliche Prüfung entscheiden. In die schriftliche Prüfung werden die ein, zwei, drei Überflieger gehen, die sowieso in jeder Klausur 15NP absahnen. Und gar keine Prüfung werden hoffentlich diejenigen SuS machen, die schon ab Mitte Klasse 11 kein Land mehr sehen.

    Ändert sich das schon wieder oder sprichst du nur von beruflichen Gymnasien?

    Aktuell (seit diesem Jahr) müssen alle Leistungskursler (in Baden-Württemberg an Gymnasien) schriftliches Abitur schreiben, alle Basiskursler müssen in Mathe und Deutsch es mündlich ablegen (schriftlich ist nicht erlaubt). Vor 2 Jahren hat es uns viel Überzeugungsarbeit gekostet, dass extrem schwache keinen Leistungskurs Mathe wählen, weil sie auf keinen Fall eine mündliche Prüfung in Mathe ablegen wollten.

    Bei derartiger Glaskugel-Pädagogik kann ich nicht mithalten. Ich habe mich darauf beschränkt, die Auswahl der Praktikaplätze in der Berufsvorbereitung möglichst passgenau mit den Schülern und den Eltern zu planen, sowie die Breite der beruflichen Möglichkeiten (auch für Schüler jenseits der Mathe-4) darzustellen. In ihrem Beruf (als Floristin) benötigt diese Schülerin keine Religionskenntnisse, muss keine Aufsätze verfassen und die notwendige Mathematik erledigt die Registrierkasse - die sowieso von der Chefin bedient wird. Sie macht den Beruf gerne. So what.

    Und es ist keine "Berufsschule" notwendig? Sie darf nie an die Kasse?

    Es geht (mir) um die Einstellung. Lernt sie (auch wenn es mal keinen Spaß macht)? Geht sie Anforderungen aus dem Weg? Ich unterscheide dabei zwischen Fächern. Bei einer Mathe 5 hilft lernen oft nicht mehr. Wenn jahrelang keine Vokabeln gelernt wurden, kann man es in einem Jahr vielleicht nicht mehr nachholen. Aber es gibt Fächer, wo man zumindest mit etwas lernen, mit etwas Einsatz noch eine 4 schafft. Und dazu zähle ich Religion.

    Ich hatte zu viele Schüler, die leider den schulischen Teil der Ausbildung nicht schafften, die sich zudem in der Lehre nicht anstrengten (hatten sie nie gelernt), denen einfach der Biss fehlte. Ohne abgeschlossene Berufsausbildung sind die Chancen in Deutschland (auch in anderen Berufen z. B. Verkäufer) mau.

    Und es gibt noch einen Aspekt, der uns damals (mit der Zeit) wichtig wurde (die Schule war neu gegründet, die meisten Kollegen sehr jung und unerfahren). Den ersten Jahrgang bringt man mit geschenkten Noten vielleicht noch unter, im Jahre darauf heißt es, nein, wir nehmen dich mit einer 2 in Mathe nicht (an deiner Schule ist eine Mathe-2 weniger wert als eine Mathe-4 der Nachbarschule). Und wenn der Ruf erst ruiniert ist, dauert es, das Gegenteil zu beweisen.

    Ja. Auch nach dem alten. Nach dem neuen Bildungsplan hätte sie nun wieder mehr Möglichkeiten des Ausgleichs - weil wieder der gesamte Fächerkanon jeweils als Einzelnote gewertet wird und die unseligen Fächerverbünde aufgelöst wurden. Nun kann eine 5 in Religion wieder durch eine 2 in Sport ausgeglichen werden. Das ist auch volkswirtschaftlich ein Gewinn. Es bleiben weniger Schüler sitzen, kommen früher ins Berufsleben und zahlen Steuern und ihre Beiträge ins Rentensystem. Auch Beiträge für deine Rente. Egal ob du Beamter oder Angestellter bist.

    Ich weiß, dass auch das eine absurde Argumentation ist, wenn es um die Begründung der Notengebung geht. Aber in diesem Bereich nutze ich bei Grenzfällen meinen pädagogischen Spielraum zum Nutzen des Gemeinwohls - und der Kinder.

    Und genau beim letzten bin ich skeptisch. Vielleicht hat deine Schülerin nur gelernt, ich muss nichts tun, wenn es wirklich kritisch werden sollte, kommt schon von irgendwo ein alias her und bringt alles wieder in Ordnung. Und ob das bei der Ausbildung, beim späteren Leben immer klappt?

    (Um es kurz zu machen, ich habe als (ehemaliger) Gesamtschullehrer andere Erfahrungen gemacht. Es gab viele, die sich in der Ausbildung immer wieder durchmogeln wollten, die es nicht begriffen, es hat doch auch an der Schule geklappt. Es wäre sinnvoller gewesen, konsequent zu sein, dann wären sie vielleicht nicht (mehrfach) in der Lehre gescheitert.)

    Nebenbei, ich bin auch gegen eine Note in Fächerverbünden. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass Einzelnoten vermehrte Chancen auf Fünfen bedeutet und die Versetzung somit erschwert.

    Die Schulleitung "genießt" doch oftmals das hofiert werden: Bei meiner ersten Lehrprobe "schleppte" ich gegen 7:15 Uhr ein riesen Tablet mit Kaffeetassen und -untertassen, Gebäck, etc. von der Sekretariatsküche Richtung Besprechungsraum und musste eine sperrige (geschlossene) Tür Richtung Besprechungsraum "überwinden". Davor stand ein Mitglied der Schulleitung und redete mit zwei der anwesenden Sekretärinnen. Sie sahen mich ankommen, ich war echt "schwer bepackt". Ich schaute alle "erwartungsvoll" an, aber das Mitglied der Schulleitung meinte direkt: "Stellen Sie mal schön das Tablet noch mal irgendwo ab, wo kommen wir denn da hin, wenn ich jetzt schon Referendaren die Tür aufmache?" Diese Szene hinterlässt mich bis heute einigermaßen sprachlos.

    Das ist bei uns zum Glück anders. Es gibt keine Bewirtung und die SL unterstützt in jeder Hinsicht.

    Von der in NRW üblichen Bewirtung habe ich erst nach meinem Referendariat in Baden-Württemberg (Gymnasium) erfahren, meine 1. Schule danach war in NRW. Ich war geschockt von den Erzählungen und das meine Kollegen aus NRW es völlig für normal erachteten (in Baden-Württemberg wäre es eher als Bestechungsversuch angesehen worden).

    An meiner früheren Schule gab es zum Ende der Probezeit noch Überraschungsbesuche (es wurde nur ein 3-Wochen-Zeitraum genannt, in der jederzeit für jedes Fach einzeln ein Besuch stattfinden konnte, bei mir also 2 Besuche und Chemie kam erst am Ende), der SL hatte, um vorzuwarnen, extra eine rote Krawatte dafür (und das Kollegium gab die Warnung freundlich weiter). Wenn er keine trug, konnte man also etwas entspannen (hin und wieder gab es nicht der SL angekündigte Besuche), und am Tag selbst bereitete die Klassenlehrerin die Klasse vor (es gab da im Nachhinein eine sehr lustige Geschichte).


    Spoiler anzeigen

    Die 5. Klasse war geteilt, die eine Hälfte hatte schwimmen, die andere bei mir Naturphänomene (wurde zu Chemie gezählt). Jede Woche wurde gewechselt. Nachdem in der Vorwoche ausfiel, fragte die Klasse den Schwimmlehrer, welche Gruppe wen hat, und er nannte die falsche Gruppe. Ich wäre nicht darauf vorbereitet gewesen, weil diese Gruppe bereits das Thema hatte und die Abmachung zu Beginn des Schuljahres anders war. Zum Glück merkte dies die Klassenlehrerin und in der Stunde zuvor wurde lebhaft getauscht (ein Badeanzug oder -hose gegen ein Naturphänomeneordner, es ging tatsächlich auf, weil ein paar vorsichtige beides dabei hatten, der Besuch und ich wunderten uns nur, warum manche Schüler sich nicht in ihren sehr sorgfältig geführten Ordner zurecht fanden.) Ich habe es erst am nächsten Tag von der lachenden Kollegin erfahren. Ich bin ihr heute noch dankbar. Das alles war nur dank roter Krawatte des SL möglich.

    warum soll man in Religion keine 5 haben können? Das ist ein Unterrichtsfach wie andere auch

    Und eine 5 muss nicht sein, man kann zumindest etwas lernen und im Unterricht sich beteiligen (bei Mathe, Sprachen und Physik ist für manche Schüler die 5 nicht mehr verbesserbar, wenn zu viele Grundlagen fehlen).

    Ich sehe eine 5 in Religion, Ethik, Geschichte, Geographie usw. (zumindest eine 4 sollte möglich sein) als Leistungsverweigerung und das darf nicht belohnt werden (auch aus pädagogischen Gründen).

    Wow, interessant. Darf ich fragen, was das für Notizen sind? Also zb konrekt die Frage, die der S nicht beantworten konnte?

    Ich notiere mir bei mündlichen Noten zwar indirekt das Datum, aber extra Notizen dazu hab ich nicht gemacht und von anderen noch nie gehört. Aber ich bin wie gesagt erst mit dem Ref fertig.

    Ich notiere mir normalerweise auch keine Stichworte, sollte man aber (bei schlechten Schülern) vermutlich tun. Diese Mutter fiel aber bereits Anfang des Schuljahres auf, weil sie alle Noten hinterfragte. Sie hätte am Ende die Zeugnisnote 5 nie akzeptiert, sie fing das Telefongespräch entsprechend an (es gäbe ja nur 3 Klassenarbeitsnoten, die 4. hatte ihr Sohn unterschlagen). Ich konnte ihr 19 Noten mit Datum und Stichworten, z. B. was ihr Sohn geantwortet hat, nennen. Sie brach das Gespräch ab und akzeptierte die Note.

    Letztendlich muss ich als Lehrer die Note vor Gericht beweisen können und da kann ich nicht mit Gefühl argumentieren. Stichworte beruhigen mich sehr. Ich möchte keine Note zurück nehmen müssen.

    Im Umkreis der drei PHs sowie sämtlicher "Schools of Education" (=Spezieller Verbund zur gemeinsamen Lehrerausbildung an Unis und PHs an den Standorten im Land, an denen es PHs und Universitäten gibt wie Freiburg, Tübingen, Heidelberg...sowie eine Sonderverband des Seminars Rottweil mit der PH Thurgau in der Schweiz). Der Bereich der Schulen, die davon profitieren könnten ist also deutlich größer, 500 Studierende mit den paar Stündchen lächerlich wenig. Auch neue Sommerkurse, die es bestimmt auch wieder geben wird, machen den Kohl nicht fett. Was wir brauchen würden wären ausreichend Stunden für mehr Förderstunden in den nächsten Schuljahren.

    Danke, dann habe ich

    • Die Lehramtsstudierenden sollen an Schulen im Umkreis der jeweiligen Hochschule zum Einsatz kommen

    falsch interpretiert. Ich wollte heraus kriegen, wie viele Schulen einen Lehramtstudenten teilen müssen. Systematische (und damit effektive) Unterstützung ist es auf jeden Fall nicht. (Mein Ort kommt vermutlich trotzdem kaum in Frage.)

    500 Lehramtstudenten sollen in Baden-Württemberg bis zu den Sommerferien helfen, die Lücken zu verkleinern.

    https://www.swr.de/swraktuell/bad…chulen-102.html

    (Also einer für 10 Schulen, wir haben ca. 5000 Schulen https://km-bw.de/Schuladressdatenbank , bringt sicher viel bei 4 Stunden geplanten Einzel- und Gruppenunterricht, die Schulen dürfen entscheiden. Klingt für Außenstehende gut, ist aber noch nicht einmal ein Regentropfen.)

    Ergänzung

    Gilt doch nicht für alle Schulen, sondern nur im Umkreis von 3 PHs. Bridge the gap bringt also den allermeisten nichts.

    https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/hochschulen…bridge-the-gap/

    Ich glaube, ein Seminarleiter in BY könnte etwas anders sein als ein Seminarleiter in BW.

    In BW gibt es für das Gymnasiallehramt nur wenige Seminarstandorte (HD, KA, HN und Tübingen). Dorthin fahren die Referendare und auch die Seminarlehrer/Fachleiter von ihren Schulorten aus teilweise sehr weit. Einen Tag der Woche finden dort aber die Pädagogik und Fachdidaktikveranstaltungen statt, in denen die Fachleiter ihr Wissen weitergeben und auch mal mit den Referendaren gemeinsam eine Einheit planen. Das sind dann auch die Fachleiter, die zunächst alleine beratendende Unterrichtsbesuche durchführen und später mit dem externen Prüfer zu Prüfungslehrproben kommen. (Der eine meiner Fachleiter hat damals alle zusammen zu einem Unterrichtsbesuch bei ihm eingeladen, der andere hat mich nicht einmal zusehen lassen, obwohl ich an seiner Schule Referendar war.) Unterricht der Fachleiter an ihrer Schule fällt dann aus, wenn gerade wieder eine Runde Unterrichtsbesuche ansteht.

    Der Seminarleiter dagegen leitet das Seminar so wie ein Schulleiter die Schule und hat in der Regel keine eigenen Referendarskurse und unterrichtet auch nicht mehr an einer Schule.

    Stimmt nicht. Wir gehören zum Seminar in Rottweil, liegt zwar im RP Freiburg (Seminar Freiburg fehlt auch), ist aber völlig unabhängig. Wir haben immer Referendare von Rottweil. Kollegen von mir unterrichten am Seminar in Stuttgart (und in Rottweil), hast du auch nicht genannt. Ein Kollege war in Esslingen. Es gibt einige.

    http://www.seminare-bw.de/,Lde/Startseit…eminarstandorte Der Rest ist korrekt.

    Ergänzung

    Ich habe mehrere Kollegen, die am Seminar unterrichten und daher nur noch 4 - 8 Stunden (1 - 2 Tage) bei uns am Gymnasium sind. Es ist aber regulärer Unterricht. Seminar und Unterrichtsbesuche finden normalerweise an den anderen Tagen statt.

    ich musste 4 Lehrproben, also je 2 pro Fach (je eine in der Oberstufe, die 2. einmal in der Unterstufe, einmal in der Mittelstufe) ablegen. Es kam jeweils mein Seminarfachleiter in Mathe bzw. Chemie und ein mir unbekannter Lehrer (und der konnte sich in Mathe nicht durchsetzen, mein Chemiefachleiter achtete mehr auf Kollegialität), es waren also nur 2 Personen. Von daher standen die Mathenoten bei allen schon vorher ungefähr fest.

    Letztendlich hat es für eine schulscharfe Stelle in NRW gereicht, in Baden-Württemberg hätte ich höchstens Vertretungsstellen erhalten. Darum habe ich mich gar nicht erst bemüht.

    bei uns ist die Unterstufe beliebter (außer Klassenlehrerjob), da man weniger vorbereiten muss, ich werde fast nur ab Klasse 10 eingesetzt (liegt natürlich auch an Chemie, ich habe fast immer 2 Leistungskurse), um Klasse 5 muss ich richtig kämpfen (eine Unterstufenklasse brauche ich zur Abwechslung, nur Oberstufe ist mir zu langweilig)

    bei mir war der Sprung größer (aktuell A14, höchste Altersklasse, also älter als 53, Steuerklasse 1, knapp 4400 netto inkl. Kirchensteuer, sonst wäre ich drüber), in Baden-Württemberg ist die Aufgabe auch auf 5 Jahre beschränkt, das Geld bleibt


    Ergänzung

    Ich habe nachgesehen, zwischen A13 und A14 liegen brutto 600 Euro (Baden-Württemberg, höchstes Dienstalter) etwas mehr als zwischen A12 und A13 (ca. 550 Euro).

    ich habe mein Referendariat in Baden-Württemberg gemacht und denke auch nur teilweise positiv zurück. Den Stress, die Sorge, ob ich eine der knappen Stellen (damals war in Chemie 1,0 und in Mathe 1,3 notwendig bei örtlich größter Flexibilität) möchte ich nicht zurück.

    Danach war ich froh, es durchgezogen zu haben. Das 1. Schuljahr nach Referendariat war auch noch schwierig (es fehlte der Welpenschutz, ich landete an einer integrativen Gesamtschule mit schwierigem Einzugsgebiet), danach war es der schönste Beruf der Welt.

    Stelle dir doch eine Tabelle auf mit den Spalten, das liebe ich an meinem Beruf, dass stört mich (extrem). Überlege, ob es am Referendariat liegt (das geht vorbei) oder allgemein gilt.

    Aber das Referendariat empfindet wohl niemand als angenehm, ich denke, die meisten gehen an ihre Grenzen (und manchmal darüber hinaus). Und dieses Jahr ist es dank Corona noch schwieriger, Kontakte zu Kollegen vor Ort und Mitreferendaren zu finden, das ändert sich hoffentlich im kommenden Schuljahr.

Werbung