Beiträge von Kris24

    Meine Schüler checken das nicht, wenn ich das an die Tafel schreibe. Sie werden richtig hässig, wenn ich anfange sie auszulachen. Die sind es so gewöhnt, dass es ihnen völlig doof vorkommt, dass man den Satz unterschiedlich interpretieren könnte.

    Und an welche Variante denken sie?


    (Ich habe an meinem vorherigen Schulort in einem sehr kleinen Dorf mit gutem Vereinsleben gewohnt. Es gab viele schöne Feste und leider zu späterer Stunde sehr viele betrunkene Schüler von mir. Hier ist es zum Glück nicht so extrem. )

    Häh? Verstehe ich das richtig: Ihr habt positiv getestete Kinder an der Schule, also im Präsenzunterricht?

    Nein, aber wir haben Schnelltests und wenn der nach 15 Minuten positiv anzeigt, muss das Kind abgeholt werden, weil es z. B. keinen ÖPNV mehr benutzen soll. Und bis die Eltern kommen, dauert es evtl. (Wir haben Kinder, dìe über 20 km entfernt wohnen, die z. B. durch die Schweiz zu uns kommen. Einfach ein 10jähriges Kind auf die Straße stellen, geht nicht. Unsere großen dürfen auch alleine heim.

    Ergänzung

    Unsere Schnelltests finden während der 1. Stunde statt.

    Ihr habt 3 KollegInnen für jede Schülergruppe anwesend?

    Woher kommen denn die vielen Lehrkräfte?

    Klassen 7 - 10 sind im Fernunterricht, bei der Kursstufe reicht pro Kurs ein Lehrer (beim 1. Mal waren es teilweise zwei), die Notbetreuung für Klasse 7 übernehmen anfangs unsere BuFDis alleine, bevor ein Kollege nach der Testung dazu stößt. Es geht also um die Klassen 5 und 6 und es sind immer 2 Kollegen pro Klasse und insgesamt mindestens 2 weitere (einer pro Jahrgang, reicht hoffentlich) für evtl. positive Fälle. Das Kind erhält FFP2 und mehrere positiv getestete Kinder warten gemeinsam mit den Kollegen in der Turnhalle.

    In Baden-Württemberg sind an Gymnasien die Klassen 5 und 6 aktuell komplett anwesend, bei uns auch 11 und 12. Alle anderen dazwischen nicht. Falls es mehr positiv getestete Fälle geben sollte, müssen vermutlich kurzfristig die Kurslehrer einspringen. Außerdem reicht im Notfall auch ein Kollege pro Klasse. (Bisher lässt sich kaum jemand testen, es gab also noch keinen Notfall. )

    Ja und vor allem läuft man im Baumarkt allenfalls aneinander vorbei und die Decke ist 10 m hoch... Aber "Schulen sind wichtiger als Baumärkte", klingt aus kultusministeriellem Munde natürlich sehr medienwirksam.

    Und im Baumarkt wird auch nicht laut stundenlang miteinander gesprochen, die Maske zum Essen abgenommen, man muss nicht auf die nicht lüftbare Toilette usw.

    Ich finde Schule auch wichtiger, aber dieser Vergleich hinkt so sehr, dass ich niemanden ernst nehmen kann, der dies äußert.

    Besser nicht, sonst müssen wir uns in die Ecke stellen und schämen:

    „In diesem Zusammenhang betonen die Kultusministerinnen und Kultusminister nachdrücklich, dass Kinder und Jugendliche nicht als Gefahr für alle an der Schule Beteiligten stigmatisiert werden sollen.“

    Das Zitat verstehe ich nicht. Meinen die Kultusminister das ernst? Gab es irgendetwas wichtiges oder nur solches Geschwurbel?

    (Wenn dann sind Kinder und Jugendliche eine Gefahr für ihre Eltern, die sie ohne Maske sehen, aber soweit sehen unsere Kultusminister anscheinend nicht.)

    Pssst: Wir bringen heimlich Rosenkohl zum Forentreffen mit und die echt ganz Coolen treffen sich dann heimlich zum Rosenkohlessen, wie früher die Raucher :victory:

    Ihr verratet euch durch den Geruch. (Ich habe schon den Gestank gehasst, da passt der Vergleich zu den Rauchern auch.) :flieh:

    Daraus, Präsidentin der KMK:

    Man tue Kindern „etwas an“, wenn Schulen monatelang geschlossen blieben. Die Aussage der Kultusminister sei ja nicht, Schulen um jeden Preis offen zu halten. „Aber was nicht geht, ist, dass andere gesellschaftliche Bereiche offen gehalten werden, wie Baumärkte, und die Schulen geschlossen werden.“

    Ich muss sagen, da drücken wir uns hier differenzierter aus.

    Ich habe nichts gegen gleiche Regeln, z. B. eine Person auf 10 qm (bzw. im Baumarkt sogar auf 20 qm). Also 5 Personen im Klassenzimmer (1 Lehrer und 4 Kinder). Davon höre ich aber nichts.

    Und trotzdem ist anhand der historischen Umfragedaten der (wahlentscheidende) Effekt der Atomkatastrophe von Fukushima und der dadurch initiierten bundespolitischen Debatte über die Atompolitik klar nachvollziehbar: Quelle

    Aber ich fürchte, wir tragen hier sehr zu Offtopicisierung des Threads bei. :engel:

    Noch einmal, Fukushima hat sicher beigetragen, aber nicht was Merkel gemacht hat (außer sie hätte immer schon grüne Politik gemacht).

    Ja, es ist OT. Aber alles nach Berlin zu schieben, ist einfach, aber stimmt nicht (und dieses Mal gar nicht, Merkel wäre gewählt worden, wer dagegen war, wählte AFD und die verlor auch deutlich).

    Sag ich ja. :)

    Trotzdem vermute ich, dass viele Wähler*innen - unabhängig vom jeweiligen Bundesland - in der Regel nicht so weit abstrahieren, um die Landes- und Bundespolitik komplett voneinander abzugrenzen.

    Ich denke, dass in einigen Bundesländern tatsächlich mehr "Nationalstolz" existiert (Bayern ist bekannt dafür, mir fallen weitere ein, in Baden-Württemberg wählen viele nicht so interessierte gar nicht). Ich war vor gut 20 Jahren einige Jahre Lehrer in Bielefeld und war völlig überrascht, dass da das Parteibuch wichtig war. Ich wollte mich wie gewohnt über die Kandidaten informieren.

    Es hat schon einen Grund, warum z. B. in Konstanz der 1. grüne Oberbürgermeister gewählt wurde. Es wird schon auf den Menschen geachtet.

    2011 war Fukushima und vor allem Mappus und ENBW (also Weltpolitik und vor allem Landespolitik).

    Wäre Mappus und sein krimineller Deal am Parlament vorbei, dabei noch gelogen usw. nicht gewesen, hätte kein GAU oder Merkel etwas ändern können. Die CDU saß in Baden-Württemberg extrem fest im Sattel.

    Ich ergänze, auch das harte Vorgehen gegen eine (Schüler-)Demo gegen Stuttgart 21 haben viele Mappus verübelt. Manche Experten behaupten, dass an dem Tag der Niedergang der CDU begann.

    Mappus und seine Leute führten sich wie kleine Könige auf, es gab damals sehr viele Probleme in der Landespolitik. (Und noch einmal Berlin und früher Bonn sind sehr weit weg.)

    Aber gerade die CDU hat sich in BW nicht mit Ruhm bekleckert, allen voran Eisenmann. Und Kretschmann hat gerade bei Eltern in BW doch sehr an Ansehen gewonnen.
    Wenn dann dort noch bundespolitische Fehler oder Fehler der Partei dazu kommen, dann erklärt das genau die Zahlen, die BW jetzt hatte. Wie gesagt, ich gehe davon aus, dass die 2-4 Wochen später noch heftiger gewesen wären.

    Eisenmann hat sich gegen Merkel gestellt, Merkel ist bei den meisten immer noch sehr beliebt. Auch daran sieht man, dass Landespolitik entschieden hat.

    Bei der Wahl 2011 hat eine bundespolitische Angelegenheit die BaWü-Wahl recht deutlich beeinflusst (--> Atomausstieg). So sicher wäre ich mir diesbezüglich also nicht.

    2011 war Fukushima und vor allem Mappus und ENBW (also Weltpolitik und vor allem Landespolitik).

    Wäre Mappus und sein krimineller Deal am Parlament vorbei, dabei noch gelogen usw. nicht gewesen, hätte kein GAU oder Merkel etwas ändern können. Die CDU saß in Baden-Württemberg extrem fest im Sattel.

    Nach den Rückmeldungen, die ich von Eltern aus BW erhalten habe ist dies aber leider nicht überall dort so und vor allem ist eben von der guten Organisation zu wenig bis zu den meisten Eltern durchgedrungen.
    Denn genau solche Fragen, was mit positiv getesteten Kindern passiert, leider auch solche Fragen, wie der Datenschutz dabei eingehalten werden kann (wie unsinnig sich um so etwas aktuell Gedanken zu machen, aber egal) usw. sind die Fragen, die auch aus BW immer wieder kommen ;)

    Und ja, auch die Frage nach der Quarantäne, weil immer noch Eltern nichts von Zahlungen über das Infektionsschutzgesetz gehört haben und denken ohne zusätzliche private Versicherung stehen sie bei Quarantäne ganz ohne Einkommen da.

    Das stimmt. Das Land überlässt es den Eltern.

    Aber meine Stadt hat früh die Organisation übernommen (und hofft irgendwann das Geld zurück zu erhalten). Seit Fastnacht kann sich jeder Lehrer zweimal kostenlos testen lassen, der Rest einmal (es werden immer mehr Standorte). Inzwischen auch die Schüler an 2 Tagen pro Woche in der 1. Stunde. Und die Kinder werden geteilt, pro Klasse mind. 2 Kollegen und ein weiterer für positiv getestete Kinder. Das wurde den Eltern auch deutlich geschrieben, kein Kind wird allein gelassen, ein positiver Schnelltest ist noch kein Coronanachweis usw.

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