was mich gewundert hat (aus dem Artikel), dass die Nachbarkliniken nicht automatisch Patienten übernehmen, sondern dass von oben befohlen werden muss (und dass das anscheinend noch nicht geschehen ist).
Auch bei uns war im Nachbarkreis die Intensivstation voll, aber alle 3 Kliniken außen herum standen bereit und haben Patienten übernommen (und wenn wir voll wären, wir sind jetzt auch knapp vor voll, übernimmt wieder die Nachbarklinik. Und die hat aktuell noch Platz. )
Ich zitiere (worüber ich schockiert war)
Daher habe der Landkreis Görlitz einen Brief ans sächsische Sozialministerium geschickt mit einem dringenden Appell, die Auslastung und Organisation der Krankenhausaufnahmen zu steuern. "Häuser müssen Kapazitäten zur Verfügung stellen, wo wir als Landkreis keinen Zugriff haben", sagte Landrat Bernd Lange. Kein Klinik-Träger verschiebe gern Patienten oder Operationen, weil das für ihn wirtschaftliche Nachteile bringe. Aber zur Versorgung der Menschen brauche es mehr Kapazitäten und politische Zusagen, dass die Kliniken ihre Einbußen bezahlt bekommen. Zudem brauche der Landkreis Fahrzeuge und Personal vom Freistaat Sachsen für das Verlegen von Covid-19-Patienten in andere Krankenhäuser Richtung Leipzig, Dresden und Cottbus.
Der Landkreis habe nur die Möglichkeit, Kliniken zu bitten, Personal und Betten für Corona-Infizierte freizuräumen. "Strategisch müssen solche Maßnahmen vom Land verfolgt werden", sagte der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes im Landratsamt Jens Schiffner. Dass das vor der zweiten Welle in Sachsen nicht geschehen ist, bezeichnete er als "planerisches Manko".
aus https://www.mdr.de/sachsen/bautze…tz-100~amp.html