Beiträge von Kris24

    Zeit berichtet über das impfen europaweit und die Probleme vor Ort. https://www.zeit.de/politik/auslan…toff-jens-spahn

    Für mich neu war, ich zitiere

    Als "besserwisserisch und naseweis" weist etwa Sven Giegold, Sprecher der deutschen Grünen im Europa-Parlament, die Kritik Söders zurück. Was Söder heute als bürokratische Vorgehensweise kritisiere, nämlich das Versäumnis der EU ähnlich groß wie die USA Impfstoffe einzukaufen, sei in Wirklichkeit von den nationalen EU-Regierungen vorgegeben gewesen. "Die EU-Kommission kann nur so viel ausgeben, wie ihr zugebilligt wird, das waren 2,8 Milliarden Euro für die Impfstoffe", sagt Giegold gegenüber ZEIT ONLINE.

    (Zitatende)

    Wenn das stimmt, 2,8 Milliarden reichen natürlich nur für den billigsten Impfstoff.

    Klingt für mich auch logisch. Allerdings scheint das Impfen eher nicht so schnell vonstatten zu gehen...

    Es geht nach Plan. In Baden-Württemberg sollen Ende des Monats alle Pflegeheimbewohner die 1. Impfung haben und Mitte Februar die 2. (und das hat Vorrang, was übrig ist, geht an die 9 zentralen Impfzentren und ab Mitte/ Ende des Monats hoffentlich an die regionalen. (Diskutieren lässt sich, ob jetzt eine 2. Impfdose reserviert werden muss, es ist Empfehlung der STIKO. Ich würde lieber gleich alles verimpft sehen (es wird schon rechtzeitig Nachschub kommen). Deshalb wird nur die Hälfte der vorhandenen verimpft.)

    Es werden bei uns (Baden-Württemberg) auch fast alle Pflegeheimbewohner geimpft (konkret weiß ich von einem, bei denen 142 von 158 geimpft wurden). In meinem Landkreis sind jeden Tag 2 - 3 Pflegeheime dran. Danach sollen die mobilen Dienste Seniorentreffs etc. anfahren.

    In einigen anderen Bundesländern ist es ähnlich (teilweise werden regionale Impfzentren erst im Februar geöffnet). Von Thüringen kam gestern ein Bericht im Fernsehen, dass es Probleme gibt, weil verschiedene Pflegeheime unter Quaratäne stehen. Vielleicht erklärt das die niedrigeren Zahlen?

    ein Vorschlag vom baden-württembergischen Landeselternbeirat ist, ich zitiere

    Aus Infektionsschutzgründen sei es nicht zu verantworten, dass Grundschüler ab dem 11. Januar wieder regulär zur Schule gingen, hatte Silke Pantel vom Landeselternbeirat der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart vor der Ministerkonferenz gesagt. Bedingung für eine solche Rückkehr müsse eine Maskenpflicht auch für die unteren Klassen sein. Zudem gehe es nur im Wechselunterricht, um das Abstandsgebot auch umsetzen zu können. Der Landeselternbeirat schlägt Unterricht für halbe Klassen vor, jeden zweiten Tag. Die andere Hälfte der Schüler solle in öffentlichen Räumen beim selbständigen Lernen und Hausaufgabenmachen beaufsichtigt werden.

    (Aus https://www.swr.de/swraktuell/bad…emberg-100.html )

    Ähnliches war bei uns angedacht, allerdings nur für Kinder, die Betreuung benötigen (am schulfernen Tag), die anderen bleiben an dem Tag zu Hause. Ich bin gespannt, ob das jetzt umgesetzt wird.

    Ich finde es toll, dass man im Bereich der Grundschulen gar nicht mehr mit einer geringen Infektionsgefahr argumentiert. Nun heißt es: Scheiß drauf. Bildung ist wichtiger als Gesundheit.

    Und wenn Corona beendet ist, spielt Bildung für Bildungsferne wieder keine Rolle oder glaubt ihr, dass es dann mehr Unterstützung für leistungsschwache Kinder gibt?

    (Das finde ich das verlogene an der ganzen Diskussion, ich versuche zwar mein bestes, investiere viel Zeit ohne Bezahlung, werde aber alleine gelassen, wie viele andere, denen Bildungsgerechtigkeit bereits vor Corona ein Thema war.)

    die Aufhebung der Präsenzpflicht gibt es in Baden-Württemberg seit Frühjahr und wird kaum angenommen (1 %). Wer davon leerere Räume sich verspricht, wird es kaum bekommen. Ich habe aktuell eine Schülerin (ü18, nicht mehr schulpflichtig), die aber komplett abgetaucht ist.

    Kurz

    Die Maßnahme klingt gut, ändert aber nichts am Geschehen.

    Doch eigentlich geht es genau um die, denn die Dosen die schon da sind scheinen ja nicht verimpft zu werden. Insofern wäre es sogar schlecht es würde noch mehr geliefert werde was dann vergammelt. Deutschland hat mit grossem Pomp und Gloria Impfzentren angepriesen , während die Schweizer Medien sich lustig machten, dass der Bund mal wieder überrascht wurde von der schnellen Zulassung von BioNTech. Im Impfzentrum im Baselland könnten ab heute täglich 1000 Personen geimpft werden. Schiebt doch mal rüber was ihr habt, hier würde man es auch unter die Leute bringen 😉

    das Problem ist, dass man immer die 2. zurück behält, weil man Sorge hat, dass nicht rechtzeitig Nachschub kommt, es wird auch immer gleich ein Doppeltermin ausgemacht. (Ob das begründet ist, bezweifle ich auch, aber ich kann es nur aus meiner Sicht beurteilen. )

    Dann hat man gerechnet, wie viele man wann bekommt und wann optimal geimpft wird. Sinnvoller ist es z. B., ein Tag durchzuimpfen als jeden Tag 3 Hansele, deshalb werden die regionalen Impfzentren noch nicht geöffnet (am Ende des Monats soll also mehr geimpft werden) . In Baden-Württemberg wird bereits in 9 zentralen Impfzentren jeden Tag mobile ü80 geimpft, in jedem Landkreis sind jeden Tag mehrere mobile Teams unterwegs, um mindestens 2 Pflegeheime (inkl. Personal durchzuimpfen).

    Alleine in unserem kleinen regionalen Impfzentrum sollten ab 15. Januar jeden Tag anfangs 800 später 1000 zusätzlich geimpft werden (dieser Plan würde auch zu CDLs Zeitplan, den sie gestern hier geschrieben hat, passen. Aktuell gibt es Frust, weil viel weniger kommen soll als erhofft).

    Problematisch ist auch, dass jedes Bundesland anders vorgeht. Deshalb haben sich Menschen aus Rheinland-Pfalz und Bayern in Baden-Württemberg impfen lassen, weil in den beiden Bundesländern bisher nur Pflegeheime geimpft wurden.

    Es ist also nichts übrig, es fehlt eine fest verplante Lieferung am 11. Januar (bzw. 4. Januar), für die hier bereits Termine vergeben wurden (die Impfdosen gehen an die mobilen Teams).

    Tom, die EU hat zu spät bestellt (ich habe hier gestern die Bestelliste hineinkopiert), es geht nicht um die Gesamtmenge heute (in einem Jahr haben wir sicher zu viel, aber vielleicht auch ein paar Lockdowns und viele Langzeitgeschädigte und Tote mehr) . Hätte sie im August/September statt November/Dezember bestellt, hätten sich die Hersteller anders vorbereiten können (jetzt bestellt sie fast panisch und hofft bevorzugt beliefert zu werden, das ist daneben. Ich bin schon der Meinung, wer zuerst zahlt, bekommt zuerst). Aber im Sommer war Corona weit weg (da dachte man etwas vom günstigsten reicht), die meisten wollen sich sowieso nicht impfen lassen, Covid-19 wird schon harmloser (es gab ja weniger Tote). Das hat man zu oft auch aus Politiker Mündern gehört (sowohl im Sommer, als auch die Überraschung im November). Man hatte Sorge, wieder auf Impfstoff sitzen zu bleiben ("Schweinegrippe lässt grüßen").

    Mir war im Sommer klar, dass Impfstoffe günstiger sind als Lockdowns (aber die sollte es lt. Politiker nie mehr geben) . Dann ist auch wieder Kraft und Zeit für andere Probleme. (Mich ärgert z. B., dass der deutsche EU-Vorsitz im letzten halben Jahr nicht anders genutzt werden konnte).

    Tom123, genau das passiert aber jetzt.

    Jetzt wird überall versucht, irgendwie zu produzieren (bis Ende des Monats soll genaueres bekannt gegeben werden und es soll viel mehr sein, ich wundere mich auch, aber anscheinend ist es möglich). Das hätte auch letzten Herbst geschehen können.

    Und 900 Millionen Impfdosen pro Hersteller sind genug für alle EU-Staaten (ich verstehe da dein Argument nicht).

    Und die Armen müssen bei geringerer Produktion noch länger warten. Wenn es weniger Werke gibt, wird weniger produziert. Und es war immer geplant, den Rest zu spenden (dann wäre wenigstens etwas angekommen, so vermutlich nichts/nicht viel).

    Es ist genau das Gegenteil der Fall. Den Armen geht es noch schlechter, wenn hier Corona wütet. Wer denkt aktuell an Jemen? Ich spende zwar einiges (auch langfristig an Hilfsorganisationen in Kenia, Haiti, Moldawien) , aber viele Hilfsorganisationen haben sich zurück gezogen, die Medien berichten weniger. Ich höre dieses Argument in meiner Umgebung von Leuten, die sich vor Corona nie dafür interessiert haben (deswegen reagiere ich darauf allergisch. )

    Dein Smiley passt trotzdem nicht.

    Also besser als einfache OP-Masken werden sie schon sein.

    Ich habe noch selbst beschaffte FFP2-Masken und warte ab. Irgendwann wird jemand testen und das Ergebnis veröffentlichen.

    Auf dem Schwarzmarkt kann man die grünen Dinge nicht verkaufen.

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