Beiträge von Kris24

    ich bin für meine 1. Stelle 700 km vom Süden Baden-Württembergs in den Norden von NRW gezogen, weil ich Lehrer werden wollte und in Baden-Württemberg damals kaum unbefristete Stellen gab. Ich würde es wieder tun, aber bestimmte Gegenden sind für mich tabu. Warum?

    Ich las soeben den erschreckenden Artikel über Cottbus und seine Rechten wie sie inzwischen alles beherrschen (Link unten). Ich würde als Lehrer garantiert nicht immer den Mund halten, würde Schüler, die angegriffen werden, in Schutz nehmen, für mich kommen daher diese Gegenden nicht in Frage. Ich trage auch Verantwortung gegenüber meiner Familie. Und ich bin mit dieser Einstellung nicht alleine. Bei uns in der Gegend gibt es genug Bewerber (das Problem ist, dass der Staat zu wenig einstellt und unsere Referendare wegziehen müssen, aber in bestimmte Gegenden vor allem im Osten zieht es niemand.) Ich bin mir bewusst, dass dies das Problem verstärkt, aber jeder hat nur ein Leben.

    Und auch viele Selbstständige denken so. In die Stadt meiner 2. Schule (sehr ländlich) ist ein weiteres ausländisches Unternehmen (mit ca. 800 zusätzlichen gut bezahlten Arbeitsplätzen am Ort) gezogen, obwohl es auch Angebote aus dem Osten Deutschlands gab. Die Chefetage wollte aber ihren farbigen ausländischen Mitarbeitern, die zeitweilig im Unternehmen arbeiten würden, dies nicht zumuten. Auf diese Weise werden manche Gegenden immer mehr abgehängt, andere prosperieren.

    Den Artikel, den ich las, ist

    https://www.zeit.de/2020/42/rechts…komplettansicht

    Wollsocken, die Behauptungen stammen nicht von mir, die 10x gefährlicher ist ein Durchschnittswert div. Altersklassen und Vorerkrankungen (wenn ich mich richtig erinnere, war es zwischen 3 und 16) und natürlich bezieht es sich auf denselben Zeitraum. Drosten hat es neulich in seinem Podcast besprochen, die Süddeutsche hat es hinter einer Bezahlschranke, ich fand gerade nur einen Weltartikel (der sehr ungenau ist

    https://www.welt.de/wissenschaft/a…-US-Studie.html)


    Das mit den Masken ist bisher eine amerikanische Vermutung, die die hohe Viruslast vom Frühjahr jetzt nicht mehr so oft feststellen können.

    Jetzt sollte ich schlaue Artikel zitieren, mein Problem ist, ich lese sehr viel (und nicht nur Corona ;)), dass ich Artikel nicht mehr auf Anhieb finde (und heute Abend habe ich auch keine Lust mehr zu suchen).

    Was soll das heissen? Natürlich macht es drölfmillionen mal mehr Sinn die zu impfen, bei denen das Vakzin mit grosser Wahrscheinlichkeit auch wirkt. Die 70jährige Oma hat zwar das höhere Risiko des schweren Krankheitsverlaufs, bei ihr wirkt aber meist die Impfung nicht.

    Und noch einmal für Plattenspieler. Entscheiden tun die Eltern und nicht Merkel.

    "Viele" ist relativ. Ich kenne weder bei Grippe noch bei Corona jemanden.

    Gibt es da bereits so umfangreiche Erfahrungen, dass man das sagen kann?

    Aha, also doch wieder Prävention auf dem Rücken der Kinder? Hatte Frau Merkel nicht gesagt, das dürfe nicht noch einmal vorkommen?

    Seit wann ist USA Merkel?

    Und auch Kinder können schwer erkranken. Eine Schülerin von mir hat es jetzt dreimal in aufeinanderfolgen Jahren schwer erwischt, seitdem lassen ihre Eltern sie impfen. Aber es ist in Deutschland nicht so üblich. Letztendlich entscheiden die Eltern und nicht Merkel.

    Zu Zahlen

    Sie schwanken gewaltig von Jahr zu Jahr. Es gibt nicht die Grippe, man versucht im Jahr zuvor vorherzusagen, welcher Stamm im nächsten Jahr eine Rolle spielt (und dann muss produziert werden). Und wenn man daneben liegt, dann wirkt der Impfstoff nicht richtig und die Zahlen schwer Erkrankter steigt. Deshalb gibt seit ein paar Jahren ein Vierfachimpfstoff, um eher zu treffen. Aber genauer weiß man es erst hinterher.

    Wenn alle Masken tragen würden, gäbe es auch kein Problem mit der Grippe. Und vielleicht erkranken z. Z. auch so wenige schwer an Covid-19, weil Masken wenig Viren durchlassen. Ärzte haben zumindest festgestellt, dass der durchschnittliche Covid-19-Patient weniger Virus in sich trägt als im Frühjahr.


    Ich habe mich kurzfristig erstmals zur Grippeimpfung entschlossen, als mir bewusst wurde, dass bei uns an der Schule wenige konsequent Maske tragen und die Fenster nicht dauerhaft geöffnet bleiben können.

    Ergänzung

    Und zwei schwere Erkrankungen in kurzer Zeit, die beide Herz und Lunge betrfeffen können, kann auch für ein junges Herz zu viel sein. Auch nach anderen schweren Erkrankungen ist man anfälliger als sonst. Das ist nicht überraschend.

    Aber es hieß doch immer, Corona sei so viel schlimmer und gefährlicher als die Grippe?

    Wie können dann Grippekranke die Krankenhäuser "verstopfen", wenn es aktuell nicht einmal Coronakranke tun?

    Ich habe mich noch nie gegen Grippe impfen und war noch nie wegen Grippe in einer Praxis oder gar einem Krankenhaus.

    Auch bei Kindern (ohne Vorerkrankungen) wäre es mir neu, dass die Grippe für sie sonderlich gefährlich sei ... ?

    Covid-19 ist durchschnittlich 10mal so gefährlich wie Grippe (in manchen Altersgruppen mehr, in anderen weniger). Und auch bei Grippe landen viele im Krankenhaus. Aber Grippe und Covid-19 gleichzeitig (im selben Monat) ist auch für einen jüngeren heftig. Und Kinder werden in anderen Ländern (z. B. USA) häufig gegen Grippe geimpft, weil bei ihnen der Impfstoff besser wirkt und sie bei Grippe tatsächlich der Infektionstreiber sind. (Man schützt daduch indirekt die Risikogruppen. )

    Mein Kollege (damals Anfang 30, sehr sportlich) hatte vor Jahren mal die Grippe unterschätzt. Anschließend war sein Herz geschädigt und er fiel längere Zeit aus. Ich persönlich überlege seit Jahren, ob ich mich impfen lassen soll (ich neige auch dazu, immer zu denken, ach so schlimm krank bin ich nicht, den heutige Unterricht kann ich unmöglich ausfallen lassen), ich hatte vor Corona beschlossen, mich ab 60 auf jeden Fall impfen zu lassen, jetzt ist es halt etwas früher. Ich bin als Lehrer viel mit jungen Menschen zusammen und mein Risiko sich anzustecken ist daher hoch (da waren Apotheker und Arzt derselben Meinung). Und wenn ich ausfalle, fällt auch Unterricht aus. Das ist dieses Jahr noch viel mehr Argument als sonst.

    Vermutlich ist das spezifisch für das Lehramt an BBS, aber ich hatte im Grund- wie auch im Hauptstudium die Uni-Veranstaltungen in meiner beruflichen Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften gemeinsam mit den Diplomstudent*innen. Da gab es keine "Extra-Veranstaltungen" für uns Lehramtsstudent*innen.

    Nein, war bei mir genauso. Ich hatte an der Universität genau eine Veranstaltung in Chemie speziell für Lehrämtler, in Mathe keine. In Chemie wurde uns Biochemie Ì erlassen, aber die Fortsetzung Biochemie II war Pflicht (und damit auch der Inhalt von I). In Mathe fiel das Nebenfach weg, in Chemie Physikalische Chemie II. Außerdem mussten wir im Praktikum z. B. nur 8 statt 10 Synthesen kochen. Ich hätte in beiden Fächern promovieren können, in Chemie erhielt ich nach meiner Staatsexamensarbeit sogar ein Angebot.

    Ich habe mich in diesem Jahr zum 1. Mal gegen Grippe impfen lassen und in fast allen Apotheken war der Impfstoff ausverkauft bzw. bereits reserviert. Die gesetzlichen Krankenkassen haben viel aufgekauft und stellen es nur gesetzlich Versicherten zu Verfügung. Mein Arzt hat z. B. 50 Impfstoffdosen von der AOK zu Verfügung gestellt bekommen, die er nur an gesetzlich Versicherte abgeben darf. Ob er noch mehr bekommt, weiß er nicht. Er reserviert daher einige für seine Risikopatienten. Ich musste mein "Risiko" begründen (über 50 Jahre, viele Kontakte da Lehrer). Deshalb habe ich nicht bis November gewartet, was aus medizinischer Sicht sinnvoller wäre. Aber Covid-19 und Grippe gleichzeitig wollte ich wirklich nicht haben.

    Deutschland hat dieses Jahr angeblich 30% mehr gekauft als im vorherigen Jahr. Ob es reicht? Kommt darauf an, wie die nächsten Monate verlaufen.

    Das gilt für alle anderen Impfstoffe auch. Wenn die Sars-CoV2-Pandemie weiterhin "schlimm" verläuft, werden viele sich impfen lassen wollen, wenn nicht (z. B. Schweinegrippe, bei der die älteren bereits immun waren, was anfangs nicht klar war, im Reagenzglas hatte es das Zeug zur Pandemie) dann lassen sich nur wenige impfen.

    Aktuell ist es nur Spekulation.

    15 Minuten dauert ein Vorstellungsgespräch, wenn die Sache eigentlich vorher schon klar ist und man nur noch überprüfen möchte, ob der Eindruck stimmt.

    Meine Vorstellungsgespräche dauerten nicht länger und sie waren alle erfolgreich. Beim 1. Mal war ich auch verunsichert, weil ich mitbekam, dass das nachfolgende viel länger dauerte (und wie ich später erfuhr, nicht erfolgreich war). Ich sprach dies später einmal an und mein SL lachte und sagte, wir wollten dich schon vom Papier her und der positive Eindruck hat sich im Vorstellungsgespräch bestätigt, dafür braucht man nicht lange (an der Schule duzten wir uns alle).

    Allerdings weiß ich inzwischen, dass man manchmal auch schon nach wenigen Minuten merkt, dass es einfach nicht passt. Und dann will niemand Zeit verschwenden. Länger dauern manchmal Gespräche, wenn nicht alles klar ist. Aber bei uns sind die Termine meistens knapp gesetzt, niemand hat zu viel Zeit.

    Na psychologisch gesehen ist das doch absolut nachvollziehbar, man möchte halt so gerne wissen, wie das Drama zu Ende geht. Und es sind beides Virusinfektionen, natürlich gibt es da eine Menge Gemeinsamkeiten. Wenn wir einfach nicht wüssten, wie viele Personen sich jeden Tag mit SARS-CoV-2 infizieren, ich wette, wir wären alle mindestens einen Faktor 10 (Dunkelziffer!) weniger besorgt.

    Ich habe gerade mal geschaut, wie viele Personen pro Grippesaison denn so zum Arzt latschen. In der Saison 2018/19 waren es in der Schweiz etwa 209000 Arztkonsultationen wegen grippeähnlicher Erkrankungen. Gehen wir mal davon aus, dass wahrscheinlich noch mal so viele Personen gar nicht zum Arzt gehen, macht das um die 400000 grippeähnliche Erkrankungen. Bei den wenigsten Patienten wird überhaupt mal ein Abstrich gemacht um die Infektion zu bestimmen, von rund 1000 Proben zeigten 40 % ein positives Resultat auf Influenza. Macht grob geschätzt etwa 160000 Influenza-Infektionen während etwa 11 Wochen, die die Grippewelle dauerte - und das obwohl man zumindest von einer Teilimmunität beim Grossteil der Bevölkerung ausgehen kann. Stand heute zählen wir etwas mehr als 60000 SARS-CoV-2-Infektionen während 32 Wochen. Gehen wir mal davon aus, es sind tatsächlich etwa 10 x mehr Infektionen (serologische Untersuchungen deuten ungefähr auf diese Grössenordnung bezüglich der Dunkelziffer hin), kommt das pro Woche schon in die gleiche Grössenordnung - ohne Teilimmunität. Eigentlich eine interessante Rechnung. Jedoch frage ich mich gerade, wie man da auf eine Letalität von nur 0.1 % bei der saisonalen Grippe kommt, da müssten im Verhältnis zur Anzahl Toten, die man der Grippe zuschlägt, ja viel mehr Leute infiziert worden sein.

    das RKI führt in einigen Hochburgen der Covid-19-Erkrankungen serologische Tests durch und die Dunkelziffer war viel niedriger, selbst wenn man berücksichtigt, dass einige keine Antikörper bilden. Faktor 10 hat man sich erhofft. Bei uns wurde anscheinend mehr getestet als z. B. in Ischgl


    https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-wie-h…news_id=1180621

    Zitat daraus

    Das RKI hat demnach in den Hot-Spots Bad Feilnbach und Kupferzell verschiedene Dunkelziffern gemessen: In Bad Feilnbach war die Zahl der tatsächlichen Infektionen 2,6-fach höher, in Kupferzell 3,9-fach.

    Und später

    Bei der Studie in Bad Feilnbach etwa berichtete das RKI, dass bei rund 40 Prozent der Menschen, bei denen zuvor eine Coronainfektion nachgewiesen wurde, keine Antikörper mehr im Blut waren. In Kupferzell war das bei gut 28 Prozent der Fall.

    Und auch bei der (echten) Grippe erkrankt nicht jeder schwer. Man schätzt, sehr viele erkranken asymptomatisch oder leicht. Den Artikel, den ich neulich las (Vergleich zu Sars-CoV 2), finde ich nicht mehr, Google spuckte mir diesen aus.

    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/57…tens-symptomlos

    Siehst Du, das habe ich schon gar nicht mehr verfolgt. Ist aber in jedem Fall interessant, ich werde dem mal nachgehen. Bei uns war es einfach genau anders herum: Vor den Sommerferien war gar nichts los, währen der Sommerferien fing es wieder an, hatte sich bis ca. 2 Wochen vor den Herbstferien stabilisiert, die Infektionszahlen gingen sogar deutlich zurück. Und gestern kommt plötzlich der Hammer, fast wie aus dem Nichts. Auch die Experten beim Bund sind im Moment ziemlich ratlos, was das sein soll. Ich befürchte leider, das ist wirklich das schlechte Wetter, das die Leute halt jetzt in der Freizeit nach Drinnen treibt.

    Edit: Punkto Schweden müsste man natürlich wissen, wie die Altersverteilung bei den Infizierten ist. Finde ich auf die Schnelle nicht. Was ich aber gefunden habe ist, dass man Ende August offenbar Massentests an den schwedischen Unis gemacht hat und es ist ja bekannt, dass Schweden zu Beginn der Pandemie überhaupt nur Patienten aus der Risikogruppe getestet hat. Weiterhin galt für Schweden lange Zeit eine Reisewarnung, die glaube erst irgendwann im August wieder aufgehoben wurde. Aus den schwedischen Zahlen also irgendwelche Korrelationen zum Schulbetrieb herstellen zu wollen, halte ich doch für recht gewagt. Dafür ist deren Statistik insgesamt viel zu schlecht.

    leider testet Schweden wenig, aber die Tests im August an Unis spielen für die aktuelle stark steigenden Zahlen im Oktober keine Rolle. Inzwischen veröffentlicht Schweden seine Zahlen nur noch von Dienstag bis Freitag (interessant sind also Wochenzahlen).

    Ich wurde auf Schweden Anfang Juni durch einen Podcast von Drosten aufmerksam (davor hatte ich es im selben "Topf" wie die USA, die sich gegen Shutdown etc. entschieden haben). Damals wurde eine Studie über serologische Tests im Mai veröffentlicht, in denen Kinder zu ca, 7% positiv waren, Berufstätige zu ca. 6% und die Rentner nur zu ca. 3% (d. h. auch die Schweden haben ihre Alten geschützt, es geht aber nicht vollständig). Die Kinder war die am stärksten infizierte Gruppe.

    Seitdem sehe ich nach den Zahlen, sah den extremen Anstieg, die Warnung vom WHO und dann den extremen Rückgang (viel zu stark für Herdenimmunität, als Chemikerin mit mathematischen Kenntnissen kenne ich die Graphen). Und 7 - 14 Tage zuvor (auch Schweden hat etwas unterschiedliche Ferienbeginne) begannen eben die (langen) Sommerferien. Ich weiß von keinem anderen Ereignis.

    Die Zahlen steigen seit Ende August, aber so viele Reiserückkehrer gibt es nicht. Natürlich sind auch die Schweden wieder vermehrt drinnen, es kann viele anderen Gründe haben. Deshalb ist es nur meine Sicht, aber dass Schulen definitiv keine Pandemietreiber sind, glaube ich nicht.

    Wenn der Virus von draußen hereingetragen wurde, kann er sich auch verbreiten, genauso wie in der Familie (auch da steckt sich der erste außerhalb an.) Und Kinder erkranken selten schwer und dann oft mit anderen Symptomen, ihre Eltern sind meistens jung, erst wenn der Vater im Betrieb seinen älteren Kollegen, die Mutter im Altenheim einen Bewohner infiziert, fällt es auf. Wenn man vor allem nur bei schweren Erkrankungen testet, bleibt der Anfang unentdeckt.

    Um es klar zu sagen, ich bin gegen Schulschließung und trage auch deshalb immer Maske (ich hoffe auch, dass es mir im Fall der Fälle Quaratäne oder gar Krankheit erspart) und wenn es wieder zu Schulschließung kommt, dann ist es halt so. Die Mehrheit hat sich bei uns gegen Maske in Schulen entschieden.

    (Eine Studie aus Cambridge behauptet, dass wenn wir alle Masken tragen würden (und nicht nur abundzu unter dem Kinn), der R-Wert dauerhaft unter 1 läge. Dann wäre der Spuk bald vorbei und genau deshalb ärgere ich mich. Aber ich kann nichts ändern, ist halt so.)

    Du kannst dir ja mal die Beiträge aus dem März oder April ansehen. Mobius und andere... Da hieß es vor allem: Schulen sind sicher. Alles kein Problem. Alles andere ist Panikmache.

    Keine Ahnung, wer hat das denn geschrieben?

    mir fällt eine Studie aus Baden-Württemberg Anfang Mai an (und es gab mindestens eine vorher), die zur Zeit der Schulschließung feststellte, dass Kinder weniger infiziert seien als ihre Eltern (besonders betont wurden, dass auch ein paar Kinder aus der Notbetreuung dabei seien).

    Darauf beruht unsere Schulöffnung in Baden-Württemberg zuerst im Hybridunterricht, dann für alle (in der letzten Woche vor den Sommerferien gab es die esten Ansteckungen in der Schule, aber dann kamen die Sommerferien.

    Das Wort Panik höre ich immer nur von Covid-Leugnern und Querdenker, die damit die Diskussion beenden wollen. Wer will schon panisch sein?

    Aber gerade wenn man eine Gefahr kennt, ist man besorgt. Wer nichts weiß, hat keine Angst. Ich habe schon mal von meinem Bruder erzählt, der vierjährig im Urlaub kurz ausgebüxt ist und auf den Schienen spielend auf den Zug gewartet hat (der Zaun hatte ein kleines Loch, meine Eltern haben sein Verschwinden zum Glück sofort bemerkt). Er hatte keine Angst. Und genau das sehe ich jetzt wieder. Wer nichts weiß, immer noch an Erkältung und höchstens an eine Lungenentzündung für alte denkt, ist völlig unbekümmert und leider auch verantwortungslos. Wenn die Zahlen explodieren, werden wir um einen Shutdown oder gar Lockdown nicht herum kommen, dann leidet die Wirtschaft (auch weil vernünftige Menschen bereits vorher sich freiwillig zurück ziehen (siehe Anfang März) ), dann ist das Geschrei gerade der Unwissenden groß.

    Welche Unterstellung? Ich habe nur geschrieben, dass ich nur von einer bestimmten Gruppe kenne, dass sie allen anderen Panik vorwerfen. (Ob du dazu gehörst, weiß ich nicht, aber du unterstellst im vorhergehenden Beitrag, auf den ich antworte, anderen Panik und meinst, dass dies mit wissenschaftlicher Ausbildung nicht verträgt.)

    Und genau da habe ich widersprochen. Gerade die, die in diesem Thema sich auskennen, sind besorgt. Es wurde inzwischen vielfach von Virologen, aber auch den behandelnden Ärzten gesagt "je mehr ich vom Virus weiß, umso mehr mache ich mir Sorgen", Und ich glaube mehr den Fachleuten, als meiner Nachbarin, die keine Ahnung hat und dies stolz verkündet.

    Und es gehört zu meinen Aufgaben im Rahmen des Lehrplans (Proteine, DNA, RNA usw.) Schülern Wissen zu vermitteln, damit sie keine Panik kriegen. Wer Bescheid weiß, kann sich schützen und fällt nicht auf Scharlatane herein.

    Gestern haben Roswitha und ich unabhängig voneinander die Analyse vom IWF hier verlinkt. In der wird (wieder) deutlich gesagt, dass ein rechtzeitiger Lockdown besser für die Wirtschaft ist, als explodierende Zahlen. Die meisten Menschen bleiben dann auch ohne Gesetze zu Hause (hat man Anfang März gesehen). Das sieht man auch an anderen Ländern, die es anders gehandhabt haben. Es wurde so oft festgestellt, es wird immer wieder von einer bestimmten Gruppe laut bezweifelt. Ja ich denke, wenn ich so etwas höre an Unwissende (freundlicher ausgedrückt Naive), Querdenker oder Egoisten, die nur an sich denken (aber nicht an die Wirtschaft).

    Der Wirtschaft geht es gut, wenn es den Menschen gut geht und sie konsumieren. Natürlich kann man Sars-CoV 2 totschweigen, aber wenn die Zahlen explodieren, dauert es viel länger bis es den Menschen wieder gut geht.

    Das ist zumindest für die Schweiz bereits nachgewiesen, einen entsprechenden Artikel habe ich mal verlinkt. Man weiss, dass vor allem kleine Kinder sehr häufig keine Symptome haben (bis zu 90 %) und trotzdem keine weiteren Kinder bzw. Lehrpersonen in der Schule anstecken. Ich weiss nicht, ob es für Deutschland ähnlich systematische Erhebungen gibt.

    In Baden-Württemberg sollen jetzt in jedem RP 2 Schulen über eine längere Zeit beobachtet werden (mit verschiedenen Tests). Die früheren Studien fanden zu Schulschließung oder Hybridzeiten statt.

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