Dass Schulen aktuell nicht auch nennenswert zur Verbreitung beitragen, müsste man erstmal nachweisen. Interessant wäre, in Städten mit hohen Fallzahlen mal zu Studienzwecken komplette Schulen durchzutesten und die Dunkelziffer zu erheben. Angesichts der Tatsache, dass Kinder und Jugendliche ja angeblich meistens symptomlos bleiben, gibt es meiner Meinung nach aber doch verdammt viele Treffer bei anlassbezogenen Testungen in dieser Altersgruppe - insbesondere wenn man bedenkt, dass viele Kinder ja auch bei Symptomen von den Kinderärzten oft ohne Test ins Bett geschickt werden. Wir hatten zeitlich versetzt mehrere Fälle in den gleichen Jahrgängen. Dass das Zufall sein soll, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, aber getestet wird bei den Mitschülern halt auch nix.
Für mich ist Schweden das Beispiel. Die Infektionszahlen gingen ca. 1 - 2 Wochen nach Beginn der Sommerferien so extrem herunter (viel zu stark für Herdenimmunität) und jetzt nach Ende verzögert wieder hoch. Das ist bei Covid-19 das Problem. Anfangs sind die Zahlen klein, übersehbar und erst nach 6, 8 Wochen steigen sie plötzlich rasant.
Allerdings habe ich auch gelesen, dass Schweden sich um Filteranlagen für alle Schulen bemüht. Anscheinend ist ihnen das Problem bewusst.