Beiträge von Kris24

    Also die Sache mit dem fehlendem geschmack habe ich tatsächlich bei jedem grippalen infekt egal welcher Stärke :gruebel: komisch, ich hab immer gedacht das hätte jeder. Oder ich hatte schon zig mal corona und bin der superspreader schlechthin :rotwerd:

    Nein, das gibt es tatsächlich häufiger, auch bei anderen Infekten. Ich selbst hatte es auch schon, wenn auch noch nie wochenlang.

    ja, antwortet bitte, ich war im Januar ebenfalls extrem erkältet (extremer Reizhusten wie noch nie in meinem Leben, ich hatte teilweise Angst zu ersticken, ich habe insgesamt 3mal in drei Wochen mehrere Tage in der Schule gefehlt, ich fühlte mich extrem erschöpft und bin erst seit den Osterferien wieder richtig fit. Ich dachte bisher, mein Immunsystem, auf das ich mich bisher immer verlassen konnte, hätte versagt, aber wenn ich das so alles lese. Es gibt ja bereits diesen nachgewiesenen Fall eines Franzosen, der definitiv bereits im Dezember an Covid-19 schwer erkrankt war. Ich habe auch vor, den Test machen zu lassen (Labore bieten es hier gegen Bezahlung an), sobald sie zuverlässiger sind.

    Krass, das hätte ich jetzt nicht gedacht ... dann sind "wir" doch eher ein Ausnahmefall, scheint es. ;)

    Für "mein" Hauptfach haben wir jetzt im Moment nur drei Lehrer, die kommen dürfen, davon müssen zwei noch die AKs betreuen.

    unsere Kultusministerin sprach auch von 30 %. In Baden-Württemberg wird am Gymnasium in der Schule aktuell nur die Abiturfächer in Klasse 11 und 12 unterrichtet, bei uns mussten 40 % der Stunden anders verteilt werden. Es sieht an verschiedenen Schulen sehr unterschiedlich aus.

    uns ist gesagt worden, dass die europäischen Server dank Corona überlastet seien und daher auch auf amerikanische zurück gegriffen werden muss. Deshalb ist es bei uns auch verboten. Wir haben eine schuleigene Cloud, zusätzlich Mails. Ca. 2/3 arbeiten bei mir regelmässig mit und äußern sich zufrieden, der Rest macht auch sonst wenig bis nichts.

    Grundsätzlich darf und kann jeder Hausarzt Tests durchführen, alle Laborverbände können diese auswerten.

    Ob der einzelne Arzt das macht oder nicht, hängt von ihm ab. Manche wollen vielleicht gar keine Corona-Verdachtsfälle in der Praxis haben, manche werden vielleicht auch einen Unterschied nach Kassen- oder Privatpatient machen.

    Ich bin mir aber sehr sicher, dass es keine Order der Sorte "Wir verzögern jetzt mal alle Tests um drei Tage" von Oben geben wird, das würde bei so vielen Beteiligten mit 100%tiger Sicherheit einen Tag später in der Bildzeitung stehen.

    Wir sind nicht in China.

    Also eine offizielle Order wird es sicher nicht geben, muss es auch gar nicht. Ich wohnte früher in einer Kleinstadt mit einem großen Arbeitgeber (mit manchmal diskutierbaren Aufträgen aus dem Ausland) . Da wussten alle, wo man besser nichts sagte bzw. kontrolliert wurde. Ärger gab es viel später von ganz oben (Berlin)

    Das RKI gibt die Kriterien vor, durchgeführt werden die Tests in Hausarztpraxen, Krankenhäusern und Testzentren.

    Und die Vorstellung, dass da ein Landrat die Ärzte durchtelefoniert und darum bittet, doch ein oder zwei Tage mit den Tests zu warten, damit der Biergarten nicht zumachen muss, fällt für mich doch eher in die Kategorie "Verschwörungstheorie". Die regionalen Behörden werden vielleicht versuchen, die ein oder andere Maßnahme weg zu diskutieren, wenn der Fall der Fälle eintritt, da endet ihre Macht dann aber auch.

    Krankenhäuser (sind hier leider auf kommunale finanzielle Unterstützung angewiesen) und Testzentren (werden dann halt nicht extra eingerichtet) sind schon manipulierbar. Die Tests wurden schon vorher nach sehr unterschiedlichen Kriterien durchgeführt. Massentests wie in Greiz gibt es dann halt nicht überall mehr. Man testet nicht mehr symptomfreie (bei uns wird aktuell z. B. wöchentlich das Pflegepersonal getestet und wird leider immer wieder fündig).

    Ich fand dieses Kriterium übrigens anfangs sinnvoll, aber es wurde in den letzten 2 Tagen von so vielen zerissen, das waren keine bekannten Verschwörungstheoretiker. Tests blieben auch vorher mal beim Gesundheitsamt liegen, auf Dauer klappt das sicher nicht. Da gebe ich dir Recht. Und Gesundheitsämter und Ärzte sagen, die Zahl 50 sei zu hoch. Wenn man erst dann reagiert, könne vor Ort nicht mehr alle nachverfolgt werden.

    Gibt nicht das RKI das Testregime vor? Bei uns sind selbst in Genf nur noch 1 % aller Tests positiv und es werden nun auch Personen mit leichten Symptomen getestet.

    Leider nein, es wird vor Ort sehr unterschiedlich entschieden (die positiven Tests schwanken daher zwischen 1 und 10 % lt. Presse). Es gab am Anfang Mindestbestimmungen, aber auch die wurden je nach Kapazität vor Ort unterschiedlich ausgelegt. In unserem Landkreis gibt es 4 Labore und relativ viele Tests. Wer selber zahlt, kriegt bisher sofort einen.

    Bei uns stand als Begründung heute noch drin, dass wir ja die SuS zu nichts verpflichten könnten. Bis vor kurzem war ja auch die Ansage, die SuS müssten überall (abgesehen von den Klassenräumen) "Masken" tragen, aber da das KuMi vorgibt, dass es nur eine Empfehlung sei, hat die SL dies revidiert. Ich denke, dass sie auch uns Lehrkräften nichts vorschreiben können. Aber mal abwarten... Andererseits glaube ich, dass sowieso die meisten Lehrkräfte einen MSN tragen werden, wie ich meine Kolleg*innen so kenne.

    Genauso wird bei uns auch gesagt und inzwischen (nach einer Woche) trägt kaum noch einer. Ich wurde heute Morgen krumm angesehen und erhielt eine spöttische Bemerkung von einer jungen Kollegin, weil ich eine trug.

    Die Testkriterien sind in den letzten 2 Wochen deutlich "aufgeweicht" worden. Soweit ich weiß, ist die Zahl wöchentlicher Tests immer noch bei ca. 300k-400k (zum letzten Mal vor knapp einer Woche gelesen), die Positiv-Quote ist aber deutlich gesunken. Von, "wir haben weniger Infektionen, weil wir weniger testen" kann also keine Rede sein.

    Die Regel mit 50 Neuinfektionen pro 100 000 in den letzten 7 Tagen gibt es seit Mittwoch. Greiz betont ja schon, dass die Massetests letztes Wochenende schuld wären, ihre Gastronomie benötige Lockerung.

    Ich denke auch, dass in Zukunft solange getestet wird, bis die 50 in Gefahr gerät. Dann wird einfach etwas verzögert. Ein, zwei Tage, wird schon gut gehen. Da braucht bloss der größte Steuerzahler vor Ort mal anklingen lassen, dass er ein Lockdown nicht möchte, er müsse sich sonst nach Alternativen umsehen, dann wird sicher der eine oder andere Landrat schwach.

    Ich kenne keine Studie aus Island im Detail. Es würde mich aber nicht wundern, wenn auch dort - wie eigentlich überall - Kinder in den Auswertungen der Daten so massiv unterrepräsentiert sind, dass man eigentlich keine statistisch relevante Aussage treffen kann. Ich kann Dir nur sagen, dass genau das ein Teil der Argumentation der Taskforce Covid-19 in der Schweiz ist warum man eben die jüngeren Schüler wieder gehen lässt, die älteren aber nicht. Allein die Tatsache, dass es so schwierig ist, an verlässliche Daten über Kinder ranzukommen spricht für sich.

    Du hast Recht (soweit ich das noch richtig im Gedächtnis habe, sonst bitte korrigieren).

    Zu Island habe ich irgendwo gelesen, dass unter den heimkehrenden Skifahrern kaum/keine Kinder waren und somit auch keine Infizierte.

    Zu der Studie: es wurden freiwillige aufgerufen (nicht repräsentativ ausgewählt) und Eltern brachten zur Untersuchung selten ihre Kinder mit, aus Sorge, dass diese sich vor Ort anstecken könnten. Es wurden also kaum Kinder untersucht. Und freiwillig gehen meistens nur die, die Symptome hatten/ haben und jetzt Bescheid wissen wollen. Von daher sagt die Studie nichts über Kinder aus.


    Übrigens Alter Kinder (sind bei div. Studien jünger als 10 Jahre). Ab 15 Jahre sollen sie sich bzgl. Corona wie junge Erwachsene verhalten. Da wird in den Medien oder Politik nicht sauber getrennt.

    Ich habe seit Montag wieder meine beiden Leistungskurse (Kl. 11 und 12). Liebe Schüler, aber Abstand halten? Klappt nicht. Ich hoffe halt, dass keiner infiziert ist. Denn die Schutzmaßnahmen vor Ort sind ... (es gibt nur Sprühen von Flächendesinfektion, das verdunstet in den Raum schneller als man wischen kann (und einatmen möchte ich das unbeschriftete Etwas nicht) und Handdesinfektionsmittel, die jeder anfässt, aber keine Maske, kein Abstand (kaum einer sagt etwas) etc.) Ich fühle mich nicht geschützt.

    Ein sehr toller Artikel über wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn, politische Entscheidungen und die Rolle der Medien:

    Wem können wir jetzt noch vertrauen?

    Edit: Ich mach mir übrigens gerade den Spass, den Drosten-Podcast noch mal von vorne zu hören. Kann ich nur empfehlen um einfach mal ein Gefühl dafür zu bekommen, in wie vielen Punkten sich auch einer wie Drosten geirrt hat. Neben allem Leid und allen Unannehmlichkeiten, die diese Pandemie uns gerade beschert, finde ich genau das gerade irre spannend wie man dank einer nie dagewesenen Transparenz innerhalb von nur weniger Wochen nachvollziehen kann, was alles an Meinungen und Hypothesen wieder über den Haufen geschmissen werden musste.

    das habe ich letzts Wochenende auch getan und ja, ich fand es auch spannend (und ein Laschet oder ein Kubicki ärgern mich genau deswegen, es gibt nicht die fertige Antwort).

    ich habe leider keine Handyflatrate und dadurch sind bisher ca. 20 € angefallen (pro Minute 19 ct., kein preselect möglich ). Zweimal bin ich für Telefonate in die Schule gefahren, sonst hat die Bequemlichkeit gesiegt. Ich versuche das meiste per Mail oder Festnetz zu erledigen und nächstes Jahr wenigstens bei der Steuer abzusetzen (gibt dann ja weniger Kilometergeld).

    ich unterrichte von Anfang an neue Themen natürlich langsamer als sonst. Es gibt ausführliche Erklärungen von mir (bei uns soll es möglichst pdf sein), deshalb bisher keine Erklärvideos. Die Rückmeldung meiner Schüler ist positiv (ihre Fragen gut und konkret) , ich werde also so weiter machen (auch wenn es sehr viel Zeit kostet). Teilweise stelle ich Fragen, die ich erst später beantworte (so versuche ich bei den älteren das Niveau zu heben). Natürlich gibt es Schüler, die ohne zu denken, einfach nachlesen. Aber auch sonst warten die ab, ob evtl. ein anderer meine Frage beantwortet.

    In der Regel findet man in jeder Schule irgendeinen Platz zum Arbeiten. Wenn alle Kollegen auf die selbe Idee kommen, dann wird es schwierig, aber wenige sind kein Problem.

    Und wo bleibt mein Material?

    Deine Aussage erinnert mich an einen Städtepräsident, der meinte, Lehrer benötigen kein Arbeitszimmer (ging damals um die Begrenzung auf 2400 DM, davor war es unbegrenzt, ich bin bereits so lange Lehrer), sie könnten am Nachmittag in den Klassenzimmern vorbereiten. (Die Kommunen hatten damals Sorge, an den Schulen Arbeitszimmer einrichten zu müssen- was gab es alles an Diskussionen und Vorschlägen).

    Der R0-Wert hat bei kleinen Infektionszahlen einen grossen Fehler und ist daher ohnehin für den Moment relativ unbrauchbar. Einen R0-Wert auf zwei Nachkommastellen anzugeben spricht ja schon Bände und spricht vor allem wirklich überhaupt nicht mehr für die Kommunikation des RKI.

    Ich finde Kubicki immer schon lustig. Er ist halt ein bisschen ein Choleriker aber er kann so herrlich überspitzen und polarisieren.

    es wird ja immer auch ein Intervall angegeben, ob 0,94 oder 0,96 spielt wirklich keine Rolle.

    Kubicki schien mir von Mathematik nicht viel Ahnung zu haben (anders kann ich mir seine Aussagen nicht erklären). Das Thema finde ich für dümmliche Sätze zu ernst.

    Drosten berichtet heute im Podcast, dass die Charite angefangen hat die Virenlast bei Kindern zu bestimmen. Wenn ich es richtig verstanden habe, kann man aufgrund der wenigen getesteten Kinder aus den aktuellen Zahlen nichts schließen. Also nimmt man den Umweg und bestimmt die Virenlast bei Kindern. Stellt man fest, dass Kinder kaum Viren abgeben, sind die auch weniger gefährlich. Wenn sie genauso viele Viren abgeben wie Erwachsene oder mehr, sind Schul und Kita-Öffnungen kritisch. Das beste er vermutet, dass er schon am Donnerstag erste Ergebnisse präsentieren kann. Das wäre immerhin noch vor den Schulöffnungen. Ich meine, dass auch in Süddeutschland eine Studie mit 2000 Eltern plus Kind laufen soll. Vielleicht wissen wir schon bald mehr.

    BW zahlt 1,2 Mio. an 4 Unikliniken (in BW), die jeweils 500 Kinder bzw. Eltern untersuchen, um herauszufinden, ob und wie Kinder andere anstecken. Die Studie beginnt erst

    es wird jeden Tag ein neuer R-Wert berechnet, gestern war er 0,96 (und wurde auf 1,0 gerundet), heute gerundet 0,9 (kann also 0,94 sein). Das finde ich nicht komisch. Kubicki fiel mir neulich in einer Talkshow sehr negativ.

    Und wie schon oft gesagt, wenn die Neuinfektionen weniger stark zurück gehen, dann kann der R-Wert auch steigen. (Und ich finde es auch sinnvoll, wenn man nicht nur streng rechnet, dafür gibt es andere Werte z. B. Zahl der Neuinfektionen, sondern auch versucht abzuschätzen, wie viele erkranken werden (ich habe gestern versucht dies zu erklären, je nach erkrankter Gruppe werden unterschiedlich viel im Durchschnitt infiziert z. B. Altersheim). Deshalb gibt es mehrere Werte, die zusammen versuchen, die Realität vorauszusagen. Im Nachhinein sieht man, ob es korrekt war und kann die Schätzungen für die Zukunft optimieren.

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