Beiträge von Kris24

    Ja, ich habe die meisten Bücher doppelt von der Schule. Da muss ich aber niemanden fragen, ich hole sie mir aus dem Keller. Hätte ich das nicht, schleppte ich aber auch keine Bücher hin und her. Dann könnte ich sie mir entweder zu Hause oder in der Schule benutzen. Wäre wenig effizient.

    Und wie sieht es mit PC, Laptop etc. aus? Noch nie etwas von deinem Geld bezahlt?

    Du willst einen Laptop nicht hin und her tragen?

    Wenn das Ding tragbar ist, gibt es für den Schultträger gar keine Grund dir ein weiteres Gerät zu geben. Das ist deine persönliche Entscheidung. Der Träger hat dadurch keine Vorteil. Digitale Versionen von Büchern sollten dir aber vom Träger gekauft werden.

    Eben, meine Entscheidung, ich will nicht tragen.

    Und ein Satz Bücher bekomme ich auch gestellt, digitale Bücher aber nicht (auch nicht unsere Schüler). Früher habe ich bis zu 12 Bücher (inkl. Lösebücher wurden auch gestellt, aber nicht digital, weil Printausgabe günstiger ist) hin und her geschleppt. Irgendwann habe ich mich gegen Trolley und für Handtasche entschieden. (Für mein Schulgerät habe ich sogar einen Rucksack erhalten, aber auch den lasse ich in der Schule.)

    Warum sollte mein Träger mir Bücher digital und nicht als Print stellen?

    Sissymaus und O. Meier habt ihr Zuhause PCs von der Schule oder verwendet ihr keine?

    Das ist z. B. ein Beispiel wie ich vorgehe.

    In der Schule verwende ich ein vom Schulträger gestelltes Gerät. Weil ich es nicht hin und her schleppen möchte, habe ich für Zuhause ein "refurbished" Laptop gekauft. Die 300 Euro war mir der leichtere Schulweg wert. Aus gleichem Grund habe ich digitale Bücher gekauft. Jetzt gehe ich nur noch mit leichter Handtasche zur Schule, jogge manchmal sogar. Klar wäre es schön, 2 Geräte inkl. doppelten Büchersatz gestellt zu bekommen.

    Wie sieht es bei euch aus?

    In der Schule hängt schon mal kein Hammer, da ist kein Geld für da. Und ansonsten ist es keine Forderung, dass wir das Material, das wir zum Arbeiten benötigen, bekommen, sondern eine Selbstverständlichkeit. Wenn die Schulleiterin mir aber erklärt, dass sie das nicht möchte, dann gibt es bestimmte Sachen halt nicht. Dazu kann sie sich aber zivilisiert ausdrücken und nicht so, wie du dir das vorstellst.

    Also alleine in meiner Chemiesammlung hängen 3 Hammer. :flieh:

    Und Wolfgang, ob man bereit ist, eigenes Geld einzusetzen, hat nichts mit dem Schultyp zu tun. Ich tue es manchmal auch, nämlich dann, wenn es mir (und nur mir) entsprechend hilft.

    Aus süddeutscher Perspektive ist RLP unzweifelhaft Teil der Mitte Deutschlands, von mir aus Mitte- West- Deutschland, aber keinesfalls im Südwesten der BRD gelegen. Den Teil okkupiert eindeutig das Ländle.

    Ich hatte diese Diskussion einmal mit einem Kollegen aus Kaiserslautern. Wir wurden beide an meiner 1. Schule im Norden von NRW mit den Worten "unsere neuen Kollegen aus dem Süden" vorgestellt. Ich fand Kaiserslautern gehört zur Mitte.

    "Gelernt" habe ich dann, Kaiserslautern usw. gehören zum Südwesten, Baden-Württemberg und Bayern zum Süden. Okay.

    Das geht ja auch relativ problemlos. Spät eingeschult, dann einmal oder auch zweimal irgendein Jahr noch einmal gemacht, aber hier könnte man nicht 3. und 4. Klasse oder auch 7. und 8. Klasse wiederholen.

    Bei uns auch. Man könnte also 1., 3., 5., 7., 9. und 11. Klasse wiederholen.

    (Und Schüler, die bereits dreimal wiederholt haben, hatte ich schon öfter.)

    Denn beim Niesen? Dass man es beim Husten wünscht, kenne ich (geboren am Ende des 3. Viertels) gar nicht.

    Ich hatte es bereits vor deiner Bemerkung geändert, weil es eher nur beim niesen gesagt wird.

    Hier wird tatsächlich oft nicht unterschieden. Viele wünschen immer Gesundheit, auch beim Husten, manche je nach Situation, manche nur beim niesen, manche nie.

    Ich habe vor einiger Zeit über den Ursprung gelesen. Gesundheit wünschte man nicht dem anderen, sondern galt als Abwehr, damit man selbst gesund blieb und das ist nie höflich. Knigge selbst ist hier nicht eindeutig (es gibt ja kein "festes Kniggewerk").

    Hach, wie schön, dass ich heute so viel Verwirrung bei euch hervorrufe! ;)

    Dass das "Ihrzen" nicht als Scherz gemeint ist, habe ich nun mitbekommen state_of_Trance. Ich kannte es aber tatsächlich nicht und finde diesen Ausdruck weiterhin ulkig.

    Mag ja sein, dass es bei euch in Süddeutschland EDIT (auf speziellen Wunsch von Chili) im südlicheren Teil Deutschlands verbreitet ist, hier aber nicht. Meine Aussage zum Duzen auf dem Land, wie ich es aus meiner Kindheit auf dem platten norddeutschen Land kenne, finde ich übrigens in dem interessanten Artikel Höflichkeitsform – Wikipedia bestätigt: "Bis im dritten Viertel des 20. Jahrhunderts war Duzen außer auf dem Land, wo es meist weit verbreitet war, in städtischen Gebieten vor allem in der engeren Verwandtschaft, unter engeren Freunden sowie unter gleichrangigen Arbeitern verbreitet".

    Ich habe gestern überlegt, ob ich das schreibe und wenn ja wie ohne überheblich zu wirken, aber ich nehme jetzt Wikipedia als Aufhänger.

    In meiner Kindheit (3. Viertel des 20. Jahrhunderts) wurde es so beschrieben. Nur Menschen vom Dorf duzten in der Stadt jeden und auch nur, wenn sie es nicht blickten, also sogenannte Dorftrottel. Sonst blieb es bei engeren Freunden, engeren Verwandten und gleichrangigen Arbeitern wie in Wikipedia beschrieben. Wenn ich als Kind gefragt habe, warum duzt er uns, erhielt ich zu Antwort, weißt du, der kommt vom Land, da kennt jeder jeden und er hat nie gelernt, dass man nicht jeden siezt.

    Heute ist es deutlich weniger streng, in Grundzügen aber noch vorhanden. Es sind Gepflogenheiten (Benimmregeln, ich denke gerade an Knigge), manches verändert sich (langsam), manches wird bewusst verstoßen, es geht nicht nur um das Du. Ich sage inzwischen z. B. auch nicht mehr Gesundheit, wenn jemand niest.

    Das sind keine Ausnahmen. Menschen sind unterschiedlich, das war schon immer so.

    Ja, sie sind verschieden und dennoch kann man erkennen woher jemand stammt. Gerade die Intimzone ist ein gutes Beispiel, bei uns Austauschschülern gab es ein überraschtes stimmt. (Ob es dann 70 oder 90 cm sind, ist egal, es sind hier deutlich mehr als in Südamerika. Klar, man damit spielen, wenn ich merke, ich gehe rückwärts im Gespräch und stehe fast an der Wand, spiele ich Südamerikanerin und der US-Amerikaner geht rückwärts. Aber es ist auch gut zu wissen, dass beide nicht in ihrer Komfortzone sich befinden und wenn mir das Gespräch wichtig ist, verzichte ich bewusst auf meine.)

    Maylin85 hat es auch bestätigt.

    Gerade wenn man andere Kulturen gut kennenlernt, sieht man diese Gemeinsamkeiten.

    Der "richtige" Abstand ist offensichtlich individuell. Sonst wären die älteren Kolleginnen nicht so aufdringlich, während andere Kollegen eher weiter weg stehen. Von Statistik auf Individuen zu schließen, ist ein beliebter Fehler.

    Vielleicht haben sie auch andere Gedanken? :teufel:

    Aber es gibt immer Ausnahmen.


    Ergänzend, wenn ich den anderen nicht kenne, muss ich ihn irgendwie einschätzen und dann gehe ich nicht von Ausnahmen aus. Ich kenne dies von älteren Kolleginnen nicht.

    Dass 60cm Abstand im Gespräch nicht eingehalten werden, passiert ständig. Wir haben ältere Kolleginnen, die ständig anfassen und zu nah auf die Pelle rücken. Das ist eben individuelle, was Menschen als zu nah empfinden. Dass es da eine "feste" Regel gibt, war mir nicht bewusst.

    Ich habe bei meinem Schüleraustausch in den USA folgendes gelernt. In Deutschland ist knapp 1 Meter üblich (außer man ist sehr vertraut), in Südamerika 30 cm. In den USA sind es 60 cm. Wenn jetzt Personen aus verschiedenen Kulturen länger miteinander reden, lässt sich ein "Tanz" durch den Raum bewundern, weil jeder unterbewusst seinen idealen Komfortabstand wieder herstellen will.

    Ich achte seit 40 Jahren immer wieder darauf und habe es tatsächlich oft festgestellt.

    Mitteleuropäer bewegen sich im Gespräch rückwärts, um den Abstand wiederherzustellen und werden von Amerikanern verfolgt. Individuell ist es nur begrenzt, wenn man Bescheid weiß, empfindet man es als weniger übergriffig bzw. distanziert.

    Aber wo ist dann der Zusammenhang? Jemand der siezt ist dadurch nicht höflicher oder unhöflicher als jemand, der duzt.

    Wenn er es hier ungefragt tut, schon. Man tut es hier nicht, außer man will sich anbiedern oder glaubt, dass dies cool sei. Mag sein, dass es bei euch anders ist, mich stößt es ab (und die meisten in meiner Umgebung urteilen noch strenger).

    Also ein dickes Dünnele? :idee:

Werbung