Beiträge von Websheriff

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    Zitat

    Vlt. sollte Freundlichkeit und Kundenorientiertheit stärkeres Kriterium bei der Personalauswahl sein. An die Berufsschulkollegen: Wird sowas in irgendeiner Form in den kaufmännischen Lehrgängen thematisiert?

    Warum wird sowas eigentlich nicht in jedem Lehramtsstudium thematisiert?

    Besonders bewegend ist es immer wieder, mit unseren Kindern die Gedenkmauer in Ypern aufzusuchen, die neben den Namen der allzuvielen Opfer aus aller Herren Länder auch den Namen des jüngsten Bruders meines Opas trägt, der dort im Jahr 1917 im Gaskrieg ermordet wurde, wie alle, die dort verstarben, weil es schon jetzt Nachwirkungen zeigt bei unseren Enkeln, die jeweils ein Kerzchen anzünden, wenn wir ihnen diesen Namen auf der Gedenkplatte in der Nische unserer Pfarrkirche zeigen und seine Geschichte erzählen, die wir von meinem Opa übernommen haben, die Geschichte vom kleinen Paul.

    Irgendein Tünnes schreibt da oben was wie:

    Zitat

    Habt ihr bei euren Überlegungen übrigens auch an die Entlastung der Postboten gedacht?

    Also die Paketboten, die mich und die Meinen so beliefern, sind heilfroh, dass sie das tun können, auch in dem Maße und mit viel mehr Empfängern als noch vor Jahresfrist; zum einen, weil die so gesicherte Arbeit haben, zum anderen weil auf sie - wie bei uns üblich - steuerfreie Scheinchen in Umschlägen warten.

    Also bedenkt auch ihr eure Paketboten!

    parallelunivers:

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    schlaflos

    Du musst das Haus aufgeräumt verlassen, man weiss ja nie, ob man am Abend noch zurück kommt

    Vor etwa 25 Jahren hatte wir hier im Raum Aachen nachts ein Erdbeben (Epizentrum irgendwo bei Heinsberg). Innerhalb von geschätzt zwei Minuten waren wir mit unseren vier Kindern im Bulli unterwegs Richtung Polizeipräsidium, um Aufklärung zu bekommen. Ich war da noch der festen Überzeugung, dass da auf der Raketenbasis Nörvenich son scheiß A-Bömbchen hochgegangen war. Da hatte ich GENAU DAS Gefühl wie deine Großmutter.

    Wie machen das eigentlich die Eltern unter euch mit Weihnachtsgeschenken?

    Als Eltern kommen wir dieses ja ums Verschenken rum. Als Großeltern haben wir wieder in die Regale unterschiedlicher Baukastenproduzenten gegriffen, zwar billiger als noch im letzten Jahr (einige Mindstorms damals), aber dafür nicht weniger. Für unsere hochbetagten Omas haben wir familiär-illustrierte Vorlesebücher gebastelt.

    Corona-bedingt haben wir uns erst- und hoffentlich letztmalig etwas Besonderes einfallen lassen: Wir (5 Kleinfamilien einer ansonsten zusammen feiernden Großgemeinschaft) bekochen und beliefern uns reihum. Überraschungen sind also angesagt.

    Als der Weise Lesch noch jung war:

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    Mein Opa väterlicherseits geriet in russische Kriegsgefangenschaft und kam traumatisiert und gebrochen wieder nach Hause.


    Wie schon geschrieben hatte mein Vater wohl vergleichbare Erfahrungen gemacht, die ihn allerdings in anderer Weise "gebrochen" hatten: Er ließ von seiner NS-Verblendung ab, öffnete sich allem bislang Fremden, war später sogar mit einem russischen Kosmonauten befreundet.

    Was die beiden zusammen brachte, war ein aus der Kriegsgefangenschaft geretteter, selbst gebastelter Schaumschläger, mit dem mein Vater nach eigenem Bekunden aus Planzensaft so etwas wie Sahne geschlagen hatte. Michail Strekalov hatte sich so ein Gerät seinem Bekunden nach auf der Mir gebastelt zu selbigem Zweck. Als mein Vater seinen Schaumschläger dem Michail mit Erzählungen aus seiner Gefangenschaft präsentierte, geriet dieser in Verzückung - und seitdem waren die beiden verbunden.

    Die Reaktion war nach Stundenende unter Ausschluss der Klassenöffentlichkeit etwa so: "Rhetorisch hervorragend, charakterlich spricht hier ne Sau. Eigentlich möchte ich die Arbeit mit 6 bewerten, was aber zu gut wäre; geb dir jetzt gar keine Note."

    Das in Kombination mit einer Bitte seinerseits ein paar Monate später hat mich beruflich auf seine Spur gebracht: "Ich brauch mal nen Rat von dir. Du weißt, ich bin Atheist; aber mein Sohn will sich vom Reli-Unterricht abmelden, was ich für falsch halte. Wie soll ich damit umgehen? Ich frage DICH das, weil ich weiß, dass du mir helfen kannst." - Leute, ich war gerade 16 und erst seit Kurzem geläutert! Damit fing ein neues Leben an.

    Für mich waren die ersten Jahrzehnte der Lebensgeschichten meiner Eltern prägend:

    Mein Vater war Hitlerjunge und forderte sich als SEHR junger Mann noch zu Kriegsende in den Kriegsdienst ein. Gebrochen haben dieses unerschütterliche Vertrauen darin, Teil des "arischen Lichtvolkes" zu sein, der Tod seines besten Freundes im Kriegseinsatz neben ihm und seine Erfahrungen in Kriegsgefangenschaft. Schon vor seiner Rückkehr muss er sich "vom Saulus zum Paulus gewandelt" haben. Jedenfalls engagierte er sich seitdem für mich beispielhaft im Neuaufbau der Gesellschaft: absolut überparteilich, gerecht und freundschaftlich-offen unseren Nachbarn im Westen gegenüber.

    (Wer einen vielleicht vergleichbaren Wandel nachvollziehen möchte, dem empfehle ich eine kurze Recherche zu "Hans Schwerte".)
    Ambivalent hingegen wirkte auf mich sein doch andererseits noch weitgehend deutsch-nationales Gedankengut in der Kindererziehung, was er noch lange nicht gänzlich ablegen konnte.

    Meine Mutter konnte kriegsbedingt keinen Schulabschluss machen, war dann in den folgenden Jahrzehnten mit der Arbeit an mir und meinen Geschwistern voll ausgefüllt, was sich noch heute z. B. darin zeigt, dass sie die Populärkultur der 50er, 60er und 70er Jahre gar nicht auf dem Schirm hat. So sehr war sie Hausmütterchen und Glucke, und sie blieb es leider zeitlebens, wobei aber keineswegs ihre Lebensleistung an ihrer Familie kleingeredet sein soll; im Gegenteil: ihre demütig-liebevolle Art wirkt über sie hinaus.

    Sich aus den doch auch beengenden Abhängigkeiten der Eltern zu lösen wäre mir ohne die politische wie kulturelle Avantgarde der 60er und 70er Jahre nicht möglich gewesen.

    Aus all diesen Erfahrungen ist aus mir jemand geworden (Selfie!), der sich zwar als Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland versteht, von seinem gesellschaftlichen Verständnis her aber zumindest als Europäer; nimmermehr als Angehöriger eines "deutschen Volkes". (Der Volksbegriff ist mir heute zuwider.)

    Lehrer wurde ich wegen anderer Vorbilder.

    Aufgabe der Eltern, den Zugang zu ermöglichen

    Oben wird wiederholt davon ausgegangen, dass es finanzielle Gründe sind, die Eltern davon abhalten. Internetzugang zu ermöglichen.

    Nun gibt's aber sicher nicht wenige, die das auch heutzutage auch immer noch als Hexenwerk verstehen, als potentielles Einfallstor für Kindswohlgefährdungen oder als justiziables Risiko bei Fehlbehandlung. Sowas sollte nicht übersehen werden.

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