Ich finde den Neubau von Förderschulen grundsätzlich sehr sinnvoll. Ich bin gerne bereit, Kinder mit besonderen Förderbedarfen in der Grundschule beschulen, aber es gibt Ausmaße bzw. Ausprägungen von Förderbedarf, die dafür sorgen, dass das Kind auf einer Förderschule besser aufgehoben ist. Die kleinen, homogeneren Lerngruppen erleichtern einigen Kindern (gerade den sensiblen und/oder sehr stark Förderbedarf habenden) den Schulalltag deutlich. Das können wir selbst, wenn wir pro Jahrgangsstufe eine Soonderpädagogin hätten (wa wir nicht haben), so nicht an der Regelschule leisten.
Beiträge von Tukan
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Ich halte zu spät Kommen DEFINITIV NICHT für okay.
Und ich persönlich bin auch immer 20 bis 40 Minuten früher da. Aber definitiv nicht, um für andere Leute (dienstlich) ansprechbar zu sein. Oder ist es etwa Arbeitszeit?
Es ist meine Pause, mein Ankommen.In der Theorie hast du recht. Aber in der Praxis sieht es oft anders aus. Und MIR ist es persönlich lieber, dass gewisse Sachen schnell morgens vor dem Unterricht geklärt werden als in der Pause nach den ersten Stunden. Da brauche ich die Pause nämlich wirklich!
Aber da muss sicherlich jedes Kollegium untereinander einen guten Weg finden, wen man wann am besten anspricht mit den alltäglichen Kleinigkeiten, die zu klären sind. -
Ich bin extrem erstaunt, dass es anscheinend Schulen gibt, an denen es Lehrkräfte für normal halten, alle zwei Wochen zu spät zu kommen. Im Regelfall sollte man mindestens eine Viertelstunde vorher da sein, auch um ansprechbar für Schulleitung und Kolleginnen zu sein...
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Ich glaube das Schulministerium macht sich auch noch über die Leute lustig. Wie soll man sonst folgendes verstehen: Bezirksregierung Düsseldorf hat für die Gesamtschule SEK I aktuell, 76 Beförderungsstellen ausgeschrieben (A13 Lehrer). Bewerbungsfristen gehen bis Ende März.
https://www.schulministerium.nrw.de/BiPo/Stella/on…3.0869979791055Was denkt sich die Bezirksregierung hierbei:
Bewirbt euch ruhig . Macht ruhig eure Revision, steckt Arbeit rein, übernimmt ruhig eine extra Aufgabe. Dafür bekommt ihr ab Sommer genau folgendes = NIX.So sieht Wertschätzung aus.
Mit den Konrektorenstellen an den Grundschulen sieht es auch nicht anders aus. Da bekommt man aktuell auch noch kein A14, sondern A13 (mit einer minimalen Zulage). Wer wird dafür stellvertretender Schulleiter, wenn man für den gleichen Job an Realschule oder Gymnasium A14 oder A15Z - verdient!) bekommt? Das Schulministerium muss hier dringend nachsteuern und die Besoldung der Berförderungsstellen der nach A13 (richtigerweise!) angehobenen Lehrämter entsprechend anpassen, d.h.
Konrektor A14Z
Schulleiter A15.
Auch die Fachleiterstellen laufen fast alle dauernd leer, und das seit Jahren. Auch hier muss eine Anpassung erfolgen (d.h. A14Z oder A15).
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Die Story, dass eine Sekretärin Schüler und Kollegen beklaut, war schon ein extrem absurder Aufhänger. Davon abgesehen fand ich die Unterrichtsszenen vom transportierten Grundgefühl her aber stellenweise unangenehm authentisch, war schon am Fernseher von diesem ganzen Klassenvibe massiv genervt (angefangen bei der Klatscherei in einer der ersten Szenen) und dachte zwischenzeitlich mehrfach "das ist einfach wirklich ein ätzender Job".
Das Ende habe ich leider durch Arbeiten nebenbei verpasst, nehme aber an, bei dieser Art Film war es irgendwas offenes...
Gefiel mir insgesamt jedenfalls nicht.
Dass der Aufhänger sehr absurd ist und auch die Videoüberwachung im Lehrerzimmer eine an den Haaren herbeigezogene Idee ist, sehe ich ebenso.
Die Klassenszenen fand ich unterschiedlich stark realistisch, teils wirkten sie etwas gekünstelt, teilweise ziemlich authentisch.
Dass du gedacht hast "Das ist einfach ein ätzender Job", tut mir sehr leid... Woran liegt das?
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Wieso nicht? Welche kritischen Aspekte (von denen es ja tatsächlich einige gibt) wären denn für dich derart gravierend, dass du keine Lust mehr hättest zu unterrichten? Du hast im Profil "Musik" stehen. Gerade das ist doch ein wundervolles Fach, in dem man mit ganz viel Praxis die Kinder abholen kann, unabhängig von sprachlichen und kulturellen Barrieren, egal ob sehr leistungsstark, leistungsschwach oder mit Förderschwerpunkt...
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Ich finde diese Leidensgeschichte etwas übertrieben. Es klingt für mich ein bisschen nach "Ich probiere mich mal als Lehrer, kann ja wohl nicht so schwer sein"... und dann kam der Praxisschock. Als Lehrkraft im Referendariat, im Seiteneinstieg und oft auch danach muss man nunmal sehr belastbar sein. Und dass du im Referendariat auch ausgebildet wirst bzw. Dinge ggf. nachholen musst, die andere schon im Studium gelernt haben, ist doch auch logisch. Du willst ja am Ende schließlich auch als vollwertige Lehrkraft angesehen werden... Davon abgesehen, stimmt natürlich, dass die Ausbildungsbedingungen je nach Schule sehr stark variieren - das trifft auf die Arbeitsbedingungen als Lehrkraft aber auch oft zu.
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Zitat
Dazu gelten im Umgang mit Kindern im Grundschulalter für Männer andere Maßstäbe und Richtlinien als für Frauen.
Die da wären?
Ich würde es deinem Sohn definitiv empfehlen. Wie gut oder schlecht die Arbeitsbedingungen und die Ausbildungsbedingungen sind, ist aber stark vom Bundesland abhängig, das infrage käme.
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Ich hatte vielleicht an eine Zertifikatsprüfung für später gedacht ( in Kunst oder Informatik) für eine Sek 1 Befähigung. Nachdem ich mein Ref in Sport und Erdkunde an Gy-/Ge gemacht habe…
Weil ich nicht ein vollwertiges weiteres L3 Fach machen möchte sondern wenn nur L2 oder eben später berufsbegleitend
Das geht in NRW nicht, ein Erweiterungsfach für HR/L2 zu studieren, dafür müsstest du dann HR-Lehramt studiert haben.
Ein Zertifikatskurs hat nichts mit einem Erweiterungsfach zu tun, sondern ist eine Nachqualifizierung in einem Mangelfach deiner Schule, an der du dann i.d.R. fest eingestellt bist. Dementsprechend erhältst du auch keine Lehrbefähigung, sondern eine Lehrerlaubnis. Gelegentlich ist die Bereitschaft zu einem Zertifikatskurs Einstellungsvoraussetzung.
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Natürlich kannst du das Drittfach auch anerkennen lassen, wenn du in Hessen studiert hast.
Berufsbegleitend geht es theoretisch auch, das hängt von den Vorgaben der einzelnen Unis ab.
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Ja, wie Maylin85 schon geschrieben hat, die Stelle muss geöffnet sein für GyGe und es darf sich kein richtiger HR-Lehrer bewerben. Dann ist das möglich...
GL gibt es meist nur an Gesamtschulen und Hauptschulen. An Realschulen sind es meist einzelne Fächer
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Grundsätzlich sind die Chancen am besten im Ruhrgebiet, im Sauerland und der Region Aachen. Mit Sport/Erdkunde hast du tatsächlich keine wahnsinnig gesuchte Kombination. In der Sek I ist das Problem, dass du zwei Fächer mit wenig Stunden hast...
Du kannst aktuell natürlich OBAS für Sek I machen und damit dann die Lehrbefähigung HRSGe erwerben, allerdings kannst du dann nicht mehr ans Gymnasium oder Berufskolleg (was aber wegen Erdkunde ohnehin schwierig sein wird).
Gute Chancen hast du trotzdem, wenn du dir auch eine Anstellung an einer Haupt- oder Realschule vorstellen kannst (das geht auch mit GyGE Lehramtsreferendariat nachrangig, da es kaum Absolventen für HRSGe im Moment gibt). Auch Privatschulen haben oft Mangel und sind auch flexibel, was den Abschluss und das genaue Lehramt angeht. Theoretisch müsste sogar OBAS für die Grundchule möglich sein. Da würdest du dann im Ref 24 Monate in Deutsch oder Mathe und in einem deiner studierten Fächer (vermutlich Sport, das ist in der Grundschule Mangelfach!) ausgebildet.
Welche der Optionen wären für dich denn denkbar?
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Zitat
Wenn ich da ständig schnucken würde, hätte ich locker 10 kg mehr.
Und schwupps, hast du deine Herkunft verraten... Dieses Wort habe ich das erste Mal im Studium kennengelernt.

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Lehramt für Sonderpädagogik. Da hat man je nach Bundesland die unterschiedlichsten Anzahlen an Fächern und Fachrichtungen. Mal 1 Fach, zwei sonderpäd. Fachrichtungen, mal umgekehrt, mal zwei/zwei...
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Ich stimme zu, dass ein vollwertiges Lehramtsstudium immer die beste Option hinsichtlich der Qualifizierung ist. Aber: Hier wurde explizit nach den aktuellen Quereinstiegsregelungen gefragt. Und ja: Mit einem Journalismus-Bachelor wird man oft (vielleicht nicht überall) für einen Master Literaturwissenschaft zugelassen, ggf. mit der Auflage, 15 CP nachzuholen. Einen solchen Master kann man auch an der Fernuni studieren, weil danach gefragt wurde. Eine Zulassung für einen pädagogischen Master zu erhalten, dürfte schwieriger werden. (Außerdem würde damit dann kein Quereinstieg im gewünschten Grundschullehramt, sondern stattdessen in Sonderpädagogik in NRW möglich sein.)
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Am besten ein Master in Deutsch (Sprachwissenschaft/Literaturwissenschaft o.Ä.). Dafür müsste sie mit ihrem Bachelorabschluss die Voraussetzungen erfüllen. Das kann auch an der Fernuni stattfinden. Wie schon oben geschrieben wurde, erfolgt bei OBAS Grundschule die Ausbildung in Mathe oder Deutsch und einem weiteren Fach der Grundschule.
Das Problem ist eher, dass sie nach dem Masterabschluss noch zwei jahre Berufserfahrung haben muss für OBAS, d.h. wenn sie den erst jetzt anfängt, kann sie danach nur die PE erstmal machen. Zwei Jahre nach dem Masterabschluss kann sie dann mit OBAS beginnen, wenn sie vorher zwei Jahre als Lehrerin mit PE gearbeitet oder außerhalb der Schule gearbeitet hat.
ZitatAngesprochen in dieser Maßnahme sind Personen mit Berufserfahrung, die über einen nicht-lehramtsbezogenen Masterabschluss einer Fachhochschule oder einen Hochschulabschluss einer Universität mit einer Regelstudienzeit von mindestens sieben Semestern verfügen. Der Abschluss muss Studienleistungen beinhalten, die einen Bezug zu mindestens einem Unterrichtsfach der Grundschule haben.
An Grundschulen soll im Rahmen einer berufsbegleitenden Ausbildung nach OBAS eine Ausbildung in zwei Unterrichtsfächern der Grundschule erfolgen, wobei die Ausbildung obligatorisch in mindestens einem der Fächer Deutsch oder Mathematik stattfinden muss.
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Ich möchte noch ergänzen, dass gerade im fachfremden Unterricht mMn das Singen oft zu kurz kommt. Da finde ich es wichtig, ein Liedrepertoire mit den Kindern zu erarbeiten (in 1/2 vor allem Kinder- und Volkslieder / Kinderliedermacher wie Rolf Zuckowski, Volker Rosin...) und in Klasse 3 und 4 auch mal modernere Songs in kindgerechter Tonlage.
Empfehlen kann das Musikbuch Tipolino von Helbling. Das ist aktuell das beste, wie ich finde. Allerdings arbeite ich kaum mit dem Buch und es lohnt sich auch nur bedingt, Klassensätze von Musikbüchern anzuschaffen (gerade in 1/2). Stattdessen nutze ich ganz viel Material aus diesen vier Fachzeitschriften, die ich wirklich empfehlen kann:
- PaMina
- Grundschule Musik
- Popmusik in der Grundschule
- Musik im Grundschulunterricht
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Zitat
Insbesondere in den Fachwissenschaften wird das deutlich. In NRW wird jedes der drei Unterrichtsfächer mit einem Umfang von 54 Leistungspunkten studiert. In Hessen werden zwei der drei Fächer im Umfang von 24 CP, das dritte Fachbim Umfang von 50 CP studiert.
Das wusste ich noch nicht, das war damals nach der alten PO nicht so. Ich habe alle Fächer gleich viel studiert mit insgesamt 120 CP.
Worum es mir ging, war einfach zu betonen, dass es nicht nur auf die Länge des Studiums ankommt, sondern mehr auf die Inhalte. Wenn ich in SH 10 Semester nur Spezialwissen in Englisch und Sachunterricht beispielsweise lerne, bin ich rein schulpraktisch betrachtet, schlechter ausgebildet als mit 6/7/8/9 Semestern, die zu einem bestimmten Anteil Mathematik und Deutsch beinhalten. Unabhängig davon, ob man jetzt das Examenssemester als Studium zählt wie ich oder nicht wie du.
On topic: Für die Beförderungsämter muss mMn dann auch eine Anpassung erfolgen, das Minimum sollte sein:
A13 Stelle wird zu A 13 Z
Konrektor von A13Z auf A14
Rektor von A14 auf A14 Z
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Das alles kann ja jeder nachlesen, u.a. unter dem Link, der oben gepostet wurde. Das Studium beinhaltet eben auch die Staatsprüfung und die Examensarbeit und dauert damit nicht sechs Semester. Es ging nur darum, das klarzustellen. Schlechter für die Schule ausgebildet als jemand, der 10 Semester BA/MA gemacht hat, ist man aber mit dem Staatsexamen nicht.
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