Ich finde das mit den hohen Kinderzulagen auch nicht unbedingt richtig und zwar aus dem einfachen Grund, dass gedacht wird, die Besoldungen seien ja hoch genug und würden selbst große Familien ausreichend versorgen. Aber irgendwann sind die Kinder älter und dann fällt das Geld weg. Richtig viel ist es ja erst ab Kind 3. Man könnte denken: "Super, damit kann ich sein Studium finanzieren." Aber schwupps ist das erste Kind über 25 oder erhält aus irgendwelchen Gründen keine Kinderzulagen mehr, rutscht man auf 2 Kinder und erhält deutlich weniger Geld. Spätestens wenn alle 25 sind, sinkt die Besoldung plötzlich enorm und pensionswirksam sind die Kinderzulagen auch nicht.
Will eigentlich nur sagen, dass der " Reichtum" im wahrsten Sinne des Wortes vergänglich ist und man schon etwas an der Nase herumgeführt wird. Die Kinderzulagen erhält man nur anteilig zur Arbeitszeit. Wie viele Kolleginnen mit 4 oder 6 Kindern arbeiten in Vollzeit? Und besagter Referendar mit den 6 Kindern kann auch nur in Vollzeit arbeiten, weil seine Frau zu Hause alles macht. 
Meine Kolleginnen mit mehreren Kindern sind mit Männern verheiratet, die keine Beamten sind. Sie arbeiten in Teilzeit und monatlich geht die Hälfte der schönen Kinderzulagen flöten. Da nützt es auch nichts, dass Frau Zauberwald ihnen Dampf macht. Es tut mir leid, das schreiben zu müssen, aber manche wissen gar nicht, wie sich das, was auf dem Besoldungszettel steht, zusammensetzt.