Beiträge von Zauberwald

    Was genau meinst du mit "so ein Verhalten"?

    Ich meine damit, dass es respektlos und irgendwie auch traurig ist, in einem feierlichen, öffentlichen Rahmen den Lehrern endlich mal zu sagen, was einem stinkt oder was man von ihnen hält. Die Schüler trauen sich das vmtl. erst, nachdem die Noten auf dem Abizeugnis stehen.

    Anscheinend ist manchmal vorher kein Austausch möglich oder wie soll man das sonst deuten.

    Wenn ich irgendwann im laufenden Schuljahr zwischen November und Februar zurückkäme, käme ich gar nicht auf die Idee, eine Klassenleitung zu erwarten. Mitten im laufenden Schuljahr, wie soll das denn gehen, egal wie viele Stunden man hat? Die Klassen brauchen doch zum Schuljahresanfang schon eine Klassenleitung. In Bayern war man bei Rückkehr aus der Elternzeit mitten im Schuljahr meist mobile Reserve. Es ist ja auch für den Stundenplaner sehr schwierig, jemanden mittendrin unterzubringen. Und du kannst ja nicht einmal genau angeben, wann du kommst.

    Das soll nicht heißen, dass man dich an der Schule nicht mehr brauchen kann, nur das mit der Klassenleitung sehe ich etwas kritisch.

    Habt ihr diesen Artikel im merkur schon gelesen? Wenn ich ihn verlinke, habt ihr zu viel Werbung, da Bezahlschranke. Es geht um eine Schule in Dorfen, Oberbayern.

    Eklat bei Abifeier in Oberbayern: Schulleiter weigert sich, Zeugnisse zu übergeben


    „Wegen fehlender Reife“: Direktor Markus Höß und Vize Wolfgang Lanzinger weigern sich, dem aktuellen Jahrgang am Dorfener Gymnasium die Abi-Zeugnisse zu verleihen.

    Dorfen – Die Verabschiedung nach dem Abitur ist meist unvergesslich – die diesjährige Entlassfeier am Dorfener Gymnasium in Oberbayern erst recht. Direktor Markus Höß und Vize Wolfgang Lanzinger weigerten sich am Freitagnachmittag erstmals, einem Jahrgang die Zeugnisse der Allgemeinen Hochschulreife zu überreichen. Wegen „fehlender Reife“, wie Höß am Ende seiner Rede sagte.

    Schon bei der Ansprache der Abiturienten lagen enorme Spannungen in der Luft. Die Absolventen am Rednerpult warfen etlichen ihrer ehemaligen Lehrer einen autoritären Stil vor, der „keinen Platz für rebellierende Fragen“ gelassen habe. „Die Schule könnte ein bisschen mehr Humor vertragen“, fanden sie. Schulleiter Höß wurde in der überaus schnoddrigen Rede sogar als „Gefängnis-, äh Schulleiter“ bezeichnet. Er hörte sich das mit versteinertem Gesicht an.

    Trotzdem lobte er danach zunächst die Leistungen des Jahrgangs. Immerhin haben 46 Schüler besser als 2,0 abgeschnitten, fünf davon sogar mit der Traumnote 1,0. „Für viele unserer Abiturienten tut es mir sehr leid, dass ich heute nicht das Reifezeugnis aushändigen werde“, erklärte der Pädagoge.


    Schulleiter weigert sich, Abizeugnisse zu übergeben – und liefert Begründung

    Höß begründetet das mit zu vielen „niveaulosen Phrasen“ in der Abi-Zeitung. Auch der Abi-Streich eine Woche zuvor entspreche nicht dem „Niveau der Schule“. Immer wieder wurde er bei der Rede von Abiturienten unterbrochen. „Es reicht“, sagte er. Sprach’s und ging mit weiteren Mitgliedern der Schulleitung ab.


    Ich werde manchmal auch von Vierern bei Ihrem Abschlussfest eingeladen, die ich in Kl. 1 und 2 hatte. Wenn ich extra eingeladen werde, gehe ich auch hin. Im Ausgangspost gemeinte Lehrkräfte werden wahrscheinlich nicht mit einer persönlichen Einladung eingeladen, sondern es ist vmtl.eher einfach ungeschriebenes Gesetz oder wie man es nennen mag und daher gefühlt nicht so zwingend. Könnte die Anwesenheit nicht durch die SL angeordnet werden?

    Wie gesagt, hier ist die Übergabe des Abizeugnisses Teil des Programms beim Abiball. Da sind die Oberstufenlehrer anwesend und tragen teilweise zum Programm bei. Es gibt z.B. eine witzige Lehrertanzgruppe und andere Einlagen. Es sieht nach Freiwilligkeit aus und als ob es Spaß macht. Jeder Abiturient hat auch einen Briefkasten und jeder darf jedem was schreiben und hineinstecken. Auch andere Eltern und Lehrer z.B. Eine schöne Erinnerung.

    Ich denke, ich kann beide Seiten verstehen:

    Bei uns werden die KuK auch eingeladen, für die Verleihung der Zeugnisse ist keine Eintrittskarte nötig ... aber auch bei uns gehen viele KuK nicht hin. Der Termin ist immer Freitag Nachmittag, der Gottesdienst beginnt um 13 Uhr, der Unterricht für die, die die 6. Stunde halten müssen, endet um 12.50.

    (da mag jetzt jeder seine Schlüsse ziehen)

    Das Ganze findet bei uns in der Turnhalle statt, gerade im Moment unter mörderischen Temperaturen. Viele KuK sind noch bei der Ausübung anderer, (sorry) dringenderer Dienstgeschäfte (Korrekturen, Zeugnisbemerkungen vorbereiten usw.).

    Natürlich kann ich verstehen, dass manche Abiturienten / Abiturientinnen die Kursleiter gerne noch einmal sehen würden ... andererseits gab es gerade an unserer Schule in den letzten Jahren die Tendenz, das Kollegium im Plenum in der Abiturrede so richtig abzuwatschen (was Menschen, denen man ein "Reifezeugnis" verleiht, halt alles so lustig finden).

    Darf ich mich über den Gottesdienst wundern? Sonst geht doch auch kaum einer hin. Das gab es nicht einmal zu meiner Zeit.

    War das der Abiball? Das große Abifest oder wie auch immer man das nennt?

    Bei meinen Töchtern war ich dabei, bei meinem Sohn gingen Papa und Oma mit. In der 5. im Gymnasium haben sie sich mit einem Augenzwinkern (wenn sie davon erzählen) gegenseitig eingeschult und Papa war auch jedes Mal mit, spielte wohl aber eine untergeordnete Rolle. Aber das war auch nichts Besonderes, eher eine formelle Sache. Bei den Kindern meiner Nachbarn sind beide Eltern Lehrer, einer am selben Gymnasium, die Mutter woanders. Laut meiner Kinder haben die sich auch selbst eingeschult, bzw. lief Papa irgendwo im Gebäude rum. Aber sie fanden es eher witzig, weil sie sowieso das Schulhaus kannten und sich irgendwie wissend fühlten, während alle anderen gefühlt die Nasen geputzt bekamen. Aber Erstklässler sind natürlich nochmals was ganz anderes.

    Natürlich, warum sollte das eine Frage sein?

    Die neue, eigene Klasse kann auch für die Einschulung auf die eigene Klassenlehrerin verzichten. Die ist dann halt am nächsten Tag da.

    Aber als Kind solltest du nicht auf deine Mutter bei der Einschulung verzichten (müssen).

    Das sieht natürlich jeder so. Aber wenn einen die Schule, bzw. die Schulleitung an dem Tag nicht freistellt, kann man nichts machen. Oder doch? Wenn ja, was?

    Zu dem Thema kann ich noch beitragen, dass bei uns mein Mann jahrelang das Bringen in den Kindergarten bzw. auch das Fertigmachen der Grundschulkinder in der Früh übernehmen musste (und konnte, da er Gleitzeit hat und erst um 9 beginnen musste, während ich um 7.45 im Klassenzimmer stehen musste, keine Sekunde später, und daher die Wohnung weit vor meinen Kindern verlassen musste).

    Des Weiteren sollte man auch mal bedenken, dass man als Lehrer*in an sich nicht einfach mal so frei nehmen kann. Ich habe es schon oft geschrieben, ich habe die Einschulung meiner Kinder verpasst, weil ich in diesen Jahren stets selbst eine erste Klasse hatte. Sowas vergisst man nicht. Ich finde es nach wie vor schade und es wurmt mich.

    Auch zu den morgendlichen Adventsfeiern konnte ich nie kommen, beinahe alle anderen Eltern konnten sich da jeweils problemlos frei nehmen oder eben ihren Arbeitsbeginn verschieben.

    Also ja, Ferien sind praktisch und nachmittags / abends freie Zeiteinteilung ist praktisch, aber es gibt durchaus auch Nachteile.

    Das ging mir in allen Teilen genauso. Besonders wenn ich den zweiten Abschnitt lese, dass man nicht zur Einschulung des eigenen Kindes gehen konnte, das habe ich genauso erlebt. Das vergisst man nie.

    Irgendwie war früher alles einfacher oder vielleicht war es in Bayern so. Da finde ich es tatsächlich ganz gut, dass das Ref. 2 Jahre geht und man nicht ein halbes Jahr Leerlauf hat wie anscheinend in anderen Bundesländern, sondern nach den Sommerferien als fertige Lehrkraft weitermacht. Auch bekommen die Refis in den Sommerferien Besoldung, zumindest war es bei mir so und nichts musste noch gemacht werden. Kein Führungszeugnis, kein Amtsarzt. Es war das Ende der Lehrerschwemme und wir haben kurz vor Ende der Sommerferien erfahren, wo wir eigentlich hinkommen (Bayern). Wenn das 200 oder mehr Kilometer weit weg war, ist man dahin gegangen, denn wir wussten, dass die vor uns manchmal viele Jahre warten mussten, um überhaupt reinzukommen. Wenn man verheiratet war, kam man nicht sooo weit weg, daher gab es im zweiten Ref.jahr viele Eheschließungen. Ob das alles besser war, weiß ich nicht.

    Wenn man an einem Ort angekommen ist, sich wohlfühlt, die hintersten Winkel des Gebäudes kennt und von Kollegen, Eltern und der Verwaltung geachtet wird - warum wechseln? Aus Abenteuerlust oder Langeweile?

    Damit du in ein neues Kollegium "reinwächst", benötigst du mindestens 5 Jahre. Dabei musst du dich wieder beweisen, findest in den Grüppchen des neuen Kollegiums sicher das eine oder andere Fettnäpfchen und stehst zunächst unter Beobachtung. Wer's mag....

    Falls du dich dort wohl fühlst, wo du bist - never change a running System. Oder verbessere das weiter, in dem du dich befindest.

    Wo er Recht hat.... Nicht zu vergessen: Ist der Ruf erst ruiniert usw...

    Wenn Du nach dem Ref erst mal raus warst und erst Wochen später eine Stelle antrittst, dann läuft alles wieder von vorne. Zumindes das Führungszeugnis.

    Andere Länder, andere Sitten. Müsst ihr im Ref. nicht bis zum letzten Schultag unterrichten? Wieso ist man da raus? Wer übernimmt denn eure Stunden so kurz vor Schuljahresende? Und in den Sommerferien hat man doch nicht plötzlich eine andere Identität? Ich meine, wenn sie Mitte August weitermacht, müsste doch alles noch da sein.

    Bei uns sind Abordnungen für 1 oder 2 Jahre an andere Schulen üblich, wenn wir zu viele Lehrerstunden haben. Wenn das bei euch auch so ist, könntest du ja mal freiwillig schnuppern. Man hat nach der Zeit wieder Anrecht auf seine alte Schule, zumindest ist es hier so. Wenn es dir dann woanders besser gefällt, kannst du evtl. einen Versetzungsantrag stellen. So habe ich es gemacht. Dann weiß man schon, wo man hinkommt. Wenn man allerdings lange an einer anderen Schule war, hängt man vmtl. an alten liebgewonnenen Gepflogenheiten, die an der neuen Schule vielleicht anders sind oder gar nicht vorhanden. Ich musste mir abgewöhnen, zu vergleichen. Man sollte auch keinen Satz mit: An meiner alten Schule.... oder in NRW.... oder in Berlin..... beginnen. ;) Das nervt ....

Werbung