Beiträge von Zauberwald

    Shorts ziehe ich eh nicht häufig an, eher dreiviertellange Hosen. Kapuzenpullis trage ich hingegen häufiger. Beides sowohl in der Schule als auch in der Freizeit, genau wie viele meiner KuK. Wobei wir wieder bei meinem "Lieblingssatz" wären: Mir ist die Kleidung anderer Menschen völlig egal, solange sie sauber und gepflegt ist (wobei Letzteres ja auch wieder Ansichtssache ist; für mich persönlich gehören auch legere Kleidungsstücke durchaus zur "gepflegten" Kleidung).

    Habe gerade meinen flaschengrünen Kapuzenpulli angezogen, ich mag die Farbe. Hier ist es seit 2 Tagen richtig kalt. Wüsste nicht, warum man damit nicht in die Schule sollte. Bei richtig kurzen Röcken bin ich dagegen vorsichtiger, seitdem mir mal als Junglehrerin ein Schüler ins Bein gebissen hatte.:D:hammer:

    Neulich beim Abitreffen: Plötzlich saß ich am Lehrertisch :staun:. Wie geht das nach soundsoviel Jahrzehnten? Und nein, wir haben NICHT über die Schule gesprochen. Dafür sind wir zu lange on. Aber witzig war es schon, dass wir da so akkumuliert saßen. Lag vmtl. Aber an den Getränken. Wer holt sich schon sonst Bier und Wein gleichzeitig?:D

    Vielleicht habe ich das ja übersehen und du hast es gemacht, aber ich würde dir zuerst zu einem mehrwöchigen Praktikum raten, bevor du anfängst. Der Lehrerinnenalltag sieht heutzutage doch ganz anders aus, als sich das "normale Menschen " vorstellen. Wenn dein Herz für eine bestimmte Schulart schlägt, würde mich dann allerdings der Mehraufwand auch nicht abschrecken, bevor ich wegen Zeitersparnis in einer Schulform lande, die eigentlich nicht meine 1. Wahl ist.

    Und hört bitte auch mal etwas Musik!

    Ich muss in der Fünf unwahrscheinlich viel Zeit darauf verwenden, die SuS zum konzentrierten Hören zu bringen. Die hören zwar grundsätzlich Musik, allerdings nur nebenbei. Musik ist nur Berieselung. Das führt dann dazu, dass die SuS sich irgendeine Tätigkeit suchen, wenn Musik läuft.

    Das ist im Alltag nicht anders, es war auch schon immer so, dass man während Phil Collins bei Wetten, dass ..? auftrat, zur Toilette ging.

    Gehört „Musik hören und beschreiben“ nicht zu den Kompetenzen im GS-Lehrplan?

    Sie suchen sich auch eine Tätigkeit, vor allem Essen, wenn ein Film läuft. Auch ein Lehrfilm. Ich denke dann immer darüber nach, dass Kinder heutzutage Film mit Essen verbinden und ziehe für mich den Schluss, dass viele vor dem Fernseher, vermutlich allein und wann sie wollen essen. So wie in den Kindergärten mit freiem Konzept. Und ich für mich denke, dass nicht nur die Kindergärten, sondern auch die Familien ohne feste Struktur keine Grundlage mehr liefern für die Abläufe und festen Strukturen in der Grundschule und dass wir einfach oft bei Null anfangen.

    Guck, dass die Kinder möglichst viel Musik machen, durch Singen und Bodypercussion. Fachfremder Unterricht sieht manchmal so aus, dass ein Arbeitsblatt nach dem anderen bearbeitet wird: Zu Bach, Mozart, Beethoven, zum Xylophon, zur Gitarre, zur Geige usw. Das ist dann aber Musikgeschichte und Instrumentenkunde - kann man mal machen, aber im Sportunterricht stehen ja auch keine Sportlerbiographien und Sportgeräte im Mittelpunkt.

    Wenn man nicht musikalisch ist und nicht Musik studiert hat.... Mir hat schon so manches Mal spotify dabei geholfen, neue Lieder vorzustellen. Mein Handy war dabei eigentlich laut genug. Viele Lieder gibt es da tatsächlich auch in playback-Version.

    Das Lehrwerk Rondo gibt es in Neuauflage, aber inhaltlich ist es total altmodisch - in meinen Augen. Es ist total teuer und die Bilder sind mit Schüler*innen aus den 80er, 90ern. Da gibt es besseres Material. Ich habe auch immer gerne mit dem Duett gearbeitet, aber wir haben keinen Lehrerband. Es sieht meist so aus, dass man Musik unterrichten muss, egal wie. :( In Klasse 1/2 kein Problem und dann ... rettet man sich in Musiktheorie, Komponisten, Notenlehre und Instrumentenkunde, was wohl offenbar auch nicht richtig ist.

    Ich habe über die Ferien meine Lesekompetenz irgendwo im Urlaub am Strand liegen lassen 🤣

    An welchem? Meine Ferien liegen noch in kompletter Länge vor mir, könnte sie evtl. auch mitbringen. :P:D

    Ich hatte eine Weile mal einen simplen Trick. Da ich auch nicht Vollzeit arbeite und meine Arbeitszeit eigentlich schon fast mit den Anwesenheitszeiten in der Schule abgegolten war, habe ich mir mal eine Weile vorgenommen, zu Hause höchstens noch eine bestimmte von mir ausgerechnete Zeit zu arbeiten. Es hat mich zumindest dazu gebracht, effizienter zu arbeiten und mich nicht in Kleinkram zu verlieren und ich hatte tatsächlich einen recht guten Überblick.

    Aber wir können auch notfalls wirklich mal ein Eis essen gehen oder auf den Hof ohne Betreuungsdramen.

    Bei großer Hitze gehen wir auch raus und die Kinder spielen im Schatten. Niemand ist verärgert oder unbetreut. Notfalls holen wir ein Eis. Capri-Sonne. Verträgt ohne Rücklaufzettel mit den Eltern jede/r. Erfahrungswerte - niemand kollabiert daran. Zahlen tu ich. Wie dumm? Nö, kann ich mir leisten.

    Mein Sohn war in der Nachmittagsbetreuung angemeldet und weil es da so "doof" war, ist er nach zweieinhalb Jahren, also Mitte dritte Klasse mehrmals einfach nach Hause gegangen. Als ich ihn abholen wollte, wussten die gar nicht, wo er ist. Zu Hause fand ich ihn im Garten spielend, Kater daneben. Zuerst bekam er eine Ansage, dann folgten Tränen, wie unfair das wäre, dass er nicht mit den Freunden heimlaufen darf und da seine großen Schwestern meist auch nicht viel später als er zu Hause waren (die Große ist 10 Jahre älter als er), wurde er in der Betreuung abgemeldet und er bekam einen Schlüssel.

    Ja ich fühle mich gegenüber den "Betreuungsproblemen" heutzutage richtig alt. Es war völlig normal zu meiner Grundschulzeit in den späten 90ern, dass man halt früher als die Eltern mit dem Bus nachhause kam.

    Wir hatten einen "Geheimeingang", als ich klein und niemand zu Hause war, meine Kinder einen Schlüssel. Der Kater war immer da. Aber die Kids auch nie lange allein, höchstens 1 Stunde.

    Ich habe doch gar nicht gesagt, dass wir nichts zu Essen da haben, aber nichts, was sich ein Grundschüler alleine machen könnte oder Essen. Milch wie gesagt nicht auf Vorrat, denn die wird in der Woche maximal im Kaffee von meinem Mann genutzt, Nudeln, Reis usw. müsste man kochen, Gemüse, Obst, Käse isst mein Kind alles nicht.

    Bei mir hat dann immer das älteste Kind was gekocht für alle, wenn ich mal nicht da war. Oder Müsli. Das geht doch mal.

    Hö? Wo lebst du denn? Bist du echt?

    ... heut Nacht träumte es mich in die weit entfernte Kindheit zurück. Ich stand in kurzer verdreckter Hose vor unserem Haus auf der menschenleeren Straße und blinzelte zufrieden in die Sonne. Die Sommerferien hatten grad begonnen, hinter mir lag - einmal mehr - ein eher bescheidenes Schuljahr und obwohl die letzten Schulstunden nur kurze Zeit zurück lagen, konnte ich mich an das Elend und die Schmerzen der vergangenen Wochen kaum mehr erinnern. Alles schien wie ausradiert. Das alte Leben war vorbei, und das neue Leben lockte mit unzähligen Sommertagen (damals, als es ganz normal war, dass sechs Wochen lang die Sonne knallte, ganz ohne Sommersturm, Hagelschauer und Starkregen), mit Streifzügen durch Wiesen und Felder, mit Fahrten zum See und mit Unmengen von Eis.

    Der kleine Junge mit der verdreckten Hose konnte sich nicht vorstellen, dass dieser ewige Sommer je enden würde... außerdem war er sehr begabt darin, die Wirklichkeit aus seinem Leben zu verdrängen. Vielleicht war das überhaupt sein größtes Talent...

    Deine anderen Beiträge ausblendend: <3

    Die Tochter meines Grundschullehrers ging in meine Klasse, das war in den 70ern. Wenn sie etwas nicht wusste, ohrfeigte er sie vor der ganzen Klasse. Wenn sie sich in Sport etwas nicht traute, schrie er sie an. Frag sie doch mal, ob ihr Papa ein besserer Lehrer war, als andere. Ich hätte dir das schon mit 6 beantworten können. Keine Ahnung, was du mit der Frage bezwecken willst.

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