Beiträge von Zauberwald

    - Waschmaschine kaputt: neue kostet 400 Eur, die hat aber niemand, also wird nicht mehr gewaschen. Wenn man von Hartz IV lebt, reicht das Geld etwa 3 Wochen, man kann nichts zurücklegen für Waschmaschinen

    - Unterhosen wurden von großen Geschwistern weiterverebt und sind irgendwann durchlöchert und werden weggeworfen, also hat man so lange keine, bis jemand in die Stadt läuft und neue kauft. Aber der Tabak ist alle.

    - Kind zieht sich morgens alleine an, weil die Mutter noch schläft oder betrunken ist und hat nie ein Gespräch mit seiner Mutter über dir Vor- und Nachteile von Unterwäsche geführt, sieht also selbständig keine nennenswerten Vorteile und schlüpft so in seine Jogginghose (falls es in dieser nicht schon geschlafen hat)

    Wir hatten auch mal 4 Geschwister, die so ähnlich aufwuchsen. Jugendamt hat es nicht groß interessiert. Es hat sich erst etwas getan, als die Kinder alt genug waren, um zu sagen, bei welchem Elternteil sie leben wollen. Als die erste Tochter zum Vater gezogen war und die zweite sich auch dazu aufmachte,.änderte sich bei der Mutter plötzlich etwas. Anekdotische Evidenz, ich weiß.

    Bekommst du in RLP keine Stelle?

    Ehrlich gesagt, ich wollte immer Lehrerin werden und nicht Beamtin. Das hat bei mir bei der Berufswahl mit 19 überhaupt keine Rolle gespielt. Die jungen Leute heutzutage haben das wohl alles mehr im Blick.

    Erster Ferientag in NRW - und ich habe Covid mit heftigen Symptomen. Eigentlich wollten wir am Donnerstag mit Zug und Fähre auf eine Nordseeinsel fahren :cursing:

    Ach wie schade!

    Nachdem in der letzten Woche vor den Ferien 8 Schüler krank waren, hat es mich in den Ferien erwischt.

    Fieber, bellender Husten, totale Abgeschlagenheit seit Samstag bzw. Freitag. Dazu blockierten Rücken, so dass ich kaum aus dem Bett komme vor Schmerzen beim Drehen. Aber nachher gehe ich zur Physiotherapie. So blöde Bläschen im Mund habe ich auch noch.

    Das sind jetzt die zweiten Ferien hintereinander, die ich krank verbringe.

    Es sind ja nicht nur Lehrkräfte, die Teilzeit arbeiten. Andere machen das auch. Meine beste Freundin ist Physiotherapeutin und arbeitet seit ewig 3 halbe Tage. Der Sohn ist schon verheiratet. Ihr Mann ist Biologe, arbeitet an der Uni und arbeitet ebenfalls in Teilzeit. Sie legen Wert auf Zweisamkeit, tanzen Turnier, leiten ehrenamtlich Sportgruppen und verreisen mehrmals im Jahr. Sie haben sich sowas von gesucht und gefunden <3<3<3

    Kannst du mal, natürlich in anonymisierter Form, darstellen, in welchen Verhältnissen das Mädchen aufwächst, dass es keine Unterwäsche hat? Mir geht es da gar nicht um ein Urteil, sondern um ein Verständnis für eine Lebenswelt, die von meiner und, insofern ich das beurteilen kann, von der meiner Schüler doch ein Stück entfernt ist.

    Bei uns liegt es nicht am Geld. Der Schüler hat ne Macke.

    Meist arbeitet ja der Partner in Teilzeit, der weniger verdient. Bei einem Gymnasiallehrer ist es wohl eher seltener, dass er weniger verdient, als seine Partnerin/Partner. Bei Grundschullehrerinnen ist es öfter so, dass sie weniger verdienen, als der Partner/Partnerin und so begeben sie sich bereitwilliger in Teilzeit (dieser Satz freut jetzt bestimmt State), als andere Lehrkräfte anderer Schulformen.

    Das ist ja auch nachvollziehbar, sonst verzichtete man auf Familieneinkommen. Es sei denn, man macht es so schlau wie in NRW und setzt plötzlich die Familienzuschläge so hoch, so dass man sich das mit der Teilzeit dreimal durchrechnet.

    Ich habe SuS, die haben vermutlich nur eine einzige Jogginghose. Vermutlich, denn ich habe sie bisher ausschließlich in dieser einen Hose gesehen. Wäre diese Hose jetzt verboten, dann wüsste ich nicht, was diese SuS machen würden. Vielleicht in Unterhose kommen? :weissnicht:

    BTW: Ich habe mir heute gleich zwei neue Jogginghosen gekauft, quasi aus Solidarität :lach: schade, dass jetzt erstmal Ferien sind :pfeif:

    Wir haben einen Schüler OHNE Unterhose. Stört ihn. Die Sportlehrerin hat sich bei den Eltern beschwert und wurde daraufhin blöd angemacht.

    Vielleicht ist es auch so, dass die Ü 50 Teilzeit Frauen, deren Kinder inzwischen aus dem Haus sind, ja inzwischen auch ein paar gesundheitliche Einschränkungen haben. Nicht unbedingt so, dass man eine Schwerbehinderung hat etc. aber man merkt es ja doch, dass man nicht jünger wird. Es gibt ja auch chronische Krankheiten, die nicht generell einschränken, aber durch die man eben doch ein wenig mehr Zeit braucht.

    Frauen in den Wechseljahren schlafen oft auch schlecht. Das alles muss man aber nicht unbedingt diskutieren müssen, wenn man Teilzeit beantragt.

    Ich bin noch knapp unter 50 und darf auch noch kinderbedingte Teilzeit arbeiten. Aber ich würd ein meinem jetzigen Alter gar nicht mehr die ganzen Nachtschichten und durchkorrigierten Wochenenden schaffen, die ich mit 6 Korrekturgruppen hätte. Ich brauche heute viel mehr Erholungsphasen als früher mit 30 oder so.

    Mit meinen 3 Kindern habe ich immer 23/28 oder 25/28 Wochenstunden gearbeitet. Jetzt kümmere ich mich zusammen mit meinem Geschwistern um meine Mutter. Hänge an den Wochenenden oft auf der A 8 im Stau. Anstatt mich in den Ferien zu erholen, helfe ich meiner Mutter. Wenn das geschafft ist, düse ich nach Hause, um alles für den Osterbesuch der sich vergrößerten Familie vorzubereiten.

    Alles selbst Schuld? Kann man so sehen. Ich weiß nicht, wie ich 5 Stunden Unterricht mehr schaffen soll. Bin schon wieder krank (Coronatests aber alle negativ) und habe einen Hexenschuss. Die Ibu 600 lassen einen so schön ins Nirwana fallen und man macht eben weiter. Die letzten Ferien war ich auch immer krank. Andere buchen Fernreisen, fahren Ski und ich fahre zur Mülldeponie.

    Gymshark : Kennst du eigentlich keine männlichen Kollegen, die Teilzeit arbeiten? Ich schon.

    Man hat ja auch weniger Gehalt und Pension, von daher finde ich deine Unterstellung, aus Gewohnheit in Teilzeit zu bleiben, voll daneben. Jeder überlegt sich das doch gut.

    Morgen wird ein Jugendfreund von mir im Saarland beerdigt. Ich kann nicht zur Beerdigung, weil wir ja nicht frei nehmen können. Allerdings bin ich sehr traurig und das wird sowieso alles sehr emotional..... so dass ich auch irgendwie froh bin, dass ich nicht kann. Aber ich gehe am Samstag zum Friedhof und nehme Abschied.

    Im Schullandheim trage ich nachts im Bett Jogginghose, weil man da dauernd aus dem Bett raus muss. Während ihr mit den älteren Schülern sicher nach Alkohol oder anderen unerlaubten Dingen Ausschau haltet, halten eine Grundschullehrkraft eher Heimwehkranke wach und da ist es ganz praktisch, wenn man sich nicht dauernd was anziehen muss, so wie es wäre, wenn man einen Schlafanzug trüge.

    Man kann doch eine dritte Meinung einholen, z.B. bei einer Überprüfung in einem sozialpädiatrischen Kinderzentrum. Da braucht man eine Überweisung vom Kinderarzt, aber meist kommt da ein sehr gutes und genaues Gutachten heraus. In dubio kann man das der Schule unter die Nase halten, wenn es entsprechend ausfällt.

    Auf alle Fälle kann man bei so einer Untersuchung vieles sehen und evtl. verbessern. Vielleicht reicht auch erst einmal Ergotherapie. Das kann man halt von weitem nicht beurteilen.

    Hallo zusammen.

    In BaWü gibt es ja die GS-Förderklasse für Kinder, die vom Alter her schulpflichtig sind, aber zurückgestuft werden.

    Nun der Fall: Kind X soll im September eingeschult werden. An der aufnehmenden Grundschule wurde eine Eingangsdiagnostik durchgeführt mit dem Ergebnis, dass X für noch nicht schulreif erklärt wurde. Die Schule sagt nun, X solle in die GS-Förderklasse.

    Allerdings sind die Eltern und Erzieher des Kigas nicht dieser Meinung und können das Ergebnis nicht nachvollziehen. Sie sehen das Kind in Klasse 1.

    Wer hat hier letztendlich das letzte Wort, wenn Schule und Eltern ihren Standpunkt beibehalten?

    Dass eine Eingangsdiagnostik durchgeführt wurde, geschieht ja nicht willkürlich. Es besteht 1 Jahr vor der Einschulung eine Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule und eine oder 2 Lehrerinnen besuchen regelmäßig die Kindergärten, um sich ein Bild zu machen und die Kinder schon kennenzulernen. Wahrscheinlich ist das Kind den Kolleginnen in irgendeiner Weise aufgefallen und sie meinen es nur gut.

    Manche Eltern lehnen den Austausch der Erzieherinnen mit den Lehrerinnen ab, die Eltern müssen ja einverstanden sein. Diejenigen, die das machen, haben in der Regel Angst, dass irgendwas herauskommt, was nicht stimmen könnte.

    Vergessen wird dabei immer, dass es den Kindern helfen würde, sie möglichst früh zu fördern, anstatt die Augen zu verschließen. In die GFK zu kommen ist für viele aber noch das kleinere Übel, als gleich in die Förderschule Lernen zu müssen. Obwohl es manchmal dann nicht viel bringt. Denn es hilft Kindern, die bildlich gesprochen, eine Brille bräuchten, nichts, wenn die Eltern das auf keinen Fall wollen, aber dafür lieber eine Zahnspange nehmen.

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