Genau das. Auf den Elternabenden erwähne ich regelmäßig gleich nach den Infos zu den Standard-Erlassen, dass ich keine Geschenke möchte. Wenn jemand meine Arbeit würdigen möchte, kann er das gerne im Gespräch tun. Ich will nicht, dass Geld eingesammelt wird, um mir dann die Ehrerbietung mit größeren Gaben zu erweisen. Natürlich halten sich nicht alle immer daran, und wenn ein zwischendurch mal ein Kind mit einer Kleinigkeit ankommt, weise ich es sicher nicht ab.
Ausnahme für Elterngeschenke: Abschlussfeiern. Da lässt sich das Brimborium irgendwie nicht vermeiden...
Am liebsten sind mir Geschenke, die ein Kind mir spontan mitbringt, ohne dass es jemand ihm sagt, sondern weil es nachmittags was für mich gemalt oder gebastelt hat. Die Sachen hänge ich dann an die Wand hinter dem Lehrertisch und das macht mir Mut, wenn es nicht so gut läuft. Einmal kam ein Mädchen mitten im Unterricht und hatte mir einen leckeren Cocktail mit Früchten usw. gemalt. Sie merkte, dass ich "nicht gut drauf" bin und das tat irgendwie gut. Sie sagte: "Frau Z., ein Cocktail." Ich musste so lachen und werde die Situation auch nicht so schnell vergessen.
Einmal malte ein Kind mir ein Bild vom Nikolaus, aber der hatte grüne Handschuhe an. Als wir die Adventskalendergeschichte lasen, kam ein Weihnachtsmann mit grünen Handschuhen vor. ALLE haben das bemerkt und das will was heißen.
Was ich sagen will: Kindergeschenke, die ohne besonderen Anlass vom Kind selbst kommen, finde ich dann doch schön. Diese "Anlassgeschenke" der Eltern brauche ich nicht.