Beiträge von Zauberwald

    Ich schrieb schon einmal im Ferienthread, (fast) alle Schulen in Baden-Württemberg haben dazwischen zwischen 4 und 8 Tagen Fastnachtsferien. Da sie jede Schule selbst festgelegt, sind sie nicht zentral eingetragen. 11 Wochen am Stück gibt es hier tatsächlich nie.

    Wir haben 5 und sie heißen Faschingsferien, jedenfalls nicht wie bei anderen Winterferien. Ich vermute, es gibt sie nur, weil Fasching ist und sowieso alle permanent etwas angeschickert sind....

    Welche Art von Prüfungskommission? Also bei uns kann/wird jeder berufen (ohne Beförderung) sowohl zu Referendariatsprüfungen (Lehrproben) als auch Abiturprüfungen. Andere kenne ich am Gymnasium nicht.

    Kann ja nochmals nachfragen. Es ist jedenfalls so, dass er nicht mehr (ausschließlich) an seiner Schule bleibt. Genauer weiß ich es nicht.

    Eine gute Bekannte erzählte mir neulich, dass sich ihr Mann, Gymnasiallehrer, für ein neues Amt, nämlich Teil einer Prüfungskommission zu sein, bewirbt. Er hat auch selbst neben Fortbildungen, einen Unterrichtsbesuch und Prüfungen. Wenn er das alles besteht, darf er bei Prüfungen dabei sein. Ich meine, es steckt auch eine Beförderung dahinter. In deiner Verlinkung sieht es so aus, als dürfe/müsse das jede x-beliebige Lehrkraft auch tun können oder verstehe ich da was falsch. Und was stimmt nun?

    "sowie als Prüfer an staatlichen Prüfungen und in Prüfungsausschüssen nach § 40 Absatz 2 BBiG und § 34 Absatz 2 HwO mitzuwirken."

    An meiner Brennpunktschule gab es kaum Kinder, die ich "Leistungsverweigerer" nennen würde, bzw. nicht mehr oder weniger als an den vorherigen "Bullerbüschulen". Was zuletzt deutlich zugenommen hatte, waren vernachlässigte Kinder (Kleidung, Ernährung) und Schulanfänger, die immer weniger Selbstverständlichkeiten wie Sprachkenntnisse, Regelverständnis und angemessene Fein- und Grobmotorik mitbrachten. Das war anstrengend genug... Aber lernen wollten eigentlich alle.

    Viele kommen mit sehr gesundem und liebevoll zubereiteten Frühstück in die Schule und wollen die ganze Zeit (auch im Unterricht) vespern. Bis zur Pause halten viele es nicht aus. Dass zu Hause schon gefrühstückt wird und andere, vllt. atmodische Rituale wie gleichzeitig gemeinsam am Tisch sitzen ohne ein digitales Gerät neben sich, sich unterhalten und nicht gleich aufstehen und wegrennen, wenn man fertig ist, das kennen die Kinder nicht mehr so. Das merkt man, sobald man mit den Kindern zusammen mal etwas isst. Das finde ich eigentlich schade.

    Hmmm, ich halte den Stift bis heute nicht "richtig".

    Mein Sohn auch. Alle flehentlich an ihn gerichteten Sätze wie: "..., deine Mama ist Lehrerin. Kannst du nicht wenigstens in der Schule so tun, als wüsstest du, wie man den Stift hält?", blieben erfolglos. ^^ :weissnicht:

    Als Mutter von 3 Kindern kann ich nur sagen: Nicht alles liegt ursächlich bei den Eltern. Selbst Geschwister können in ihren Talenten und Schwächen total unterschiedlich sein.

    Ich würde als SL am ehesten hier sparen, indem man sich dazu einmal ein paar Gedanken macht und das dann im Grundsatz stehen lässt. Es mag dann noch jährlich kleine Anpassungen geben, aber ein Schulprogramm oder das Medienkonzept schreibt man nicht jedes Jahr neu.

    Als SL einer Grundschule würde ich daher eher den Fokus auf die Arbeit mit den Kindern legen wollen, anstatt dass meine KuK irgendwelches Papier mit Konzepten schreiben. Das würde ich dann als SL übernehmen, wenn es die Schulaufsicht verlangt. Dank vieler schöner Konzepte anderer Schulen und KI bin ich mittlerweile superschnell im produzieren von unnützem Kram. Wenn der Dienstherr eben keine Ressourcen für sowas zur Verfügung stellt, dann ist es wohl nicht so wichtig, dass sich Schule und Unterricht weiterentwickeln.

    Bei uns gibt es doch ständig eine neue Sau.... Z.B. Leseförderung durch BiSS, jetzt kommen "Mathebänder" und alles braucht ein Konzept. Das sind nur 2 Beispiele.

    So etwas in der Richtung haben wir schon mal ausfallen lassen. Auch, weil fast keine Eltern helfen wollten. Bei uns mit den wenigen Kollegen brauchen wir für größere Aktionen fast immer Eltern. Und das ist auch alles Organisation. Wir heben ja schon Dinge auf, die gut waren und orientieren uns nächstes Mal daran. Aber vllt. könnte bei euch mit den Vertretungsplänen doch die kI helfen???

    Spannend wird es dann, wenn Lehrkraft X neben dem Tagesgeschäft zusätzlich die Aufgabe Y erhält und feststellt, dass das schlichtweg in 41 Stunden nicht zu machen ist und mit diesem Anliegen zur SL geht. Denn dann zeigt sich, ob die SL richtig im Job ist oder nicht.

    Da kann doch die SL nix dafür. Sie kann keine Stunden herbeizaubern. Oder sie macht allein noch mehr Überstunden.

    Ein großer Teil der Aufgaben fällt an Grundschulen doch überhaupt nicht an, oder ist deutlich trivialer (Stundenplan).

    Dafür gibt es bei uns anderes, was es bei euch nicht gibt. In den letzten Jahren ist bei uns so viel dazugekommen, von dem man früher nichts mitbekommen hat. Nun muss man es on top erledigen. Die Aufgaben werden gleichmäßig verteilt und wir sind zusätzlich wöchentlich alle 90 Minuten dafür anwesend. Nur wenn DB ist, fällt es aus. Also jede Woche ist etwas, dazu wöchentliche Teambesprechungen und nicht so häufig Meetings, die mit den Inklusionskindern zu tun haben. Aber egal. Ist eben so.

    Interessant. Ihr bekommt für sowas ein Beförderungsamt und wir müssen es nebenher machen. Gibt höchstens eine Ermäßigungsstunde, wenn noch eine übrig ist. Unglaublich. Das Ganze für A12 und 28 Stunden Unterrichtsverpflichtung. Aber hey, sind ja nur kleine Kinder. :D

    Organisation des Sportfests??? Okay, das muss ich meiner Kollegin erzählen. Die hat als Fachlehrerin A10 oder vielleicht, wenn sie Glück hat, A11. Und die bringt sich regelmäßig fast um dafür. Aach ja, der Mythos der wichtigen Beförderungsämter ist bei mir gerade in der Luft zerplatzt.

    Woher kennt er das? :/

    Siehste, du würdest auch nix mit mir zu tun haben wollen. Bekannte findet man schon, aber keine Freunde. Höchstens, wenn sie auch aus der Fremde kommen. Habe mich mir einer Oberfränkin und mit einer Mittelfränkin angefreundet. ;) Und mit einer anderen Saarländerin und einer Sächsin und einer Niedersächsin. Aber vielleicht ist das so, weil die auch niemanden finden.

    Wieso das denn?

    Ja, das Wetter ist oft wild, aber wie sagt man so schön? Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.;-)

    Und wir sind deutlich weniger gestresst.

    SH ist voll schön, auch das Essen ist super. Habe mir extra ein regionales Backbuch gekauft. Die Menschen sind viel herzlicher, als man vermutet. Ich lebe seit 25 Jahren in BaWü und bin und bleibe neigschmeckt. In SH setzt du dich ins Taxi und der Fahrer erzählt dir sein ganzes Leben. Aber vllt. auch nur anekdotische Evidenz. Die Menschen sind normal, eher wie wir Saarländer. In BaWü zählt nur mein Auto, mein Haus, meine Kreuzfahrt. Zumindest ist es in meiner Nachbarschaft so.

    Ich habe ein paar Monate an einer alternativen Schule Praktikum gemacht (Glockseeschule Hannover) und habe darüber meine Zulassungsarbeit geschrieben. Thema: Selbstregulierung als Konzept für das Lernen des Grundschulkindes dargestellt am Beispiel der Glockseeschule Hannover.

    War eine gute Erfahrung für mich und ich würde es immer wieder so machen. Aber es gab so gut wie gar keine aktuelle Literatur dazu. Hat mich fast ein Jahr lang beschäftigt. Ich denke, dass die Zulassungsarbeiten damals auch mehr gezählt haben, als die Masterarbeiten heute.

    Meine Arbeit habe ich also in Pädagogik geschrieben.

    Ich war gerne mobile Reserve, habe das gleich nach dem Ref. machen müssen in Vollzeit. Es lief darauf hinaus, dass ich freitags auf den Anruf des Schulamtes wartete, das mir mitteilte, wo ich ab Montag hin soll. Bekanntgabe des Einsatzortes unter der Woche war eher ungewöhnlich. Meist wurde ich nur ab 1 Woche Krankheit einer Klassenlehrerin eingesetzt. Im Endeffekt habe ich an einer anderen Schule dauerhaft 2 Lehrerinnen vertreten, die gefühlt im Wechsel dauerkrank waren. Einmal Klasse 2 und einmal Klasse 4. Die Schule kannte ich besser als meine Stammschule, denn der Rektor fragte mich in Krankheitsfällen immer gleich an, weil ich beide Klassen auch schon gut kannte. Mit 10 Stunden kann man vermutlich keine Klassenlehrkraft ersetzen und wenn man nur z.B. in Mathe oder Deutsch gebraucht wird, müsste man ja nur für 2 Stunden täglich an die Schule fahren. Liegt vmtl. daran. Auch hast du bestimmt 2 oder 3 Tage frei und dann wird es schwierig.

    Wenn ich nicht eingesetzt war, auch nicht an meiner Stammschule als Krankheitsvertretung, machte ich 28 Stunden Doppelbesetzung und das fand ich echt ätzend. Jede Stunde woanders klopfen....

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