Beiträge von Zauberwald

    Bei uns gibt es ganz oft 5mal vormittags und 2mal nachmittags. Bei 28 Stunden sind 24 Stunden am Vormittag und 4 am Nachmittag. Der Nachmittagsunterricht geht von 14 - 15.30 Uhr. Danach braucht man auch nicht mehr viel. Sich beschweren würde bei uns nichts bringen, das haben viele. Allerdings denke ich, dass der Abendunterricht mit der langen Pause am Nachmittag anstrengender ist.

    Es würde mich auch interessieren, wie das arbeitsrechtlich aussieht von den Ruhepausen her.

    Ich verdrehe auch die Augen, wenn die Kollegen so planen, dass man mittwochs genau dieses Arbeitsblatt macht und am Donnerstag auf S. 67 die Nummer 4 und 5 als Hausaufgabe gibt. Woher soll ich am Montag wissen, wo ich am Donnerstag stehe?

    Kurz gesagt: Wir stimmen die Themen ab, wir tauschen Material und schreiben gleiche Tests. Wer was wann und wie macht, wird er selbst wissen. Oft mailen wir uns das Material zu oder besprechen uns kurz nach der Schule oder in der Pause.

    Hm ... mit der Argumentation (bin ja auch nicht mehr der Jüngste) ... lass ich Marmortafeln meißeln - in dreifacher Ausfertigung.

    Wenn die SchülerInnen dann ihr Werk präsentieren, dauert das ja auch immer ewig. Wenn man 2 in einer Schulstunde schafft, dann sind das bei ca 28 Leuten 14 Schulstunden oder doch so 10 mindestens, je nach Gruppengröße. Von daher ist das ein ganz schöner Unterrichtszeitfresser, es sei denn, man kann die Plakate oder was auch immer wirklich unterrichtlich so verwenden, dass man den Stoff so durchnimmt. Beinhaltet eine Zusammenfassung für die anderen Schüler, dass der Lehrer das vorher wenigstens mal durchsieht und in Summe wohl auch kaum Zeitersparnis. Muss ja auch bewertet werden, die Schüler brauchen evtl. Unterstützung/Literatur....

    Der Oberbayer ist ja anders als der Oberfranke. Da gehst du einmal zur Post und beim zweiten mal kennen sie dich schon. Der Oberfranke ist da langsamer.

    Oje, hoffentlich hab ich nix Falsches gesagt. Ich mag Oberfranken und die Franken auch sehr. Habe da 11 wichtige Jahre meines Lebens verbracht und es gibt die fränkische Schweiz.

    So ich muss auch mal meckern ... und mir schon klar, dass rational betrachtet es (fast) nix zum Meckern gibt, aber dennoch ...

    Ich hab das letzte Schuljahr gerade noch so mehr schlecht als recht geschafft (verschiedene Gründe, nicht nur die letzten Corona-Jahre sondern auch noch ne Menge anderes Zeugs). Jetzt seh ich in der geplanten Unterrichtsverteilung, dass es nächstes Schuljahr, was Schulaufgaben / Korrekturen betrifft noch anstrengender wird (insgesamt 5 Klassen mit Schulaufgaben, davon zwei Oberstufe plus Abitur ...). Gefühlt stellt unsere Schule - gemäßt dem, was das Ministerium will - derart hohe Ansprüche an Erstellung und Korrektur von Arbeiten (auch Stegreifaufgaben), dass es nicht mehr feierlich ist (gerade bei Stegreifaufgaben, die soviel zählen wie einmal Abfragen aber Erstellung und Korrektur sind ca. 20 Stunden - für so kleine Leistungsnachweise ... von den Klausuren will ich gar nicht reden). Auch ne Klassleitung hab ich wieder (wie die letzten Jahre auch schon), obwohl es bei uns üblich ist, nach zwei Jahren mal eine Pause bzgl. Klassleitung zu gönnen.

    Noch dazu hab ich drei Jahrgangsstufen, in denen ich mit den neuen Büchern und Lehrplänen noch nicht unterrichtet hab (und ich wieder erst massiv werden muss, bis sich irgendwer dafür verantwortlich fühlt, dass die Schule die nötigen Begleitmaterialien anschafft - ohne USB Stick vom Verlag kann man mit den Englischbüchern nicht arbeiten, da sind alle Audiofiles drauf und der Stick kostet fast 60 Euro ... letztes Jahr meinte man erst, das solle die Lehrkraft bezahlen).

    Mir ist schon klar, dass alle / viele in ähnlichen Situationen stecken ... aber in Anbetracht der letzten Schuljahre fehlt mir grad etwas die Kraft für's nächste (gut, sind ja auch noch 5 Wochen Ferien).

    Das ist ganz schön viel auf einmal! Irgendwas ist ja immer, aber nicht gleichzeitig in der Menge. Lassen wir Lehrkräfte uns zu viel gefallen, einschließlich der ReferendarInnen?

    Jedenfalls wünsche ich dir viel Kraft und erst einmal gute Erholung! :schlafen:

    Ich müsste mein Arbeitszimmer aufräumen, aber ich weiß nicht, wie ich das strukturieren soll. Es gibt keinen Platz mehr. Am liebsten würde ich alles bis auf das gekaufte Material in die Mülltonne hauen. Viele Sachen sind zu alt, ich finde sie nicht, wenn ich sie brauche oder sie gefallen mir nicht. Wenn es dann weg ist, wäre ich garantiert damit doch zufrieden gewesen.

    Eigentlich brauche ich nur ein freies Regal, um die Sachen, die ich im neuen Schuljahr brauche, da einzuräumen...und um Dinge neu horten zu können. Vieles ist schon auf dem PC und auch nicht so geordnet, aber fast. :rotwerd:

    Einmal das und man wird auch noch von Kollegen mehrmals besucht also so eine Art Hospitationssystem zur Verbesserung der Unterrichtsqualität, wenn ich das richtig verstehe soweit. Und ein bisschen Welpenschutz wäre sehr schön, gerade in Punkto Klassenlehrertätigkeit, wovor ich schon echt Respekt habe.

    Von diesen Hospitationsbesuchen habe ich noch nie gehört. Du musst keine Angst haben. Alle Lehrkräfte sind den jungen Kolleginnen gegenüber in der Regel hilfsbereit und freundlich. Wir sind alle keine Alleskönner. Einfach alles fragen, was du nicht weiß. Wenn man neu an einer Schule ist, müssen alle sich durchfragen, auch die alten Hasen, denn manches läuft eben anders als gewohnt. Mit den Lehrkräften der Parallelklassen zusammen zu arbeiten könnte nicht schaden. Das gibt Sicherheit und erleichtert so manches. Bei uns ist es üblich, weiß nicht, wie ihr es in Sek I macht.

    In der Grundschule bist du im 2. Refjahr Klassenlehrerin mit allen Aufgaben. Du richtet dein Klassenzimmer besonders pädagogisch ein, denn es wird bewertet. Man hat eine Einzellehrprobe und eine Doppellehrprobe. Es dauert immer 2 Jahre. Nach dem ersten Jahr wechselst du die Schule. Ab Tag Null im 1. Refjahr hast du bereits 8 Stunden eigenverantwortlichen Unterricht. Du musst alles korrigieren, was die Schüler arbeiten. Oft bekommt man noch die Korrektursachen der Mentoren. Jede Stunde muss schriftlich ausgearbeitet und aufbewahrt werden. Das zu all dem anderen, aber weißt du ja.

    Also das bezieht sich auf Bayern und warum es da so hart ist.

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