Beiträge von Zauberwald

    Ich bin zwar nicht in der Grundschule, aber das erste Jahr ist schon hart, eben weil man nichts einfach aus den Vorjahren aus dem Regal ziehen kann sondern wirklich alles neu machen muß. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich an einem Schultag in einer Elektriker-Klasse im Unterricht vorne am Pult nach vorne gekippt und auf dem Pult eingepennt bin. :pfeifen:

    20 Unterrichtsstunden in zwei Tagen (am ersten Tag 12 Stunden bis 21 Uhr, am zweiten Tag 8 Stunden ab 7.30 Uhr) mit 3 Stunden tatsächlicher Nachtruhe dazwischen sind einfach hart.

    Sie macht das zum dritten Mal.

    Ich würde mir einfach mal mehr Verständnis füreinander wünschen.

    Ich mir auch. Sie hatte die letzten 2 Jahre eine Inklusionsklasse mit 11 Schülern und Sonderschulkollegin. Ich habe das dieses Jahr genauso mit 17 Schülern und weniger Doppelbesetzung und sie macht mir ständig Vorwürfe, wie gut ich es doch im Vergleich zu ihr habe. Ich verstehe das auch nicht. Sie wollte es ja selbst so.

    Ich weiß nur, wie es vor ca. 20 Jahren war. Aber meine Kollegin hatte auch Zwillinge, vllt. hat sie dann doppelt so viel Zeit gehabt. Lege meine Hand nicht dafür ins Feuer. Sie arbeitete aber auch Vollzeit minus Stillstunden.

    Also Stillstunden gab es schon zu meiner Zeit. Dann ist man früher nach Hause gegangen und bekam die letzte Stunde bezahlt, also es war 1 Schulstunde pro Tag. Du konntest also 5 Stunden pro Woche ermäßigen und bekamst das volle Deputat.

    Es gibt auch Leute, die machen ein ewiges Geschrei um alles. Muss/müssen uns schon das ganze Schuljahr von einer jungen Erstklasskollegin anhören, dass sie 24 Erstklässler hat und wie viele das sind und wie anstrengend das ist. Bei so einer großen Klasse. Dabei haben wir anderen alle teilweise seit Jahrzehnten auch so große Klassen mit Jahrgangsmischung, Inklusion, usw.

    Die anderen machen da gar kein Geschrei drum. Ist doch völlig normal. :weissnicht:

    Jetzt, wo es doch das Elterngeld gibt, bin ich echt auf die Antworten gespannt. Ansonsten kommt es auch auf das Kind an. Bei einem Schreibaby geht man auf dem Zahnfleisch und ist dann vllt. ganz froh, wenn man in die Schule darf....

    Sagt mal, ist das echt so ein Problem in der Grundschule, wenn die Kinder mit den falschen Tintenrollern kommen?

    Ich fand es jedenfalls lustig, daß man wegen so einer Lappalie überhaupt zuhause anruft.

    Da bei mir die Kinder mit richtigen Füllern schreiben müssen und ich die Eltern darauf hinweise, dass es spezielle Linkshänderfüller gibt, wäre das für mich kein Problem. Aber ansonsten auch nicht. Ich rufe fast nie bei jemandem zu Hause an und wegen sowas schon gar nicht. Ich kommuniziere, wenn es sein muss, fast ausschließlich per mail.

    Es passiert selten aber da sind wir vollkommen einer Meinung. Und aus meiner Sicht kommt noch das Problem hinzu, dass zu viele Lehrkräfte bereit sind, diesen Mangel zu ertragen bzw. auszubaden. Wenn wir Lehrkräfte uns einig wären und einfach mal eine Zeit lang Dienst nach Vorschrift machen würden, könnte man gut Druck auf die Landesregierung ausüben. Aber es wird auch von Seiten der Lehrerschaft zu wenig auf die Probleme hingewiesen. Ich sagen zum Beispiel auf dem Elternabend, dass für bestimmte Kinder eigentlich DaZ-Unterricht vorgesehen wäre, dass Land uns momentan leider nicht die notwendigen Stunden Lehrerstunden geben. Daher müssen wir halt an verschiedenen Stellen kürzen. Ganz neutral. Meine Kollegen finden das nicht gut. Ihr Argument ist: "Wie stehen wir als Schule dann dar." Auch Schulleiter schaffen es immer wieder gut jeden Mangel den Eltern zu verkaufen. Selber schuld.

    Mein Nachbar und Freund, Konrektor eines Gymnasiums sagt immer: Die Grundschulen funktionieren nur noch so gut, weil die Lehrerinnen sich den A. aufreißen und alles mit sich machen lassen.

    Bei Dienst nach Vorschrift kämen ja die Mängel erst zutage. Sind wir wieder bei der Klassenzimmereinrichtung. Da stünden da auch einfach nur Tisch und Stühle, Kreidetafeln und uralte OHPs. Schluss, aus, Ende. Aber Dank des allseitigen riesigen Engagements sind Grundschulzimmer die reinsten Wohn- und Lernstuben. Vieles auf eigene Kosten, zumindest bei den ganz jungen Kolleginnen. Was aber die älteren wieder in Verzugszwang bringt.

    Äh, nö. Ich werde mich nicht in dein Hamsterinnenrad begeben. Wenn die Anordnung der Tische unter pädagogischen Gesichtspunkten wichtig sein sollte, dann soll die Dienstherrin dafür genug Personal bereitstellen, die Hausmeisterin fortbilden oder eine Entlastung anbieten. Aber ich verscheiß mir dafür doch nicht mein Leben.

    Es geht nicht um Tische, sondern um die restliche Einrichtung, aber ich habe keine Lust und Zeit, das hier auszuführen.

    Ganz schön bekloppt. Insofern das nicht ohnehin Aufgaben für die Hausmeisterin sind, ist da nichts bei, was nicht bis nach den Ferien warten kann.

    Also sich anständig und nachhaltig erholen, Abstand von der Schule gewinnen, sich um die Familie kümmern, die Famile sich um eine selbst kümmern lassen, sich um Freunde kümmern und vice versa, neuen Schwung tanken und mal abschalten.

    Unser Hausmeister hat leider keine pädagogische Ausbildung und weiß nicht, wie ein Grundschulklassenzimmer einzurichten ist. Es ist weit mehr, als Tische und Bänke hinzustellen, so wie das in den anderen Schulformen ist. Vielleicht schaust du dich mal in einer Grundschule um, damit du weißt, wovon ich rede.

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