Beiträge von Zauberwald

    Ich denke, dass das mit der "Einschulung" auch von der Schulleitung abhängt. Es haben natürlich viele Grundschullehrerinnen eigene Kinder im Grundschulalter und wenn man es einmal erlaubt, müsste man es allen erlauben, diesen einen Tag zu fehlen. Du hast ja drei Kinder und ich finde, dass man es wenigstens einmal hätte erlauben können. Bei den Entscheidungen bzgl. Fehltagen außerhalb von Krankheiten wird meiner Meinung nach viel zu streng reagiert: Die Kids werden keinen Schaden davon tragen, wenn sie mal einen Tag von einer Parallelkollegin betreut werden. Offensichtlich fandest du es jedoch sehr schade, dass du an solch wichtigen Tagen nicht bei deinen eigenen Kindern sein durftest.

    Bei der Einschulung in die 1. Klasse war ich ja nur bei einem nicht dabei. Die anderen dreimal waren ins Gymnasium, da waren aber Papa und Oma mit. Die Kinder fanden es nicht so schlimm wie ich. Sie witzelten gern über unsere Nachbarskinder, die sich wohl beide ganz allein in die 5. einschulen mussten(halb so wild, wenn der Papa Lehrer am selben Gymnasium ist).

    Dafür habe ich sie besonders gern in die Uni "eingeschult" (Isomattenübernachtung auf dem Fußboden des Wohnheims oder WG beim Einzug nach vollendeter Putzaktion usw... natürlich, wenn sonst niemand da war, sonst ist es peinlich).

    Ohne Frage haben wir Vorteile, wenn wir eigene Kinder haben. Aber auch Nachteile. Zur Einschulung meines Sohnes konnte ich nicht, weil ich gleichzeitig selbst eine erste Klasse bekam. "Einschulung" meiner Kinder im Gymnasium, immer am 2. Schultag nach den Sommerferien - dreimal nein. Bekam nicht frei. Sonntagsausflug? Oft nicht möglich, zu viel zu tun.

    Aber sonst hatten sie sicher auch viele Vorteile.

    Zauberwald Deine Kinder sind doch schon gross, ne? Hast Du mal in Erwägung gezogen ein Sabbatjahr einzulegen (so heisst das doch bei euch ...)? Jetzt mit Corona ist das natürlich blöd, aber Corona geht ja hoffentlich auch wieder weg.

    Ja, habe ich. Da finde ich dann auch wieder Gründe: 3 Studenten brauchen viel Geld. Es ist auch gar nicht leicht, die Teilzeit bewilligt zu bekommen, wenn die Kinder älter sind. Es ging, weil ich mich mit meinen Geschwistern abwechselnd um unsere Mutter kümmere. Aber ich habe immer so ca 25/28 Stunden.

    Ich habe ja schon die Schule gewechselt. Von 1zügiger Grundschule auf 2 bis 3zügig. Ich dachte, da hätte ich weniger Aufgaben, Aufsichten usw. Fakt ist, dass es jetzt viel mehr Teamsitzungen sind, ich nebenher unsere Referendarin sehr betreue, für die jemand anders Ermäßigungsstunden hat. Sie betreut sie aber auch. Es ist auch nicht so schlimm, aber es gibt doch sehr viel Kommunikation auch z.B. an den Wochenenden.

    Das Problem liegt glaube ich, viel bei mir selbst. Und ich habe gerade überhaupt keine "Insel."

    Zauberwald: ich denke, dass du in jedem anderen Beruf auch ausgebrannt wärst, da deine Probleme wohl eher im familiären Bereich lagen als im beruflichen. Sehe ich das richtig: 3 Kinder, der Vater kümmert sich nicht und dann am Wochenende noch die Hausarbeit am Hals? Ganz ehrlich, wenn ich das lange Jahre so mitgemacht hätte, dann wäre ich auch fertig, ganz unabhängig von der beruflichen Tätigkeit.

    Da ist was dran.

    Ich weiß nicht, ob ich so einen hohen Bedarf an positiven Rückmeldungen habe, also, dass das des Pudels Kern ist. Was mich sehr stresst, sind Eltern, die beratungsresistent sind und ihrem Kind nicht helfen, aus einer Misere heraus zu kommen, obwohl es ihre Pflicht ist. So Einzelfälle, die stressen mich und gehen mir nach. Wenn ich an meinen Grenzen bin und genau weiß, dass ich da nichts machen kann. Wie ich schon schrieb, ich kann nicht mehr abschalten und das tut mir nicht gut.

    Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist in unserem Fall sicher noch viel größer als bei anderen Berufen. Auch werden jetzt alle wieder schreiben, dass man sich das alles nur gut einteilen muss. Meistens war ich unter der Woche so kaputt, weil ich mich nachmittags so gut wie allein um unsere 3 Kinder kümmern musste, so dass an die Abende und v.a. Wochenenden gut besetzt waren mit Schule und Hausarbeit. Das bereue ich und dass ich nicht gut abschalten kann.

    Ich bin nicht alleinerziehend, aber mein Mann ist kein Lehrer, sondern viel im Ausland unterwegs und einfach nicht da (gewesen). Bei ihm darf ich das Wort Schule nicht ansatzweise in den Mund nehmen.

    Wir sollten im März auf Klassenfahrt gehen. Unsere Schulleitung hat uns ernsthaft die Frage gestellt, ob wir gewährleisten und gegenüber den Eltern versichern können, dass die Hygienemassnahmen eingehalten werden. Das haben wir abgelehnt, da wir nicht die Verantwortung für rund 100 Schüler übernehmen möchte, die sich vielleicht hinterher mit anderen Gruppen vermischen oder einfach unvorsichtig sind.

    FAZIT: Fahrt wurde abgesagt.

    Ich verstehe das, gute Entscheidung.

    Eine meiner Töchter tritt in meine Fußstapfen, also kann es ja nicht so negativ von mir rüber gekommen sein. Vllt. habe ich bloß einen Hänger, vllt. kommt es von der Coronasituation auch in der Schule oder vllt. fehlt mir im Moment auch etwas, das mir innerlich Kraft gibt. Wenn man das hat, gelingt einem so manches viel leichter.

    Dass man ungeeignete Leute im Studium rausfiltern soll finde ich einen unpassenden Beitrag. Schrieb vorne jemand. V.a., wenn lange Zeit alles gut war. Das hat mit meinem momentanen Gefühl nix zu tun. Genauso gut oder schlecht könnte man vorschlagen, keine eigenen Kinder zu haben, damit man nicht zu solchen Gedanken kommt. Wie der Frosch sagt, lauf mal paar Wochen in meinen Schlappen, dann siehst du weiter.

    nein, in der Handreichung für Maskenpflicht (eine der 4 Anlagen von gestern) https://km-bw.de/,Lde/Startseit…n/Infoschreiben

    heißt es, dass auch in Verbundschulen keine Maskenpflicht (bei den aktuellen Zahlen) für Grundschüler besteht, nur für Lehrer bzw. andere Erwachsene (S. 2/3).

    Jetzt weiß ich gar nichts mehr. Beim benachbarten Sprachheilzentrum ist das so und da wir gemeinsame Sporthallen benutzen, gilt das dann auch für uns, bis in die Halle. Aber vllt. hat man das intern so geregelt dort. Blickt doch sowieso niemand mehr.

    Ansonsten fühle ich mich in dem Job ganz wohl und weiß v.a. die gute Work-Life-Balance zu schätzen.

    Bei mir ist es so, dass in den letzten Jahren ganz viele Aufgaben dazu gekommen sind, die es früher in der Form so nicht gab. Dieser Freitag ist der erste Tag in der Woche, den ich nicht bis abends in der Schule verbringe (Teamsitzungen, Dienstbesprechung, interne Fortbildungen usw...).

    Eine gute Planung hilft sicherlich im Zeitmanagement. Vielleicht. ohne jemandem nahe zu treten, liegt es ja auch daran, dass man als GS-Lehrer nicht seine 2 Stunden Mathe gibt und dann die Klasse verlässt, sondern dass man als Klassenlehrer wirklich einen Großteil des Schultages mit den Kleinen verbringt, sie beim Größerwerden begleitet. Nicht umsonst sagen sie öfter aus Versehen Mama oder Papa zu einem. Ich fühle mich schon auch ziemlich verantwortlich für alles und kann zu Hause schlecht meine Gedanken abschalten.

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