Beiträge von Zauberwald

    Verwirrt, weil ich das so nicht kenne.

    Bei uns reicht es nicht, einmal ein Diktat zu schreiben. Es sind mehrere Tests bei dafür ausgebildeten Personen nötig.

    Verstehe ich das richtig, man schreibt einmal ein Diktat in der 5. Klasse und wenn man das nicht gut macht, dann wird man bis zur 10. Klasse als LRS eingestuft?

    Das ehemalige Gymnasium meiner Kinder machte(e) es so. Jedem, der sich ein bisschen auskennt ist klar, dass das keine richtige LRS-Diagnose ist. Zumal die Förderung so läuft, dass alle von Kl.5-7 mit diesem Ergebnis zusammen in einem Raum eine Stunde pro Woche irgendwas üben. Sogar mein Sohn, den es getroffen hatte, lachte darüber.

    Und wenn man das nicht macht? Weil Lesen nicht so automatisiert klappt?

    Es bestünde ja kein Problem sonst.

    Ich will auch einfach keine Verantwortung in dem Ganzen haben.

    Wiederholen fände ich auch nicht schlimm.

    Um welches Bundesland handelt es sich denn? Möchte das Kind selbst denn aufs Gymnasium? Ich finde, dass man sie in Ruhe lassen sollte. In den letzten paar Tagen/Wochen kann man nicht viel bewirken. Warum lässt man nicht alles seinen Gang gehen und unterstützt sie bei Bedarf?

    Meine Kinder wurden im Gymnasium automatisch auf LRS getestet. Das ist aber ein unübliches Verfahren und auch ein bisschen witzig. Alle 5er müssen ein Diktat schreiben und wer mehr als 10 Fehler hat, hat angeblich LRS. Der Vorteil ist, dass die Rechtschreibung in Deutsch und auch in anderen Fächern weniger stark gewertet wird. Deshalb halten auch manche Eltern ihre Kinder an, extra viele Fehler zu machen. Allerdings hat man einen Zeugnisvermerk. Ich finde das Vorgehen etwas lächerlich. Wenn man seine LRS länger behalten will als Kl. 9 glaube ich, muss man wieder einen Test machen. Wir haben darauf verzichtet, weil wir dachten, dass der Vermerk dann eventuell auf einem Abschlusszeugnis steht.

    Eigentlich hatte ich geplant, den Schulwechsel nach einer Schwangerschaft vorzunehmen. Da wäre das ja deutlich einfacher, soweit ich weiß. Allerdings klappt es mit der Schwangerschaft seit über einem Jahr nicht, da hoffen wir aktuell einfach auf ein Wunder...

    Meine Theorie ist, dass einen solche Planungen auch in einen inneren Druck versetzen können (kenne auch andere Beispiele). Hier (anderes Bundesland) heißt es auch immer, dass man jedes mal einen Versetzungsantrag stellen soll, auch wenn die 5 Jahre noch nicht vorbei sind. Einfach, dass man den Wunsch schon öfter/länger kundgetan hat. Meine SL meint, dass das mehr Wirkung zeigen könnte.

    Das laute Lesen 1 Stunde lang ist eine Tortur. In dem Alter liest man leise für sich, was einem gefällt. Das Kind wird ja völlig kontrolliert. Wenn die mal die Lust verliert oder abhaut, würde es mich nicht wundern. In meiner Familie kenne ich einen ähnlichen Fall. Als Jugendliche hat das Mädel total rebelliert, kein Spaß.

    Ob das Englisch Vorlernen sinnvoll ist, bezweifle ich auch. Die bekannten Vokabeln üben ist ja nicht schlecht, aber mehr würde ich nicht tun. Vielleicht einen Wörterkasten anlegen, der dann immer erweitert wird. Wenn die Sprachen dann in den weiterführenden Schulen laufen, ist das Lernen und wiederholen der Wörter und Grammatik natürlich schon sinnvoll, da sollte man auch nicht wochenlang aussteigen. Aber eigentlich müsste das doch reichen.

    HÜ bzw. schriftliche Übungen kommen mir hier deutlich zu schlecht weg. Ich habe da die eher introvertierten oder schüchternen Kinder im Blick, die in einem Unterricht, der vollständig ohne schriftliche Übungen / Leistungsüberprüfungen auskommt, tendenziell untergehen. In meinen Fächern ist es für einen gerechten und nachhaltigen Lernerfolg (vor allem in der SEK II) schon wichtig, Hausaufgaben aufzugeben (Übersetzungen üben, hist. Kontext anlesen) und in der Konsequenz finde ich es nur fair, dass die Schüler dann auch Gelegenheit bekommen, ihren Fleiß in Zählbares umsetzen zu können.

    Ich finde es schade, dass seitens der Politik Energie in so einen Quatsch gesteckt wird. Lasst den Lehrern bitte ihre zustehende pädagogische Freiheit.

    Bei facebook wettern ganz viele Menschen, dass sie die Abschaffung schlecht finden und dass die Schüler sowieso immer blöder würden, dass man ihnen alles hinterherwürfe und dass es zu ihrer Zeit als Schüler noch ganz anders gewesen wäre. Es wird auch gesagt, dass man den Azubis nichts mehr abverlangen könne/dürfe und dass sowieso alles den Bach runterginge....

    sie sind aber bei jüngeren schülern sozial gerechter, da bei ankündigung von arbeiten leistungsorientierte eltern mit ihren kindern panisch pauken bis die schwarte kracht, wohingegen bildungsfernere kinder nicht zu hauslicher vorbereitung angehalten werden.

    Ach was. Ich weiß ohne Tests wer was kann und wer nicht. Sehe ich doch beim Arbeiten im Unterricht und an der Mitarbeit. Ich finde schon die ganzen vorgeschriebenen Klassenarbeiten zu viel. Wir schreiben z.B. in Deutsch 8 angekündigte Klassenarbeiten im Schuljahr.

    Das sind ja putzige Beträge bei euch im Vergleich zu NRW.

    Ist aber auch alles nicht der Punkt und letztlich egal. Mir geht es grundsätzlich darum, ob das heutzutage noch sinnvoll ist oder riesen Einsparpotential bietet. Ich meine letzteres. Dass Beamte mit Kindern das anders sehen, ist selbsterklärend 😉

    Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig meine jungen Kolleginnen über ihre eigene Besoldung wissen. Neulich sagte ich zu einet Kollegin, dass sie monatlich ca 600 € nur an Familienzuschlag verschenkt, weil sie nur 50% arbeitet und 3 Teenie'- Kinder hat. Und by the way, sie ist nicht die Einzige. Viele haben gar nicht im Sinn, wie sich ihre Besoldung zusammensetzt, bzw.wie sich die ewige Teilzeit auf die Pension auswirkt. Das ist hier bei fast allen "mein MNn ist beim Daimler" der Fall. Und ein bissel muss ich state schon Recht geben.... Nur haben meine Kolleginnen noch nicht im Kopf, wie ihre Pension mal ausfallen wird. Und die Witwenrente beträgt bei jüngeren nur noch 25%. Aber viele wissen auch nicht, wie man Reisekosten bei Klassenfahrten beantragt. Ich wundere mich von Zeit zu Zeit....

    Oh je, passt der Beitrag überhaupt dazu? Egal, jetzt bin ich es mal losgeworden.

    Im oberschwäbischen Bereich ist es Usus, dass an den Schulen am "Schmotzigen Dunschtig" - an anderen Orten "Gumpiger" genannt - "normaler" Unterricht stattfindet. Schüler und Lehrer kommen im "Häs" in die Schule, es gibt Spiele in den Klassen und ab 9 Uhr ziehen die Fastnachtsvereine samt Musikkapelle ins Schulhaus, übernehmen die Macht und befreien die Schüler. Je nach Ort ziehen danach alle Klassen aller Schulen (mehr oder weniger geordnet) durch den Ort - oder gemeinsam in die Turnhalle der jeweiligen Schule, in der dann ein Programm mit Tanz-Aufführungen, Akrobatik und Sketchen stattfindet, das von den Klassen zuvor wochenlang (nachmittags, freiwillig) einstudiert wurde. Danach ist Disko bis Schulschluss.

    Die beweglichen Ferientage "rahmen" dann den unterrichtsfreien Montag und Dienstag ein, sodass sich etwas mehr als eine Woche "Winterferien" ergeben.

    Und des g'hört so. Das ist einer der festen "Rahmentermine", durch die das Schuljahr gegliedert wird und an dem die meisten ersten Küsse der Pubertierenden getauscht werden ;)
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    Kulturhistorische Randbemerkung:
    "Schmotzig" kommt vom schwäbischen "Schmotz", was Fett oder Öl bedeutet. Der Donnerstag war der letzte Tag vor der Fastenzeit, an dem noch geschlachtet werden durfte. Dadurch ergab sich ein Überschuss an Schweineschmalz etc., in dem die "Fasnetsküchle" ausgebacken werden.
    "Gompig" kommt etymologisch von "gumpen" = "tanzen, hüpfen, närrisch tun, Sprüche machen, verrückt sein".

    Dann muss ich die Idee mal in meiner Gegend kundtun. Donnerstag normal Schule und Freitag kommen alle verkleidet.wir spielen und essen in den Klassen und machen gemeinsam Gaudi auf dem Schulhof bis der eine Anwohner sich wieder beschwert. Kurze Unterbrechung und dann weiter.

    Wir haben jede Woche eine Dienstbesprechung, die so 75 oder 90 Minuten dauert. Immer an gleichen Wochentag und jeder hat da schon Unterrichtsschluss. Sie finden gleich nach dem Unterricht statt. Wenn nichts anliegt, müssen wir trotzdem bleiben und gehen in Planungsgruppen, z.B. Bundesjugendspiele, Projektwochen oder ä.

    Konferenzen finden zusätzlich mehrere im Jahr statt, aber diese werden meist schon vorentlastet, in dem uns schon ein Skript o.ä. zur Verfügung gestellt wird, so dass wir vorbereitet sind oder fragen können. 1mal pro Woche noch Teambesprechung nach dem Unterricht, 2mal im Jahr runder Tisch wg Inklusionskind, bei den Viertklässlern mit allen Eltern einzeln Beratungsgespräche bzgl. weiterführender Schule, 2 Elternabende, 2mal Schulkonferenz, Elterngespräche auf Anfrage.

    Die frühstens Ferien begannen am 28.6. und endeten Montag, also am 11.8. in diesem Jahr.

    Heiß war es bis zum 2.7. - 4 Tage der frühen Ferien.

    Trockenes, durchgehend sonniges, warmes Wetter ist seit Montag - also dem 1. Schultag NACH den frühen Ferien bzw. 4 Tage für die, die 4 Tage später mit den Ferien begonnen haben, also mit mäßigem Wetter.

    Es stimmt einfach nicht, dass die anderen Ländern so sonnig-schöne Tage in den Ferien haben und dass der Juli sonnig und warm ist und es ab August kühl ist. Es ist oft genug heiß zur Einschulung.

    Letztes Jahr muss es ähnlich gewesen sein, die Eltern waren im August der Meinung, die Kinder bräuchten endlich Sommer, keine Schule.

    Im Süden war es aber schon richtig heiß vor unseren Sommerferien im letzten Jahr. Im Norden vielleich nicht.

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