Beiträge von Zauberwald

    Ich weiß schon gerne, was Sache ist. Wenn mein Arzt vermutet, dass ich ein Leberkarzinom haben könnte, dann muss er das auch so sagen. Man bekommt ja in der Regel auch nicht einfach eine Überweisung mit irgendetwas drauf in die Hand gedrückt, sondern spricht erst, mehr ider weniger ausführlich, mit seinem Arzt. Die Überweisung ist dann nur ein Zettel, den man am Ende bekommt. Da sollte dann auch die ernsthafteste Möglichkeit draufstehen, damit die weiteren Instanzen die Angelegenheit auch hinreichend Ernst nehmen.

    Das mag sein. Aber nur auf Vermutung hin, kann man doch einem Patienten so etwas nicht sagen.

    Bei meiner ältesten Tochter diagnostizierte ein einziger Frauenarzt, der mich zuvor noch nie gesehen hatte einen Wasserkopf in der Schwangerschaft. Dreißigste Woche, er riet zur Abtreibung. Zum Glück hat mein Mann, ein sehr rationaler Physiker, mir was von Messfehler erklärt und ließ sich nicht verunsichern. Meine Tochter kam quietschfidel zur errechneten Zeit auf die Welt und niemand erwähnte auch nur einmal ihren Kopfumfang. Frage nicht, wie es mir mit dieser falschen Diagnose ging und wie ich den Rest der Schwangerschaft erlebt habe. Genügend Menschen lassen sich durch so eine Diagnose verunsichern, was fatale Folgen haben kann. Von daher möchte ich solche vagen Diagnosen nur noch hören, wenn sie belegt werden können. Alles andere ist Folter.

    Ich finde, man sollte zwischen Schulleitung und erweiterter Schulleitung unterscheiden. Bei uns machen SL und stvSL keine Aufsichten, die Koordinatoren, wie auch die Stufenleitungen eine weniger. Bei den NaWi-Lehrkräften wird versucht, keine Aufsicht nach die entsprechenden Stunden zu legen, was aber leider nicht immer gelingt.

    Bei uns gibt es sowas ja nicht. Aber 4 - 5 mal die Woche "draußen stehen" ... Achja. Ich bin einfach langsam zu alt für das Ganze. Mir gehen die ganzen Geräusche und das Geschrei derzeit sehr auf die Nerven. Ich demonstriere für Altersermäßigung bei Aufsichten!!!

    Unsere Sekretärin ist 4mal pro Woche von 9 bis 12 Uhr da. Da muss man in der Pause hin. Aber meist stehen die Anliegen nicht in ihrer Aufgabenbeschreibung und daher machen wir fast alles selbst, auch wenn es in unserer Aufgabenbeschreibung auch nicht steht.

    Naja, das mag alles so sein, aber das Argument, dass man in der Pause mit der Sekretärin reden muss, trifft auf das normale Fußvolk auch zu. Wir kommen in der Pause meist nicht mal zur Toilette, auch dann nicht, wenn wir keine Aufsicht haben. Wir kommen in der GS mit Früh-, Bus- und Pausenaufsichten gerne mal auf 100 Minuten Aufsicht und es würde die Moral schon heben, wenn die SLen evtl. auch mal 10 oder 15 min in der Woche diese niederen Aufgaben übernehmen könnten, aber das wird nie passieren. In über 30 Dienstjahren nie gesehen.

    Je nach Symptomlage steht nach dem Wörtchen „Abklärung“ dann aber manchmal genau dasselbe, wie nach dem Wörtchen „Verdacht auf…“, z.B.: „Abklärung Lipödem“ könnte ebenso gut „Verdacht auf Lipödem. Bitte um Abklärung.“ lauten im Überweisungsschein.

    Irgendwie bezweifle ich, dass an der Stelle „Abklärung Leberkarzinom“ besser wäre für die TE, als „Verdacht auf Leberkarzinom. Bitte um Abklärung.“ Das haut einen egal in welcher Formulierung um.

    Genau. Das Wort Karzinom ist schon zu viel. Bösartig erst recht. Da gehört eine andere Formulierung hin, aber ich bin ja keine Ärztin.

    Vielleicht: Druck in Lebergegend, (wie von der Patientin geschildert) oder Abklärung Ultraschallbefund, ... jedenfalls keine vermutete Diagnose, wenn noch nicht einmal eine Blutabnahme erfolgt ist oder eine Biopsie gemacht wurde.

    Das bringt jetzt zwar nichts und ich habe deine Schilderung der Handlungsweise deiner Ärztin nicht ganz verstanden, aber sehr professionell scheint sie nicht zu sein.

    Auf meinen Überweisungsscheinen steht immer "Abklärung.......bladibla..." und nicht "Verdachtsdiagnose Bösartiges Leberkarzinom." Welcher Arzt/Ärztin haut denn sowas raus und drückt es dem Patienten in die Hand?

    Also ich fand das als Schülerin immer suß und wir haben uns gefreut dass unsere Lehrkräfte an uns gedacht haben.

    Deshalb gibt es bei mir auch immer nur Schokolade oder ähnliches.

    Im Deutsch- LK hat unser Lehrer immer zuerst die Themen mitgeteilt und meinte dann, er geht uns Kaffee kochen, wir dürfen uns solange besprechen. Nach ein paar Minuten kam er mit 2 Kannen Kaffee und Tassen zurück. Werde ich nie vergessen.

    Die Krux: nicht wenige Hochbegabten sitzen im gegliederten Schulsystem in der Hauptschule, weil nicht erkannt, nicht angepasst, nicht gefördert/gefordert.

    Bei entsprechenden Leistungen können sie in Bawü trotzdem Abitur machen: 10. Klasse der Hauptschule, dann in die Beruflichen Gymnasien wechseln und nach 3 Jahren hat man die Allgemeine Hochschulreife in der Tasche. Das schaffen nicht viele, aber es sind immer welche dabei (oft Mädchen).

    Als Kind hatte ich eine Freundin, die gehörlos war. Meine Eltern sagten "taubstumm." Sie war die Tochter von Freunden meiner Eltern und wir spielten öfter miteinander. Mit meiner Schwester und ihr zusammen erfanden wir zu unserer Kommunikation eine eigene Zeichensprache. Das funktionierte gut. Mit ihrer Familie kommunizierte sie in Gebärdensprache, die wir aber nicht konnten. G. besuchte die entsprechende Förderschule im Ort, machte den Führerschein, lernte Bauzeichnerin, heiratete einen ebenfalls gehörlosen Mann, sie zogen mehrere hundert Kilometer von unserem Heimatort weg und gründeten eine Familie.

    Ich überlege gerade, was anders gelaufen wäre, wenn sie eine Regelschule besucht hätte und ob sie als Kind unter ihrer Schulform gelitten hat. Vermutlich hätten Gehörlose in der Regelschule nicht mehr Probleme als alle anderen, bis darauf, dass die Verständigung nicht so einfach ist.

    Ich habe tatsächlich auch ein schwerhöriges Kind in der Klasse, das Hörgeräte trägt und ich selbst muss mir so ein Gerät umhängen, damit das Kind mich besser versteht. Es ist aber nicht taub, da geht das mit einfacher Ausstattung. Ich dachte eher an extremere Fälle.

    So einfach ist das mit der Inklusion nicht. Zum Beispiel sind tatsächlich Förderschulen mit dem Schwerpunkt Hören ganz anders ausgestattet als die anderen Schulen. Da haben die Kinder Kopfhörer und Hörgeräte, die die Lehrkraft vorne an einem Pult steuern kann usw.... So etwas haben die anderen Schulen gar nicht. Gebärdensprache usw... Wie soll man als nicht in dem Bereich ausgebildete Lehrkraft diese Kinder fördern, zumal die Ausstattung fehlt?

    Ein wichtiger Punkt sind auch die kognitiven Fähigkeiten. Autisten, die manchmal sehr intelligent sind, gehören schon aufs Gymnasium, aber was soll da z.B. ein Kind mit Downsyndrom? Da könnten ja auch Eltern, deren Kind eine Hauptschulempfehlung hat, den Besuch des Gymnasiums einklagen...

    Nicht wirklich. Haben beide Steuerklasse 4. Das Problem bei mir ist die gesetzliche Krankenversicherung. Da bezahle ich auch den Arbeitgeberanteil mit. Momentan zahle ich 700 Euro im Monat, bei Vollzeit 1100 Euro. Somit bleiben Netto 200 Euro mehr bei Vollzeit. Das sind, wenn mans auf die Wochen zulegt 50 Euro pro Woche. Also verdiene ich dann an dem Tag, den ich pro Woche mehr arbeite 50 Euro. Das lohnt einfach nicht.

    Kannst du denn an der Krankenversicherung nichts ändern?

    4 Jahre sind ja noch eine lange Zeit. Stell dir vor, es kommt so was wie Corona dazwischen, dann sind die Planungen im Eimer. Du kannst doch reisen. Niemand sagt, dass man ein ganzes Jahr am Stück unterwegs sein muss. Vielleicht nimmst du deine Tochter 6 Wochen mit....

    Er kann relativ Problemlos auf das Gymnasium, auch dort findet ganz normale Inklusion über diverse Förderbedarfe statt, auch wenn oft anderes unterstellt wird. Das Kernproblem am Gymnasium ist, dass dort kein zieldifferenter Unterricht geleistet werden kann. So lange es zielgleich ist, lässt sich fast alles andere irgendwie regeln.

    Mein autistischer Schüler löst die schwierigsten Aufgaben und kann sie auch gut anderen erklären. Ich lasse ihm einfach die Aufgaben nach oben offen. Das müsste jedes Gymnasium schaffen. Der ist zufrieden, wer er tüfteln darf. Ich sehe allerdings Probleme, wenn ihn etwas nicht interessiert, momentan war das eigentlich noch nicht der Fall. Nur zu einfach sollte es nicht sein, daher wäre z.B. Hauptschule/Mittelschule oder wie die Schulen in den verschiedenen Bundesländern heißen vmtl. nichts, weil er einfach unterfordert wäre.

    Aus meiner Sicht diskutieren wir hier das Thema Inklusion mit demselben Resultat wie bisher.

    Ich hatte bisher immer den Eindruck, dass wir uns (fast) alle einig sind: Inklusion ist toll und schadet niemandem, wenn man genug Geld in die Hand nimmt, um kleine Lerngruppen, durchgehende Doppelbesetzungen, ausreichend Räume für Aufteilungen und notwendige Ausstattung zu finanzieren. Unter solchen Bedingungen würden sich vermutlich (fast) alle für Inklusion auch an ihrer Schule aussprechen.

    Unter den Bedingungen, die wir personell und räumlich an vielen Schulen haben, sehen aber viele die Vorteile noch bei Förderschulen mit kleineren Gruppen.

    Trotzdem gibt es natürlich überall auch engagierte Kollegen und Kolleginnen, die bereit sind Inklusion auch bei schwierigen Bedingungen umzusetzen. Oder es umsetzen müssen und das beste daraus machen.

    Ich fände es z.B. sehr schade, wenn das autistische Kind, das ich derzeit unterrichte, nicht aufs Gymnasium dürfte. Er ist der intelligenteste von allen und nimmt so gerne Anregungen und Herausforderungen an, löst die schwierigsten Aufgaben. Die Förderschullehrkräfte müssen dann aber auch einen Spagat hinlegen, wenn sie allen Kindern gerecht werden wollen.

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