Beiträge von Zauberwald

    Ne, drei Deputatsstunden sind bei vollem Deputat, bei Teilzeit schon früher (je nach Prozent).

    Danke, das wusste ich gar nicht. Bei uns müssen die, die viel Teilzeit arbeiten (unterhälftig, bzw. nur 7 oder 9 Stunden), oft vertreten und dann wird immer so getan, als sei das bei UNS ja so, dass schon vor der 3. Stunde bezahlt würde, so als ob man da was "tricksen" würde.... Dann MUSS das also so sein, was ich im übrigen gerecht finde. Eine Kollegin hat nun wegen der vielen Vertreterei aufgestockt, dann tut sie wenigstens mehr für ihre Pension, was ich auch richtig finde.

    Von Freizeitausgleich habe ich noch nie etwas gehört. Wann und wie soll der stattfinden? Dann müsste ja jemand für dich in deine Klasse gehen und Überstunden machen. Das Ausbezahlen der Überstunden geht bei uns auch ab 3, soweit ich weiß, auch bei Teilzeit. Allerdings werden die Teilzeitleute häufiger eingesetzt, weil die anderen selbst Unterricht haben. Daher stocken viele auf, wenn sie es kapiert haben.

    Zu deiner ersten Frage kann ich nichts sagen. Ich habe nur in BY und BAWÜ gearbeitet und zu meiner Zeit kam noch die Schulleitung unangekündigt zu Hospitationen. Beim Verbeamtungsbesuch und beim Erstbesuch erschien vorher sogar der Schulrat unangekündigt im Unterricht und ich musste das ganze Schriftwesen (Bayern: Jahresplan, Wochenpläne, Unterrichtsvorbereitungen, Schülerbeobachtungsheft...) des Schuljahres im Zimmer stehen haben. Aber es ist ca 30 Jahre her. Nur, weil du meinst, als Seiteneinsteiger würde man schlechter behandelt.

    Vor dem Schulrat, der im Januar im schwarzen Mantel und schwarzen Hut erschien und ein älterer Herr war, hatten meine Erstklässler Angst, als er plötzlich an der Tür klopfte und versteckten sich hinter meinem Rücken. Ich musste selbst einen Moment überlegen, was jetzt los ist.

    Heutzutage kommt kein Schulrat mehr und ich meine, die jungen Kolleginnen erfahren auch kurz vorher, wann die Schulleitung kommt. Wir wussten damals beim Erstbesuch gar nichts und beim Zweitbesuch immerhin die Woche.

    Aber wie gesagt, ich meine, heute erfährt man vom Besuch auch kurz vorher und weiß genau die Unterrichtsstunde.

    Nicht speziell vor Weihnachten, aber… (aushol) persönlich bin ich nicht so der Fan von Filme schauen, ich mag lieber etwas aktiveres, z. B. ein Quiz, und bringe dann auch Schokoloade in prismaförmiger Verpackung als Preis mit 😉

    Einen Film habe ich tatsächlich einmal angeschaut (aber nicht vor Weihnachten). Mehrwert… hm, vielleicht den, dass der Film der Mathematik ein gewissen glamouröses Flair gibt - eine Kombination, die ausserhalb der Vorstellungskraft der meisten Menschen liegt 😂 Es war „21“ 😇

    Damit sich meine Schüler das Prisma merken können, bringe ich gerne Primaschokolade mit, ist aber meistens nicht an Weihnachten. Filme zeige ich meistens passend zum Thema in Sachkunde, Musik o.ä.

    Da wir sich ein Kind mit ASS (noch nicht Schulkind) haben, tut mir schon sehr weh, wenn ich das lese. Das Problem ist doch, dass für diese Kinder eigentlich nirgendwo ein richtiger Platz ist. Und dass die Diagnosen viel zu spät gestellt werden und damit den Kindern frühe Hilfe verwehrt ist.

    Inklusion als Sparmaßnahme auf den Rücken aller Kinder, Lehrer und Eltern. Eine passende Umgebung und Förderung kostet halt Geld.

    Gibt es denn bei euch Schulen, die eine echte Alternative sind? Fachberater für Autismus gibt es auch in einigen Regionen, die bei der Schulwahl helfen. Ich glaube ohne dass man mit den Eltern auf den gemeinsamen Nenner kommt, dass das Kindeswohl an erster Stelle stehen muss, wird man nicht arbeiten können. Autismus schließt Erziehung ja nicht aus. Aber Autismus erfordert leider ein großes Durchhaltevermögen in Sachen Erziehung. Wenn das Kind Autismustherapie erhält (geht erst mit Diagnose), dann können auch Therapeuten in die Schule kommen und beraten. Die Wartelisten sind aber genau so lang wie die Wartelisten für Spz und Kjp. Von dem Verdacht bis zur Therapie vergehen gut 2 ungenutzte Jahre…

    Ich denke, eine differenzierte Diagnose und professionelle Hilfe sind das A&O. Alle Beteiligten sollten aufgeklärt werden und auch Unterstützung im Umgang mit den betroffenen Kindern erhalten. Sonst benehmen wir uns alle wie in den 60ern. Denken, das Kind bräuchte mal eine strengere Erziehung und klare Regeln, man dürfe ihm nicht alles durchgehen lassen usw. Die Lehrkräfte müssen mit ins Boot geholt werden, mit den Eltern zusammenarbeiten. Bei meinem jetzigen autistischen Schüler ist es so, dass er auch erst nach 2 Jahren oder so, eine richtige Diagnose hat, Therapie erhält, die Eltern erhalten Unterstützung, gehen offen mit der Situation, haben gleich mit mir das Gespräch gesucht und die Familie hat sich nun sozusagen bei den Mitschülern und Eltern geoutet. Alle gehen offen damit um. Ich finde es einen guten Weg.

    Das Geld vom Förderverein zu nehmen oder das Budget, das für Schulmöbel bestimmt ist, zu verwenden, ist falsch und sendet falsche Signale. Wenn es kein Geld gibt, fährt niemand. Fertig. Das gibt nur wieder Unmut in den Kollegien, wenn die einen es so machen und die anderen so oder gar nicht.

    Diesen Trend finde ich ja wirklich süß. Ich wünschte, der wäre zu der Zeit schon übergeschwappt, als mein Kleiner im KiGa/Grundschule war. Das ist so magisch für die Kleinen. Daher könnte ich mir das in der Grundschule echt gut vorstellen. Vielleicht kann ich das mal mit meinen Enkeln machen!

    O. Meier: In der Weihnachtszeit können in Häuser Wichtel einziehen, die man nie sieht, aber immer deren Spuren entdeckt. Eine Wichteltür (Miniatur-Tür) zeigt, dass er eingezogen ist und er macht Quatsch und hinterlässt allerhand Spuren. Wenn Du danach googelst, siehst Du, wie das aussehen kann.

    EDIT: Man benötigt das nicht im Klassenraum. Süß finde Ichs trotzdem.

    Ach, da steht es ja. Ist das nicht verarsche?

    Mag sein, dass ich da nicht auf dem aktuellen Stand der Forschung bin, aber das klingt mir doch sehr nach ausgedachtem Driss. Wenn ihr so etwas den Kindern beibringt, müssen wir ja über Ausstattung von Klassenräumen nicht mehr reden. Wie wär's mal mit Realität?

    Heute haben mir ein paar meiner Drittklässler erzählt, dass zu Hause ein Wichtel eingezogen wäre und ich fühle mich ja gar nicht mehr up to date. Mache mich nachher kundig, was das soll und wo es herkommt, bestimmt ein schwedischer Brauch oder so... Ein Schüler behauptet ganz fest, sein Wichtel bekäme übermorgen ein lebendiges Rentier. :staun: Man wird es sehen...

    Ohne dass ich irgendeine der Erfahrungen hier in Abrede stellen möchte, möchte ich doch darauf hinweisen, dass sich Autismus nur in einem sehr geringen Teil der Fälle in Aggressionen und ähnlichem hier geschildertem Verhalten zeigt. Es tatsächlich ein breites Spektrum, das sich sehr verschieden äußern kann und teilweise auch nach außen kaum auffällt. Nur dass hier nicht - auch wenn zum Beispiel Nichtlehrer mitlesen - der Eindruck entsteht, Autismus bedeute automatisch solche Verhaltensweisen.

    Was auch immer ist. Bitte ernst nehmen von allen Seiten her (auch von den Eltern) und dem Kind helfen. Erlebe gerade im Bekanntenkreis, wie es später im Erwachsenenleben werden kann,

    Weiß ich, dass es nicht von Konsequenzen entbindet. Ich meine eher, dass die Eltern sich sträuben, eine offizielle Diagnose zu erhalten da sie fürchten, ihr Kind würde ewig den "ASS-Stempel" tragen.

    Das erinnert mich sehr an die Eltern eines Schülers, bei dem dann auf unseren Druck hin endlich eine Diagnose gestellt wurde: Asperger Autismus. Da erst wurde eine Schulbegleitung gestellt. Das kostete uns 2 Jahre Kraft und Zeit. Letztendlich habe ich die Eltern im Schulhaus etwas lauter angefahren, weil ich nicht mehr konnte. Ich weiß, sehr unprofessionell. Der Schüler war sehr aggressiv, auch in den Pausen, ist ohne Anlass wahllos auf irgendwen los. Der Schulbusfahrer hat ihn an der Haltestelle stehen lassen und nicht mehr mitgenommen, weil auch im Bus die Aggressionen mit dem Kind durchgingen und er nicht mehr die Verantwortung im Bus tragen wollte.

    Momentan sind wir ja noch auf dem Stand, dass wir das Kind und seine Entwicklung weiter beobachten. Sollte es in Richtung frühere Einschulung tendieren, wäre ab Sommer die Möglichkeit am Vorschulprogramm des Kindergartens teilzunehmen. Die Option einer jahrgangsgemischten Klasse besteht hier in erreichbarer Nähe leider nicht. Ab der weiterführenden Schule gäbe es ein paar interessante Möglichkeiten, aber das ist ja noch eine ganze Weile hin.

    Ich wollte hier übrigens nicht zur Diskussion stellen, ob mein Kind hochbegabt ist. Ich selber verwende diesen Begriff für sie so nicht. Für mich ist sie ein Kind, dass durch seine kognitiven Fähigkeiten deutlich auffällt (nicht nur uns Eltern). Wir merken aber auch, dass sie wirklich ausgeglichen nur ist, wenn ihr Kopf ausreichend ausgelastet ist. Momentan gehe ich davon aus, dass wenn sie ihre Interessen da weiter auslebt, sie eben deutlich vor Schuleintritt das Lesen und Rechnen der ersten Klasse beherrschen wird. Und damit verbunden kam eben die Frage auf, was Möglichkeiten wären, damit sie ihre Schulzeit gut bewältigen kann. Ich weiß nicht, was die richtige Lösung ist, aber ich möchte eben vermeiden, dass sie Schule irgendwie "aushalten" muss.

    Tendenziell hätte ich gesagt, soll sie eben normal starten und wenn es dann tatsächlich passt springen. Das würde aber eben bedeuten nochmal in einer neuen Lerngruppe starten zu müssen. Bei einer früheren Einschulung könnte sie ja vielleicht eher in ihrer Klasse verbleiben (so meine Hoffnung). Schwierig könnte in meiner Vorstellung auch das letzte Kindergartenjahr werden, weil sie sich da nicht mehr an ältere Kinder halten kann. Sie hat übrigens durchaus auch Kontakt mit Gleichaltrigen.... Aber ein gemeinsames Spielen entsteht da nicht wirklich.

    Insgesamt merke ich, dass das Thema echt schwierig ist, weil es gesellschaftlich nicht wirklich anerkannt wird. Entweder sind es die ehrgeizigen Eltern, die ihren Stolz befriedigen wollen und im Kind etwas sehen, was da gar nicht ist, oder eben das Kind soll sich doch bitte außerhalb der Schule holen was es braucht (ist ja hochbegabt, also wird es schon selber was finden). Dass das auch hier im Forum von einigen so platt und eindimensional diskutiert wird zeigt umso mehr, dass eine Hochbegabung in unserem Schulsystem wenig Anerkennung finden dürfte.

    Ich empfehle ein sozialpädiatrisches Zentrum, da kannst du deine Tochter auf Herz und Nieren prüfen lassen und dir die Empfehlungen der Fachärzte einholen. Das meine ich ernst. Ich war mit meinem Sohn zweimal dort und ich fand es sehr sehr hilfreich. Allerdings sind die Wartezeiten oft lang, zumindest hier. Ich habe deine Tochter noch nie gesehen, und gebe meine Meinung/Stellungnahme so ab, wie ich es bei jedem anderen auch täte. Das hat nichts mit dir oder deiner Tochter zu tun. Einen genau auf dein Kind abgestimmten Rat abzugeben, ist hier sehr schwierig.

    So ist es bei uns auch gelaufen. Grundschule / Umzug und wir haben dann ein quasi unbeschulbares Kind bekommen

    Manchmal wird auch bewusst umgezogen, damit das Kind "neu anfangen" kann, denn manche Eltern geben die Schuld der "bösen Grundschule", die das Kind bloß nicht leiden kann, den "mobbenden Mitschülern mitsamt ihren Eltern", die das arme Kind ausgrenzen usw..... und sehen die eigentliche Problematik nicht. Muss nicht so sein, aber das ein oder andere Mal beschleicht einen der Verdacht. Auch wenn Eltern für ihr Kind mit Hauptschulempfehlung extra ein weiter entferntes Gymnasium wählen, damit die böse Grundschule da nicht ihre Finger im Spiel hat. Passiert so.

    In meiner Welt: Autismus-Spektrums-Störung.

    Ob der TE das damit meint, weiß ich nicht. Ob er es selbst weiß, weiß ich auch nicht. Denn es handelt sich ja offenbar um eine sog. "Lehrerzimmer-Diagnose". Auch "Flurfunk-Diagnose" genannt. Praktisch, spart dir den Kinder- und Jugendpsychiater, das Jugendamt und die Schulbegleitung arbeitet umsonst.

    Ist wohl ein sehr weit gefasster Begriff, unter den alles mögliche fällt, wenn ich google richtig verstehe.

    Ich habe mal eine Frage aus Neugier, da die jahrgangsgemischte Eingangsstufe schon mehrfach aufkam: Wenn ein Kind diese in einem Jahr durchläuft, hat es denn die Möglichkeit, alle Inhalte, die in dieser Zeit vorgesehen wird, zu lernen (also auch im Sachunterricht und den Nebenfächern) oder besteht die Gefahr, dass hier Inhalte ausgelassen werden, deren Unkenntnis zu einem späteren Zeitpunkt dazu führen könnte, dass Vorkenntnisse fehlen?

    Im Sachunterricht macht man als Erstklässler die Themen der 2er mit (in der Jahrgangsmischung) und in der zweiten Klasse, dann die Themen der 1. Klasse, nur jeweils auf anderem Niveau. Jeder Erstklässler darf aber auch die Sachen der Zweitklässler bearbeiten, wenn er es schafft. Im Bildungsplan der GS sind die Lernziele auf Ende Klasse 2, bzw. Ende Klasse 4 festgelegt, so dass die Schule beispielsweise festlegt, welche Themen man im SU in Kl. 1 durchnimmt und welche in Kl. 2. In De und Ma geht das natürlich nicht. Aber bei der Jahrgangsmischung darf man ja auf den höheren Niveaustufen mitarbeiten.

    In den Nebenfächern sehe ich weniger das Problem, sondern ich unterstütze das, was Caro und auch palim schreiben. Das Arbeitstempo und Durchhaltevermögen in den Hauptfächern sind der Knackpunkt. Wenn Eltern alles durch häusliche Übung wettmachen wollen/können, dann dürfen sie das gerne.

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