Momentan sind wir ja noch auf dem Stand, dass wir das Kind und seine Entwicklung weiter beobachten. Sollte es in Richtung frühere Einschulung tendieren, wäre ab Sommer die Möglichkeit am Vorschulprogramm des Kindergartens teilzunehmen. Die Option einer jahrgangsgemischten Klasse besteht hier in erreichbarer Nähe leider nicht. Ab der weiterführenden Schule gäbe es ein paar interessante Möglichkeiten, aber das ist ja noch eine ganze Weile hin.
Ich wollte hier übrigens nicht zur Diskussion stellen, ob mein Kind hochbegabt ist. Ich selber verwende diesen Begriff für sie so nicht. Für mich ist sie ein Kind, dass durch seine kognitiven Fähigkeiten deutlich auffällt (nicht nur uns Eltern). Wir merken aber auch, dass sie wirklich ausgeglichen nur ist, wenn ihr Kopf ausreichend ausgelastet ist. Momentan gehe ich davon aus, dass wenn sie ihre Interessen da weiter auslebt, sie eben deutlich vor Schuleintritt das Lesen und Rechnen der ersten Klasse beherrschen wird. Und damit verbunden kam eben die Frage auf, was Möglichkeiten wären, damit sie ihre Schulzeit gut bewältigen kann. Ich weiß nicht, was die richtige Lösung ist, aber ich möchte eben vermeiden, dass sie Schule irgendwie "aushalten" muss.
Tendenziell hätte ich gesagt, soll sie eben normal starten und wenn es dann tatsächlich passt springen. Das würde aber eben bedeuten nochmal in einer neuen Lerngruppe starten zu müssen. Bei einer früheren Einschulung könnte sie ja vielleicht eher in ihrer Klasse verbleiben (so meine Hoffnung). Schwierig könnte in meiner Vorstellung auch das letzte Kindergartenjahr werden, weil sie sich da nicht mehr an ältere Kinder halten kann. Sie hat übrigens durchaus auch Kontakt mit Gleichaltrigen.... Aber ein gemeinsames Spielen entsteht da nicht wirklich.
Insgesamt merke ich, dass das Thema echt schwierig ist, weil es gesellschaftlich nicht wirklich anerkannt wird. Entweder sind es die ehrgeizigen Eltern, die ihren Stolz befriedigen wollen und im Kind etwas sehen, was da gar nicht ist, oder eben das Kind soll sich doch bitte außerhalb der Schule holen was es braucht (ist ja hochbegabt, also wird es schon selber was finden). Dass das auch hier im Forum von einigen so platt und eindimensional diskutiert wird zeigt umso mehr, dass eine Hochbegabung in unserem Schulsystem wenig Anerkennung finden dürfte.