Ich weiß nicht, wie es bei älteren Kindern ist, aber bei unseren Grundschülern mit Diabetes haben wir die Werte ständig im Blick, sogar die Pausenaufsichten müssen sich darum kümmern. Auf einem Handy werden die aktuellen Werte gezeigt und wir müssen dauernd handeln, entweder ist der Zucker zu tief, dann muss das Kind essen oder zu hoch, dann muss das Kind sich bewegen. Und ständig wird kontrolliert, ob alles jetzt im Normbereich liegt. Es ist aufwändig und auch nervig. Wahrscheinlich war die Schülerin sich ganz selbst überlassen??? Die Eltern haben dir Lehrkräfte nicht explizit aufgeklärt und das ist für mich verantwortungslos bis fahrlässig. Bei unseren Schülern können die Eltern zu Hause oder wo auch immer sie sind per Handy die Werte verfolgen und mit uns in Kontakt treten. Es schlägt auch laut Alarm, wenn es wirklich kritisch wird. Früher, als es noch nicht so tolle Möglichkeiten gab, mussten die Schüler sich stündlich in den Finger stechen und die Werte im Blut bestimmen. Und wir mussten das ständig überwachen. Auch vor Sport, nach Sport, usw. Mir ist es deshalb völlig unverständlich, wie Eltern eine 13jährige ohne Unterweisung der Lehrkräfte auf eine mehrtägige Reise schicken. Aber wie so oft habe ich die ganze Zeit schon gedacht: Andere Schulform, andere Sitten. Bei uns haben die Kinder noch ein Köfferchen dabei mit Traubenzucker, Gummibärchen, süßen Getränken, die die erstmal bekommen, wenn die Werte zu tief sind. Bei uns sind alle Lehrkräfte eingewiesen und wir wissen, was wir wann tun müssen. Zum Glück sind die Eltern da auch supervorsichtig.
Das ganze Unglück jetzt allein den Lehrkräften in die Schule zu schieben ist unfair, bis billig.