Beiträge von qchn

    bei uns:
    8-10: eine Ganzschrift und es ist in der Regel eine moderne (Tschick...)

    EF: eine Ganzschrift (Galileo Galilei oder die Physiker zur Zeit)

    das find ich jetzt als Nichtdeutschlehrkraft erschütternd: Sowohl die Physiker, als auch Galileo haben wir in der Sek I gelesen. (und Andorra, Unterm Rad, Jugend ohne Gott, Die Welle, Tagebuch Anne Frank, Tonio Kröger, Kleider machen Leute und noch so eins mit ähnlicher Story, Felix Krull, Biedermann und die Brandstifter, Frühlings Erwachen, Kabale und Liebe und bestimmt noch mehr, was mir jetzt nicht einfällt)

    In der Sek II hatte ich ne Deutschlehrerin, die hat es mit den Lektüren imho etwas übertrieben - das war bestimmt alle zwei Monate ne Neue, den Katalog der Deutschen Literatur hoch und runter. schlimmste Lektüre - mit absolutem Abstand - war Brandung von Martin Walser. schlimmeres lamoryantes Altherrengeschwätz, als Faust.

    edit: Lenz war auch schlimm. und Katz und Maus.

    edit: die Lektüren in Französisch und Englisch fand ich eigentlich immer irgendwie besser, als die in Deutsch. Ich teile aber die allgemeine Begeisterug für Tschick auch nicht. Arbeit und Struktur war ja als Blog sehr interessant, aber sonst.. Sand hat auch nirgendwo hingeführt imho. Ist der wirklich so toll gewesen, der Herndorf?

    Der Drittkorrektor muss bei Neukorrektur eine Erklärung für das RP schreiben, das hat vermutlich mehr Folgen als ein negativer Blick eines Kollegen.

    wäre ja mal interessant, welche Folgen das dann wirklich hat. vermutlich keine gravierenden. Sonst hätte das der Kollege ja auch nicht bringen können. So richtig kann man uns ja eigentlich nichts und ist der Ruf erst ruiniert, korrigiert es sich ganz ungeniert.

    Im Kollegium bekommen Sorglos-Korrigierer übrigens weit mehr, als nen schiefen Blick ab. das spricht sich rum etc. garnicht schön. aber auch hier gilt: wenns der Person egal ist, ists ihr egal.

    und was die Abweichungen angeht.. keine Ahnung, ob das bei uns häufig oder selten vorkommt. bei meiner Zweitkorrektur müssen jetzt zwei Klausuren in die Drittkorrektur. Es stimmt schon, dass ich versucht habe, das zu vermeiden, aber ging nicht und Kollegin und ich haben entschieden, das Schicksal der Schüler in "Gottes Hand" zu legen. Lustigerweise hab ich eine Klausur hoch und eine runter korrigiert. es ist halt einfach das Korrekturgeschäft nur zum Bruchteil so objektiv, wie das gerne getan wird.

    Der Erstkorrektor war Studiendirektor und stellvertretender SL, er hat sehr großzügig korrigiert und viele Fehler übersehen. Der zweite war Studienrat und hat sehr streng gewertet. Gleich bei der 1. Aufgabe gab der Studiendirektor z. B. 5,5 von 6 Punkten, der Studienrat 0. Ich entschied mich für einen Punkt (eine Formel war korrekt, der Rest nicht). Insgesamt lag ich deutlich näher an der Zweitkorrektur, ich musste aber aufgrund der großen Differenz neu korrigieren.

    Meint ihr wirklich, wenn beide an derselben Schule unterrichten und vom anderen wissen, der Studienrat hätte seinem stellvertretenden SL widersprochen? Haben die Schüler also Vorteile, wenn sie Unterricht bei der SL haben?

    man könnte auch andersherum einen Schuh draus machen: gerade, weil man sich kennt, will man sich beim Korrigieren nicht blamieren und alles richtig machen. Mir geht es jedenfalls als Erstkorrektorin immer so. Wenn aber jemand derartig, wie von Dir geschildert, unsachgemäß korrigiert, dann ist ihm imho wumpe, wer das sieht.

    Was ja nicht unbedingt schlecht sein muss. Man mag sich darüber streiten können, ob nun eine völlig unabhängige Zweitkorrektur und die anschließende Festsetzung einer Bewertung durch eine 3. Person objektiver ist als eine Zweitkorrektur, die kritisch die Erstkorrektur prüft und diese ggf. absegnet. Letztere Variante ist zumindest die ressourcenschonendere und kommt den beteiligten Kolleginnen und Kollegen eher entgegen.

    dazu kommt, dass man so mal fachschaftsintern ins Gespräch über sonst immer häufig implizite Bewertungskriterien ins Gespräch kommt. Neben der Referendarsausbildung und dem FPA imho die einzige Gelegenheit, mal in den fachdidaktischen Austausch mit KollegInnen zu treten.

    ist in Rheinland-Pfalz schon seit mindestens 40 Jahren so: 3 Leistungskurse. Allerdings wird einer dann zum Abitur nach Wahl "abgestuft" (d.h. es müssen weniger Aufgaben bearbeitet werden) und er ist klar an ein Fach gebunden. Ich find das nach Jahren immernoch ein gutes System. Ob die Klausuren zentral oder dezentral gestellt werden ist ja letztlich Wurst.

    edit: das DIMR (Deutsches Institut für Menschenrechte) vertritt klar die Auffassung, dass ein Parteienverbot nicht die explizit Gewalttätigkeit einer Partei zur Bedingung hat.

    und was die Europäische Sicht angeht: die Europäische Menschenrechtskonvention ist nicht unfehlbar und der Gerichtshof hat darüber hinaus keinerlei Exekutive um ihren zwr bindenden Urteilen Nachdruck zu verleihen. ich könnte mir vorstellen, dass das BVerfG auch ein dem Solange2 ähnliches Urteil dem ECHR gegenüber vertritt. Darüber hinaus arbeitet der Europäische Menschenrechtsgerichtshof auch mit Caselaw - dann gibt es halt nen neuen Case.

    Richtig sauber (für Untisverhältnisse) geht das nur über Sondereinsätze und die einzugeben nervt wie die Hölle und muss auch immer noch mal kontrolliert werden, weil Untis Untis ist.

    geh mir weg mit den Scheiss Sondereinsätzen. unfassbar, dass sich die Räume immer in Luft auflösen.

    bei uns sind die Abituraufsichten auch in einer Excelltabelle. Vermute aber nicht Unfähigkeit, sondern System: ist der Aufsichtsplan in UNTIS, ist es schwierig zu argumentieren, dass sie nicht bezahlt werden, weil sie ja eigentlich "Teil der Dienstpflicht" sind...

    Naja, das wurde aber immer auch schon gerne als Ausrede benutzt einfach 20+ Semester "intensiv zu studieren".

    ich hab ja nicht gesagt, dass alle das gemacht haben oder dazu in der Lage waren, sondern nur, wie es gedacht war. In dem Zusammenhang hab ich mal gelesen, dass Philosophie etc. typische Fächer sind, in denen Leute Immatrikuliert sind, die garnicht studieren, sondern nur Semesterticket oder andere Vergünstigungen haben wollen. Vermutlich war ich die die einzige Person jemals, die das in Physik gemacht hat +g

    Mal etwas provokant gefragt - weiche Motivation sollten Teenager haben, in einem Test gut abschneiden zu wollen, zu dem sie mehr oder weniger gezwungen werden und der mit ihrem (Schul-)Alltag rein gar nichts zu tun hat? Damit Deutschland in den Rankings besser da steht? Ich hätte da gewisse Zweifel, ob das viele Erwachsene motivieren würde.

    Habe mal vom angeheirateten Cousin eines entfernten Kollegen gehört, dass extrinsische Motivation allgemein nicht so super erfolgversprechend sein soll … :P

    geradezu eine Epiphanie erlebte ich diesbezüglich, als ich seinerzeit mitbekam, wie unterschiedlich die Umfragen zum Hochschulranking an der WHU und meiner Heimatuni wahrgenommen wurden: während die Erhebung an meiner staatlichen Universität nur diejenigen interessiert hat, die wahlweise tüchtig Dampf ablassen wollten oder ernsthaft Interesse an Verbesserung hatten, hat die WHU eine Teilnahme mit eigenen Ständen auf dem Campus forciert und alle TeilnehmerInnen haben ihre private Uni sehr gut bewertet, weil es ja im Endeffekt auch gut ist, wenn sie einen Abschluss von einer gut abschneidenden Universität haben. Dreimal dürft ihr raten, welche Uni besser abgeschnitten hat.

    als jemand, der mitten im Umbruch Magister/BA+MA studiert hat: als Magister war es imho vorgesehen, so humboldtmässig zu studieren, also sich ernsthaft mit dem Seminarthema und der angegebenen Literatur zu befassen. Ich kann mich daran erinnern, dass ich mal ein Luhmann-Seminar hatte, das mich eigentlich ein ganzes Semester intensivst beschäftigt hat und mir wenig gedanklichen Platz für andere Dinge ließ. Imho war das der Grund, warum man sich viele andere Seminare nur aufgeschrieben hat; niemals hätte man all diese unterschiedlichen Elemente so intensiv behandeln können. Zur Prüfung ist man halt gegangen, wenn man sich "bereit" gefühlt und ein Profil entwickelt hat und nicht wenn man soundsoviel Referate mit 4 anderen gehalten hat. Es ist je geradezu albern, wie das jetzt in BA/MA läuft - wer soll ernsthaft Zeit haben, sich mit über das eigene Referat/Hausarbeit hinaus angegebenen Literatur, zu beschäftigen? Mir ist klar, dass jetzt mehr Leute durchkommen und es geht mir auch nicht darum, dass ich das gut oder schlecht finde - es ist nur anders.

    für zwei Entlastungsstunden? Und das, wo für StuBo pervers viele Entlastungsstunden vorgesehen sind, die jedes Verhältnis zu anderen Aufgaben sprengen? Wer hat denn die anderen gefühlt 12 Stunden bei Euch?

    letztes Jahr hatten wir ne Veranstaltung vom BAD zu Stressresilienz oderso (typisch für das Land, strukturelle Probleme mit individueller Psychohygiene zu lösen, aber anderes Thema) und das (einzige), was ich daraus mitgenommen habe, war die Nummer für kostenlose psychosoziale Beratung von Beschäftigten des Landes NRW - merkwürdigerweise hatte da noch nie jemand von uns von gehört: https://www.schulministerium.nrw/beratungstelefon

    imho wird die Anerkennung sehr unterschiedlich - von Sachbearbeitung zu Sachbearbeitung und von Jahr zu Jahr - gehandhabt. Mir wurden meine Zeiten damals nicht anerkannt. Hab Widerspruch eingelegt und sehr ausführlich begründet, warum meine berufliche Vorerfahrung für meine Verwendung förderlich ist und dafür meine Tätigkeiten gemäß aller 7 (oder waren es 8??) Kompetenzfelder des Lehrberufs einzeln durchdekliniert. Wurde abgelehnt. Habe mit der GEW vor dem Verwaltungsgericht gegen meine Einstufung geklagt und Recht bekommen.

    tldr: ja, Du solltest unbedingt nachfragen. Bei mir ist die Mitteilung über die Einstufung auch erst irgendwie garnicht bei mir angekommen und auf Nachfrage bei der BezReg wurde ich ziemlich zusammengefaltet, ich hätte den Empfang ja quittiert. Stellte sich raus, dass das nicht so war und so musste sie "neu" versandt werden.

    imho der bestmögliche Ausgang: Du hast die Stelle nicht und kannst Dich auf Dein Kind konzentrieren und bist dabei vollkommen schuldlos und kannst Dich über Andere ärgern, anstatt Dich selbst.

    ich find wirklich, die Stundenpläne sind nur ein Nebenschauplatz und Strohmann, auf den ich mich an Stelle der TE auf keinen Fall einlassen würde - das kann man schon daran sehen, wie hier die Antworten dazu ausfallen. das eigentliche Problem ist die Unterrichtsverteilung und da sollte man schulinternpolitisch mittelfristig drauf hinwirken, dass einerseits die Fachschaften bzw. einzelnen KollegInnen mehr gehört werden und auf der anderen Seite, die SL wieder ihrer Verantwortung für eben jene gerecht wird, anstatt sie zu deligieren.

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